Unklar ist natürlich, in welcher Zeit das hier zusammen kam. Aber daran muss jeder vorbei, der zum oder vom Strand geht. Und es stinkt erbärmlich, dass kann ich euch sagen .
 
.....Sardinien hat große Probleme den Müll zu entsorgen, soeben in der App von Olmedo bekommen das wir den Müll ( Kunststoff) morgen nicht rausstellen können, er wird nicht abgeholt.
 
Bei uns wurde Plastica vorletzte Woche nicht abgeholt. Wir bekamen die Anweisung von der Commune, den Plastikmüll zu Hause zu lagern, bis neue Anweisung kommt. Die Aufregung war groß. Aber die Woche drauf wurde Plastica wieder abgeholt. Es heißt, die Recycling Anlagen/Deponien seien überfüllt.
 
Das sind Probleme, die hier sehr offensichtlich werden. Eigentlich auch ganz gut, wenn man die Entsorgung nicht als selbstverständlich sieht und sich Gedanken macht, wohin das alles gekarrt wird und wer das in welcher Zeit auf welche Art "versorgen" muss.
Aber es ist gut, dass überhaupt informiert wird und dass man weiß, es wird entsorgt!
In diesem Fall am Strand... es lockt Tiere und Krankheiten, der Wind verteilt es ...
 
Ja Leute ihr müsst „dankbar“ sein , dass die Mülltüten noch wenigstens im Radius von 4/5 Meter um eine Mülltonne liegen . Irgendeiner , irgendwann wird’s schon abholen oder die Mülltone(n) leeren , so ist der unterschwellige Gedanke bei Vielen ( auch Sarden selbst) .
Denkt nur an die , die ihren Müll entlang der Straßen „entsorgen“ oder in den nicht videoüberwachten Seitenstraßen .
 
Es war die letzten Wochen großes Thema in den Medien hier, dass die Entsorgung des Plastikmülls Probleme bereitet. Ich habe das nicht näher nachgelesen, aber wahrscheinlich sind es die vielen Menschen mehr, die in der Urlaubszeit Müll produzieren, die diese probleme verursachen. das ist ja auch oft mit den Kläranlagen und anderem so.


Ah, da steht auch, dass die Verarbeitung von altem Plastik viel teurer geworden ist und deshalb es niemand haben will.
 
@giovanina

es ist offensichtlich ein Versagen des gesamten Sytems (Kommunal- und Regionalpolitik, Entsorgungswirtschaft, Recyclingwirtschaft) auf breiter Front (Abfallentsorgung, Taktung, Abfallbehältnisse u.v.a.m.).
Entweder sind rund 2-3 Abfalltonnen zu wenig aufgestellt, oder mit z.B. nur 1 x wöchentliche Leerung ist das einfach zu wenig.

Wohin sollen denn sowohl die Einheimischen als wie auch die bereits per Aufenthaltssteuer gebeutelten Touristen ihre Beutel werfen? So werden diese Plätze zumindest schon mal zu Müllkonzentrationslagern; aber immerhin noch weitaus besser, als daß diese Beutel ansonsten irgendwo in der Landschaft landen.
 
Zuletzt geändert:
Wir haben Deutsche, die hier, in Sardinien, ihr Haus renovieren, die nehmen ihren Baumüll mit nach Deutschland.
 
In Isola Rossa ist es auch schwierig. Hier wird jeden Tag Müll geholt, jeden Tag etwas anderes (Carta, Plastica, Humido...). Man stellt die kleinen Müllkübel, die ja eine Verriegelung haben, irgendwo an die Straße. Am nächsten Tag ist es spannend zu sehen, ob der Müll a) entweder geleert wurde, oder b) von erbosten Anrainern, die ihn vor ihrem Gebäude nicht haben wollten, irgendwo ins Gebüsch geworfen wurde oder c) von Wildschweinen geöffnet und unter reger Mitwirkung der Möwen verteilt und auf Verwertbarkeit getestet wurde (Varianten a und c halten sich leider etwa die Waage).

