Welttag gegen das Ertrinken: auch auf Sardinien 41 Opfer in 2 Jahren

Beppe

Sehr aktives Mitglied
Welttag gegen das Ertrinken: auch auf Sardinien 41 Opfer in 2 Jahren
Die Insel gehört ebenfalls zu denjenigen italienischen Regionen, in denen es auch tragische Episoden und Unfälle gibt.
30 % der Ertrunkenen sind übrigens über >65.

Hier die Daten der Beobachtungsstelle des Gesundheitsministeriums anlässlich des Weltpräventionstags

Plötzliche Erkrankungen, widrige hydrodynamische Zustände, Strömungen und Instabilität des Meeresbodens, aber auch unvorsichtige Verhaltensweisen, die durch eine schlechte Wahrnehmung von Gefahr oder aber auch unzureichendem Schwimmvermögen bestimmt werden. Dies sind die Hauptursachen für den 'Tod durch Ertrinken', der im Bericht der Beobachtungsstelle für die nationale Präventionsstrategie unter der Schirmherrschaft des Gesundheitsministeriums und des Höheren Instituts für Gesundheit erläutert wird.

Der Bericht berichtet auch, dass Sardinien mit einigen anderer italienischen Regionen mit an der Spitze von Todesfällen durch Ertrinken lag: Im Zeitraum von zwei Jahren 2024 bis 2025 gab es 41 Opfer auf der Insel, soviele wie von Apulien und Sizilien zusammen. An der Spitze der traurigen Rangliste steht die Lombardei (90 Fälle), Venetien (73), die Toskana (52) Latium (51).

Auf nationaler Ebene verzeichnet der Jahresbericht für den Zweijahreszeitraum 2024-2025, der vom Istituto Superiore di Sanità veröffentlicht wurde, insgesamt 604 Todesfälle, von denen etwa 23 % Kinder und Jugendliche bis zu 24 Jahren sind. Mehr als 80 % der Todesfälle betreffen männliche Personen, während 19,3 % der Opfer weiblich sind. Man beachte auch: etwa 30% der Ertrunkenen sind Menschen über >65 Jahren. 46,8 % der tödlichen Ereignisse treten in der maritimen Umwelt auf, während 46,2 % der Ertrunkenen auf Binnengewässern (Flüsse und Seen) fallen und nur 6,2 % in einem Pool stattfanden, wobei aber auch letzteres eine alarmierende Zahl ist, wenn man bedenkt, dass hierbei hauptsächlich Kinder und Jugendliche betroffen sind sind.

Die Beobachtungsstelle weist im Jahresbericht auch auf die Regeln für die Strandsicherheit und die Risikoprävention hin, einschließlich der Empfehlung, Kindern unbedingt das Schwimmen beizubringen.

Immer im Bereich der Prävention, von den Experten auch einige praktische Ratschläge für Erwachsene: wenn sie von einem Strom des Rückschwimmens seitwärts gedrückt werden, um herauszukommen, niemals dagegen; niemals tauchen, ohne vorher den Boden des Gewässers zu kennen (Tiefe oder Anwesenheit von Vorsprüngen) und auf jeden Fall das erste Eintauchen immer mit den Füßen machen, niemals per Kopf. Es gibt viele schwere Unfälle aufgrund von Kopfsprüngen, die von tödlichen Folgen bis hin zu nicht wiederherstellbaren Schäden an der Wirbelsäule reichen.

Quelle:
und
 
Zuletzt geändert:
Nicht zu vernachlässigen die Unfälle in schlecht gewarteten Pools!
Deshalb ist die Lombardei ja ganz vorne :)

Und ernster: Ein solcher Absolutwert, der nicht ins Verhältnis zu den Einwohnern, Besucherzahlen, etc. gesetzt wird, hat natürlich keinerlei Aussagekraft, außer der Binsenweisheit, das jeder Badetote einer zu viel ist.
 
Damit dieser Beitrag nicht nur eine traurige Statistik bleibt, von der wir denken, OK sowas passiert, aber was geht es mich an, Badeunfälle passieren immer wieder.
Auch Pools sind nicht sicher!
Die Mädchen mit ihren offenen langen Haaren sind der Horror für mich, wenn ich das sehe, speziell weil ich von einem ganz traurigen, tödlichen Unfall ähnlich aufgrund eines defekten Schutzgitters der Absaugpumpe in einem Pool auf Sardinien weiß. Da hilft es auch nicht, wenn die Kinder gut schwimmen können. Starke Sogwirkung von ungesicherten Absaugpumpen können zur tödlichen Falle werden.
 
