Fähre Tirrenia

68istvorbei

Neues Mitglied
Nach einigen Flügen in der Vergangenheit entschlossen wir uns mal wieder mit der Fähre von Genua nach Porto Torres zu fahren. Wir, 8 Erwachsene, wählten Tirrenia. Das Einschiffen in die "Sharden" verlief problemlos, genug Platz rings ums die Autos. Kabinenzuweisung professionell. Der Kahn war zwar aussen schön bunt angestrichen, aber ansonsten stark in die Jahre gekommen. Die Getränkepreise unverschämt, das Personal in Bar und Restaurants unfreundlich, das Essen weit überteuert und miserabel. Die Fugen der Duschkabine schimmlig und die Überfahrt mit fast 13 Stunden ungewöhnlich lang. Fazit: das nächste mal fliegen wir wieder.
 
Ich finde es schade, dies an einer in die Jahre gekommenem Fähre und deren Reederei festzumachen. Es ist nicht alles Tirrenia. Wir fahren seit letztem Winter mit SF und der Unterschied zu Moby ( Tirrenia) ist in's Positive gravierend, begonnen mit der Freundlichkeit. Klar gibt es da auch alte Schiffe ( Regina) aber das Personal macht das Beste daraus.
 
so unterschiedlich sind die Wahrnehmungen........

ich mag den leicht morbiden Charme der Tirrenia, der vor 25 Jahren allerdings noch eindrucksvoller war....... Da kamen meine Kinder von ihren Erkundungstouren immer mit irgendwelchen Rost oder Ölflecken zurück und ein spezifischer Eigengeruch der alten Kähne stimmte auf den Urlaub ein. Heute ist alles überpinselt und täuscht doch nicht darüber hinweg, dass da und dort " der Lack ab" ist.

Ein re- importierter sardischer Wein und dazu ein Stück Peccorino und die oder andere mitgeführte Leckerei ersparen Ärger über das Ristorante und das Personal ist auf allen Fähren so unterschiedlich, wie die dahinter stehenden Persönlichkeiten....
Ich werde gerne weiter Tirrenia fahren, wenn sich deren Preispolitik wieder ändert
 
@68istvorbei, absolut konform das das Essen an Bord nicht das beste ist. Jede Pommesbude ist besser.
Das ist allerdings bei allen Reedereien so. Das liegt am System des Self Service auf den Fähren. Bis das ich mit dem Essen durch die Kasse bin ist das Essen fast kalt.
Die 13 std. müssten auch nicht mehr sein, die Fähren von heute könnten schneller Fahren.
Seinerzeit benötigten die Schnellfähren nur 6 std. . Die Jumbofähren von heute sind nicht mehr viel langsamer. Wenn man denn will.
Die Preise sind unverschämt.
 
Das ist allerdings bei allen Reedereien so

Nein. Ich finde, es gibt sehr wohl Unterschiede in der Qualität.
Gastronomische Höhenflüge erlebt man beim Self-Service nirgends, aber das, was Ligabue (Caterer von TireToreMoby) da anbietet, ist auch nach meiner Erfahrung deutlich unter Corsica Ferries-Standard, die sicherlich auch keine Haute Cuisine am Selbstbedienungstresen zelebrieren. Immerhin trinke ich dort aus Gläsern aus Glas, kann mir Erkaltetes in der Mikrowelle warm machen und habe Pfeffermühle, Salz, (Balsamico-)Essig- und (Oliven-)Ölflasche zur Hand, wo's bei Moby nur Plastikportionstütchen gibt.
Und das, was da letztens als "Cotoletta Milanese" angeboten wurde, sah wie Pressfleisch von der Panierstraße aus. Die einzige Alternative Fisch war unbeschreiblich fad, der Preis dafür grotesk.

Philipp
 
Es scheint wohl eher hier um die grundsätzliche Überlegung zu gehen, die jeder für sich treffen muss, ob Flug oder Fähre, aber diese Entscheidung nach an einer einzigen Reise/Überfahrt /Reederei/ Schiff festzumachen und nur am Personal und am Self-Sevice Restaurant?
Anderes schreibst du ja selbst war ja ok. Aber klar, jedem das Seine.
Denn generell gibt es ja noch etliche andere Möglichkeiten, Reedereien und Schiffe, dabei muss man gar nicht unbedingt auf eine Reederei festgelegt sein. Entscheidend ist meistens zunächst der Preis, aber auch Zeiten, Abfahrtshafen, Tag/oder Nachtfahrt und anders..

Die Sharden ist das jüngste Schiff der Tirrenia Flotte, Baujahr 2005. Ich bin letztes Jahr mit der Sharden zweimal gefahren, ok, die Bemalung ist nicht mein Fall, aber ich fand das Schiff selbst und die Kabinen völlig in Ordnung, für diese eine Nacht, die man auf dem Schiff verbirgt, sowieso. Auch das Personal war "normal" freundlich. Die Strecke ist an den Terminen ohne Tagfahrt mit 12 Stunden im Fahrplan angeben und die Zeiten sind vorher bekannt. (GNV zB fährt deutlich länger/langsamer auf der Stecke.) Da sind mal knapp 13 Stunden doch noch im Rahmen, evtl. war höherer Seegang o.a., und eine so sehr frühe Ankunft oder sehr späte Abfahrt abends fände ich persönlich eher ungünstig.

Wenn alles sonst passt, finde ich Tirrenia eine gute Möglichkeit und Genua ist (ab der Schweiz) ein ganzes Stück näher als Livorno. Die Tirrenia Schiffe sind keine halben Kreuzfahrtschiffe, da gibts keinen Pool, keine Animation und keine Sitzgelegenheiten an Deck, aber das ist gerade das was ich mag, diese schlichte und besondere Flair. Das Einschiffen ist meist ziemlich entspannt und oft schon relativ früh,,weil die Schiffe, außer an wenigen Terminen in der Hochsaison, den ganzen Tag im Hafen liegen.

Die Anreise per Fähre hat auch viel Positives, außer dem reinen Zeit-/Kostenvergleich zu Flug/Mietwagen.. Man hat das eigene Auto dabei, ist mit dem Gepäck flexibler, auch mit dem, was man von der Insel mitnimmt, die langsame bewußte Annäherung an/von die Insel hat eine völlig andere Qualität und ist etwas sehr Schönes, man erlebt wirklich noch den Weg, wohin man fährt, nach dem Motto der Weg ist das Ziel, dann die Abfahrt vom Hafen, das Festland hinter sich lassen, die Weite des Meeres, die Wellen, die Gischt, die Bewegung des Schiffs, den typischen Maccia-Geruch der Insel am Morgen wahrzunehmen, wodurch das" Inselgefühl" und die Vorfreude richtig aufkommt...
 
Zuletzt geändert:
kleines update zu GNV, das diesjärige Schiff, Rhapsody, schafft die Strecke auch in 12 h.
Und angeblich wird hier das Essen noch an Bord gekocht. Wie auch auf den anderen Linien
kann man Essensbons im Vorverkauf zu einem reduzierten Preis erwerben, und isst dann relativ
günstig.
Saludos
Helga
 
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