8. September - Fest und Turnier in Tergu
Beppe
Sehr aktives Mitglied
Das Fest und das Turnier von Tergu am 8. September
Das wichtigste Fest von Tergu ist der Geburt Marias - Patronin des Dorfes - gewidmet und wird in der Basilika Santa Maria di Tergu (oder auch von Jericho – in Anlehnung an die ‚Rose von Jericho’) jeweils am 8. September gefeiert. Tergu liegt in der Anglona ca. 15 km von Castelsardo und ca. 40 km von Sassari entfernt. Die Basilika von Tergu (erbaut 1118-1119 A.D.) ist ein schönes exemplarisches Beispiel für den romanischen Kirchenbau in Sardinien. Gerüchte besagen sogar, dass in oder unter der Basilika dort angeblich der „Heilige Gral“ versteckt sei.
Der Ursprung dieses Festes ist sehr alt und wurde in Tergu von Mönchen aus dem Orient ca. Mitte des 600 n.Chr. eingeführt, welche aus ihren Regionen fliehen mußten, um nicht in die Hände des Islams zu fallen. Wahrscheinlich leitet sich das Fest aus dem Brauch der Cananea ab, wo jeweils das Jahr mit dem Herbst begann – mit Caputanni oder auch Capudanni wird jedenfalls auf sardisch auch der Monat September benannt. Am Morgen des 8. September zieht jeweils eine Prozession mit der Statue der Jungfrau Maria durch die Straßen des Ortes. Neben der großen religiösen Hingabe, die die Einwohner dieses Ortes prägt, ist dieses Fest Attraktion und Anziehungspunkt für viele Besucher und Fans der sardischen Tradition und Folklore.
Das Fest von Tergu hat in der Tat eine große folkloristische Bedeutung, da die Prozession u.a. in prachtvollen sardischen Kostümen und Trachten aus den unterschiedlichsten sardischen Gemeinden und Regionen erfolgt. Ein weiterer Höhepunkt dieses Festes spielen hierbei Reiter und Pferde im Rahmen einer Turnierveranstaltung.
Im Laufe des Nachmittags müssen die Reiter ihr Geschick in einer speziellen Pferdeprüfung beweisen, welches an die berühmte Sartiglia in Oristano (zur Karnevalszeit) erinnert.
Diese Tradition hat uralte Wurzeln und wurde in Italien durch Kreuzzugritter (die es den Saraszenen abgeguckt haben) direkt nach dem zweiten Kreuzzug importiert. Dabei handelt es sich um eine Art „Kampfsporttraining“ für die Reiter, die hierbei versuchen, eine Scheibe mit einem Speer oder Schwert zu durchstechen. Das Ganze findet natürlich reitend und im fliegenden Galopp statt.
Der Austragungsmodus und die Art dieses „Wettkampfes“ bestätigt u.a. auch die These, dass die Aragonier zugleich Verbündete und Gegner der „Richter“ von Arborea waren und erstere dieses Spektakel nach Sardinien importiert haben. Geschichtliche Studien sollen u.a. belegen, dass das erste europäische Land, wo diese Turnierart praktiziert wurde, Italien war, und hierbei speziell in der Toskana. Wie diese Turnierart allerdings dann nach Sardinien kam ist letztendlich nicht ganz geklärt. Die sardische Geschichte soll allerdings zeigen, wie nach der Schlacht von Macomer im Jahr 1470, der Markgraf von Oristano definitiv unter die Herrschaft des Hauses Aragons fiel und hiermit auch diese Turnierart auf Sardinien ankam. Jedenfalls wurde genau diese Art von Turnieren von den oberen militärischen Rängen Aragons praktiziert und diese bewiesen hiermit ihr Können auf dem Pferderücken.