Damit dieser Beitrag nicht nur eine traurige Statistik bleibt, von der wir denken, OK sowas passiert, aber was geht es mich an, Badeunfälle passieren immer wieder.
Auch Pools sind nicht sicher!
Die Mädchen mit ihren offenen langen Haaren sind der Horror für mich, wenn ich das sehe, speziell weil ich von einem ganz traurigen, tödlichen Unfall ähnlich aufgrund eines defekten Schutzgitters der Absaugpumpe in einem Pool auf Sardinien weiß. Da hilft es auch nicht, wenn die Kinder gut schwimmen können. Starke Sogwirkung von ungesicherten Absaugpumpen können zur tödlichen Falle werden.
Badehauben, wie sie zur Zeit der Dinosaurier (mich inkludiert) üblich waren, sind halt sowas von garnichtchic. Lieber tot als unmodern ...
 
Justamente heute:
Strandtragödie stirbt nach einer Krankheit

Bosa: Ein 63-jähriger Tourist deutscher Nationalität starb am späten Morgen, Freitag, den 24. Juli, nach einer Krankheit, als er am Strand von Cumpoltitu wenige Kilometer nördlich von Bosa lag. Erst als man bemerkte, dass irgendwas passiert war, wurde sofort die Rettung gerufen.

Trotz aller Hilfsmaßnahmen der Rettungskräfte verschlechterte sich der Zustand des deutschen Touristen.
Die Rettungsversuche, ihn wiederzuleben leider vergeblich.

Quelle:
 
Nach einer Krankheit? Soll passieren.
'muore dopo aver accusato un malore" richtig übersetzt " er starb nachdem er ein plötzliches Unwohlsein erlitten hatte" was ein Schwächeanfall oder irgendein plötzlicher medizinischer Notfall sein kann.
Aber nicht durch Ertrinken, was ja hier das Thema ist.
 
Damit dieser Beitrag nicht nur eine traurige Statistik bleibt, von der wir denken, OK sowas passiert, aber was geht es mich an, Badeunfälle passieren immer wieder.
Auch Pools sind nicht sicher!
Die Mädchen mit ihren offenen langen Haaren sind der Horror für mich, wenn ich das sehe, speziell weil ich von einem ganz traurigen, tödlichen Unfall ähnlich aufgrund eines defekten Schutzgitters der Absaugpumpe in einem Pool auf Sardinien weiß. Da hilft es auch nicht, wenn die Kinder gut schwimmen können. Starke Sogwirkung von ungesicherten Absaugpumpen können zur tödlichen Falle werden.

Neulich bei uns in der Nähe: https://www.ka-news.de/karlsruhe/bl...tung-im-freibad-ausser-lebensgefahr-114596892

Das Mädchen konnte dank einiger geistesgegenwärtiger Personen geborgen und reanimiert werden.

Deswegen passt auf eure Kinder auf und legt das Daddl-Dings zur Seite.

Uns Männern empfehle ich deswegen eine perfekt sitzende Badehose.
 
@Georgie

der Übergang von Unwohlsein zu Schwächeanfall, Kollaps u.ä. bis hin zu medizinischem Notfall ist fließend, d.h. dass im weitesten Sinne immer ein medizinisches Krankheitsbild vorliegt.

Stell dir einfach mal vor, so wie @Ponti schreibt, daß der bedauernswerte Tourist heute erstmalig seine neue perfekt sitzende Badehose an hatte.
Wahrscheinlich passierte folgendes:
der Tourist stieg - stolz wie Oskar - ins Meer und schwamm ein paar Runden. Hierbei allerdings durchzuckte ihn plötzlich ein stechender Schmerz von seinem Schniedelwutz her, so daß er in Schnappatmung verfiel und hierbei reichlich Meerwasser schluckte und auch einatmete. Mit Mühe konnte er sich gerade noch zurück an den Strand retten und konnte sich dort nur noch entkräftet in den Sand fallen lassen.

