Kulinar. div. Wie bereitet man Espresso richtig zu?

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Frage an die Espresso Spezialisten: Wie bereitet ihr den Espresso zu? Diese Frage kam in einem Quiz im TV, richtige Antwort war:
  • In dem Alu Espressokocher, passende Größe je gewünschter Tassenanzahl auf dem Herd - bis hierhin alles klar.

  • Stets vorgewärmtes oder heißes Wasser verwenden, welches du in das Unterteil des Espressokochers füllst.
    Du reduzierst dadurch die Dauer, die das Kaffeepulver unnötig erhitzt wird, bevor die eigentliche Extraktion beginnt. Die Folge: Der Kaffee wird aromatischer und weniger bitter schmecken.
Das hat mich umgehauen und habe gegoogelt, weil ich es nicht glauben konnte. Tatsächlich, alle einschlägigen Empfehlungen bestätigen das.
  • Fülle den gemahlenen Kaffee bis zum Rand in den Filter und streiche diesen glatt und NICHT festpressen.
    Achte auch darauf, dass kein Kaffee am Rand des Filters verbleibt.
  • Jetzt kannst du den Espressokocher mit geöffnetem Deckel auf den Herd stellen und die Herdplatte mit mittlerer Hitze anstellen. Sobald das Wasser im Unterteil anfängt zu kochen, beginnt der Kaffee im Oberteil herauszulaufen. Den Brühvorgang abbrechen, spätestens dann wenn der herauslaufende Kaffee honigfarben, also hell wird. Oder, sobald vermehrt Wasserdampf (Fauchen, Zischen) austritt, sollte die Kanne nicht weiter erhitzt werden, der Restdruck in der Kanne reicht für die weitere Extraktion aus.
  • Nimm den Espressokocher vom Herd und halte das Unterteil unter fließend kaltes Wasser oder lege ein kaltnasses Tuch um den unteren Teil der Kanne. Dadurch wird die Extraktion gestoppt. Durch den Temperaturabfall kondensiert der Dampf und der Druck lässt nach. Der Kaffee verbrennt dadurch nicht so stark.
Neu war mir, dass man heißes Wasser verwendet und dass man den unteren Teil des Espressokochers abkühlen soll, um die Extraktion zu stoppen. Ich habe meinen Kaffee heute morgen nach diesen Anweisungen zubereitet. Es war etwas aufwendiger als sonst, aber das Ergebnis hervorragend - weniger bitter, sehr gut. Vielleicht Einbildung, aber ich werde ab jetzt diese Tipps befolgen und meinen Caffè immer so zubereiten. Allerdings habe ich noch nie in sardischen Familien gesehen, dass heißes Wasser verwendet wird und dass die Kanne abgekühlt wird.
 
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Molle

Sehr aktives Mitglied
Ist mir in der Form auch neu. Werd ich aber auch mal testen ob's geschmacklich wirklich einen Unterschied macht.
Wobei ... wir benutzen den allerersten Kaffee der rauskommt und schlagen damit Zucker cremig als Süße für in den Kaffee. Grad soviel Kaffee das es für ein paar Teelöffel Zucker reicht. Gibt ne schöne Crema oben drauf ;)
Also wird's schwierig den Vergleich zu schmecken oder ich teste mal nen richtig Schwarzen.
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Heute Morgen wieder meinen Kaffee mit der neuen Methode zubereitet. Ging mir schon sehr leicht von der Hand, zeitlich ging es sogar schneller als sonst. Einziger zusätzlicher Schritt ist, das Wasser zum Einfüllen in den Espressokocher im Wasserkocher zu erhitzen. Der Brühvorgang geht schneller trotz geringerer Hitze der Herdplatte. Ruckzuck waren 2 Kännchen hintereinander auf der Herdplatte fertig, die kurze Abkühlung des unteren Teils des Espressokochers ohne Probleme unter fließendem Wasser. Ach ja, das Umrühren des Kaffees im Kännchen vor dem Verteilen in die Tassen nicht vergessen.
Da ich den Kaffee morgens ohne Zucker trinke, nur mit Milch, schmecke ich den Unterschied, der Kaffee ist tatsächlich weniger bitter, ich habe sogar den Kaffeeanteil in meiner Kaffee/Milch Mischung erhöht, voller Kaffeegenuss. Sonst habe ich meist noch Milch nachgekippt, weil mir mein Milchkaffee zu bitter war.

