Kanu/Kajak zu hohe Wellen

Bisso

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Drama an der Mündung des Coghinas: Kajak kentert beim abendlichen Schwimmen, ein Toter
An der Grenze zwischen Badesi und Valledoria: Freunde erreichen das Ufer, für einen 63-jährigen Deutschen ist nichts zu machen
Tragödie in den Gewässern an der Mündung des Coghinas, an der Grenze zwischen der Badesi und Valledoria. Ein 63-jähriger deutscher Tourist ertrank bei einem riskanten Bad bei Sonnenuntergang, als er sich mit Freunden auf dem Campingplatz La Foce di Valledoria aufhielt.

Das Drama spielte sich vor den Augen der Freunde ab, die beschlossen hatten, mit einem Kajak hinauszufahren. Das Boot kenterte aufgrund der rauen See, glücklicherweise gelang es den anderen Insassen, das Ufer zu erreichen und sich zu retten. Der 63-Jährige hingegen schwamm mit Mühe und Not und wurde von den Wellen verschluckt.

Das Unglück ereignete sich gestern, Dienstag, den 23. Juli, gegen 21 Uhr. Die Strömung und das raue Wasser ließen dem Touristen, der um Hilfe rief, keine Chance, aber nach einigen Minuten wurde er im Meer liegend geborgen. Das Motorboot der Küstenwache von Turritan war vor Ort, nachdem die Einsatzzentrale des Hafenamts von Porto Torres eine entsprechende Meldung erhalten hatte.

 
Drama an der Mündung des Coghinas: Kajak kentert beim abendlichen Schwimmen, ein Toter
An der Grenze zwischen Badesi und Valledoria: Freunde erreichen das Ufer, für einen 63-jährigen Deutschen ist nichts zu machen
Tragödie in den Gewässern an der Mündung des Coghinas, an der Grenze zwischen der Badesi und Valledoria. Ein 63-jähriger deutscher Tourist ertrank bei einem riskanten Bad bei Sonnenuntergang, als er sich mit Freunden auf dem Campingplatz La Foce di Valledoria aufhielt.

Das Drama spielte sich vor den Augen der Freunde ab, die beschlossen hatten, mit einem Kajak hinauszufahren. Das Boot kenterte aufgrund der rauen See, glücklicherweise gelang es den anderen Insassen, das Ufer zu erreichen und sich zu retten. Der 63-Jährige hingegen schwamm mit Mühe und Not und wurde von den Wellen verschluckt.

Das Unglück ereignete sich gestern, Dienstag, den 23. Juli, gegen 21 Uhr. Die Strömung und das raue Wasser ließen dem Touristen, der um Hilfe rief, keine Chance, aber nach einigen Minuten wurde er im Meer liegend geborgen. Das Motorboot der Küstenwache von Turritan war vor Ort, nachdem die Einsatzzentrale des Hafenamts von Porto Torres eine entsprechende Meldung erhalten hatte.

Danke für die Info, bin dort öfters, hätte das nie für möglich gehalten…. Hilft mir dies neu einzuordnen
 
@Sonnenwuppis , das stand in keinem der Berichte. Nur, dass die Kanus gekentert sind, die anderen vier auch Probleme hatten, an Land zu kommen, sie ihren Freund noch um Hilfe rufen gehört haben und dass die See Rettung schnell da war, aber zwei Stunden gebraucht haben, um ihn dann zu finden.
Die Gewalt der Natur hier wird oft unterschätzt.
 
Im ersten Beitrag werden Kajaks erwähnt. Sofern es sich nicht um ein sit-on-top Kajak handelt, landet man meist mit dem Kopf unter Wasser unter dem Boot. Hat man diese Situation nicht trainiert, kommt oft Panik auf und der Betroffene verausgabt sich. Dann kann es schnell unangenehm werden
 
Sag das den Kajak Benützern!
 
Die Westen werden bei uns in Posada immer zur Verfügung gestellt und wer sie nicht benutzen möchte kann halt nicht mieten.
 
Das Wetter hat halt nicht gestimmt. Viel zu hohe Wellen und sehr starker Wind. Da gehört halt ne Selbsteinschätzung dazu, die dann auch Vernunft genannt werden kann.

