Gegen den Artikel Der Zeit ist generell nichts einzuwenden, nur was mich stört ist die Überschrift. Lesern die noch nie auf der Insel waren, wird hier suggeriert, sie bekämen es mit einer lieblosen, einfältigen Küche zu tun. Wir hier. u. ich werde für die Meisten sprechen, wissen, dass dem nicht so ist.
 
nur was mich stört ist die Überschrift.
Mich nicht. Primitiv heißt in diesem Sinn ursprünglich, einfach, ohne Verfeinerung, und das sind doch genau die Qualitäten, die die meisten von uns so schätzen - ursprüngliche Küche, ehrliche und somit qualitativ hochwertige Zutaten. Von Lesern der Zeit kann man voraussetzen, dass sie die verschiedenen Bedeutungen von "primitiv" kennen. Ich finde die Überschrift eigentlich gelungen, reizt dazu, den Artikel zu lesen.
Ich dachte früher auch mal, der Primitivo wäre ein billiger, qualitativ schlechter Wein, primitiv eben:D
 
Das einzige was an dem Artikel primitiv ist, ist seine reißerische Überschrift.
Für die als Beleg nur angeführt wird, dass die traditionelle Küche rustikal war und aus Fleisch und Brot bestand.

Im weiteren Verlauf wird eine Hohelied auf die Köstlichkeiten in Cagliaris Neuen Restaurantküchen gesungen. Das ist das gerade Gegenteil von primitiv. Insofern ist die Überschrift auch handwerklich schlecht gewählt. Das würde ich einem - ach so - intellektuell geprägten ZEIT-Leser, der mindestens alle fünf Bedeutungen von primitiv kennt – wovon die meisten abwertend sind, nicht zumuten wollen.
 
Ich dachte früher auch mal, der Primitivo wäre ein billiger, qualitativ schlechter Wein, primitiv eben:D

Du leitest Primitivo von primitiv ab. Das mag ja auf einen Wein der privat erzeugt u. als Haustrunk getrunken wird zutreffen.
Da Wein in der EU ein Genussmittel u. kein Nahrungsmittel ist, sind bei dessen Herstellung über 50 nicht deklarationspflichtige Zusatzstoffe zugelassen. Somit kann man hier nicht mehr von ursprünglich u. ehrlich sprechen.


Na denn Prost! }:-)
 
primitiv hin oder her. das ist ein freies dpa stück. Da war jemand auf Sardinien (offensichtlich das erste mal und auch nur in Cagliar) und hat sich mit dem Text die Urlaubskasse aufgebessert. Ich kann diese Einstiege über den „berüchtigten„ casumarzu nich mehr lesen. Der Artikel hat’s bestimmt auch nich ins Blatt geschafft. zurecht, wenn ihr mich fragt.
 
hey, hey, was dem Einen schmeckt, findet ein Anderer 'ungut'...
Wieviele Sterne ein Resti hat, ist mir eigentlich egal. Wichtig ist doch, frisch und vorzu gekocht. Nebstdem ein Teller ruhig etwas mehr drauf haben darf, als nur herzige Deko........:D
 
Da hat sich jemand die Zeit genkommen, den Titel neu zu setzen:

Interessant dass auf Online-Seiten grosser Blätter wie zB Zeit oder Süddeutsche offensichtlich gewisse Texte automatisch erscheinen, so jedenfalls versteht ich den Hinweis: diese Meldung ist Teil des automatisierten Nachrichten-Feeds der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Ich finden den Artikel interessanter als sehr vieles, was man so zu lesen bekommt über Sardinien und die Namen der Lokale werde ich mir gerne merken.

LG, Maren
 
....und es hat an verschiedenen 'Stellen' sehr, sehr feine Restaurants mit megafeiner Küche.;))

in Alghero ist/war es: la lepanto von Herrn Cecchini, der viele 'Sterne' holte...
Siamaggiore, entlang SS131, da Renzo.......welches für uns immer ein Highlight bei Retourreise und somit krönender Abschluss ist..
 
Diese neue Überschrift ".... einfache Küche" ist auch nicht besser, trifft nicht zu. Um die sardische Küche zu beschreiben, würde mir am besten das Wort "traditionell" gefallen. Es gibt eine ganze Reihe von traditionellen Gerichten, die sehr kompliziert und mit viel Arbeit verbunden sind, alles andere als einfach, speziell die Gerichte zu besonderen Anlässen, die heute immer noch von Sarden zubereitet werden wie es ihre Ahnen schon taten. Man denke nur an das Sangue auf San Michele, die Dolce zu Ostern, wahre Kunstwerke. Immer wieder hört man, nonna hat das so gemacht. Immer noch köchelt der sugo Stunden auf dem Herd, der brodo wird selbst hergestellt, es wird gegessen, was Garten und Stall hergeben. Ich habe die mit mir befreundeten Sarden als sehr kritisch erlebt, was Lebensmittel und Kochweise betrifft, die nicht von Sardinien sind. Einladungen zum Essen meinerseits finden meist nicht statt.
Mein Fazit: Das neue Kochen hat auf Sardinien durchweg noch nicht stattgefunden. Auch in den Restaurants kann ich über die drei Jahrzehnte Erfahrung nicht wirklich Änderungen entdecken, weder in Bezug auf das Angebot noch auf die Art der Zubereitung. (Das mag in Städten wie Cagliari, Olbia anders sein).
Ich liebe die traditionelle Küche Sardiniens, freue mich aber auch auf Veränderung. Dass Sardiniens Köche auf dem Weg des raffinierteren Kochens sind, wie im Artikel geschrieben, ist eine Bereicherung. Ich hoffe, in Zukunft auch raffiniertere Gerichte in den sardischen Restaurants auch abseits der großen Städte auf der Speisekarte vorzufinden, ohne dass die traditionellen Gerichte verdrängt werden., moderne, Kochkunst und traditionelle Küche nicht als Gegensatz, sondern als gleichwertiges Gut.
 
Es gibt schon einige Restaurants, die einen guten Mix aus Tradition und Neuem anbieten, auch auf dem Land bzw. kleineren Orten. Das Su Nuraxi in Muravera oder das Villa Tamerici in Villaputzu (Nähe Porto Corallo / Villaggio Porto Corallo) hat derartige Gerichte auf der Karte.
 
Guten Abend,
Bringen wir es mal hier auf den Punkt - wo kann man traditionell gut Sardisch essen.
Egal was wer wie wo schreibt - zereist euch darüber doch nicht in Kleinigkeiten.
Gebt mal Tipps an die Unwissenden.
Z.B. -- wo kann ich gut in Canningione essen gehen :)
LG Andreas
 
Hier der Artikel aus „schweizer Sicht :

Schön wenn alle vom schönen Cagliari reden …;))

Zum Glück hat Cagliari noch mehrere tolle Restaurants als die in den Artikeln genannten …
Gruß aus Cagliari, F.:cool:
 
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