Freie Schulen

Gioia

Mitglied
Liebe Forumsmitglieder,
weiß einer von euch ob es in Nordsardinien eine freie demokratische Schule gibt? Ich wage es zu bezweifeln, es wäre zu schön.. Aber vielleicht kann einer das Gegenteil berichten?
Liebe Grüße
 
gibt es wohl nicht auf der Insel, zumindest sagt das das Internet.... würd mich auch wundern...

hier gibts eine Liste weltweiter freier demokratischer Schulen:

http://www.educationrevolution.org/store/findaschool/democraticschools/

vielleicht wieder ne Runde nach Germania einwandern?
Gehts auch um den Impfzwang bei euch? Da kenn ich ne deutsche Freundin in Bosa, die da auch Alternativen sucht....

gibt wohl auch Kids inzwischen, die zum wieder Entgiften in die Schweiz gehen...
 
Danke schön für deine Antwort.
Das ist echt schade..
Die Liste ist sehr interessant, dass es so viele in Israel gibt aber keine in Italien hätte ich nicht gedacht. Doch sie dürfte nicht vollständig sein, da ich noch eine in Deutschland kenne, die nicht drin steht.
Mir geht es weniger um den Impfzwang, als um das Konzept selbst dieser Schulen. Bin sehr begeistert und empfinde diese als ,wirkliche' Schulen, weil die Lernfreude der Kinder erhalten bleibt und viele andere Punkte..
Vielleicht könnte man ja in Sardinien eine gründen... :) ( aber ob das Interesse anderer Familien dafür da ist... und dies überhaupt so möglich ist wie in Deutschland...)
 
gibt Freilerner-Initiativen in Italia, aber schätze mal ne Schule gründen ist halt nicht ganz billig... die wird ja wohl vom Staat dann nicht bezuschusst.
 
Mh ich weiß gar nichts darüber ob so etwas in Italien möglich ist.. in Deutschland wird sie je nach Bundesland auch erst nach zwei oder drei Jahren vom Staat unterstützt..bliebe auch die Frage, ob es überhaupt genug Familien auf Sardinien gibt, die daran interessiert sind.. na ja aber es war auch nicht so ernst gemeint.. ;)
Aber mit der Freilern Initiative ist ein guter Impuls!
 
Grundsätzlich sollte das Geld des Staates lieber in qualitativ bessere staatliche Schulen fließen als in irgendwelche Privatinitiativen.
Zum einen brauchen es die öffentlichen Schulen dringend, zum anderen wird damit auf die Dauer ein Zweiklassen-Bildungssystem errichtet. In einigen Ländern wie GB oder den USA ist das schon gang und gäbe und es hat schlimme Folgen. Die Spaltung in der Bevölkerung wird noch beschleunigt, wenn auch noch das Bildungssystem in "unten" und "oben" trennt.
 
In Italien besuchen rund 18 % der SchülerInnen private Schulen, überwiegend katholische. Diese Schulen sind den staatlichen "gleichgestellt", und vergeben analoge Bildungsabschlüsse. Es gibt auch nichtkonfessionelle Privatschulen, die staatlich anerkannt sind, deren Abschlüsse und Zeugnisse aber nicht anerkannt werden. Alternative pädagogische Konzepte wurden (im Rahmen des öffentlichen Bildungssystems!) in den letzten Jahrzehnten insbesondere im Vorschulbereich ("scuola materna", 3 bis 6 J.) entwickelt, darunter nicht nur die in Deutschland bekannte "Reggio-Pädagogik". Viele Eltern, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, tun dies übrigens weil ihnen die staatlichen Bildungseinrichtungen zu modern u. nicht konservativ genug sind. Mit "freier" Erziehung wie in der deutschen Reformpädagogik der 20-er Jahre oder der Antiautoritären Erziehung hat das nichts zu tun.
 
Zuletzt geändert:
Na ja es geht ja nicht um "irgendwelche Privatschulen" oder in Trennungen nach "unten" und "oben" oder "besser" oder "schlechter". Ich hab mich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema Lernen beschäftigt. Unser Schulsystem ist in einer Zeit enstanden, wo es wichtig war zuverlässige Arbeiter zu haben. Noch heute gibt es viele dieser alten Strukturen. Die freien demokratischen Schulen haben nichts mit antiautoritärer Erziehung zu tun. Aber ich wollte hier jetzt auch keine Grundsatz Diskussion über die Bildungssysteme lostreten..
 