Wir haben aus Verzweiflung über diese Zustände auch schon mal Müllsäcke zu einer öffentlichen Sammelstelle am Strand gebracht, aber da standen dann große Tonnen in 4 oder 5 Farben, es stand nicht drauf, welche Farbe für welchen Müll, und die Strandbenutzer haben entsprechend alles in alle Tonnen geworfen, aus Wurschtigkeit oder - wie wir - aus Hilflosigkeit.

Wir beobachten nun seit 15 Jahren, wie langsam die Mülltrennung auch in Italien Fuß gefasst hat, aber zumindest in unserem Ort müsste es bessere (wildschweinsichere und besser beschilderte) Sammelstellen geben. Dann würden wohl auch viele Touristen ihren Müll geordnet zurücklassen. Dass die Entsorgung etwas kostet, ist natürlich ein Fakt. Aber Tourismus generiert ja auch viele Einnahmen, die der jeweiligen Region zugute kommen.
 
Wie wäre es, wenn der Staat über ein Pfandsystem für die Wasserflaschen nachdenken würde. Da würde die Hälfte des Mülls schon mal wegfallen.
Bea2
mir ist bereits seit vielen Jahren bekannt, daß man auch auf Sardinien wegen eines Pfandsystems nachdenkt. Aber allein nur drüber nachdenken hilft nicht, man muß es irgendwann dann auch mal in die Tat umsetzen. Wobei sowas natürlich letztendlich landesweit umgesetzt werden müßte, woran es zur Zeit einfach am landesweiten Willen und der Einsicht scheitert.
 
Ja, das (bekannt) fehlende Pfandsystem und die wenigen Plastikrücknahmeautomaten sind ein generelles Problem, das national gelöst werden muss. Die vielen Plastiktrinkflaschen machen einen Großteil des Plastikmülls aus. Da reicht im Sommer oft die Größe der Plastiktonne nicht aus bzw die Häufigkeit der Leerung. Wir versuchen, zusätzlich auch Glasflaschen zu kaufen (im 12er Pappkarton von Smeraldina). Aber auch da gibt es ja kein Pfand, nur die normale getrennte Vetro Sammlung, und diese sind mit den Plastikflaschen verglichen sehr teuer. Zudem gibt es sie leider nicht überall.

Immerhin wird das Problem jetzt mal weiter an übergeordnete Stellen getragen. Wie es weiter geht... mal sehen...
 
Pfandsystem, die andere Seite der Medaille: wir - und -zigtausende andere in der campagna - sind auf Wasser aus Plastikflaschen angewiesen (die gleiche Menge Wasser in Glasflaschen wäre logistisch nicht bewältigbar). Wir bringen unseren Plastikmüll (beinhaltet auch Gemüse- und Fleischverpackungen, Blister, und sämtliche anderen Kunststoffverpackungen) ein- bis zweimal pro Monat zur Isola Ecologica. Wenn wir unsere Plastikflaschen nicht verdichten (zusammendrücken) würden, müssten wir zweimal pro Woche oder öfter fahren, jedes mal zehn Kilometer, also vier bis acht mal so oft. Da das Pfandsystem ein Zusammendrücken nicht zulässt, liegt das Problem im exponentiell ansteigenden Volumen der Flaschen. Und da unser Haushalt dank ausgeklügelter Vorratswirtschaft so funktioniert, dass wir nur maximal 1mal pro Woche, oft auch nur alle 10 Tage, einkaufen fahren, ist auch eine Rückgabe unzerdrückter Flaschen im Zuge des Einkaufens nicht praktikabel.

