Lustigste Erlebnisse auf Sardinien

Sabina

Sehr aktives Mitglied
'Lost in Luras'

Vor Jahren war ich allein und völlig ungezwungen auf Sardinien unterwegs... es war erst mein zweiter Besuch und ich wollte die Gallura ein wenig erkunden; es war ein sehr heisser Tag und ich bin mit dem Mietauto - Fiat 500 natürlich - einfach so ins Grüne... irgendwie war ich gegen Mittag völlig müde und habe mich irgendwo an einer ganz kleinen Strasse an eine Seite mit vielen Gärten gestellt und etwas geschlafen; 2x kam eine Frau vorbei und sah in mein Auto... beim 2. Mal fragte sie dann, ob mit mir alles in Ordnung sei.. ich konnte damals noch nicht so viel Italienisch aber... sono stanca.. ging schon ;) sie war wirklich sehr freundlich und ich fand es schön, dass eine ganz Unbekannte sich Gedanken machte, weil ich da so schlapp im Auto lag ;))
ich denke, in D wäre das sicher nicht immer oder nicht oft so!

Ich bin dann später weiter und wollte 'durch' Luras fahren - alles natürlich ohne Navi und auch ohne Karten; so wurden die Strassen immer schmaler, aber das Auto war ja klein; irgendwann kam ich dann aber - wie im Film - an eine Treppe und das war es dann! Drehen ging natürlich auch nicht, links und rechts entweder Sackgassen oder Innenhöfe. Draussen standen ein Mann und eine Frau, sprachen aber kein Englisch, mit etwas Italienisch habe ich es dann versucht.... dann hat er sich sofort auf sein sehr altes kleines Motorrad gesetzt und ist vor mir her und hat mich dann herausgelotst bis zur nächsten Hauptstrasse :cool:

Die Hilfsbereitschaft der Sarden ist einfach klasse!!
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Zur Hilfsbereitschaft der Sarden: Auf dem Weg zum Flughafen hatte ich mich total in Olbia verfranzt, falsche Ausfahrt von der Superstrada genommen, ohne Navi, 2 Kinder im Auto, ewig in einem Wohngebiet rum gekurvt. Und wieder mal in einer Sackgasse, die Zeit lief mir davon. Ein Familienvater war gerade dabei, Kinder und Sack und Pack vom Sonntagsausflug aus dem Auto vor seinem Haus auszuladen. Ich fragte ihn nach dem Weg zum Flughafen, genervt und sehr aufgeregt. Er packte ohne große Worte alles wieder ins Auto nebst seinen Kindern und deutete mir an, ich solle hinter ihm herfahren. Er lotste mich tatsächlich bis zum Kreisverkehr vor dem Flughafen.
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Hilfsbereitschaft mit Hintergedanken :D
Mitte der 80er, als junge freilaufende ausländische Frauen mit blauen Augen noch eine Seltenheit auf Sardinien waren, passierte es mir, dass ich ohne einen Tropfen Benzin mit meiner Vespa am Straßenrand stand (ich stelle fest, dass die lustigsten Sachen, die mir passiert sind, mit der Vespa zusammen hängen :D) Reservehahn war schon längst irgendwann gezogen:rolleyes:. Ich brauchte nicht lange zu warten, bis ein Mann, so einer der verwegenen Art mit seiner Ape anhielt. Mir war schon etwas mulmig. Egal, ich brauchte dringend Benzin. Mit Händen und Füßen erklärte ich ihm meine fatale Lage. Er deutete mir an, Kuss für Benzin. Jeder fuhr dann seiner Wege, ich weiter mit der Vespa und er mit seiner Ape.:D Jeder von uns hatte Glück gehabt.

Ich glaube, ich sollte mal wieder öfter mit der Vespa fahren;)
 
Zuletzt geändert:

Malo

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Orientierungsvermögen:
Meistens (90 %), wenn mein Mann (als Beifahrer) behauptete, ich sei falsch abgebogen oder hätte diese oder jene Strasse nehmen müssen, stellte sich heraus, dass er unrecht hatte. Deshalb folge ich seit Jahren stoisch nur noch meinem eigenen Orientierungssinn!
Soviel zu den Ausnahmen!
Die Studie ist interessant, bestätigt sie doch auch, dass Frau lieber mal fragt, Mann sich dagegen sicher ist, das nicht nötig zu haben und sich lieber mehrmals verfährt.
Sardinienbezug ist hier insofern gegeben, da mein Mann zwar halbwegs gut italienisch fragen könnte, dann aber die Antwort nicht richtig versteht, erst recht nicht, wenn sie sardisch durchsetzt ist.
 

Sabina

Sehr aktives Mitglied
Hallo?? :cool: genau darauf habe ich gewartet ;)

Noch habe ich alles gefunden, sowohl in der Toscana als auch auf Sardinien;
 

MariaJ.