Hier ist noch der übersetzte Artikel von Rai:

Deutscher Tourist ertrinkt im Meer vor Valledoria
Er war mit einigen Freunden in den Gewässern vor Valledoria unterwegs
24/07/2024
Deutscher Tourist ertrinkt in den Gewässern vor ValledoriaTgr
Tragödie im Meer vor Valledoria

Tragödie in der Nacht im Meer vor Valledoria: Ein 63-jähriger deutscher Tourist ertrank in dem Abschnitt vor der Mündung des Flusses Coghinas. Zusammen mit einer Gruppe von vier Freunden, die Kajaks gemietet hatten, tauchte der 63-jährige Mann trotz der widrigen Meeresbedingungen mit hohen Wellen und starker Strömung ins Wasser. Die Kajaks der Freunde kenterten, aber die vier schafften es mit großer Mühe, ans Ufer zu schwimmen, während der 63-Jährige es nicht schaffte. Die Freunde sahen ihn mit dem Gesicht nach unten auf der Wasseroberfläche liegen, bevor er von den Wassermassen verschluckt wurde. Die Küstenwache und 118 wurden alarmiert. Die Leiche des Mannes wurde zwei Stunden später am Strand der Mimosa Bay gefunden.

 
Dieser Küstenabschnitt ist bei den Einheimischen schon immer dafür bekannt, dass es gefährliche ablandige Unterströmungen gibt. Auch für geübte Schwimmer, ob mit oder ohne Schwimmweste, ist es an manchen Tagen nahezu unmöglich, von etwas weiter draußen wieder ans Ufer zurückzukehren. Was dann mit den ungeübten oder weniger kräftigen Schwimmern passiert, steht am nächsten Tag in der Zeitung: hier ertrinken (fast) jedes Jahr eine oder mehrere Personen, denen diese spezielle Strandeigenschaft nicht bekannt war (woher auch?). Örtliche Hinweistafeln auf diese Gefahr wären halt dem Tourismus abträglich, oder sie würden - nach dem Motto "Mir passiert doch sowas nicht" - ignoriert.
 
An diesem Tag waren wir auch dort und sind verwundert, dass überhaupt jemand auf die Idee kam ein Kajak an diesem Tag zu benutzen bzw. es zu vermieten.
Wind und Wellen ließen das gar nicht zu.
oder sie würden - nach dem Motto "Mir passiert doch sowas nicht" - ignoriert.
q.e.d.
 
Es wäre interessant zu erfahren, ob diese verunglückten Kajakfahrer die Kajaks gemietet hatten. Auch ich habe schon persönlich Erfahrungen gemacht, als wir, eine Gruppe von sechs Personen, vom Kajak Vermieter an einem windigen Tag ohne Rettungswesten auf den Cedrino geschickt worden waren. Wir alle ohne Kajak Erfahrung. Das einzige, was der Vermieter sagte, war, dass wir nicht auf die Diga fahren sollten, dafür wäre es zu windig. Da der Hinweg super sonnig war, immer einen leichten Wind im Rücken, war alles locker und leicht, der Rückweg aber umso chaotischer und auch gefährlich, weil wir gegen den peitschenden Wind, der über den Cedrino fegte, kämpfen mussten. Der Fluss, der vorher so idyllisch und harmlos war, hatte sich komplett in eine dunkle Bedrohung entwickelt. Im Nachhinein und wenn man jetzt von solchen Unglücken liest, kann man froh sein, dass nichts Schlimmeres passiert war. Wer denkt, ein Fluss sei ungefährlich, der täuscht sich gewaltig.
 
Zuletzt geändert:
Nein , die Kajaks waren nicht gemietet. Die Nutzer gehörten zu einer Gruppe, die sich auf dem benachbarten CP befand

Der örtliche Verleiher www.newkayaksardinia.it hat nichts mit diesem schlimmen Unfall zu tun ! Im Gegensatz zu dem von Georgie geschilderten Beispiel ist Vittorio Marras ausgesprochen umsichtig und verantwortungsvoll mit seinen Gästen und um deren Sicherheit immer sehr bedacht. Der Coghinas ist auch mit dem Cedrino keineswegs zu vergleichen!
Der ausgesprochen tragische Unglücksfall darf nicht dazu führen, dass jetzt generell Kajaktouren dort als gefährlich betrachtet werden.
 
