Influenzer schaden enorm!

Bisso

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Mal wieder eine Naturschönheit überrannt wegen Herausstellung im Netz

Ansturm auf die Naturbadeseen, Zugangsbeschränkung und Überwachung durch die Forstbehörde: „Später werden wir sie einem Unternehmen anvertrauen“

Der Plan von Bürgermeister Chicco Usai: „Umweltschutz ist das oberste Gebot, das es zu beachten gilt“

Zugangsbeschränkung. Die Naturbadeseen von Ussassai wie Cala Goloritzé und die anderen Perlen der Küste von Baunei und Su Sirboni (Gairo). So sieht die Zukunft der kleinen Seen aus, zu denen Bürgermeister Chicco Usai mit der Verordnung vom 27. Juli den Zugang untersagt hat. „Für dieses Jahr behalten wir die Besucherbegrenzung bei, für die Zukunft planen wir eine Wiedereröffnung mit Zugangsbeschränkungen.“ Die Grundsätze des Bürgermeisters sind klar: Usai gibt nicht nach und betont, dass der Umweltschutz das oberste Gebot sei, das es zu beachten gelte. Umso mehr gilt dies nun, da das Gebiet der kleinen Seen, das von (größtenteils ausländischen) Ausflüglern gestürmt wird, auch von Mitarbeitern der Forstbehörde überwacht wird, wie die Regionalrätin für Umwelt, Rosanna Laconi, während einer Telefonkonferenz mit dem Bürgermeister selbst in den heißen Tagen der Debatte nach der Schließungsverordnung angekündigt hatte.

Auf dem Weg zur Veränderung

Die laufende Saison wird somit so weitergehen, ohne Badegäste und ohne Sportler, die Aquatrekking betreiben. Die natürlichen Teiche des Rio Sa Taula, zwischen S’Arcada und der Mündung des Rio San Gerolamo, sowie der Rio Isara und der Rio San Gerolamo bis hin zum Schwimmbecken von Caddargiu de Sini bleiben abgesperrt und vor allem überwacht. „Im September“, kündigt der Bürgermeister an, „werden wir eine Studie zum anthropogenen Druck durchführen, um nachzuweisen, dass der eingeschränkte Zugang und die Begrenzung der Besucherzahlen unerlässlich sind, um die Artenvielfalt der Gebiete zu schützen.“ Sobald die Planung abgeschlossen ist, wird der Durchbruch erwartet: „Unser Ziel“, so Usai, „ist es, eine Ausschreibung zu veröffentlichen, um die Gebiete an ein Unternehmen zu vergeben, das sich um sie kümmert und sie für touristische und ökologische Zwecke bewirtschaftet.“

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


 
Wenn man bedenkt was das für ein Aufwand für kleinere Gemeinden bedeutet so was zu schützen, was für Kosten da entstehen nur weil so Deppen ein paar Klicks mehr brauchen.
Es hat sicher nichts ausgemacht wenn ab und zu Wanderer da rein gehüpft sind unterwegs, aber was sich da jetzt abspielt an Massen auch mit Müll ist doch schrecklich.
 
Es gibt teils einen Gegentrend. De-Influencing - statt einer Empfehlung wird abgeraten und/oder bewußt etwas anderes empfohlen/beworben.

Oder: man erwähnt Bestimmtes erst gar nicht explizit, vor allem was in keinem Reiseführer auftaucht und auch selbst vielen Kundigen noch unbekannt ist. Auch die vielen Zeitungsartikel in letzter Zeit bewirken ja eigentlich gerade das Gegenteil.
 
Das ist interessant.
Ja, es ist echt schwierig geworden, was schreibt man und was nicht. Ich denke, dass diese ganzen Zugangsbeschränkungen gar nicht nötig wären, wenn diese Strände nicht extrem beworben würden. Auch diese ganzen Reiseführer und inzwischen natürlich auch KI bewirken solches.
Es sind halt Herausforderungen, die gestemmt und auch bezahlt werden müssen.
 
Kleine Anekdote zum Pelosa-Strand:
Ende Mai auf der Fähre saß mir an Deck ein Ehepaar gegenüber. Der Herr hat Chatgpt lautstark bemüht und wollte wissen, ob er mit seinem Womo in Pelosa auf dem Campingplatz stehen könnte, weil es keine freien Parkplätze für sein Womo mit Überlänge mehr geben würde.
???? dachte ich mir. Ist mir da irgendwas entgangen? Campingplatz? La Pelosa?? Aber Chatti hatte genauso wenig davon gewusst und musste ihn enttäuschen. Ob er dennoch sein Glück mit dem Womo dort versucht hat?
Wenn, dann hat das mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Stau dort geführt.
 
Ja, wirklich schwierig alles. Und der Trend, KI wie zB ChatGpt zu befragen, wohl vor allem unter Jüngeren und auch Infos zu Reisen, ist auch zu hinterfragen. Am Ende werden wir hier noch von der KI zitiert?
Hatten wir ja hier schon mal angerissen.

 
Jetzt wage ich mal einen Einwand:
Sind wirklich nur die Influencer Schuld? Oder ist es die Hammelherden-Geisteshaltung jener, die den Influencern bedingungslos nachrennen? Empfehlungen und Tipps - für was auch immer - hat es doch schon immer gegeben, aber sie haben noch nie solche "Hypes" ausgelöst wie jetzt.
Meiner Meinung nach sitzt das Problem viel tiefer, nämlich in unserer gesellschaftlichen Entwicklung, die seit Jahrzehnten jeglichen Individualismus und Eigeninitiative als "unsozial" bis "umweltschädigend" und "klimafeindlich" verteufelt und - natürlich auch über die elektronischen Kanäle - den Menschen unterschwellig beibringt, dass nur gut ist, was alle machen. Die Folge ist, dass es immer mehr Massen"events" inklusive Massenurlaubsgestaltung gibt, und im Gegenzug immer mehr Hexenjagden auf alle und alles, was nicht in dieses Schema passt. Die Influencer sind bloß clever genug, die Hörigkeit ihrer Follower in klingende Münze umzusetzen. Ob das Phänomen nur durch gewinnmaximierte Konsumgeilheit verursacht wird, kann ich nicht beurteilen.
 
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