Reddito di cittadinanza - Bürgergeld

Beppe

Sehr aktives Mitglied
Von dem sogenannten Bürgereinkommen ("reddito di cittadinanza") - eine Art italienisches Hartz IV - sollen Menschen profitieren, deren monatliches Einkommen unterhalb der Armutsgrenze von 780 Euro liegt. Die Berechtigten sollen pro Monat mit bis zu 780 Euro unterstützt werden, Familien können bis zu 1300 Euro erhalten. Bis zu dieser Höhe stockt der Staat darunterliegende Löhne oder Pensionen der Antragsteller auf.

Das Grundeinkommen können auch bedürftige Ausländer in Italien beantragen, die seit mindestens 10 Jahren mit einer Aufenthaltsgenehmigung im Land leben.

Zur Zeit überprüfen italienische Behörden intensiv - insbesondere ausländische Mitbürger - auf Rechtmäßigkeit der Leistungszuwendungen aufgrund dieser Regelung. Hierbei sind angeblich und vielfach 'zu Unrecht' Leistungen bezogen worden.

Wer auch immer meint, einen Anspruch auf solche Leistungen zu haben, dem empfehle ich im Zweifel einen Steuerberater aufzusuchen oder sich z.B. auf der Seite der Provinz Bozen vorab zu informieren. Dort sind die Informationen und der Gesetzestext in Deutsch und Italienisch verfügbar.

 
Um einer Einwanderung in die Sozialkassen zu vermeiden, wird ja auch bei Antrag auf residente das Einkommen bzw die vorhandenen Geldmittel abgefragt.
 
da wird es, wie bei Hartz4, gewisse Auflagen geben.....
zum Beispiel dass mensch eine gewisse Anzahl vorgeschlagener Jobmöglichkeiten nicht ausschlagen darf
oder was steht da an? Weiss das wer? Einfach so wird das eher nicht gehen?
 
@corona niedda

reddito di cittadinanza hat nix mit Arbeits- und/ oder Sozialrecht zu tun, es geht hierbei um ein sogenanntes bedingungsloses Grundeinkommen.

Bevor Du hier weitere Fragen stellst, solteste Dir hierzu ein Minimum an grundlegenden Basisinformationen anlesen.

Link in #1 angegeben
 
Zuletzt geändert:
hier ist ganz aktuell ein Artikel dazu:

Oristano, Erhalt von Einkünften aus der Staatsbürgerschaft, ohne dazu berechtigt zu sein: 58 Ausländer angeklagt

Polizeiautos während des letzten Polizeifestes in Oristano
Durch die Abgabe falscher oder unregelmäßiger Erklärungen erhielten sie mehrere Monate lang Subventionen, auf die sie keinen Anspruch hatten, und verursachten so einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für die Staatskasse.

20 JANUAR 2022
ORISTANO. Die Staatspolizei von Oristano hat achtundfünfzig ausländische Staatsbürger, die ihren Wohnsitz in der Provinz Oristano angemeldet haben, wegen "Verstoßes gegen die Bestimmungen über die Einkünfte aus der Staatsbürgerschaft" und wegen "unrechtmäßiger Entgegennahme von Zahlungen zum Nachteil des Staates" bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Kontrollen wurden im Rahmen des Kampfes gegen das Phänomen des unrechtmäßigen Erhalts von wirtschaftlichen Unterstützungen, genannt Reddito di Cittadinanza (RdC) und Pensione di Cittadinanza (PdC), eingeführt durch das Gesetzesdekret Nr. 4 vom 28. Januar 2019, umgewandelt in das Gesetz Nr. 26 vom 28. März 2019, durchgeführt.

Die ersten Untersuchungen wurden auf Initiative der Einwanderungsbehörde durchgeführt, die Unregelmäßigkeiten in den Einkommensunterlagen einiger Antragsteller auf Aufenthaltsgenehmigung feststellte und daher das INPS um Informationen und Daten über die Wahrnehmung des Staatsbürgerschaftseinkommens durch ausländische Bürger in der Provinz bat.

Die Mobile Squad führte dann die entsprechenden Aktivitäten durch und entwickelte auf der Grundlage der gewonnenen Daten im Rahmen einer synergetischen Zusammenarbeit zwischen den Ämtern alle notwendigen Kontrollen und weiteren Untersuchungen, um mögliche Straftaten aufzudecken. So konnte die Staatspolizei nach einer mehrmonatigen gründlichen Untersuchung feststellen, dass achtundfünfzig in der Provinz ansässige ausländische Staatsbürger bei der Antragstellung die gesetzlichen Voraussetzungen für den Erhalt der Beihilfe nicht erfüllten.

Insbesondere die von der Polizei durchgeführten Kontrollen führten dazu, dass die Ausländer an die Justizbehörde verwiesen wurden, nachdem drei Anomalien festgestellt worden waren:
Fehlen des Erfordernisses des Besitzes eines langfristigen Aufenthaltstitels;
Wegfall des Erfordernisses einer Aufenthaltskarte für Familienangehörige von EU-Bürgern;
Fehlen des Erfordernisses eines mindestens 10-jährigen Wohnsitzes im nationalen Hoheitsgebiet.
Wesentlich für die Untersuchung war der Beitrag des INPS, auch um den Vorteil zu widerrufen und die zu Unrecht erhaltenen Beträge in Höhe von mehreren zehntausend Euro zurückzufordern.

Die ausländischen Staatsangehörigen haben durch die Vorlage falscher oder unregelmäßiger Erklärungen mehrere Monate lang die nicht fälligen Subventionen erhalten, wodurch der Staatskasse ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden ist. In einigen Fällen wurde das zu Unrecht erhaltene Geld über das Geldtransfersystem in die Herkunftsländer geschickt.

Das Gesetz über das Staatsbürgerschaftseinkommen sieht eine Freiheitsstrafe von 2 bis 6 Jahren für diejenigen vor, die falsche Dokumente anfertigen oder verwenden oder fällige Informationen vorenthalten, um die Leistung unrechtmäßig zu erhalten.
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@Beppe
hab den link schon gelesen, no problem

guckst du unter Punkt:
Patti per il lavoro
Il Reddito di cittadinanza è associato ad un percorso di reinserimento lavorativo e sociale, di cui i beneficiari sono protagonisti sottoscrivendo un Patto per il lavoro o un Patto per l'inclusione sociale.

was heisst das?
es geht ja schon irgendwie um eine arbeitsmässige und soziale Integration....
will heissen es ist nicht bedingungslos?
Mich persönlich gehts nichts mehr an, aber ist vielleicht interessant für andere
 
Ich kenne das von früher schon so, dass Leute, die in Sozialwohnungen gewohnt haben, für die Gemeinde arbeiten sollten zu einem sehr niedrigen Salär. Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht, habe mich nicht damit beschäftigt.
Aber ich fand das eine win-win-Situation.
Als Wohnungsnehmer ist man nicht so gedemütigt und die Gemeinde kann mehr nötige Arbeiten verrichten
 
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