Sardinien zu Fuß, Zug oder Bus

steff123

Neues Mitglied
Hey,
ich würde gern Ende Mai für ca. 2 Wochen nach Sardinien fliegen. Da ich allein bin, möchte ich gern ne Rundreise machen, um möglichst viel von der Insel zu sehen - aber ohne Mietwagen. Viel Wandern (Backpacking) und ggf. auch mal längere Abschnitte mit nem Zug oder Bus fahren. Möchte viel von der Natur sehen, in der nähe von nem schönen Strand aber auch mal ein paar Tage verweilen ;). Unterkünfte entweder Fewos oder gute Mittelklassehotels; kein Zelten oder so.

Hat das jemand bereits schonmal gemacht oder weiß jmd., ob und wie man so eine Tour auf Sardinien am besten zusammenstellen kann? Würde gern die Unterkünfte vorab buchen.

VG Steff
 
Hi und willkommen!

Ob man/frau so ne Tour machen kann? Würd mal entschieden sagen: Klar.
Wie du so ne Tour zusammenstellen kannst? Kommt drauf an auf was du Wert legst... in jedem Fall hast du mit der Bahn eine zuverlässige Verbindung von Olbia bis Sassari und vom Norden bis nach Cagliari, also zwei wichtige Achsen abgedeckt... Busse gibts dann auch noch einige, auch schnelle Verbindungen zum Teil.
Mit Fewos hauts eventuell nicht hin, wenn du nur einen oder zwei Tage bleiben willst, da eignen sich dann Hotels besser.

Wandern mit Rucksack und Fahrrad hab ich schon gemacht, jedoch nicht ganz um die Insel, sondern im nördlichen Teil bis Nuoro/Oristano. Für Mittelklassehotels hab ich keine Tipps, war damals in der Tat zelten, aber da findeste ja einiges über die gängigen Portale schätz ich mal.

Und ja, Ende Mai ist die Natur grandios auf der Insel, gratuliere und wünsch dir ganz viel tolle Erlebnisse!
 
Steffi,
mach dir keine zu großen Illusionen, in 2 Wochen die ganze Insel zu erkunden und dann auch noch mit Öffis.
Sardinien ist 6 x so groß wie Mallorca.

Du wirst wiederkommen müssen.:)

Viel Spaß

Bea2
 
Du kannst unten mal die Bus- und Zugfahrpläne studieren, wenn du die Unterkünfte vorbuchen möchtest, um vielleicht etwas ein Gefühl für Fahrzeiten zu bekommen, wo und wie oft man umsteigen oder warten muss, dass da ein Bus überhaupt hinfährt und auf die Lage und Entfernungen zur Bushaltestelle und Einkaufsmöglichkeiten/Restaurants usw achten (g.gle maps, Beschreibung der Unterkunft), daher werden prinzipiell meist ganzjährig bewohnte Orte besser sein. Dabei Saisonzeiten und Wochentage beachten, bis Mitte Juni gilt noch der reduzierte Winterfahrplan. http://www.arstspa.info/a.html . html http://www.trenitalia.com

Private Fewos über die gängigen Portale sind inzwischen auch vermehrt tageweise zu bekommen, vor allem in der Vorsaison gibt es seltener bzw geringere Mindestaufenthalte, einfach mal schauen. Es ist eher die Frage, ob sich das preislich lohnt, wenn immer Endreinigung usw dazu kommt.
 
Hey Steff,

natürlich geht das - und du hast den Vorteil, dass die Abfahrtszeiten inzwischen im Internet stehen, d.h. du kannst vorab planen. Ich durfte mir immer als erstes eine Zeitung kaufen und dort nachschlagen. Aber ganz ehrlich ... im Mai ist auf der Insel wenig los, ich würde da nicht zu viel vorher buchen. Schau grob, welche Hotels geöffnet haben und gut ist es. Wenn es dir irgendwo gefällt, dann bleib länger dort, willst du tatsächlich einmal um die Insel, sind zwei Wochen eh sportlich.

Generell sind die Busse deutlich interessanter als die Züge, weil sie die schöneren Strecken bedienen bzw. das Angebot der Züge größtenteils stumpf auf Cagliari zugeschnitten ist. Es gibt ein paar Ecken, die von Bussen nicht oder nur in der Hochsaison bedient werden (z.B. die Costa Verde), aber im großen und ganzen kommst du überall hin, wenn auch logischerweise nicht übermäßig oft am Tag.

Übrigens klappt(e zu meiner Zeit vor 10 Jahren) auch trampen sehr gut auf Sardinien, wenn mal gar nichts ging.
 
