COB Fähre Piombino- Olbia Keine Fahrt bei schlechtem wetter

hsh

Neues Mitglied
Ich bin neu hier im Forum. Einen herzlichen Gruß an alle Fomi Mitglieder. War letztes Jahr mit dem Womo auf Korsika. Dieses Jahr soll es nach Sardinien im Mai gehen. Die Fähre Piombino- Olbia ist bereits gebucht( 199 Euro für 6,6 m + 2 Pers).

Jetzt lese ich in Fährteil der Reisemobil International, das die Fähre bei schlechtem Wetter nicht fährt.

Wie ist dieser Vorbehalt einzuschätzen und wie sind die Erfahrungen damit?

Für ein Paar Erfahrungen aus der Praxis wäre ich dankbar. Kommt das Öfters vor oder ist es eher die Ausnahme. Ab wann hören die auf zu fahren?

Und wenn sie nicht fahren, wie geht es dann weiter?

Vielen Dank für eure Erfahrungen

hsh:(
 
Jetzt lese ich in Fährteil der Reisemobil International, das die Fähre bei schlechtem Wetter nicht fährt.

Ist ein Missverständnis: Die Fähre fährt immer, allerdings kann das COB bei ungünstiger Witterung untersagt werden. In diesem Fall müsstet Ihr in den Innenbereich des Schiffs und ggf. eine Kabine bezahlen, wenn Ihr diese ersatzweise wolltet und sie verfügbar wäre.

Wie oft so etwas vorkommt, kann ich nicht als Nicht-Camper und Nicht-Nutzer der Linie (Piombino ist so ein widerliches Nest, dass ich es selbst bei Fahrten nach Elba am liebsten meiden würde, aber da die Alternative Livorno kaum besser ist dann doch nehme) sagen. Im Mai stürmt es durchaus mal. Andererseits muss es da schon wirklich abgehen, ein bisschen Wind und Seegang dürfte kein Problem sein.

Wir reden also vermutlich von solchem Wetter, bei dem sie auch auf Nicht-COB-Schiffen den Pax untersagen, sich auf dem Außendeck aufzuhalten (kam bei mir in erinnerten 25 Jahren Sardinien mit oft mehrfach jährlichen Überfahrten max. 5x vor). Von daher: Keine Panik ...
 
Nun,

da könnte unser Hans (P1) glaube ich ne Geschichte erzählen vom letzten September.
Promt an seinem Abfahrtstag mit Cob hat es fürchterlich gestürmt.
Ich hatte an dem Tag Angst, daß mein WoWa auf der 131 vor Nuoro umschmeißt, so heftig wars.

Hatte Mitleid mit Hans, aber als alter Wickinger, hat er mir dann gemailt: Gut angekommen, hatten uns und die LKW festgezurrt.

Vielleicht kann er ja mal davon berichten.

Also die fahren schon, wenns auch heftig wird..
 
Hallo hsh???,
wir haben jetzt unser 18' tes Jahr Sardinien vor uns, also 36 Überfahrten. Nur einmal wurden die LKW verzurrt.
Die WoMo's wankten während desSturms bedenklich und einige Besitzer versuchten Ihre Autos gegenseitig abzustützen. Alle Autos schoben so ca. 10 cm hin und her, aber letzt endlich bleiben alle an ihren Plätzen.
Aber wie gesagt keine Panik, das ist uns nur einmal passiert und die Besatzung blieb sardisch ruhig.

Jürgen
 
Sollte es nicht normal sein, dass ein Nichtfahren bei schlechtem Wetter in Betracht gezogen wird?

Wir sind mal im Juli bei schlechtem Wetter von Elba nach Piombino gefahren. Es war nicht sicher, ob das Schiff ausläuft und ich habe - so im sicheren Hafen stehend - gedacht, was haben die denn bloß? Das Schiff ist dann doch ausgelaufen und als wir die schützende Bucht verlassen hatten, mussten alle unter Deck (außer die Hundebesitzer, denn Hunde dürfen nicht unter Deck) und von da an hatte das Schiff so eine Schräglage, dass man auf der einen Seite nur noch Wasser und auf der anderen Seite nur noch Himmel gesehen hat. Ich hatte so eine Angst und habe mir echt gewünscht, die wären nicht losgfahren. Meine Mutter, die mit dem Hund eben nicht unter Deck durfte, hatte da oben auch schon mit dem Leben abgeschlossen, sich vorsorglich schon mal zwei Rettungsringe besorgt und kann heute, nach über 10 Jahren immernoch nicht darüber lachen.

Also hsh, nicht ärgern, wenn das Schiff wegen schlechtem Wetter nicht losfährt.
 
Naja, sofern möglich werden ja durchaus Maßnahmen ergriffen: Ich bin mal mit stundenlanger Verspätung in Genua angekommen, weil das Schiff ab Pto. Torres an der Ostküste Korsikas entlang fuhr. Dennoch bin ich der Meinung, dass es im Mittelmeer (von einem möglichen Tsunami, den uns Experten ja gelegentlich prophezeihen, abgesehen) einen solchen Seegang nicht gibt, der ein Auslaufen der uns geläufigen Sardinienfähren verhindern würde. Maßnahmen wie die oben beschriebene dürften allenfalls dem Wohlbefinden der Passagiere geschuldet sein.

Zum Vergleich: Mit folgendem Schiff http://de.wikipedia.org/wiki/Bremen_(1990) fährt man in die Antarktis. Da sind viel schlechtere Bedingungen die Regel und man findet nicht innerhalb von ein paar Stunden Schutz in einem Hafen. Und die Bremen ist deutlich kleiner, als z.B. eine Moby Aki oder eine Mega 2 - was ihr dann bekanntermaßen irgendwann zum Verhängnis wurde. Nur: 30m-Wellen habe ich im Mittelmeer noch keine gesehen ;)

Die kleinen Nussschalen nach Elba, aber auch zu den Sardinien vorgelagerten Inseln sind natürlich eine ganz andere Hausnummer. Aber das Elend um die Schnellfähren mit den ständigen Absagen der Überfahrt zeigt ja, dass im Fall der Fälle durchaus für die Sicherheit entschieden wird.
 
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Das ist das ,was ich erwartet habe. Erst werden Maßnahmen ergriffen und in der Regel wird gefahren. Erst wenn es wirklich gefährlich wird , wird verschoben.

Dann bin ich jetzt doch ziemlich beruhigt, zumal wir beide Mal über Nacht fahren. Da ist in der Regel sowieso weniger Wind. Ausnsahmen bestätigen die Regel.

Nochmals Vielen Dank.

hsh
 
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