Sehr aktives Mitglied
@nonna, nei bi scho au i de Schuel gsy und weisch, ich känne vieli Schwyzer! Diä sind scho echli andersch aber söimässig liebi Cheibe :)

@peko..ok, va bene 'touch'......;))herzlichen dank für den Herzlacher! Nö, wir fözeln über die Leibesgrösse der Appenzeller.....weisst wie ein Appenzöller sich das Leben nimmt? Er springt vom Teppichrand runter........oooooooooooops;)

@Malo und Nonna.......supi die Lacher von Euch, molto Grazie!

Aber gellt, gern haben wir sie ja trotzdem auch die 'Bisler'........die für 'Zircher' schon eine Art wie Düsseldorf contra Köln darstellen ;))

LG MariaJ.
 

tromp_Rachel

Aktives Mitglied
Lach Sabine....
Luras ist mein Heimatdorf... und ich weiss genau was du meinst ;)):D;)

'Lost in Luras'

Vor Jahren war ich allein und völlig ungezwungen auf Sardinien unterwegs... es war erst mein zweiter Besuch und ich wollte die Gallura ein wenig erkunden; es war ein sehr heisser Tag und ich bin mit dem Mietauto - Fiat 500 natürlich - einfach so ins Grüne... irgendwie war ich gegen Mittag völlig müde und habe mich irgendwo an einer ganz kleinen Strasse an eine Seite mit vielen Gärten gestellt und etwas geschlafen; 2x kam eine Frau vorbei und sah in mein Auto... beim 2. Mal fragte sie dann, ob mit mir alles in Ordnung sei.. ich konnte damals noch nicht so viel Italienisch aber... sono stanca.. ging schon ;) sie war wirklich sehr freundlich und ich fand es schön, dass eine ganz Unbekannte sich Gedanken machte, weil ich da so schlapp im Auto lag ;))
ich denke, in D wäre das sicher nicht immer oder nicht oft so!

Ich bin dann später weiter und wollte 'durch' Luras fahren - alles natürlich ohne Navi und auch ohne Karten; so wurden die Strassen immer schmaler, aber das Auto war ja klein; irgendwann kam ich dann aber - wie im Film - an eine Treppe und das war es dann! Drehen ging natürlich auch nicht, links und rechts entweder Sackgassen oder Innenhöfe. Draussen standen ein Mann und eine Frau, sprachen aber kein Englisch, mit etwas Italienisch habe ich es dann versucht.... dann hat er sich sofort auf sein sehr altes kleines Motorrad gesetzt und ist vor mir her und hat mich dann herausgelotst bis zur nächsten Hauptstrasse :cool:

Die Hilfsbereitschaft der Sarden ist einfach klasse!!
 

tromp_Rachel

Aktives Mitglied
Ich bin mir nicht ganz schlüssig ob die Geschichte witzig oder tragisch ist...... Aber speziell auf jedenfall:
Ich kann mich erinnern an eine Situation in den 80er... Wir waren in Vignola Mare beim Campen (heute wäre es wild-Campen, aber damals war das tatsächlich erlaubt und mein Onkel hatte dort in einem Gebiet Richtung "Turm" den ganzen Sommer durch, 3 Zelte (Küche, Bad, Schlafen :D )
Anyway.... ich war mit meinem Vater an der Bar (am Abend) und er hat mit 3 Trampern gesprochen welche in der Nacht am Strand übernachten wollten und am Morgen früh dann weiter wollten (ich glaube es waren Deutsche).
Wir sind am anderen Morgen dann nach Castelsardo gefahren mit Vater und Mutter, zum einkaufen. Auf dem Rückweg standen die 3 Tramper am Strassenrand (wieder Richtung Vignola).Meine Eltern haben angehalten weil meim Vater die erkannt hatte. Dort ist dann rausgekommen, dass die drei aus Sicherheitsgründen ihre Pässe im Sand vergraben haben über Nacht (falls sie überfallen werden). Jedoch hat keiner von Ihnen daran gedacht, diese am Morgen auch wieder auszugraben :eek: Ich meine, dass wir sie dann zurückgenommen haben nach Vignola...... aber ob sie Ihre Pässe noch gefunden haben, weiss ich nicht......
 

tromp_Rachel

Aktives Mitglied
Georgie..... hahaha keine ahnung.......
Ich hätte wahrscheinlich nicht schlafen können. Nicht vor der Angst eines Ueberfalls sondern eher dass ich die Pässe nicht mehr finde im Sand ;)):cool::p
Eine lustige Geschichte hatte ich auch mit dem Polizisten in Irgoli... aber die kennst du - soweit ich weiss - schon :D
 