Die Autopsie wird womöglich den Grund für den ursächlichen stechenden Schmerz, die Schnappatmung und den Schwächeanfall aufdecken.
Nämlich: die neue Badehose !!! O_O
Der Tourist trug erstmalig seine neue Badehose, die er sich gerade erst vor 2 Wochen für teures Geld von € 9,00 von TEMU hat schicken lassen. Dafür durfte er dann sogar nochmals extra quasi 30 % Einfuhrzoll (nämlich € 3,-- extra bezahlen - hier hat die EU wohl von diesem Trump bestens gelernt, wie man Einfuhrzölle auch um die Ecke herum und unter scheinheiligster Argumentation erheben kann).

Aber jetzt kommt der Clou. Die neue Badehose war so zusammengenäht, daß die Naht etwas weiter nach links verlief. Der Tourist war aber offensichtlich Linksträger. Hierdurch kam es zu erheblichen Druckstellen bis hin zu Abschnürungen, was den stechenden Schmerz verursachte. Der Rest der Story ist insoweit nachvollziehbar und muß deshalb auch nicht weiter vertieft werden.
 
Zuletzt geändert:
@Beppe, ich wollte eigentlich verhindern, dass ein so ernstes Thema lustig zerquatscht wird. Ist nicht gelungen. Die Badehose Story kann jetzt weiter gehen, heute ist ja nicht mehr der Welttag gegen das Ertrinken. Komisch, dieses wirklich ernste Thema wurde von dir eröffnet, und nun verhohnepiepelst du es selber.

PS: Ich schätze deinen Humor und deinen Witz, schon viel gelacht, aber manchmal geht der Witz mit dir durch;)
 
Zuletzt geändert:
@Georgie

auch bei durchaus ernsteren Themen, kann man in gewisser Weise die Reichweite und Eindringlichkeit durch Komik & Satire sogar noch besser sensibilisieren und dadurch höheren Aufmerksamkeitswert erzielen.

ein anderes tatsächliches Beispiel aus dem wirklichen Leben:
ich hatte mal vor vielen Jahren bei mir auf dem Schiff in der Türkei ne Freundin und deren Bekannte für 18 Tage.
Beide Physiotherapeuten und um die 20 Jahre.
Die Bekannte war übrigens zu jener Zeit Westdeutsche Landesmeisterin im Schwimmen.
Also legten wir irgendwann ab und gingen ca. 3 Stunden später in irgendeiner Bucht vor Anker.
Meine Freundin und ich sprangen hocherfreut zur Abkühlung ins Meer. Die Bekannte verblieb auf dem Schiff.

Nach Rückehr an Bord fragte ich dann die Bekannte, ob sie denn bei diesen Temperaturen nicht mal Lust auf ein Bad habe.
Antwort: "Ne, ich kann nicht - habe Angst!" - ...mir blieb einfach die Spucke weg.

Kurze Rede - kurzer Sinn
Die Westdeutsche Landesmeisterin im Schwimmen konnte nur in Schimmbecken schwmmen, wo sie den Grund sah.
Im Meer war sie noch nie geschwommen!

Quintessenz:
Also holte ich Schwimmreifen und Schwimmhilfen raus und es brauchte viel Geduld + gutes Zureden und viele Tage und Stunden, um dieser Spitzensportlerin langsam aber sicher hierzu ihr Selbstvertrauen zu geben und und.. und... einzubläuen.

Nach ca. 1 Woche hatte ich es dann geschafft: sie schwamm endlich auch ohne meine unmittelbare Nähe und direkte Assistenz im Meer. Hierbei stellte sich dann ganz schnell heraus, daß sie auf 100 Metern schwimmen mir nahezu 50 Meter abnahm.

Ergo: auch eigentlich guten Schwimmern kann das gänzliche Selbstvertrauen im Meer völlig abhanden kommen.
==========================
Hätte ich hier die ganze Thematik wesentlich ernster & trauriger beschrieben, dann hätte dies dir und anderen wahrscheinlich aus Mitgefühl die Tränen in die Augen getrieben und du hättest das alles überhaupt nicht mehr weiter und zu Ende lesen können. ;)
 
Zuletzt geändert:
die Unione Sarda berichtet heute von ca. 2 Meter hohen Wellen und gefährlichen Strömungen um Porto Ferro, wo
trotz "roter Flagge" Leute wiederholt ins Meer gingen und abgetrieben wurden.

Unter anderem wurde gleich ein 70-jähriger Deutscher sowie dessen 15-jähriger Neffe von den Rettungskräften
aus dem Meer geholt und etwas später auch nochmals 3 Sassaresen.

