Großflugtag

peko

Sehr aktives Mitglied
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Heute haben wir - dank passender Luftschichtung - den ganzen Tag über extrem starken Flugverkehr über Nordsardinien beobachtet (und gehört). Bis zu 16 Kondensstreifen gleichzeitig, jeder mit dem zugehörigen Flieger an seinem dünnen Ende; per Fernglas eindeutig als Flieger, nicht als Wolkenstreifen identifiziert.
War irgendwo auf Sardinien wieder einmal eine Klimaschutzkonferenz, weil da gar so viele Umweltbewusste unterwegs waren? Nicht auszudenken, wenn die alle mit dem Auto hingefahren wären ...

waiting for shitstorm
 
Zumindest waren es keine Militärmaschinen bzw Kampfflugzeuge, sondern ziviles Gerät. Ob's Linien- oder Charterflüge waren, kann man selbst mit der besten Vergößerung nicht von außen erkennen. Und es ging den ganzen Tag so - die Nato- oder ital. Luftwaffenflieger donnern ein- oder zweimal drüber und sind viel schneller, meist auch wesentlich tiefer.
Eine Möglichkeit fällt mir noch ein: eventuell war die Wettersituation just heute so, dass sich viel mehr Kondensstreifen gebildet haben als an anderen Tagen. Vielleicht sind eh jeden Tag so viele Flieger am Himmel, man sieht sie nur nicht so deutlich wie heute. Was ich aber noch schrecklicher fände...
 
Es gibt viele inneritalienische Flüge. Ich glaube mindestens vier am Tag nach Mailand oder Bologna und noch mehr nach Rom von Cagliari aus. Wobei die nach Rom nicht über Nordsardinien fliegen. Das sind auch Flüge von und zur Arbeit. Die Fußball Mannschaft von Cagliari hatte ich auch schon im Flieger. Verwandtschaftsbesuche gehen auch über den Flughafen, Studenten, die von und zur Uni fliegen. Wer billig reisen möchte, fliegt meist nachts oder spätabends.
 
Aber wehe dem, der jetzt kurzfristig nach Deutschland möchte. 2-3 mal umsteigen und richtig, richtig teuer, also über 1000 €.
Flieger nach D waren es also nicht
 
Hallo @peko , du könntest mal bei flightradar24 schauen bei so einem hohen flugaufkommen oder überhaupt, da auf die flugzeuge klicken, ich denke, dass teilweise auch interkontinentalflüge über sardinien fliegen, möglicherweise könnte die anzahl der flugzeuge wetterbedingt unterschiedlich gross sein.
 
Was mich heute "geschockt" hat, ist die große Anzahl an Flugzeugen; allein auf dem Foto oben sind mindestens 10 unterschiedliche Kondensstreifen zu sehen, selbst bei dem eingeschränkten Blickwinkel der Handykamera. Ich hatte wie gesagt bis zu 16 Flieger auf einmal in Sichtweite. Bei unserer Topographie hier hab ich so einen Flieger etwa 10 - 15 Minuten im Blickfeld, bevor er hinter dem Horizont verschwindet. Wenn ich das hochrechne über 5 oder 6 Stunden, in denen der Himmel heute mit dichten Streifen übersät war (wo ich's beobachtet hab), komme ich auf etliche Dutzend, wenn nicht ein paar hundert Flieger.

Mir ist schon klar, dass sich in der Luft über uns mehr rumtreibt als ein paar Spatzen, Häher und unsere 2 Milane hier.
Aber solche Mengen? Wie lassen sich die mit den lautstarken Forderungen nach Energiesparen, Reduktion fossiler Treibstoffe, mehr Umweltschutz ganz allgemein vereinbaren? Was stimmt da nicht?
Das macht mich sehr, sehr nachdenklich.
 
Ja, mich schockt das nimmer. Die Radarverfolgung am Himmel zeigt, dass er echt voll ist. Auch die Straßen sind doch voll. Die ganzen Staus in Deutschland.
Es ist schon so, dass viel geredet wird und wenig passiert.
Auch ich fahre mehrmals in der Woche an den Strand, aber immerhin mit einem sprittsparenden Auto.
Wer stellt denn sein Leben in dem Maße um, wie es nötig wäre, um die Erderwärmung zu stoppen?
 
Also ich habe heute die Flugzeuge nur gehört und habe an Decimomano gedacht, weil so viel Fluglärm war.
Das hatten wir schon mal, als sie in Sardinien Zwischenlandung gemacht haben.
 
@Fiori In der Nähe von Perfugas, Nordküste, 20km hinter Valledoria/Castelsardo.
Mit Fernglas bzw 83fach Tele nachgesehen - durch die Bank ganz normale Verkehrsflieger, keine Militärmaschinen.
Deshalb auch meine Vermutung, dass da wieder irgendwo ein Umweltkongress ist, zu dem alle wollen ...
 
Das habe ich mir mal übersetzt um es auch genau zu verstehen. War in der L´Unione Sarda vom 27.03. Zwei Tage Ruhe und dann geht es los, hin zur Großübung „Mare Aperto 2025“, der größten jährlichen Trainingsoperation der Verteidigung im maritimen Bereich, geplant und durchgeführt vom Oberbefehlshaber der Marineflotte. Sardinien mit seinen Schießständen (Teulada, Quirra-Perdasdefogu und Capo Frasca) wird offensichtlich im Zentrum des simulierten Kriegstheaters stehen, mit einem stillen Zuschauer: Wladimir Putins Russland. Eine jährliche Installation erhält im Jahr 2025, das vom Sturm des Krieges geprägt ist, der sogar in Europa spürbar ist, eine besondere Note.

An der Operation werden über 120 Fahrzeuge beteiligt sein, darunter Marineeinheiten, U-Boote, Flugzeuge, Hubschrauber und unbemannte Unterwasser-, Luft- und Oberflächenfahrzeuge. Über 6.000 Militärangehörige aus acht NATO-Staaten (neben Italien: die USA, Frankreich, Spanien, das Vereinigte Königreich, Deutschland, Griechenland und die Türkei) werden teilnehmen, und Beobachter von 21 ausländischen Marinen werden anwesend sein. In den nächsten drei Wochen werden Besatzungen und Einsatzeinheiten der Marine mit Hilfe von Angehörigen des Heeres, der Luftwaffe, der Carabinieri, der Guardia di Finanza und der Hafenbehörde im zentralen Mittelmeer trainieren und sich dabei „komplexen und äußerst realistischen Einsatzszenarien stellen“. Die Übung, so das Verteidigungsministerium, „umfasst ein intensives Trainingsprogramm, wobei besonderes Augenmerk auf die Abwehr von CBRN-Bedrohungen (chemische, biologische, radiologische und nukleare Bedrohungen) auf See und deren mögliche Auswirkungen an Land gelegt wird.“

„Das Mare Aperto“, erklärt der Oberbefehlshaber des Marinegeschwaders, Admiral Aurelio De Carolis, „ist ein wesentlicher Test, der regelmäßig die Interoperabilität und die Handlungsfähigkeit in komplexen und sich ständig weiterentwickelnden Szenarien testet: ein Trainingsmodell, dessen Wirksamkeit auch auf internationaler Ebene anerkannt ist, wie die Anwesenheit zahlreicher ausländischer Einheiten und Abteilungen zeigt.“ Bei dieser Ausgabe 2025 werden wir uns darauf konzentrieren, die Einsatzbereitschaft und den Zusammenhalt der Streitkräfte weiter zu stärken, um die maritime Sicherheit zu gewährleisten und nationale Interessen zu schützen.“
 
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