Das geht auch als Frau wunderbar und ich habe das schon mehrfach gemacht! Es ist sehr günstig und man lernt Land und Leute kennen.

Unterkünfte brauchst du Ende Mai nicht vorbuchen. Ich bin immer zur Fremdenverkehrs-Information gegangen und habe dort nach freien Zimmern gefragt. Oder auch in einer Bar im Ortszentrum - die wissen oft genau so gut Bescheid, wer ein freies Zimmer hat.

Ferienwohnungen werden normalerweise nicht unter 1 Woche vermietet, aber es gibt wirklich in jeder Stadt sehr nette kleine Pensionen, die sich auch freuen, wenn man nur 1-2 Tage dort bleibt.

Das Reisen mit dem Bus ist sehr entspannt auf Sardinien, wenn man ein wenig Flexibilität mit bringt. I.d.R. sind die Busse pünktlich. Nur über sehr lange Strecken kann es schon mal sein, dass man etwas warten muss oder der Bus Verspätung bekommt.

Große Gepäckstücke lagert man unten im Gepäckraum und die Busse sind auf Koffer und co eingestellt.
Die Tickets kauft man meistens in einer Bar vor der Bushaltestelle. Dort sind sind auch etwas günstiger, wie wenn man im Bus bezahlt.

Will man irgendwo aussteigen, wo es keine Bushaltestelle gibt, kann man den Fahrer fragen, ob er einen dort raus lässt. Habe ich immer so gehalten und nie hat der Fahrer abgelehnt!
Wenn du irgendwo hin möchtest, wo es gar keine Busverbindung hin gibt, kannst du dich auch an die Straße stellen. Die Sarden sind sehr hilfsbereit und nehmen einen gerne mit.

Ich würde mir an deiner Stelle eine Seite von Sardinien aussuchen, die ich bereise, denn 14 Tage sind zu kurz für die ganze Insel.
Nimm dir z.B. die Ostküste vor und reise von Olbia in den Süden nach Cagliari. Das ist in 14 Tagen machbar.

Ich wünsche Dir viel Spass und gutes Gelingen.
 
Ganze Ferienwohnungen werden seltener nur für einen oder zwei Tage vermietet.

Allerdings gibt es wie gesagt Pensionen und das international bekannte B&B-Schild (Bed & Breakfast), das für dich wohl ideal wäre, überall zu finden.

Im Mai brauchst du aber nicht reservieren.
Ich würde mich zwar Informieren, Adressen, Internetadressen sowie Telefonnummern von Unterkünften und Fremdenverkehrsämtern sammeln,
aber trotzdem flexibel bleiben und nach Lust und Laune absteigen wo es mir gerade gefällt.
Mai ist für sowas ein super Monat, weil er noch nicht ganz so heiß ist.
 
Ich danke Euch für die vielen Hinweise. Was ich auch aber noch suche ist so eine erste Idee einer Route. Am liebsten wäre mir ein Fernwanderweg entlang einer Küste, den man ein paar Tage folgen kann. Habe aber nichts dergleichen im Internet gefunden.
 
Puh, also es gibt schon einen tollen, aber der ist sehr anspruchsvoll: https://www.outdooractive.com/de/fe...nien-trekking-auf-dem-selvaggio-blu/12050352/

Ansonsten, das ist hier zwar nicht gerne gesehen, weil alle Sardinien für die schönste Insel der Welt halten, aber wäre Korsika keine Option für dich? Egal, ob nun GR20 oder eine der Mare-a-Mare-Varianten ... was Fernwanderwege angeht, ist Korsika Sardinien um Lichtjahre voraus!
 
Ja Korsika wäre auch ne Option. Hatte mich aber erstmal auf Sardinien eingeschossen.
Eine andere Option wäre auch noch Sardinien mit dem (Renn)Rad zu erkunden. Straßenverhältnisse scheinen ja ganz ok in Sardinien zu sein.
 
Ok, warten wir mal ab, was der Rest der Meute schreibt. Ende Mai könnte das mit dem Rennrad durchaus passen.

Aber wenn es Korsika wird, melde dich, hier oder per PN. Habe den GR20 (allein) und (zu zweit) die Nordvariante des Mare e Monti von Calenzana bis Cargèse gemacht. GR20 war 2015, d.h. meine Infos sollten auch noch halbwegs aktuell sein.
 
Eine andere Option wäre auch noch Sardinien mit dem (Renn)Rad zu erkunden. Straßenverhältnisse scheinen ja ganz ok in Sardinien zu sein.