Es war nicht ernst gemeint eine Schule zu gründen!
Meine Frage ob es hier eventuell eine freie demokratische Schule gibt hingegen war ernst gemeint!!
 
naja, wenn es sie nicht gibt in institutionalisierter Form, weil halt das bestehende System allgegenwärtig ist und schön brav funktionierende Konsumenten heranzieht die nicht so wahnsinnig viel selber denken.... das ist in D auch nicht so viel anders.....

dann haben diejenigen, die sich wirklich interessieren, immer die Möglichkeit, aus dem Leben zu lernen wann und wo sie wollen....
wenn sie Eltern haben die das gut finden isses natürlich leichter, wenn nicht... dann finden die Betreffenden schon ihren Weg.....
 
Es müsste, damit diese Diskussion einen Sinn macht, zunächst einmal geklärt werden, was hier unter "freier" u. "demokratischer" Schule gemeint ist. Die institutionelle Struktur oder die Pädagogik?
Wenn in der Eingangsfrage die Institution gemeint gewesen sein sollte: In diesem Sinne gibt es in I. (siehe meinen Beitrag weiter oben), aber auch in D. keine "freien Schulen". Alle sind vom Staat abhängig (Anerkennung, Finanzierung), auch die nichtstaatlicher Träger (kath. Kirche z.b.). Und was begründet die Unterstellung, die staatlichen Schulen seinen undemokratisch? Das ist doch völliger Unsinn. Die öffentliche Schule ist, wie kaum eine andere Institution, der Mitbestimmung der Beteiligten unterworfen.
 
Ich verstehe nicht, was du damit meinst, dass die öffentliche Schule, wie kaum eine andere Institution, der Mitbestimmung der Beteiligten unterworfen ist? Also die Schüler können doch nicht an den öffentlichen Schulen mitbestimmen :) Und ebenfalls die Lehrer müssen sich an strikte Vorgaben an den Lehrplan des jeweiligen Bundeslandes halten. Um das nochmal deutlich zu sagen, ich bin froh um unsere Schulen in Deutschland und die Möglichkeit der Bildung für alle! (Und ich bin immer gerne in die Schule gegangen) Es geht mir persönlich einfach um das Thema wie ein Mensch lernt und sich entwickelt. Dies beginnt bei der Geburt bis zu seinem Tod, dabei sind die ersten Jahre am prägendsten. Es lernen nicht alle Kinder mit Punkt Einem Jahr laufen, sondern jedes zu seiner Zeit und aus einem innerem Antrieb des sich- weiterentwickeln-wollens und der geeigneten Umgebung. So ist es mit allen Dingen, die das Kind lernt. In der Schule ist dann für alle vorgegeben wann was und in welcher Form gelernt werden MUSS. Die Motivation des Lernens basiert auf Leistung, Noten und Vergleich. Bei manchen kann dieses System des Lernens die natürliche Lernfreude ganz schön versiegen. Die freien Schulen setzen bei dieser inneren Lernfreude an. Jedes Kind darf seinen Interessen entsprechend und in seinem Tempo lernen. Hier bestimmen die Kinder wirklich mit. Da kann es dann auch sein, dass ein Kind dann erst mit neun schreiben lernt, dafür in anderen Bereichen vorher seine Kompetenzen gestärkt hat. Das erfordert dann natürlich ein sehr großes Vertrauen in das Kind von Seiten der Lernbegleiter und der Familie. Insgesamt ist es ein Konzept, das Stärken und Ressourcenorientiert arbeitet, statt Konkurenzdenken Wir-denken fördert, was denke ich, für die globale Zukunft nur wichtig ist. Wen dieses Thema wirklich interessiert, dem empfehle ich, den Film Schools of Trust anzuschauen.
Und nochmal möchte ich betonen, dass es nicht um bessere oder schlechtere Schulen geht. Für das eine Kind mag das eine Konzept sinnvoller sein und für ein anderes Kind das Andere.
Ich persönlich finde das Konzept der freien Schulen natürlicher und menschlicher, kann es mir für meine Kinder vorstellen ( und hätte auch selber Freude, Kinder auf dieser Art in ihrer Entwicklung zu begleiten). Deshalb die Anfangsfrage, ob es solch ein Projekt hier gibt.
Einen schönen sonnigen Tag für alle :)
 
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