Oristano - die Fremdenverkehrsabgabe soll Tourismusmaßnahmen fördern

Beppe

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Oristano - die Fremdenverkehrsabgabe soll Tourismusmaßnahmen fördern

Oristano hat im Jahr 2022 € 191.000 Euro an Fremdenverkehrsabgaben eingenommen werden. Diese sollen zukünftig nicht für die Stadtgestaltung, sondern für die Förderung des Tourismussektors und die Organisation von Veranstaltungen verwendet, um Besucher anzuziehen.

Die Ämter werden in Kürze das offizielle Einnahmeneregebnis des vergangenen Jahres abschließen. Der für den Tourismus Verantwortliche hat bereits klare Vorstellungen, wie die Mittel verwendet werden sollen. 2022 war das erste Jahr, in dem die Kurtaxe in Oristano tatsächlich und kontinuierlich angewendet wurde: Nach vorläufigen Angaben der italienischen Zentralbank flossen € 191.000 in die Kasse, und die Verwaltung bereitet sich nun darauf vor, zu entscheiden, was damit geschehen soll. Die Steuer wurde im Juni 2019 eingeführt und blieb im ersten Jahr nur 6 Monate in Kraft, was jedoch ausreichte, um eine kleines Finanzpolster von € 126.000 anzusparen.

Dann kam Covid mit Reisebeschränkungen und dem Rückgang im Tourismussektor, der sich auch über die Jahre 2020 und 2021 hinzog. Um einen Sektor, der bereits unter großen Schwierigkeiten leidet, nicht völig zu ersticken, beschloss die lokale Behörde, die Anwendung der "Tassa di Soggiorno" für längere Zeit auszusetzen, so dass im Jahr 2020 nur noch € 45.000,-- eingenommen wurden, um dann im Jahr 2021 mit etwa € 98.000,-- wieder das vorherige Niveau zu erreichen.

Im Jahr 2022 schloss sich der Kreis mit der erneuten Erhebung + Anwendung der Steuer und mit einem Aufkommen von € 190.600,--, was leicht unterhalb der Prognosen bei ihrer Einführung lag, die sich auf € 200.000 pro Jahr belief.
Dies ist allerdings kein Ergebnis, welches die Ziele der Tourismusabteilung ändern könnte, die im Jahr 2022 mit einem insgesamten Budget von
€ 5.638.000 rechnen konnte. Aber es ist dennoch eine weitere wichtige Ressource, nicht zuletzt, weil der Betrag für laufende Ausgaben vorgesehen war, auch wenn er nur € 70.000,-- beträgt. Nun muss die Gemeindeverwaltung entscheiden, wie sie die Summe ausgeben will, und der Beigeordnete für Tourismus erklärt, dass zuvoderst die Entscheidung mit den Betreibern des Hotelgewerbes abgestimmmt werden soll:

Dann gibt es bereits erste Gewissheiten. Mit € 40.000,--- wird das Projekt zur Wiedereröffnung von zwei Touristeninformationsstellen in der Stadt und in Torregrande finanziert, die beide von der Region mit weiteren 100.000 Euro unterstützt werden. Desweiteren die Überlassung des Gebäudes auf der Piazza Eleonora, in dem früher das Fremdenverkehrsamt der Provinz untergebracht war und das jetzt an die Gemeinde geht.

In Oristano glaubt man nicht, dass der verbleibende Betrag für die Stadtgestaltung verwendet wird: "Diese Beträge sind einfach zu niedrig, um hiermit eine wirkliche Wirkung zu erzielen und es besteht die Gefahr, dass punktuelle Maßnahmen durchgeführt werden, ohne dass der Tourismussektor einen echten wirtschaftlichen Nutzen daraus zieht." Insofern besteht der Wunsch, dass der Schwerpunkt eher auf eine direkte touristische Förderung der Stadt gelegt wird.

Andere wiederum möchten das Modell von Cagliari nachahmen, wie z.B. die Veranstaltung zur Silvesternacht von Cagliari (letztere wurde beispiels- und teilweise mit den Einnahmen aus der Touristensteuer finanziert). Auch in Oristano könne man insofern darüber nachdenken, derartige Veranstaltungen zu organisieren und so weitere Touristen anzuziehen. Insgesamt sollte jedenfalls das Hauptziel sein: die Beherbergungsbetriebe ans Laufen zu bringen.

Quelle
 
Zuletzt geändert:
@Beppe
Ich wundere mich, dass du an dieser Stelle nicht gegen die Touristenabgabe, tassa di soggiorno wetterst wie sonst immer. :)
 
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