Der Unfall ereignete sich abends um neun. Da sind keine Kajaks mehr verliehen. Oder es ist eine Vermietung über mehrere Tage. Aber um diese Uhrzeit liegt die Verantwortung ganz sicher alleine bei den Kajakfahrern. Auch hier im Südwesten sehe ich nur verantwortungsvolle Betreiber von geführten Kajak-/Kanutouren, bei denen Schwimmwesten zum Einsatz kommen und das Meer ruhig ist.
Mit dem Beitrag wollte ich eigentlich nur auf die oftmals unterschätzten Gefahren durch Wind und Wellen auf der Insel hinweisen und nicht Verleiher an den Pranger stellen!
 
Wir machen am Mittwoch eine geführte Kajak Tour, dieses Mal im Bidderosa Park bis ins Meer, und wir freuen uns total. Diese eine schlechte Erfahrung hält mich nicht ab, führt auch nicht dazu, dass ich jetzt Angst hätte, ich würde nur nie einen Fluss und Wind unterschätzen, immer nur geführte Touren machen, wenn man keine Erfahrung hat, und natürlich auch mit mehr Eigenverantwortung.
 
Vielleicht kann ich etwas zur Aufklärung hier im SardinienForum beitragen. Wir waren mit kleinen Kindern schon oft auf diesem Campingplatz mit einem Reiseveranstalter aus Köln, der dort Familienurlaube organisiert. Der Platz "La Foce" liegt herrlich gelegen direkt an der Lagune vom Fluss Coghinas, die dem eigentlichen oft rauen Meer vorgelegen ist. Insofern ist das brusthohe Wasser der Fluss Mündung ideal und geeignet für Kinder und Surfer. Aber es gibt dort auch eine ganz klare Regelung: Wenn die Fahne am eigentlichen Strand vom Meer hoch gezogen ist, herrscht absolutes Badeverbot - auch für geübte Schwimmer.
Das war schon immer eine der ersten & zentralen Informationen durch die Reiseleitungen, früher von "Regazzi Reisen", später vielleicht etwas legerer gehandhabt vom jetzigen Veranstalter von Sport- und Familienreisen. Einfach deshalb, weil es dort in der Vergangenheit schon immer mal zu tödlichen Unfällen gekommen ist. So verbietet es auch der auf dem Platz "La Foce" ansessige Windsurf Verleiher strickt mit seinen Boards aufs offene Meer zu fahren. Auch wenn es manchmal zu verlockend ist, bleibt dies nur erfahrenen Kitern in eigener Verantwortung vorbehalten.
Die bei dem tödlichen Unfall benutzten Kanus waren nicht vom benachbatren Kajakverleiher geliehen, sondern waren die eigenen Kanus aus dem Sport Equipment des Veranstalters, die frei verfügbar sind. Allerdings sind die überhaupt nicht fürs Meer geeignet, sondern sollen nur zur Überquerung und Nutzung in der Lagune dienen. Daher stehen dafür keine extra Schwimmwesten zur Verfügung. Soweit die Rahmenbedingungen.
Wie man dann am späten Abend nur darüber nachdenken kann mit diesen überhaupt nicht geeigneten alten klobigen Kanus in die oft gefährliche Brandung des Meeres fahren zu wollen, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber eines muss erwähnt werden: Es handelte sich bei der Gruppe, die dieses 'wahnsinnige' Unterfangen mit tödlichem Ausgang geplant und durchgeführt haben, NICHT nur um Gäste, sondern sie bestand z. T. aus Leuten vom Staff, also des BetreuerTeams des Reiseveranstalters. Zumindest ist es Tatsache, dass es sich bei dem ertrunkenen 61jährigen Mann nicht um einen Touristen im eigentlichen Sinne, sondern um einen dort angestellten Koch gehandelt hat. Und das macht das tragische Unglück so fassungslos, wenn die eigentlich für die Sicherheit & Versorgung der Gäste Verantwortlichen derart unverantwortlich - wenn auch gegen sich selbst - gehandelt haben.
 
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