Auf Sardinien studiert oder arbeitet jeder fünfte junge Mensch nicht:

Beppe

Sehr aktives Mitglied
Auf Sardinien studiert oder arbeitet jeder fünfte junge Mensch nicht:
"So ist es einfach unmöglich, überhaupt eine Zukunft aufzubauen“.
Laut dem Bericht der CISL zur Inselsituation, liegt die Bildung unter dem nationalen Durchschnitt.

Auf Sardinien bleibt die Zahl der Jugendlichen, die weder arbeiten noch studieren bzw. sich schulisch weiterbilden sehr hoch. Ein Phänomen, das in den letzten Jahren zwar Anzeichen einer leichten Verbesserung verzeichnete aber weiterhin eines der wichtigsten strukturellen Probleme der Insel darstellt.

Das ist, was sowohl aus dem Bericht des Giannetto Lay Study Center von Cisl Sardegna mit dem Titel „Junge Menschen, Fähigkeiten und Arbeit: der lange aber unfertige Übergang Sardiniens“ und aus den neuesten Istat-Daten hervorgeht. Im Jahr 2024 betrug die sogenannte „Neet“-Quote zwischen 15 und 29 Jahren auf Sardinien 17,8%, ein Wert weit höher als der italienische Durchschnitt (15,2%) und der europäische Durchschnitt, der bei etwa 11% lag.

Das Phänomen, so die CISL, scheint sich im Vergleich zu den schwierigsten Jahren der langen Wirtschaftskrise zu verbessern, als man auf Sardinien noch ein Niveau von fast 30% erreichte und man aber weiterhin strukturelle Eigenheiten beibehält, die allerdings zu keinem beruhigenderen Ergebnis führen.

"Das Problem ist nicht nur, wie viele Neets es letztlich sind - so der Generalsekretär der Cisl Sardinia, Pier Luigi Ledda -:
Das Problem ist, was uns diese Zahlen tatsächlich über Sardinien erzählen.
Sie sagen uns, dass das System weiterhin junge Menschen, Ressourcen und die Fähigkeit verliert, überhaupt eine Zukunft aufzubauen.“

Für die Cisl Sardinia kann die Jugendfrage nicht mehr als eigenständiges oder sektorales Thema angegangen werden. In einer Region, die von der demografischen Krise, einer starken Alterungsbevölkerung, einer Verringerung der Erwerbsbevölkerung und einer Schwäche des Produktionssystems geprägt ist, wird die Beziehung zwischen jungen Menschen und der Arbeit zu einem strategischen Thema, das die Zukunft der Insel betrifft. "Wo Chancen, Dienstleistungen und qualifizierte Arbeit reduziert werden, wächst auch das Risiko von Bildungs- und Beschäftigungsausgrenzung unvermeidlich", sagte Ledda.

Das territoriale Bild zeigt sehr deutliche Unterschiede. Die Binnengebiete und die wirtschaftlich fragilsten Gebiete verzeichnen nach wie vor die höchsten Jugendarbeitslosigkeiten:
Südsardinien 21,4%, Nuoro 20,4%, Oristano 18,1%, Cagliari 17,5%, Sassari 14,5%.

Ein Thema, das mit Kompetenzen und Bildung zusammenhängt. Die Insel weist nämlich weiterhin ein Bildungsniveau auf, das unter dem nationalen Durchschnitt liegt:
Nur 56,8 % der Bevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren verfügen über mindestens einen Schulabschluss, gegenüber 66,7 % in Italien, während der Anteil der Hochschulabsolventen in der Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen bei 25,3 % liegt, verglichen mit 30,9 % auf nationaler Ebene.
Zudem bestehen weiterhin erhebliche Schwierigkeiten bei den Grundkompetenzen,während die Schul- und Bildungsabbrecherquote weiterhin auf einem Niveau liegt, das über dem italienischen Durchschnitt liegt.

„Die Gefahr“, betont Ledda, „besteht darin, einen Teufelskreis zu schüren: Weniger Chancen führen zu mehr Abwanderung junger Menschen, der Verlust an Humankapital verringert die Wettbewerbsfähigkeit Sardiniens, und eine geringere Wettbewerbsfähigkeit führt zu neuen Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt.“

Aus diesem Grund bekräftigt die Gewerkschaft erneut die Notwendigkeit, einen Pakt für Entwicklung, Arbeit und Bildung zu schließen, der in der Lage ist, Schule, Universität, Berufsausbildung, ITS, aktive Arbeitsmarktpolitik und produktive Entwicklung miteinander zu verknüpfen.

Quelle:
 
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Irgendwie und irgendwann, wenn, ich in so einem Urlaubs-, Ferien- und Nichtstuerumfeld groß werden würde, dann würde sich möglicherweise auch bei mir die Erkenntnis durchsetzen, daß man eigentlích wohl besser nahezu gar nix tut.

Man ist ja schließlich wohl allein nicht nur dazu da, um für die Sicherung des Einkommens und der Rentenkasse der Politiker zu arbeiten.
 
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Hm. Die Polen haben lange zugeschaut, wie wir Deutschen die polnische Ostsee überschwemmt haben. Bei denen hat sich wohl eher die Einstellung "Das will ich auch" durchgesetzt, denn nun ist der Pole selbst Hauptnutzniesser dieser tollen Landschaft. Nix mit Nichtstun, die Polen, die überholen....kenne jetzt jedoch deren Anteil an Neets nicht wirklich. Nur zeigt sich dort, dass ein Nichtstuerumfeld aus Urlaubs- und Feriengästen nicht zwangsläufig die eigene Motivation zum Handeln untergräbt. Warum das nun so auf Sardinien zutreffen sollte...erschliesst sich mir nicht...wenn ich die Antwort wüsste....würde ich diese glatt hier teilen...;-))
 
@Cuglieri

je nach Können, Fahigkeiten und Ausbildung konnte ich den letzten 30 Jahren ne Menge Sarden//innen als auch Festlandsitaliener quer über Europa erfolgreich disponieren, verteilen und beruflich unterbringen. Viele sind sind mir noch heute dankbar. Und am Besten: die meisten haben es geschafft, in der Abfolge dort ein eigenes erfolgreiches Unternehmen aufzubauen und haben sich bestens integriert und etabliert.

Insofern kann ich mich des Eindrucks nicht ganz verwehren, daß eine erfolgreiche Wirtschafts-, Bildungs-, Steuer- und Rechtspolitik hierfür ganz maßgeblich und federführend sind.
Hieran hapert es allerdings ganz gewaltig!

Die Sarden sind insgesamt auch nicht doofer als die Deutschen oder andere Euopäer.

Da rettet man lieber auf Capera die Welt, indem man dort maximal 4 mal am Tag jeweils 4 Gruppen von 15 Leuten (also insgesamt 60 Leute pro Tag) für pro Person € 3,-- reinläßt mit Führer!. Das sind also € 180,--. Die Führer kriegen hierfür wahrscheinlích gerade mal nen Hungerlohn von 4 x 15 € = € 60,.-- und den Rest sackt die Entente ein. Super Geschäftsmodell! Letztendlich aber auch nur ne andere Übersprungshandlung!
 
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