Nicht nur, weil wir hier direkt betroffen sind, orte ich die Problemlösung in anderen Maßnahmen als einem Pfandsystem, das für mich sowieso lediglich eine politische Alibimaßnahme ist, die unterm Strich nur wenig für die Umwelt bringt: in Österreich, wo vor kurzem erst das Pfandsystem für PET-Flaschen und Aludosen eingeführt wurde, überschlagen sich die medialen Erfolgsmeldungen, wieviele Tonnen Plastik mittlerweile dem Pfandsystem zugeführt wurden. Aber nirgendwo wird gegenübergestellt, wieviel Plastik schon vorher in den Containern und Abgabestellen gesammelt wurde. Meiner Beobachtung zufolge sind dieselben Leute, die jetzt das Pfandsystem bedienen, überwiegend die, die auch vorher schon Plastik gesammelt haben. Dazugekommen sind die "Sandler", für die das Pfandsystem eine nun neue Einnahmequelle bietet. Im Gegenschluß - diejenigen, die vorher ihr Plastik aus Ignoranz weggeschmissen haben, sammeln es jetzt nicht plötzlich, lagern es zu Hause, packen es in Einkaufstaschen, tragen es zum Automaten, stellen sich dort an ... wegen 20 Cent ... Und, anders als in Sardinien, in Österreich gibt's überall gutes Trinkwasser aus der Leitung, Plastikflaschenwasser ist dort eine Frage des Wollens, nicht des Müssens.

Zurück zu Sardinien. Gäbe es in den urbanen Gebieten aus der Leitung trinkbares Wasser (nicht die übliche Chlorlauge), würde sich die Plastikbelastung schlagartig reduzieren. Könnte sich die (Wasser-)Industrie dazu aufraffen, Wasser in sinnvollen, größeren Gebinden anzubieten (etwa 5 oder auch 10 Liter), sollte sich der Plastikmüll auch in der campagna verringern, ich bin ziemlich sicher, dass ein 5-Liter-Gebinde spürbar weniger Plastik beansprucht als zweieinhalb 2-Liter-Flaschen (plus Umverpackung des sixpacks).
Just my 2 cents.
 
Ach...
nebst Plastiktrinkflaschen: in Castelsardo wird an Festen auf dem Dorfplatz auch Bier und Co in Plastikbechern ausgeschenkt, aus Sicherheitsgründen (es gäbe ja zumindest auch Kunststoffbecher mit Pfand)
Seit Jahren ist der Verkauf von Einwegplastikgeschirr verboten, nicht nur die Becher, wenn kratzt`s....
Läuft man am Tag nach einem Fest am früheren Morgen durchs Dorf kann man die Überbleibsel vollumfänglich bewundern....
Halte die Plastiksammlung, wie sie jetzt lange einigermassen funktionierte eh für Augenwischerei: aus den Augen aus dem Sinn. Es besteht auf der Insel meines Wissens keine Recyclinganlage für Kunststoffe, das Zeugs wird aufs Festland gekarrt/geschifft und auch dort evtl nur einen Teil davon wiederverwertet, der Rest kommt dann ganz weit weg. Auch diese Inseln dort, werden zunehmend kritischer diesem Import gegenüber und verlangen mehr für die Übernahme, wenn sie überhaupt noch Hand bieten
Freiwillig auf Plastik zu verzichten geht halt nur begrenzt, bräuchte schon ein paar umgesetzte Ideen/Regeln, dann würde die Bereitschaft etwas zu verändern doch etwas bewirken.
 
In Österreich trinke ich auch nur Wasser aus der Leitung. In Deutschland meist auch, und wenn ich eines kaufe, dann die 8Liter Flaschen von V. Die haben einen praktischen Zapfhahn, sind aber zum Wegwerfen bestimmt. Auf Sardinien habe ich noch nie etwas Anderes als die 1,5 (oder 2?) Liter Flaschen gesehen - ein Wahnsinn. Da könnte der Staat schon regulierend eingreifen.

Aber Peko hat recht: nur wenn es wirklich gutes Trinkwasser aus der Leitung gibt, ändert sich wirklich etwas. Manche konsumieren es dann aus Preisgründen, andere auch aus ökologischen Gründen. Alles was mit Plastik, PET oder Glasflaschen zu tun hat, ähnelt sich wohl in der Umweltbilanz, wenn man sowohl Erzeugung, Transport als auch Reinigung wieder verwertbarer Gewinde betrachtet.
 
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