Historische Altstadt von Cagliari zu teuer für Einwohner

Bisso

Sehr aktives Mitglied
Es geschieht wie in vielen europäischen Städten auch in Cagliari. Die kurzzeitigen Vermietungen nehmen zu und Wohnungssuchende finden immer schwerer etwas zum dauerhaften mieten. Das geht einher mit Preissteigerungen und Verdrängung in die Vororte.
Eine neue Studie der Universitäten führt das genauer aus:

 
Da sind die „Italiener/ Sarden“ auch teilweise selbst mit Schuld , denn wenn man an „Einheimische“ vermietet , haben sie sehr oft nach 4 , 6 , oder 10 Monaten auf einmal kein Geld mehr um die Miete zu zahlen . Und für den Vermieter wird es dadurch höchst schwierig und stressig sie wieder „raus“ zu bekommen . Während die laufenden Kosten weiterlaufen und dem Vermieter zu Lasten fallen ….
 
Es geht im Artikel ja eher darum, dass die Wohnungen in Ferienwohnungen umgewandelt werden, schnelleres Geld und mehr. Aber wenn sich die Menschen, die die Wohnungen sauber machen, das Wohnen nimmer leisten können, siehe viele andere Touristeninseln, dann läuft halt was schief.
 
Wenn man sich die Häuser von Cagliari im Castelloviertel oder unten in der Marina anschaut, erkennt man viele ungenutzte baufällige, ja, und andere eben gut sanierte. Diese Renovationen kosten eine Stange Geld und es gelten im centro storico auch andere Regeln der Baubewilligungen. Zudem ist die Parksituation schwierig im Alltag. Viele Einheimische ziehen es vor ausserhalb neu zu bauen, wo das Alltagsleben dann viel praktischer ist.
Wird aber mal ein Haus generalsaniert, kostet dies sehr viel Geld, auch ohne Fahrstuhl in den 5.Stock. Liegt nahe, ein/e Touristenwohnung/en daraus zu machen. Wir sind es ja dann auch, welche die besondere Altstadtatmosphäre besonders schätzen...
ist ja in grösseren Städten bei uns nicht anders, Zürich lässt jedenfalls grüssen...verwundere mich nur, dass es in Cagliari dazu noch eine neue Studie braucht mit rauffolgendem verwunderten Augenreiben
 
@nonna, ja Sardegna ist mit einigem später dran als der Rest von Europa. Auch die Problematik mit den Studentenunterkünften gibt es hier noch nicht so lange, zB. Aber da wird gebaut. Und ja, alte Häuser renovieren ist in den letzten Jahren sehr viel teurer geworden als vor fünf Jahren noch. Vielleicht auch deshalb die Studie, der Boom der Touristen Unterkünfte ist zumindest hier auch noch nicht so alt. Auch in meiner Nachbarschaft werden die Häuser von den alten Menschen, die nach und nach weg sterben, meistens dazu umgebaut.
 
Jeder Sarde besitzt 2-3 Wohnungen/Häuser durch Erbschaft.
Ich meine damit kann jeder machen was er will.
Auch vor Booking & Co, haben die Sarden die Häuser lieber leer stehen lassen, aus dem Grund den Frank beschreibt.

Bea2
 
Langfristige mietverhältnisse sind für vermieter nicht nur aus finanziellen gründen weniger attraktiv, sondern auch aufgrund der gesetzlichen bestimmungen wie frank ja schon erwähnt hat.
VIelerorts gibt es längst einschränkungen, was mit liegenschaften je nach stadtviertel gemacht werden darf, also sind der freiheit von liegenschaftsbesitzern grenzen gesetzt. Andererseits sind gewisse altstadtviertel durch den tourismus als wohnort zunehmend unattraktiv (überfüllte strassen, lärm durch nachtleben).
 
Für leer stehende Häuser wird Seconda Casa Steuer fällig. Ich finde diese Steuer geht in die richtige Richtung, Wohnraum zu schaffen. Es könnten ohne große Renovierungskosten einfache Wohnungen z.B. für Studenten und junge Leute geschaffen werden, die man ja auch irgendwann wieder raus kriegt. Komisch, dass das in einer Studentenstadt wie Cagliari nicht zu funktionieren scheint.
 
du kannst heute für eine Handvoll Geld eine hübsche Fewo einrichten, ob dann aber die ganze Infrastruktur des Hauses auch saniert ist, sei dahingestellt...wir haben so einiges schon erlebt... da wird wohl oft das vermeintlich schnelle Geld sich erhofft, was dann oft auch nicht lange funktioniert.
 
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