Quelle:
 
Mit der roten Flagge ist das so eine Sache. Ich sehe die rote Flagge am Hochsitz des "Bademeisters", wenn er nicht da ist, d.h. wenn der Strand unbeaufsichtigt ist, nicht wegen gefahrvollem Baden im Meer wegen Wellen, Strömungen etc. Habt ihr das auch so beobachtet oder täusche ich mich? Letztendlich nimmt man die rote Flagge als Folge davon nicht mehr ernst.
Richtig gefährlich ist das Meer für Badende bei ablandigem Wind. Sieht harmlos aus.
Über die Gefahren des Meeres ist hier schon viel geschrieben worden.Suchfunktion nutzen!
 
@Georgie
zum Verständnis von Flaggen und deren Bedeutung an italienischen Stränden
siehe:

Weiße Flagge
Die weiße Flagge signalisiert, dass der Rettungsdienst betriebsbereit ist und dass die Wetterbedingungen ideal und sicher zum Baden sind.

Rote Flagge
Die rote Flagge signalisiert ein gefährlicheres Baden z.B. wg. schlechteren Wetters oder aber auch des Fehlens des Rettungsdienstes.
In Gegenwart der roten Flagge kann man ein Bad nehmen, aber man sollte Vorsicht walten lassen.
Wenn stattdessen zwei rote Flaggen angezeigt werden, bedeutet dies, dass der Strand fürs Baden geschlossen ist, weil es zu gefährlich ist.

Gelbe Flagge
Die gelbe Flagge weist auf einen reduzierten Überwachungsdienst von 13.00 bis 15.00 Uhr hin, da zur Mittagspause die Bereitschaft des Rettungsdienstes reduziert ist.
An einigen Stränden verpflichtet die gelbe Flagge aber auch, Sonnenschirme bei starken Windböen zu schließen.
 
Zuletzt geändert:
An dem Strand, wo wir oft schwimmen, gibt es gar nichts. Je nach Tageszeit oder Wetter können die Strömungen unterschiedlich sein. Der Sog nach draußen, ins offene Wasser ist nicht zu unterschätzen.
Daher immer gut aufpassen und kein Risiko eingehen.
 
übrigens @Georgie

die geübte Flaggenführung an Stränden ist in Italien und Deutschland doch recht unterschiedlich.
Hierzu einfach auch mal auf die DLRG-Seite schauen, wo man z.B. die abweichende Flaggenführung in D
recht anschaulich erklärt bekommt.

 
In Sa Rocca Tunda ist die rote Flagge oben,wenn.: Keine Aufsicht da ist, wenn er sich in der Pause befindet und er sich z.B. nach der Pause intensiv seiner Freundin widmet, dann bleibt sie oben bis er Feierabend macht.
Ausserdem seit Anfang an mit nur einer Person besetzt mit Boot, Rettungsringen und Winde.
So beobachtet, fast Täglich, seit anfang Juli.
LG Klaus
 
Wie auch in Deutschland gibt es Probleme genügend qualifiziertes Personal zu finden. Einige Gemeinden haben Jobs inclusive der Kurse zur Qualifizierung angeboten. Auch öffentliche Rettungsübungen zur Motivation der Jugend werden hier durchgeführt.
 
@Bisso es geht nicht nur allein um das qualifizierte Personal, sondern in dieser frick'n Welt auch um eine hierfür entsprechende Entlohnung dafür. Was meinen denn eigentlich diese Politiker und Supergutverdiener. daß dieses "qualifizierte" dauernd und hoffentlich auf ewig ehrenamtliche Tätigkeiten macht (wobei nur eigentlich Gemeinde und Staat) hierbei Profit auf deren Kosten macht.
1 Jahr ist bereits weit mehr als genug. Hierfür bekommt der hochgradig engagierte Mitarbeiter noch nicht mal Rentenpunkte auf sein Lebensarbeitskonto in D (Verarsche Nummer 2) und und.. und...

Der Schulkollege, der anstatt dessen einen halbwegs normalen Job ausübt, der kommt finanziell und rententechnisch wesentlich
besser über die Runden und davon. Also was hat so ein 'ehrenamtlicher' Mitarbeiter in so einer Organisation letztendlích davon?
 
Zuletzt geändert:
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