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Autor/in
Cagnetta, Franco
Jahr
1964
Verlag
Econ
Genre
  1. Sachbuch
Sach Die Banditen von Orgosolo: Porträt eines sardischen Dorfes, Franco Cagnetta

Literatur

Administrator

Die_Banditen_von_Orgosolo.pngAus dem Klappentext "Die Banditen von Orgosolo" von Franco Cagnetta:

"Der italienische Soziologe Franco Cagnetta setzte sein Leben aufs Spiel, als er sich nach Orgosolo begab, dem Zentrum des sardischen Banditengebietes, um den Ursachen und Hintergründen einer Kette von Raubüberfällen und Morden nachzuspüren, die gerade in jüngster Zeit Sardinien wieder einmal in den Ruf eines Räuberparadieses gebracht haben.

Nach vier Jahren Aufenthalt in dem von Fremden ängstlich gemiedenen Dorf und bei Schäfern auf dem einsamen Hochplateau des Supramonte veröffentliche er den ersten Bericht über die Zustände in dieser Region - und wurde dafür von Angehörigen der wohlhabenden Schicht mit dem Tode bedroht und von der Regierung vor Gericht zitiert. Die Verhandlung endete mit einem Triumph für Cagnetta: Die Klage wurde abgewiesen. Seine Erklärungen für die Verbrechen der sogenannten Gesetzlosen und für das Weiterbestehen der grausamen Sitte der Vendetta waren unanfechtbar."

 
Wien wäre es mit " Die Banditen von Orgosolo"? Das ist in etwas ein historischer Roman, mit zwei Erzählungen von "Ureinwohnern" von Orgosolo.

Das Buch von Franco Cagnetta ist antiquarisch noch erhältlich. Es ist der Versuch einer soziografischen Studie zum Phänomen des seinerzeitigen sard. Banditentums der 50er-Jahre und zugleich ein facettenreiches Porträt des Dorfes Orgosolo in der Barbagia. Die heutige Lebensrealität der Menschen in Orgosolo hat mit den damaligen Verkältnissen nichts mehr gemein. "Die sardischen Banditen" in dieser Form sind Historie.

Wer mehr über Orgosolo lesen möchte.
Murales in Orgosolo..Stefania Böhm..Ibidem Verlag..2010
Haus und Weide..Eine Etnographie von Orgosolo..Roswitha Till Bruttel..Trickster Verlag 1993
Die Banditen von Orgosolo..Franco Cagnetta.. Econ Verlag 1964

Wer erinnert sich noch an Graziano Mesina (Grazianeddu), der in der Mitte des 20.Jahrhunderts sein mörderisches Unwesen trieb in Orgosolo?
Wen es interessiert, der lese: Die Banditen von Orgosolo von Franco Cagnetta.

Inzwischen hat er 40 Jahre Gefängnis auf dem Kontinent hinter sich und ist zurückgekehrt nach Sardinien.
Dort hat er nun eine Klage eingereicht, um seine geleistete Arbeit im Gefängnis (Lederbälle nähen) anerkannt zu bekommen, vielleicht sogar den Lohn ausbezahlt zu bekommen, damit er den Anspruch auf Versicherung und infolgedessen eine kleine Pension ausbezahlt bekommen kann.Um "in Würde" leben zu können.

Wie immer das ausgehen mag, das Interessanteste sind in meinen Augen die Kommentare seiner Landsleute, die von mangelnder Würde, mangelndem Stolz, bis hin zu : er sollte eigentlich dem Gefängnis noch was zahlen für Kost und Logis, alles abdecken.

@ HansP1,

Erinnerst du dich an unser Gespräch in Oberfranken? Wenn du obengenanntes Buch liest, wirst du verstehen, was ich gemeint habe. Canetta kann es nur viel besser erklären, diese 2-Klassengesellschaft, die sich auch heute noch untereinander bekämpft. Warum Autos jede Nacht irgendwo brennen, warum Schafe auf der Weide abgeschlachtet und Pferde in ihren Ställen erschossen werden.

Sicher, heute gibt es das moderne Leben, Computer , viele technische Neuerungen, es hat sich wirklich vieles verändert, aber in der Barbagia hats immer noch unterschwellig die alten Traditionen. Hirten leiden immer noch unter der Willkür der Reichen, der Begriff des "Servo pastore" geistert heute noch durch die Medien. (Wenn auch inzwischen schon aus Osteuropa stammend) Und dann kommt ein alternder Bandit und verlangt vom Staat unterhalten zu werden. Seine Opfer damals wollten sicher auch gerne in Würde leben. Pardon, aber das halte ich im Kopf nicht aus. Vor allem, wenn einer so gesund und wohlgenährt ausschaut wie auf dem Zeitungsfoto.

Antworten hierauf müssen nicht unbedingt sein, ich musste nur mal Dampf ablassen. Und sardonisches Gelächter. Ju

 
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