Radtouren, Biken Radtour Ostern 2018, 14 Tg

paderradler

Mitglied
Hallo zusammen,
wir fliegen nächste Woche nach Sardinien und haben dort 2 Wochen Zeit. Start/Ziel Olbia ist gesetzt.

Das Absolvieren eines touristischen Pflichtprogramms ist auch diesmal wieder ausdrücklich nicht Ziel der Reise, vielmehr möglichst verkehrsarme und landschaftlich schöne Strecken mit noch halbwegs fahrbaren Steigungen.

Routenempfehlungen haben wir schon allerhand gefunden, fast zu viele.
Nun hoffe ich noch auf ein paar Tipps von Euch:
- Welche Gegenden der Insel lohnen sich aus Eurer Sicht besonders?
- Wo sind evtl die häßlichen oder langweiligen Gegenden, die man nicht gesehen haben muß?

Das Zelt haben wir dabei, mit geöffneten Zeltplätzen rechnen wir um diese Jahreszeit aber nicht. Es wird also aller paar Tage mal auf eine feste Unterkunft hinauslaufen. Falls hier jemand eine nette Empfehlung hat, gerne.

Das Inselinnere scheint nicht so dicht besiedelt zu sein. Kann jemand sagen, ob man Chancen auf tägliches Essen in der Gaststätte hat?

Gibt es in Olbia Schraub- oder Stechkartuschen?

Gruß
paderradler
 
Servus! Wünsche eine tolle Tour :)

Was sind bei euch noch halbwegs fahrbare Steigungen? Kommt ihr aus dem flachen Norden und fahrt Hollandrad im normalen Leben oder macht ihr jeden Monat mal ne Alpenüberquerung mit dem Bike?

Chancen auf tägliches Essen hast du in den gewachsenen Ortschaften, egal ob im Inselinneren oder an der Küste, in reinen Tourisiedlungen am Meer ist das eher schwierig ausserhalb der Saison.
Im Auchan in Olbia gibts eigentlich so gut wie alles, kann aber sein dass sie saisonal ihr Sortiment anpassen, sprich: Campingzeugs gibts vielleicht im April noch nicht schwerpunktmässig. Aber ich weiss das nicht so genau. Ansonsten als Reserve vielleicht nen Esbitkocher mitnehmen oder nen Hobo für Holz?
 
Hai,
wir fahren analaloge Trekkingräder:mad:. Sri Lanka, Georgien, Burma usw. haben wir überstanden:D Heimatrevier ist eher das Vogtland:rolleyes:
Wenn kein Gas, dann Sprit von der Tanke, bin Kaffeejunkie und nicht Holzsammler:cool: aber Essen kochen ist eher weniger geplant, Kaffee- und Teewasser reicht. Essen würden wir lieber lokale Spezialitäten. Auf Sizilien war es nicht immer einfach, habe aber trotzdem kein Gramm abgenommen.
 
Halte mittags Ausschau nach vielen geparkten Lastwagen an einer Strasse. Wo die Lastwagenfahrer essen, die Tischdecken aus Plastik sind und die Zahnstocher gebraucht aussehen (was sie natürlich nicht sind), kriegst du ein gutes und deftiges Essen zu vernünftigen Preisen. Die Lastwagenfahrer kennen sich aus.
(War der erste Tip eines sardischen Freundes und versagte nie.) LG Ju
 
hai paderradler,

OOOOKKKK, ab jetzt nehme ich dich ernst, Sri Lanka hab ich nun doch noch nicht per Bike gemacht, hab mich immer nur intensiv in Europa rumgetrieben :p

denke mal, dass ihr, wie ich es auch damals war, die Sensation seid, sobald ihr in den eher traditionellen Dörfern im Inselinneren vorfahrt, so ihr ins Inselinnere fahrt, könnt sein, dass ihr dann auch mal oder mehr-mal einfach so eingeladen werdet, wenn ihr sympathisch rüberkommt.... aber gut, damit rechnen könnt ihr nicht wirklich, aber die geniale Dorfpizzeria irgendwo in einem ganz normalen sardischen Dorf, die vielleicht auch noch leckerste Fleischgerichte auf der vielleicht inoffiziellen Speisekarte hat wird sich garantiert freuen wenn ihr da aufkreuzt :)
April ist noch nicht Tourisaison, ihr seid also schonmal bissle Exoten, mit Tourenrad eh.

bo-ju hat was echt tolles gesagt.... kann dazu nur sagen: si sissssiiiiiiii! :):):)

Wenn ihr nicht grad die paar 2000-er abfeiert, die im Inselinneren rumstehen, dann sollte eigentlich so ziemlich jede Steigung für euch auf der Insel locker machbar sein.... ich hab damals Alghero - Bosa mit dem Rad gemacht, das ist heute irgendwie in und jeder noch so niedlich Untrainierte meint, diese Strecke fahren zu wollen, möglichst im Juli oder noch besser August..., da hats einige Kurven und Steigungen, aber es fährt sich doch recht gut für halbwegs Gewöhnte und es sind auch nur 42 km... falls ihr euch das zutraut dann seid ihr denk ich fast allem anderen auch locker gewachsen.

Wo ihr nicht hinsolltet, weils da hässlich ist? Booooh, weiss net.... vielleicht die Gegend im Campidano, die Richtung Cagliari weist, da ist es eher vorstädtisch und flach und eher landwirtschaftlich grossflächig... will nicht heissen scheusslich, aber es gibt tollere Gegenden...