Für mich kommt keine andere Methode der Kaffeezubereitung mehr in Frage.

Bei diesem trüben Herbstwetter heute freue ich mich auf einen gemütlichen Sonntag Nachmittag zu Hause mit einem caffè crema.:)

Schönen Sonntag
Georgie
 

Beppe

Sehr aktives Mitglied
@Georgie

,daß der Kaffee mit der von Dir beschriebenen Methode besser wird will ich gar nicht bestreiten,
aber daß Du einen Caffé Crema rausbekommst allerdings schon. Dein Caffé wird immer eher ein Mokka
bleiben.

Eine Caffetiera bringt insgesamt nur einen Druck von ca. 3-4 Bar zustande.
Eine gute Espressomaschine arbeitet mit einem Druck von mindestens ca. 8-9 Bar und
nur dieser Druckunterschied entscheidet über das Endergebnis Mokka oder Caffé Crema.

Trotzdem weiterhin einen guten Caffé-Genuß.
 
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LA -Lorenz

Sehr aktives Mitglied
.....Georgie, du erhitzt das Wasser zuerst im Wassekocher ?????? , Stromverschwendung pur (mind. 1500W was der Kocher an Leistung hat):eek: und da du ja erst das Wasser im Kocher erhitzen musst gehts nun ja auch nicht schneller. ( egal ob kaltes oder warmes Wasser, der Zeitunterschied das Waser zum kochen zu bringen ist gering) Und ja Beppe hat recht je größer der Druck umso besser die Crema.
lg
Lorenz;)
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
@Beppe
du hast insofern recht, dass diese "Espressokocher" nicht den Druck von ca. 9 bar erzeugen können, um die typische Creme auf dem italienischen Espresso zu erzeugen. Deshalb ist die Bezeichnung Espressokocher irreführend, weil bei dieser Art von Zubereitung gar kein echter Espresso extrahiert wird. Aber Mokka ist jetzt auch nicht richtig, denn der wesentliche Unterschied zwischen Mokka und Expresso ist außer der Art der Zubereitung, mit oder ohne Druck, die Kaffeebohne und die Röstung.

Espresso und Mokka sind nicht dasselbe. Espresso wird meist aus sehr kräftig gerösteten Arabica-Bohnen zubereitet, die fein gemahlen werden. Die Bohnen für den Mokka werden aber noch kräftiger geröstet und dann noch feiner, nahezu staubfein, gemahlen. Während für Espresso heißes Wasser mit hohem Druck auf das feine Kaffeemehl gepresst wird, entsteht türkischer Mokka, indem das Kaffeepulver zusammen mit Wasser und Zucker aufgekocht wird, ohne Druck

Deshalb kann der Kaffee, der aus dem Alu "Espressokocher" kommt, kein Mokka sein, aber auch kein richtiger Espresso:eek:
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Georgie, du erhitzt das Wasser zuerst im Wassekocher ?????? , Stromverschwendung pur (mind. 1500W was der Kocher an Leistung hat)
Ich wusste, dass dieser Einwand kommt :D nur nicht von wem! Als allerletztes habe ich an dich gedacht, lieber Lorenz, weil du doch sonst alles ziemlich locker siehst, so in der Art "wenn man's braucht, dann braucht man's eben, das lass ich mir nicht vermiesen":)
Wenn ich zweimal am Tag ein bisschen Wasser im Wasserkocher erhitze, fällt diese kleine Stromverschwendung nicht so ins Gewicht, da gibt es Schlimmeres. Ich spare an vielen anderen Stellen. Für meinen Alu-Espressokocher z.B. habe ich eine spezielle separate Heizplatte, genau auf die Größe des Espressokochers abgestimmt. Das spart Strom.
Ich nehme zum Kaffeekochen ganz bestimmt kein heißes Wasser aus dem Hahn, das kommt ja aus dem Heißwasserboiler, also stehendes Wasser, für mich keine Option für die Zubereitung von Kaffee.
LG
 

LA -Lorenz

Sehr aktives Mitglied
du mir ist das absolut egal wie du dein Kaffe machst, und wenn du das Wasser 3x aufkochst, kennst mich doch :p. Du brauchst das nicht rechtfertigen;)
 

Hollyholsch

Aktives Mitglied
Moinsen, das mit dem warmen bzw. heißem Wasser ist mir schon länger bekannt.

