Verhaltensregeln, netiquette auf Sardinien

Cattleya

Aktives Mitglied
Salü
als wohlerzogene Schweizer weis ich mich zu benemen, ;)
Nun fahr ich seit 7 Jahren nach Sardinien und habe noch keinen Zaun überstiegen.

Ein guter Freund von mir kennt da aber keine Hemmungen.
Wie ist dass den nun. Beispielsweise die Nuragen die nicht Touristisch ausgeschildert sind, in Gebüschen oder hinter Stacheldrahtzäunen liegen. Auf Bergkuppen oder in der Wiesen. Darf man die mit Fotoaparat ausgerüstet besuchen, auch wenn ein Zaun davor steht oder muss man dann mit Polizei, bissigen Hunden, oder Schrorgewehrschüssen rechnen *g
Weil Zäune stehen in Sardinien vor allem und alles davor *g

Beispielsweise die Nurage Oes , gleich hinter der Nurage Santu Antine.
Oder die eine Nuragen die teilweise direkt an der SS stehen. Da gibts 1001 Bilder im Inet von ganz nah , nur ich trau mich nicht ran.
lg Udo
 
Hallo Udo,

wer mein Grundstück ungefragt betritt, ist auch nicht willkommen. Ergo halte ich es mit fremden Grundstücken ebenso.


Gruß Jürgen
 
ich kenn eigentlich keine Nuraghen, die hinter Stacheldrahtzäunen liegen (höchstens die, die zur absoluten Nuraghen-Prominenz gehören und die abgesperrt sind, damit die Touristen sich nicht das Eintrittsgeld sparen), wenn mir einer begegnen sollte, so werde ich dort eben nicht einsteigen, muss mir das Leben ja nicht mühsam machen ;-) Es gibt jedoch Nuraghen in Hülle und Fülle, die frei zugänglich sind und wenn ihr diese besucht, so ist da absolut nichts einzuwenden. Bewacht von bissigen Hunden sollten die eher nicht werden, so ein Nuraghe ist schwer zu klauen und läuft auch nicht so schreckhaft davon wie Schafe es tun. Falls Schafe drumherum weiden, dann ändert das die Sache jedoch gegebenenfalls.

http://www.ilportalesardo.it/archeo/archeo1.htm

Das ist in Italiano, aber wenn bei du mal auf die einzelnen Provinzen klickst dann öffnen sich da einige Auflistungen von Nuraghen der jeweiligen Provinz. Und im Text steht dann oft was von "accesso", Zugang von da und da her oder ähnliches. Sprich: man/frau kann rein, manchmal etwas sportlich durch die Pampa, aber zugänglich.
 
In D. (wohl auch in CH) kannst Du, jedenfalls zu bestimmtem Jahreszeiten, auch nicht einfach so über landwirtschaftliche Flächen laufen, auch wenn sie nicht eingezäunt sind und auch kein Tor haben.
Wenn ich das Tor zu unserem Grundstück schließe, heißt das, Besuch ist nicht erwünscht. Wenn das Tor offen ist, darf man eintreten.
Aber kein Bauer hier wird was dagegen haben, wenn Du ein nicht verschlossenes Tor öffnest u. es dann gleich wieder auch schließt. Auf dem Grundstück sind ja oft Tiere, die sonst entweichen könnten.
So geschehen bei unserem Nachbargrundstück, irgend Jemand hat das Tor auf gelassen, die Kühe sind auf unser Grundstück, u. haben beträchtlichen Schaden angerichtet.
Also, man muss sich nur vernünftig verhalten.

Günther

P.S. Zugänge zu Stränden u. öffentlichen Brunnen dürfen, auch wenn sie über priv. Grundstücke führen, nicht versperrt werden.
 
hallo udo,
zur oes sind wir vor ein paar jahren problemlos gegangen, keine zaeune, aber nicht von santu antine aus, sondern von der anderen seite, von einer strasse aus, die parallel zum bahngleis laeuft.
saludos
helga
 
Hallo Udo,

bei geschätzten 7.000 Nuraghen auf Sardinien wird sicherlcih die eine oder andere für dich dabei sein, die nicht eingezäunt ist ;).


Grüssle
Jürgen
 
den hinter Muravera meine ich nicht, dem sieht man die Neuerstellung schon von ausssen an. Aber von dort Richtung Olbia , ca 10 Km nach der Ausfahrt San Vito ist nach dem Tunnel mit Blick nach Quitarra links auf der Anhöhe eine unscheinbare . Ich habe alle Nuarghen auf meinem Tom-tom und wenn ich 100m in ihre Nähe komme pipt es und zeigt mir den Standort an. Von der erwähnten Fake Nurage aus beispielsweise in richtung San Priamo sind in den Hügeln 5 weitere, unscheinabre, teils abgetragene....Und ein Domus de Janas . (ca 2km nach der SS Ausfahrt)
Der Nuraghe OES ist hinten eine Zufahrtstrasse, die endet an einem kleinen P-Platz mit Schild. Der Fussweg zur OES ist dann aber
zugewuchert, man hat dann die wahl : Stacheldraht überklettern oder Rückzug.
Dan gibts da noch einige Brunnen und so manche Janas

Die eine oder andere(62stk ) habe ich aber bereits besucht. Die müssen nicht gross sein, aber wild romantisch :)

Aber ich habe es verstanden,, Zäune überklettern nicht erlaubt. :D


gruss
 
Polizei und Schrotgewehre werden dich sicher NICHT erwarten. Überhaupt ist es in vielen Gegenden eher unwahrscheinlich, auch nur einen Menschen anzutreffen. Eher schon einen selbstständig seine Herde hütenden Maremmano, und mit diesen Hunden ist nicht zu spaßen, also sollte man schon darauf achten, nicht in ein Territorium einzutreten, in dem Schafe weiden. Eventuell auf Kot achten und durch eigenes Bellen testen, ob ein Hund in der Nähe ist. Eine weitere durchaus ernstzunehmende Gefahr sind Wildschweine, wenn dir eine Bache begegnet, die gerade Junge hat, bleibt nur noch die Flucht. Auch frei herumlaufende Stiere sind keine Seltenheit, die greifen aber nur an, wenn du ihnen richtig nahe kommst. In manchen Gegenden sollte man sich nicht zu weit von seinem Auto entfernen, da gibt es schon mal böse Überraschungen durch Leute, die dort keine fremden Autos mögen... Grundsätzlich haben die Sarden aber nichts dagegen, wenn man ihre Grundstücke betritt, um z.B. eine Nuraghe zu besuchen, solange ihr nicht in Horden einfallt, nicht dort campiert, Feuer macht, esst, eigene Tiere mitbringt und alles unterlasst, was die Natur und Tierhaltung dort stören könnte. Sich bei seinen Unternehmungen von einem Einheimischen führen zu lassen, ist kein Fehler. Und Geheimtipps sollten auch solche bleiben!
 
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