Wenn ihr in Olbia anlandet würd ich Capo Testa im Norden mitnehmen wollen, das ist galaktisch! Dann vielleicht die Nordküste entlang, mit Abstecher nach Tempio Pausania in die Wälder, wilden Spargel gibts auch noch locker im April falls ihr den mögt, muss ja nicht alles im Ristorante passieren :cool:
Nördlich von Alghero... da gibts eher flache Landschaft, paar Hügel Richtung an die Küste. Um Alghero sogar offizielle Radwege. Alghero - Bosa, wie gesagt, ein paar Kurven und Höhenmeter, aber geniale Aussichtsstrecke über dem Meer....
Von Bosa nach Richtung Oristano nach Cuglieri hoch ein paar Höhenmeter, aber erträglich und in zwei Etappen, nach Cuglieri gehts abwärts.... vieleviele Kilometer, die Sinishalbinsel ist zu weiten Teilen dann Naturschutzgebiet und fast ganz flach... es gibt also eine Menge Abwechslung.

Okkkkk, ich beschreibe hier mein Revier, den mittleren Westen. Der super schön ist, teilweise wild und nicht sonderlich wahnsinnig touristisch erschlossen in manchen Teilen. Ich liebe das genau so. Falls ihr in die Gegend kommt meldet euch! Vielleicht wollen noch andere ihre Gegend beschreiben?
 
Bei 2 Wochen Zeit und das erste Mal auf Sardinien würde ich ab Olbia im Uhrzeigersinn an der Ostküste nach Süden fahren.
Immer in Küstennähe bleiben bis Villasimius und dann rüber bis nach Cagliari.
Von dort könnt ihr mit dem Zug wieder zurück nach Olbia fahren.
Das ist sehr abwechslungsreich und geht auch über einen 1000 hm Pass , aber alles gut fahrbar.
Lasst euch Zeit für die Ecken, die euch besonders gut gefallen.
Zur Not könnt ihr auch die Räder im Bus mitnehmen.
Wichtig ist ein guter Reiseführer, aber wem sag ich das.
Und ihr kommt sowieso nocheinmal wieder.
 
Moin,
danke für die Tipps, dass wir nicht alles in zwei Wochen abreißen können ist klar;) Mal schauen, wie sich die Winde näxte Woche verhalten.
Der Hinweis mit dem Bus ist gut, danke.
@bo-ju: danke, den Tipp kenne ich noch aus meinen WoMo-Zeiten, aber mit dem Rad vermeiden wir möglichst solche Strassen.
Gruß
Paderradler
 
Den Tips von corona niedda mit Capo Testa und Alghero - Bosa schließe ich mich an. Wenn ihr das Hochland von Sri Lanka mit dem Rad erkundet habt gibt es für euch keine Steigungsprobleme auf Sardinien. Ansonsten muß Mann oder Frau manchmal kann schön reintreten. Als Tip, es kann um die Zeit noch richtig kalt sein .Wir hatten im April mal morgens nur 11Grad. Da blieben unsere Räder im Auto.
 
Das Zelt haben wir dabei, mit geöffneten Zeltplätzen rechnen wir um diese Jahreszeit aber nicht

Ein paar haben schon offen, vielleicht passen die ja in eure Tour:

https://www.sardinienforum.de/threads/campcards-2018.14010/

Dazu zum Cp Telis gibt es laut ADAC noch 3 andere, ganzjährig geöffnete Plätze:
Lotzorai- Cp Le Cernie
Chia- Cp Torre Chia
Is Arenas- Cp Nurapolis

außerdem: bei Is Arenas- Cp Is Arenas geöffnet ab 25.3.
CalaGonone-Cp CalaGonone, geöffnet ab 25.3.
BariSardo- Cp Pineta, geöffnet ab 1.4.
 
Zuletzt geändert:
mit kühlen Nächten rechnen wir, entsprechende Schlafsäcke und Kleidung ist dabei, Auto eher nicht, wir fliegenwhistling
Wenn ich das also so lese, werden wir uns je nach Wettersituation entscheiden ob links oder rechts rum. Die kurzen Bahntrassenwege werden wir gff einbauen.
Gruß
paderradler
 
Hai,
so zum Abschluss: war eine windige Angelegenheit ;)). Danke für die nfos, den Track gibt es hier .:)

LG paderradler
Hi Paderradler
Wie seid ihr von eurem Zielort wieder nach Olbia mit den Fahrrädern gekommen?
Was ist das für eine Strecke von Sassari nach Alghero?
Wart ihr auf der Sinis-Halbinsel tatsächlich nicht an den Reiskornstränden?
Wie habt ihr die Furten bei Is Piscinas (Arbus) bewältigt?
CU - Ed
 
Der Schlenker über die Costa Verde war mühsam?
Wenn ich an die Sandpiste denke und das dann noch mit Gepäck, das ist Schinderei.

Respekt!
 
eigentlich nur die Auffahrt nach Ingurtosu, wir hatten einen Kettenriss und den Nietendrücker vergessen:mad:. Die Reparatur mit Stein und Schraube hat denn 1,5 Std. gebraucht, aber funktioniert:cool:
 
In dieser abgelegenen Region hat man auch keine Chance, dass zufällig einer vorbeikommt, der einen Nietendrücker dabei hat.
Es ist immer gut, wenn man die wichtigsten Chaos-Reparaturen drauf hat.
Und im nächsten Urlaub habt ihr den Nietendrücker sicher wieder dabei.
 
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