Wenn du Rad-Erfahrung hast, kann ich dir zur Radreise auf Sardinien nur zuraten.
Im Mai sind die Temperaturen erträglich, Verkehr ist kein Problem, spontan ein Zimmer für eine Nacht zu bekommen ist auch kein Problem, und die Insel bietet sehr viel Abwechslung.
Mit dem Rennrad ist es allerdings mühsam, weil du dein ganzes Gepäck im Rucksack mitschleppen musst und die Übersetzung des Fahrrads auch nicht gerade bergtauglich ist.
Für einen Trip durch Sardinien empfiehlt sich ein Treckingrad oder MTB mit breitem Übersetzungsbereich und auch eher dicker Bereifung und das
Gepäck in den Packtaschen am Gepäckträger.
 
Mit dem Rennrad - na ja.
Radeln kann man auf Sardinien sicher super - auch viele Italiener machen da mit dem Rennrad ihre Touren.
Nur, wie machst Du das mit dem Gepäck? Zeug für zwei Wochenmitschleppen und dann die teilweise krassen Steigungen - für mich wäre das nichts, obwohl ich gerne und viel radele.
In zwei Wochen wirst Du kaum die ganze Insel umrunden können. Da solltest Du vorher mal schauen, worauf Du Wert legst und was Du sehen willst. Gerade in Küstennähe dürfte es in der Vorsaison mit der Unterkunft kaum Probleme geben.
Ich persönlich würde die Nord-und Ostküste bevorzugen - die sind touristisch besser erschlossen als die südliche Westküste. Allerdings ist hier auch mehr Andrang.
Mit den Bussen kommst Du eigentlich überall hin. Probleme gibt's da höchstens in abgelegenen Regionen im Landesinneren, weil die nicht so oft am Tag angefahren werden.
 
ich denk, Sardinien mit dem Rennrad geht dann angenehm vonstatten, wenn du das Ganze mit nem Reiseveranstalter absolvierst, dessen Begleitbus hinter dir hergurkt und dein Gepäck transportiert.... zumindest bei den meisten normalen Leuten, die doch relativ viel Sachen brauchen auf Reisen dürfte das so sein.
Denn nen von der Grösse her nennenswerten Rucksack beim Biken auf dem Buckel haben ist wohl net so der Gipfel der Bequemlichkeit.... hab ich gemacht, geht schon, ist zu überleben, aber es ätzt dich wahrscheinlich spätestens nach 30 km an.... hätte so nie einen ganzen Urlaub verbringen wollen, hab das nur gemacht als Ausnahmetransport.

Nette komfortable Touren mit Rennrad und ohne Begleitbus könnten schon gehen, wenn jemand entweder aufs Rennrad nen Gepäckträger montiert oder halt sich mit nem kleinen Rucksack begnügt... arktische Temperaturen sind im Mai wohl eher nicht zu erwarten und wenn eh im Hotel übernachtet wird fällt das ganze Zelt-Schlafsack-Geraffel ja weg whistling
Ich bin absolut minimalistisch was Gepäck angeht, bei Radtouren von 2 bis 9 Wochen bin ich mit zwei Gepäckträgertaschen hinten lockerst ausgekommen plus kleines Zelt und Schlafsack auf dem Gepäckträger, also ganz ohne lowrider vorne... hätt auch nicht gewusst was ich da hätte reinpacken sollen wenn ich lowrider gehabt hätte :D Mal ne Klamotte rauswaschen kannste im Hotel oder am Wegesrand, wozu also zuviel mitnehmen?
Das Bike kannste im Zug oder Bus mitnehmen, falls du mal Bedarf hast, no problem. Bei der Ostküste ist zu bedenken, dass du bei Genna Silana und Co auf 900irgendwas Höhenmeter hochmusst, da kannste Bus fahren wennde willst... im Westen in Küstennähe ist es nicht so höhenmetrig.
Ich würd langfristig die längeren stark befahrenen Küstenstrassen meiden, oder du montierst dir nen Abstandhalter am Gepäckträger von mindestens ein Meter Länge - da geht auch ein Schilfrohr mit Flatterfahne am Ende - vielleicht die deines Herkunfts-Bundeslandes? ;), denn es gibt schon auch Autofahrer, die relativ knapp überholen.... aber das hatte ich in Frankreich auf den route nationales auch, und ich lebe weiterhin, auch wenn es manchmal nicht so ganz romantisch sein kann :confused::confused:
Aber du bist ja frei und stark befahrene Strassen kannste vermeiden und stattdessen gemütlich Busfahren und ein angeregtes Schwätzchen mit dem Busfahrer halten :)

Alles Gute und viel Spass!!!! Falls du dich bei Bosa im mittleren Westen rumtreibst, dann meld dich mal, trink dann gern einen Cappu oder sonstwas mit dir!
 