Für diejenigen, die im September auf Sardinien sind, sicherlich ein lohnenswertes Ausflugsziel-
Weitere Informationen hierzu auch auf:
http://www.comuneditergu.it/default.php?id=1&id1=3
http://www.duepassinelmistero.com/Tergu.htm
Das wichtigste Fest von Tergu ist der Geburt Marias - Patronin des Dorfes - gewidmet und wird in der Basilika Santa Maria di Tergu (oder auch von Jericho – in Anlehnung an die ‚Rose von Jericho’) jeweils am 8. September gefeiert. Tergu liegt in der Anglona ca. 15 km von Castelsardo und ca. 40 km von Sassari entfernt. Die Basilika von Tergu (erbaut 1118-1119 A.D.) ist ein schönes exemplarisches Beispiel für den romanischen Kirchenbau in Sardinien. Gerüchte besagen sogar, dass in oder unter der Basilika dort angeblich der „Heilige Gral“ versteckt sei.
Der Ursprung dieses Festes ist sehr alt und wurde in Tergu von Mönchen aus dem Orient ca. Mitte des 600 n.Chr. eingeführt, welche aus ihren Regionen fliehen mußten, um nicht in die Hände des Islams zu fallen. Wahrscheinlich leitet sich das Fest aus dem Brauch der Cananea ab, wo jeweils das Jahr mit dem Herbst begann – mit Caputanni oder auch Capudanni wird jedenfalls auf sardisch auch der Monat September benannt. Am Morgen des 8. September zieht jeweils eine Prozession mit der Statue der Jungfrau Maria durch die Straßen des Ortes. Neben der großen religiösen Hingabe, die die Einwohner dieses Ortes prägt, ist dieses Fest Attraktion und Anziehungspunkt für viele Besucher und Fans der sardischen Tradition und Folklore.
Das Fest von Tergu hat in der Tat eine große folkloristische Bedeutung, da die Prozession u.a. in prachtvollen sardischen Kostümen und Trachten aus den unterschiedlichsten sardischen Gemeinden und Regionen erfolgt. Ein weiterer Höhepunkt dieses Festes spielen hierbei Reiter und Pferde im Rahmen einer Turnierveranstaltung.
Im Laufe des Nachmittags müssen die Reiter ihr Geschick in einer speziellen Pferdeprüfung beweisen, welches an die berühmte Sartiglia in Oristano (zur Karnevalszeit) erinnert.
Diese Tradition hat uralte Wurzeln und wurde in Italien durch Kreuzzugritter (die es den Saraszenen abgeguckt haben) direkt nach dem zweiten Kreuzzug importiert. Dabei handelt es sich um eine Art „Kampfsporttraining“ für die Reiter, die hierbei versuchen, eine Scheibe mit einem Speer oder Schwert zu durchstechen. Das Ganze findet natürlich reitend und im fliegenden Galopp statt.
Der Austragungsmodus und die Art dieses „Wettkampfes“ bestätigt u.a. auch die These, dass die Aragonier zugleich Verbündete und Gegner der „Richter“ von Arborea waren und erstere dieses Spektakel nach Sardinien importiert haben. Geschichtliche Studien sollen u.a. belegen, dass das erste europäische Land, wo diese Turnierart praktiziert wurde, Italien war, und hierbei speziell in der Toskana. Wie diese Turnierart allerdings dann nach Sardinien kam ist letztendlich nicht ganz geklärt. Die sardische Geschichte soll allerdings zeigen, wie nach der Schlacht von Macomer im Jahr 1470, der Markgraf von Oristano definitiv unter die Herrschaft des Hauses Aragons fiel und hiermit auch diese Turnierart auf Sardinien ankam. Jedenfalls wurde genau diese Art von Turnieren von den oberen militärischen Rängen Aragons praktiziert und diese bewiesen hiermit ihr Können auf dem Pferderücken.
Für diejenigen, die im September auf Sardinien sind, sicherlich ein lohnenswertes Ausflugsziel-
Weitere Informationen hierzu auch auf:
http://www.comuneditergu.it/default.php?id=1&id1=3
http://www.duepassinelmistero.com/Tergu.htm