ogliastra

Aktives Mitglied
Wir, ein Haufen Jugendliche, mit dem Rucksack durch Sardinien.
Station Giara di Gesturi. Wir kommen von der falschen Seite, klettern durch unwegsames Gelaende immer hoeher, an mehreren Stellen muessen wir Seile rausholen und uns gegenseitig hochziehen, danach noch unsere Rucksaecke.
Oben angekommen, daemmert es und wir suchen und einen Schlafplatz unter einem Baum. Sind gerade dabei, uns einzurichten, da kommt ein Sarde auf einem Pferd daher. Wir haben alle schon Angst, draussen schlafen und so, und nur einer von uns kann bruchstueckhaft Italienisch.
Der Mann brummt uns an: Gefaellt es euch hier?
Wir so: aeh, ja?
Der Mann: Wollt ihr einen Caffe?
Wir so: aeh, ja?
Der Mann: mit dem Finger auf einen nicht genauer zu benennenden Punkt zwischen den Bueschen in der Ferne zeigend: Ich wohn da.
Dann macht er sich auf den Weg, wir wie die Deppen zu Fuss hinter dem Pferd hergerannt. Kommen zu einem Ovile. Er setzt uns in seine Huette, serviert uns stilecht im Plastikbecher je einen Caffe, alles ohne viel zu reden, wie auch. Dann geht er raus, es faehrt ein kleiner Lieferwagen vor. Wir beobachten die Szene und sehen einen weiteren Mann aus dem Auto steigen, mit grossen langen Messern in der Hand. Beschliessen spontan uns zu verabschieden. Winken nochmal von Weitem und rufen Grazie.
Beim Abstieg am naechsten Tag finden wir dann die schoene betonierte Strasse bis zur Hochebene hoch, aber was solls, war sicher lustiger unsere Art, da hochzukommen!
 

Feuerpferd

Sehr aktives Mitglied
Passend zur Giara di Gesturi:

Wildpferde, toll, das müssen wir auch sehen. Hochgefahren, Wanderweg gefunden und dann ...... was hatten wir für ein Riesenglück !!!! ...... konnten wir tatsächlich von weitem Wildpferde sehen. Haben uns etwas näher rangeschlichen, ganz vorsichtig, damit sie uns ja nicht wittern, um ein paar verwackelte Fotos aufzunehmen und sind dann aber wieder auf den Wanderweg zurückgekehrt, ganz stolz tatsächlich einige von den scheuen Tieren erspäht zu haben.

Der Weg entpuppte sich übrigens als Rundwanderung und führte uns auf dem Rückweg genau an der Futterstelle der vorher aus der Ferne erblickten "Wildpferde" vorbei, die nicht nur ganz unbeeindruckt unsere Witterung aufnahmen, sondern sich auch streicheln ließen.
 
Zuletzt geändert:

monalisa

Sehr aktives Mitglied
so ca. 1975 waren mein Mann und ich mit dem Motorrad da, um die Insel zu umrunden. Es war sehr schwierig
ein Zimmer für jeweils eine Nacht zu bekommen, man hat uns als biker vermutlich mißtraut, ob wir denn auch bezahlen könnten. So übernachteten wir überwiegen in einem winzigen Zelt, unsere Broztzeit hängten wir an
einen Baum - weil innen kein Platz war. Ich erwachte wegen eines Geräuschs, spähte in die Dunkelheit und
sah schemenhaft 4 Beine, voller Angst vor einem Überfall weckte ich meinen Mann- der war etwas mutiger
und kroch hinaus...... und siehe da - es war ein Esel, der sich über unsere aufgehängte Tüte hermachte.
 

Sigrid

Neues Mitglied
Mein Erlebnis war nicht lustig, aber vielleicht lehrreich für Andere : Ich winde mir in Sardinein immer wieder gerne ein Abschieds- Kränzchen , das ich dann mit nach Hause nehme, mit Vorliebe aus Wildpflanzen und Käutern, um den Duft für den Alltag noch einzufangen. Vor Jahren stieg ich auf einem einsamen und verlassenen Parkplatz im Herbst auf einen Erdhügel ( Davor lag ein verlassener Rucksack mit neuer Taucherbrille, der mich sehr erstaunte) und schnitt mir ein paar wilde Olivenäste. Plötzlich summte es heftig um meine Ohren und mein aufgerichteter Blick gewahrte einen Schwarm Riesenwespen, die 20 cm vor meinem Kopf auf und niedertanzten . " Oh, Ok Jungs , sorry für die Störung, ich wollte Euch nicht zu nahe kommen , alles gut, ich geh gleich wieder " entwich es meinen bleichen Lippen .. Doch da ging die Attacke los : Wespe eins bohrte sich in meine Brust.
"UI, die gehen aufs Ganze, Killerwespen" ... Schoss es mir durch den Kopf. Sofort riss ich mir mein Tuch vom Hals und wedelte, wild vor mir rum und hielt das Kommando so fern. Aber Sie wechselten ihre Taktik und flogen mich von hinten an und wieder bohrten sich zwei Wespen in meinen Rücken. Das war schmerzhaf,t aber noch mehr ritt mich die Panik . Ich schrie aus Leibeskräften, rannte wild mit dem Tuch um mich schlagend davon und schaffte es ohne weiteren Stich in mein Auto. Der Wespentrupp umkreiste meine Carrozza , attackierte meine Scheibenwischer und schmiss sich auf die Fenster. Ein echter Hitchcock !
Zum Glück fand ich an diesem Sonntag in der Nachsaison einen Medico, der mir eine Histaminspritze setzen konnte.
Ich war bis zu diesem Zeitpunkt seit 10 Jahren regelmässig in Sardinien in den Ferien . Nie hat mir jemand von Erdwespen erzählt. Was sollten Touris noch wissen ? Ganz herzlichen Dank . Bleibt gesund und munter.
 
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