Aber es kommt halt auch auf andere zusätzliche Faktoren an...z.B. das Kaffeepulver und das Wasser!

Erstes ist reine Geschmacksache. Zum Glück gibt es ja nur ein paar verschiene Pülverchen zu kaufen

aber Zweites ist definitiv nicht nur Geschmacksache sondern eher als I-Tüpfelchen zu sehen.
Wir waren im Oktober auf einem ländlichem Grundstück in der nähe von Aggius im Norden der Insel und benutzten das normale gefilterte Wasser aus dem eigenen Brunnen.
Als wir aber in Aggius das Wasser aus dem örtlichen Brunnen nutzten hatten wir eine wahre Geschmacksexplosion im Vergleich zu unserem üblichen Wassers.
Probiert es einfach mal aus...Ihr werded begeistert sein !
 

giovanina

Sehr aktives Mitglied
Also, dass mit dem warmen Wasser kenne ich auch. Wenn ich mir aber vorstellen soll, wie Du das Unterteil unter fließendem kalten Wasser abkühlst, ziehe ich bei der Vorstellung (die mir irgendwie nicht möglich ist) die Augenbrauen in die Höhe :). Wie soll das gehen, wenn der Kaffee da noch drinne ist??? Vielleicht habe ihr ja auch besondere Wasserhähne? Oder ihr habt eine neue Duschkabine, wo das Wasser auch von der Seite rausgesprüht kommt und du kühlst sie im Bad? Sonst würde ich es ja glatt mal probieren, aber an der Umsetzung oder meiner mangelnden Vorstellungskraft scheitert es leider.
Frohes neues Jahr übrigens an Euch alle und ein wirklich schönes Miteinander hier im Forum
Giovanina
 

ellen

Aktives Mitglied
Wirklich Lustig Eure Kaffee Geschichten:)! Werd ich fast ein bisel neidisch auf diese täglich grossen Zeitfenster zumindest am Morgen des Tages;). Ich musste mir hier zu Hause ersteinmal wieder O_Oeine ital. Kaffeet.kaufen da der Kochherd nur noch mit Induktion funktionierte-echt mühsam. Koche in Sardinien viel lieber und glaube auch irgendwie schmeckt da auch der Kaffee ganz anders , einfach alles:)!
Viel Spass beim Kaffee geniessen;)!
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Also, dass mit dem warmen Wasser kenne ich auch. Wenn ich mir aber vorstellen soll, wie Du das Unterteil unter fließendem kalten Wasser abkühlst, ziehe ich bei der Vorstellung (die mir irgendwie nicht möglich ist) die Augenbrauen in die Höhe :). Wie soll das gehen, wenn der Kaffee da noch drinne ist???
Das geht sehr gut, einfach die Kanne etwas schräg kurz unter fließendes, kaltes Wasser halten, nur so eine kleine Neigung, dass kein Kaffee raus fließt. Das reicht, um den Druck zu stoppen. Ich mache den Kaffee jetzt schon länger immer so, geht schnell, schmeckt super, weniger bitter.
 

Kary

Sehr aktives Mitglied
@Bianca: Stimmt! ;)
Das Gerät in deinem Ferienhaus war so überzeugend, dass wir es uns sofort nach unserer Rückkehr selbst zugelegt haben.
 

leerotor

Sehr aktives Mitglied
hallo
alles falsch!
geh in die nächste bar(in Italien) und bestell einen caffee(besser einen doppio)!
mfg felix
 

Bianca

Sehr aktives Mitglied
nicht verschlucken bei dem vielen Kaffee-man weiß nur nicht wie lange das Wasser in der Maschine ist
 
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