Mit dem Rennrad ist man sehr eingeschränkt bei der Routenwahl, weil man die strada bianca meidet.
Aber besonders diese strada bianca oder Wege haben ihren besonderen Reiz in der schönen Landschaft von Sardinien.
Deshalb empfehle ich aus eigener Erfahrung für Sardinien das ATB oder noch besser MTB mit Gepäckträger.
So kann man ohne Einschränkungen auf Entdeckertour gehen.

Und das Radfahren auf Sardiniens Strassen habe ich immer deutlich stressfreier als hier in D erlebt.
 
hab bei meinen Touren immer ein MTB gehabt, auch ohne gross strada biancha zu fahren ausser an der Costa verde, da bietet sich strada mezza biancha an, schon allein für das quitschorangene Flüsschen, das da zu überqueren ist, das ist fürs Rennrad viel zu schön :D
Die Strasse nach Le Dune runter war damals noch nicht asphaltiert, da gabs neun Kilometer rüttelnde Abfahrt, ein MTB mit Federgabel hab ich heut noch nicht und bin stolz drauf :D:D:D Irgendwelche Nebensträsschen sind vielleicht auch nicht immer so hüper-glatt fürs Rennrad, da gibts dann schon mal ein Schlagloch hier und eins da und eins dort.... wer geistesgegenwärtig fährt schnallt es rechtzeitig, die andern brettern halt vielleicht rein und flicken dann den Platten... :rolleyes:

Das Radfahren auf weniger befahrenen Strassen auf der Insel ist TOP!!! Richtig, es braucht a bissle Kondition. Und solang die stärker befahrenen Strassen vermieden werden macht das auch Freude. Auf stärker befahrenen Strassen.... wenns da dann nen Standstreifen hat, dann gehts allerdings wieder ganz prima.... hab auch schon Rennradfahrer auf der Carlo felice gesehen.... würd da aber nicht unbedingt fahren wollen, nur wenn ich dort irgendwo dringend hinmuss und nicht den Zug oder Bus nehmen kann.... ist wohl theoretisch auch verboten, aber wen juckt das.... whistling
 
Auf stärker befahrenen Strassen.... wenns da dann nen Standstreifen hat, dann gehts allerdings wieder ganz prima..

Genau dieser Standstreifen macht es so entspannt, den vermisse ich immer wenn ich zurück bin in D.

Und dann finde ich auch einen Rückspiegel unverzichtbar.
Da seh ich schon vorher, wer mich gleich beim Überholen anhupt.
Das macht es stressfreier und ich kann rechtzeitig meine Linie am rechten Rand halten.
Aber das gilt natürlich nicht nur für Sardinien, sondern generell auf Tour.
 
Zuletzt geändert:
Wir nehmen über Ostern unsere E-Bikes mit. Steinigt mich nicht von wegen unsportlich, braucht man erst im Alter .... ;). Bei der bergigen Landschaft mit Rückenwind den Berg hoch, das hat was. Natürlich ist der Radius geringer, aber uns reicht es. Wenn man trotz Motor sportlich fährt, d.h. Motor öfter abschaltet oder auf sportlicher Stufe 1 fährt, dann kommt man auch ganz schön weit. Für uns Genussradler perfekt.
 
bis Mitte Juni gilt noch der reduzierte Winterfahrplan

Das kommt auf die Gesellschaft an, es ist einfach wichtig, die Fahrpläne und ihre Gültigkeit jeweils genau anzuschauen.
Deplano zB hat nicht nur Winter und Sommer, Turmo fängt mit dem Sommerfahrplan anfangs Juni an.

Lg Maren
 
Und dann finde ich auch einen Rückspiegel unverzichtbar.
Johannes, ein sehr nützlicher Tipp. Hier in D fahren wir meist auf Radwegen, aber auch da ist ein Rückspiegel günstig, so kann man die von hinten vorbei rasenden Profiradfahrer früher sehen, wenn man denn reinguckt:) Sieht halt blöd aus. Aber für Sardinien, wo man doch auch viel auf Autostraßen unterwegs ist und die Autos meist sehr eng an einem vorbeifahren, sehr nützlich. Werde vor unserer Reise noch die Spiegel anschaffen. Danke
 
Also ich finde, dass die meisten Autofahrer auf Sardinien weitaus mehr Abstand zum Radler einhalten als in D. Das empfinde ich und andere hier Radelnde sehr positiv. Wenn ein Auto entgegenkommt, warten sie mit dem Überholen des Radler sogar. Möglicherweise ist das nicht so, wenn mehr ausländische Autofahrer hier sind.
 
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