Das muss dann aber ein edler Tropfen gewesen sein.
Und zu Pizza trinkt man auf Sardinien Bier wurde mir schon vor Jahren beigebracht
 
@narbolese

am Besten kannste oft die Preisentwicklungen bei den Agriturismos ablesen.
Bis zu den Jahren 2000 und 2001 haste dort in der Regel noch Lire 10.000,-- p.P. (= 10,-- DM = € 5,-- ) bezahlt.

Nach der Euroumstellung 2002 wurden daraus direkt € 10,-- .
(also quasi direkt Preise verdoppelt +100 % !).
Hiermit war quasi die direkte Einladung zur Teilnahme an: "Wer wird zuerst Millionär?" eröffnet.

2003 wurden allgemein die Preise vorsichtig mal auf € 15,-- p.P. angehoben (= + 50%).
nachdem das gut funktionierte und die Kunden nicht wegblieben wurde das

2005 jetzt aber mal schnell auf € 20,00 erhöhen! (= +33%).
Denn schließlich wollen die Agriturismos im Wege der Euroumstellung jetzt möglichst schnell
zu Millionären oder so was ähnlichem werden.

2007/2008 der/die nächsten Preisschocks.
Jetzt sind die Agriturismos gezwungen, um möglichst zügig ihr angepeiltes Millionärsziel zu erreichen doch tatsächlich die Preise auf € 25,-- p.P. anzuheben (+ 25%).
Leider konnten sie das dann nur gerade mal 1-2 Jahre durchhalten,
da das angepeilte Millionärsziel immer noch nicht erreicht wurde,

Ergo, wurden bereits ca. 2010 die Preise auf € 30,-- p.P. angehoben (+20%).

und seitdem sind die Preise im Schnitt inselweit alle 2-3 Jahre immer wieder um weitere € 5,-- angehoben worden. Heute trifft man vielfach in Agriturismos bereits schon Preisgefüge von ca. € 35,-- bis bereits € 45,-- (= weitere +50%) p.P. an.

Jedenfalls ganz markant, wie gerade in diesem Wirtschaftsbereich die galoppierende Inflationssucht und das ausgelobte Millionärsrennen ganz ausgeprägt sind.
Jedenfalls scheint es, daß dieser 'Flavio Briatore' hier das leuchtende Vorbild ist.

Mal sehen wer als erster das angepeilte Ziel von: € 100,-- p.P. erreicht.
 
Zuletzt geändert:
Wir lieben das Essen im Agriturismo und sind jedes Mal erstaunt, wie sie es schaffen, für NUR 30 - 40 € pro Person , so eine Menge an Essen und Getränken finanzieren zu können. Ich finde, es hat nichts mit Inflation zu tun , es ist allemal gerechtfertigt.
LG Adebar 20220914_201836.jpg20220909_210624.jpg
 
da ich 2000 noch nicht regelmäßig auf die insel gefahren bin, finde ich diesen kleinen preisrückblick ganz interessant. die aussage, bauern wollen jetzt millionäre werden, kann ich nicht ganz verstehen. ist das wirklich so?
 
So lange es noch genug Leute gibt, die solche Preise bezahlen, ist ja alles gut. Ich bezahle das nicht mehr. Der Preis für die Beschaffung der Lebensmittel liegt einfach zu weit von dem entfernt, was mittlerweile verlangt wird. Teigwaren / Nudeln kosten fast nichts. Kartoffeln kosten fast nichts, der einfache Hauswein ist ebenfalls sehr günstig im Einkauf, Wasser usw. ebenfalls.

Ich bezahle aber auch keine 1200 - 2000€ pro Woche, für ein normales Ferienhaus. Anscheinend gibt es noch genug Menschen die das machen, sonst wären die Preise nicht so abgehoben. Ich gehe dennoch gerne immer wieder nach Sardinien, weil es immer noch günstigere und oft sogar bessere Alternativen dort gibt.
 
Oh ja, ich erinnere mich auch noch an 10 Jahre früher, 1 Teller Spaghetti Arrabbiata hat da 6000 Lire gekostet, Italien war ein sehr preiswertes Urlaubsland. Frankreich oder Spanien ebenfalls.

Nun wäre natürlich eine 20 Jahre alte Quittung aus einem Restaurant zB in Deutschland interessant. Denn es stelle sich die Frage: Warum sollten die Preise in der Gastro ausgerechnet auf Sardinien nicht gestiegen sein? Ich finde die Gastronomie-Preise auf Sardinien nach wie vor angemessen, zumal die Getränke-Preise im Allgemeinen mehr als moderate ausfallen. Das Problem ist allerdings natürlich, dass die «Kaufkraft» eigentlich bei allen tiefer ist als vor 20 Jahren.

Mich erstaunt der Preisanstieg in Italien allerdings sehr viel weniger als in anderen südlichen Urlaubsländer mit einem deutlich tieferen Durchschnittseinkommen.
 
Traurig, dass die Produzenten, die Bauern, Winzer ... so wenig für ihre wertvollen Produkte kriegen. Es ist fast beschämend, vom Bäuerlein am Straßenrand für so wenige Euros eine Tüte voll Gemüse zu bekommen. Was für eine Arbeit dahinter steht, auch hinter einem Kilo Kartoffeln! Ich runde immer auf, dafür kriegt man dann sogar noch was in die Tüte.
 
Traurig, dass die Produzenten, die Bauern, Winzer ... so wenig für ihre wertvollen Produkte kriegen. Es ist fast beschämend, vom Bäuerlein am Straßenrand für so wenige Euros eine Tüte voll Gemüse zu bekommen. Was für eine Arbeit dahinter steht, auch hinter einem Kilo Kartoffeln! Ich runde immer auf, dafür kriegt man dann sogar noch was in die Tüte.
Auch die Kirschen sind zurecht so teuer.
Denkt mal, wie lange es dauert sie zu pflücken.
Wer will sie pflücken?
Bea
 
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