Einkaufen Bioladen in Cannigione

Leonie

Mitglied
Hallo,
in 3 Wochen fliege ich zum ersten Mal nach Sardinien. Wir haben eine Ferienwohnung in Cannigione gemietet und werden uns überwiegend selbst verpflegen. Ich bin Vegetarier und habe einige Unverträglichkeiten (esse keinen Zucker, Weizen..). Gibt es in Cannigione einen Bioladen oder Reformhaus, in dem ich z.B. Sojajoghurt, Sojamilch, zuckerfreie Fruchtriegel, gutes Brot bekomme? Da wir einen Mietwagen haben werden, wäre auch ein Supermarkt in der Umgebung eine Option.
Sind Bio-Lebensmittel generell verbreitet auf Sardinien?
Danke für eure Tipps!
Leonie
 
Den Bioladen gibts in Olbia:

http://www.negozicuorebio.it/it/negozi/olbia-tempio/olbia/emporio-alcatraz/0004711

Ist ganz ordentlich gemacht, etwas höhere Preise als Alnatura in Deutschland hat er allerdings, aber das haben alle Bioläden auf der Insel. Gibt weitere in Oristano, Sassari und Cagliari, faktisch ist vieles an Obst und Gemüse der kleinen Anbieter ab Haustür Bio, aber es wird sich kaum einer die Mühe und die Kosten antun, sich zertifizieren zu lassen.

Glutenfrei und Co. findest du auch in den Supermärkten.

Sehr verbreitet ist Bio nicht auf der Insel, meiner Erfahrung nach, ist immer noch was eher exotisches, das auch als solches bezahlt werden will... müsste nicht sein meiner Ansicht nach, aber ist halt noch so.

In drei Wochen gibts noch Feigen, Kaktusfeigen, Trauben, Mandeln, Nüsse, machst vielleicht etwas naturnahe Ernährung ab Baum, funktioniert auch zu weiten Teilen und ist fast immer Bio :)

Saluti aus dem wilden Westen

Christine
 
Hallo Christine,
vielen Dank für den Tipp, die Adresse von dem Laden ist notiert. Nach der Website scheint er ja recht gut sortiert zu sein.

Auf das Obst und Gemüse freue ich mich schon, vor allem auf die Sorten, die es hier nicht gibt. Dazu ein bisschen gutes Brot und Olivenöl... viel mehr braucht es gar nicht für ein gutes Essen.

Viele Grüße
Leonie
 
So nun bin ich wieder zurück von Sardinien. Ich war positiv überrascht, dass man in "normalen" Supermärkten so viele gute Lebensmittel findet. Wir haben uns primär in einem kleinen Dettori-Markt in Cannigione eingedeckt, und da gab es (neben einer tollen Obst- und Gemüseauswahl) viele Soja-Produkte, Couscous, Quinoa, Vollkornnudeln... die clean-eating-Welle, die hier in Deutschland gerade angesagt ist, scheint es auch auf Sardinien zu geben. In dem Dettori-Markt gab es auch diverse Soja-Milche, einige Gluten-freie Sachen und sogar meine liebste italienische Marke für vegane Lebensmittel "Valsoia". Davon gab es nicht nur das leckere vegane Nutella, sondern auch Eis, Kekse.. Zwar alles recht teuer, aber es ist in jedem Fall möglich, sich gesund zu ernähren. Wer nicht das helle Brot mag, hat an der Theke auch so eine Art Mehrkornbrötchen bekommen oder (abgepackt) Vollkornbrot. Wenn schon der kleine Dettori so gut ausgestattet ist, vermute ich, dass die großen Läden noch viel mehr in dieser Richtung haben.

Es gibt übrigens auch noch einen richtigen Bio-Laden in Cannigione (in der Nähe vom Hafen, Via G. da verrazzona). Der Laden ist nicht groß, aber es gab zum Beispiel das komplette Sortiment von den Provamel-Milchen und viele andere Sachen von deutschen Bio-Herstellern (Rapunzel, Allos..)

Nüsse oder Mandeln hab ich hingegen selten gefunden, ich dachte, die wachsen auf Sardinien? Dafür habe ich meine erste Kaktusfeige probiert.. lecker. Ich habe sie in einer Fruteria gekauft, allerdings hab ich sie auch zu Hauf am Straßenrand gesehen. Darf man die da einfach abpflücken?

Beste Grüße
Leonie
 
Wo man sie pflücken darf, weiss ich leider nicht ;-) - allerdings bräuchtest du dazu schon sehr gute Handschuhe.....

Allerdings würde es mich auch interessieren, ob man Früchte wie Kaktusfeigen, Feigen usw. am Strassenrand pflücken darf, natürlich nur, wenn es nicht als Garten oder Plantage zu erkennen ist ......speziell Feigen, die esse ich z.B. in Griechenland häufig, wenn man so über Land fährt.

LG
 
Unsere sardischen Freunde haben sich immer am Straßenrand mit Kaktusfeigen verproviantiert, wenn ihnen danach zumute war. Und uns auch gleich beim ersten Versuch gezeigt, wie man sie ernten kann ohne diese gemeinen kleinen und fast unsichtbaren Stacheln in die Fingerzwischenräume zu bekommen, die einem den Spass gründlich verderben können.

Man nehme zum Ernten einen gegabelten Stock (z. B. aufgeschnittene Binse, die mit einem Stöckchen aufgehalten wird), damit drehe man die KF ab, lasse sie in den Staub des Weges fallen und wälze sie darin gründlich hin und her. WIE genau es funktionier, weiß ich nicht, aber nach dieser Prozedur waren keine Stacheln mehr dran.

Roh mag ich sie nicht besonders, aber als Marmelade gekocht.......mmmmmmm
 
Uns hat man gezeigt, dass man die am Boden liegende Kaktusfeige mit einem Ästchen (möglichst von einem Nadelbaum) schlagen soll.
 
Herrenlose Kaktusfeigen gibts ne Menge, ich denk ihr habt das dann im Fall des Falles schon im Gefühl, was öffentlich wächst und was nicht...
Am Bahndamm vom Trenino verde würde ich beispielsweise vermuten, dass es öffentliches Obst ist, was da wächst.

Ich hab sie schon mal mit nem Plastikblumentopf geernet, Rand vom Topf an angewachsene Stelle der Feige halten mit gewissem Druck, wenn sie reif sind fallen sie in den Topf, ansonsten vielleicht etwas Gegendruck geben mit Zeitung in der anderen Hand...
das Gerödel zum Stacheln entfernen spar ich mir.

Dann Messer und Gabel und zwei Querschnitte an den Enden der Frucht und einen Querschnitt machen, dann könnt ihr das Innere der Frucht einfach aufrollen, Schale bleibt aussen, Inneres mit der Gabel aufspiessen und die Schale einfach ignorieren. Dann Gabel mit Fruchtfleisch zum Munde führen oder separat deponieren für Aktionen wie Marmelade kochen ec.

Anfangs hatte ich auch die Hände voller Stacheln, aber frau lernt ja manchmal was dazu. Solang ihr die Teile nicht im Ganzen in die Hosentasche steckt mag es ja noch gehen :D

Aber gut, das ganze sollte wohl besser in einen eigenen Fred verschoben werden mit dem Thema "Knowhow zum Essen einer Kaktusfeige" oder so. Auf jeden Falle würde ich sie nie im Bioladen kaufen.
 
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