Viele deutsche Touristen auf Sardinien, aber kaum Deutsch sprechende Reiseführer
Ich denke, es ist zuviel verlangt, wenn jemand das erste Mal ein Land besucht, dass er gleich vorher einen Sprachkurs belegt. Ein paar Brocken in der Landessprache gehören allerdings zum guten Ton, finde ich. Bitte, danke, ich möchte, ich bin, etwas zählen können, das kann man hinbekommen und gepaart mit einem freundlichen Lächeln hat das bisher immer geklappt.
Ich liebe Italienisch, würde es tatsächlich gern erlernen, habe es mit Babbel versucht, das reicht für ein paar Brocken. Aber ich scheitere am Bildungsangebot. In meiner Stadt gibt es keinen einzigen Italienischkurs. Also besuche ich dieses Jahr Sardinien zum dritten Male und komme leider immer noch nicht über meine paar Brocken (gepaart mit mich ausbremsender Schüchternheit) hinaus. Aber wenigstens kann ich mir einen caffè bestellen (und weiß auch, dass es ein Espresso ist) und trinke diesen am liebsten al banco und auch andere Getränke bekomme ich hin. Ich muss zum Glück nicht verdursten.....(Achtung, Ironie)...
 
Viele sardische Worte sind germanischen Ursprungs.
Beispiele: casu, tomato, sellere.
Ich lache jedesmal mit meinem Gemüsemann auf dem Wochenmarkt, wenn ich Stangensellerie kaufe. Er sagte mir den sardischen Namen sellere und zur Erklärung das italienische Wort sedano. Ich erklärte ihm, dass er mir das nicht auf italienisch übersetzen müsse, das deutsche Wort hieße Sellerie. Er war begeistert. Ich kaufe jetzt immer sellere bei ihm zweimal die Woche auf dem Wochenmarkt, ob ich's brauche oder nicht, alleine wegen des gemeinsamen Lachens. Es gibt bei uns jetzt nichts mehr ohne sellere:D
“Casu“ leitet sich vom lateinischen Wort „caseus“ ab (sauer Gewordenes, Gegorenes)
 
Jetzt fehlt noch, dass "Sellerie" sich vom Lateinischen ableitet:eek: dann sind alle meine schönen "germanischen" Beispiele in der Tonne:D
Diesmal ist es das Altgriechische sélinon… die Römer haben selīnum daraus gemacht, in der Lombardei hieß es dann sellero und der Plural selleri ist dann im Deutschen gelandet.
 
Eines der in Italien am bekanntesten deutschen Worte „Kartoffel“ stammt übrigens vom italienischen „tartufolo“ ab. Die lautsprachliche Ähnlichkeit ist offensichtlich und eine mit Erde verkrustete Kartoffel sieht ja fast aus wie eine Trüffelknolle… Lateinisch war das „terrae tuber“ (Erdknolle). Damit höre ich jetzt auf.
 
Nicole Raukamp schreibt in Ihrem Reiseführer, Zitat: "Die Landessprache gehört ins Reisegepäck. Basta"
Und das Wort "Basta" ist ja schon Ital.

Wie Südtirol zu Italien gekommen ist, dass Sie lange um die deutsche Sprache kämpfen / erhalten mussten, weil Sie verfolgt wurden, wissen die meisten. Ich höre oft Südtirol 1 und weiß, sie sind sehr mit Ihrem Land, dem Südtirol verbunden. Einige machen auch gerne Urlaub auf Sardinien und haben dann den Vorteil, Italienisch zu sprechen. Aber Reiseführer auf Sardinien?
Für ein paar Monate, für Südtiroler und aus anderen Gegenden der deutschen Sprache, in einem fremden Landstrich zu arbeiten ist nicht sinnvoll. Um dies zu tun, muss man das Land lieben, sich intensiv damit beschäftigen. Solche Menschen gibt es, denn Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber das findet schon statt, deckt nicht die Leer Zahl.
Das Problem bleibt, der Job muss einen 365 Tage im Jahr das Leben inkl. der eigenen darüber gehenden Bedürfnisse und Wünsche sichern.
Es muss wie überall darauf hinlaufen, wie schon von einigen hier geschrieben, der elektronische Guide. Und man muss sich selbst bemühen über das, was einem interessiert sich Informationen zu beschaffen, vorab. Basta.;)
 
Viele deutsche Touristen auf Sardinien, aber es gibt kaum Deutsch sprechende Reiseführer

Heute in der Nuova Sardegna ein interessanter Artikel zur Problematik, der Verfügbarkeit und des Fehlens von Deutsch sprechenden Reiseleitern auf Sardinien.

Viele deutsche Touristen auf Sardinien, aber es gibt kaum Deutsch sprechende Reiseführer

Heute in der Nuova Sardegna ein interessanter Artikel zur Problematik, der Verfügbarkeit und des Fehlens von Deutsch sprechenden Reiseleitern auf Sardinien.

Quelle:
 
Viele deutsche Touristen auf Sardinien, aber es gibt kaum Deutsch sprechende Reiseführer

Heute in der Nuova Sardegna ein interessanter Artikel zur Problematik, der Verfügbarkeit und des Fehlens von Deutsch sprechenden Reiseleitern auf Sardinien.

Quelle:
Also, ich kenne da jemanden, der sich als Reiseführer (Muttersprache deutsch) auf Sardinien spezialisiert hat.
www.individualreisen-italien.de
 
Einen Tag im Archipel La Maddalena mit dem Blue Rider (www.BlueRider.it) beinhaltet den deutschen Meeresführer (sic!) mit Sprachkurs - mit wichtigen sardischen Elementen. Hab ich soeben beschlossen.
Es gibt stets entspannte Lacher und große Freude, wenn man den Sarden ein paar sardische Brocken serviert. (Die verschiedenen Sprachinseln lass ich mal unbeachtet)

Das geht dann soweit, dass man am heimischen Kamin des Sarden eingeladen wird und er erstmal n Schwein für uns röstet.

Da sitzt man dann grinsend herum und das schadet sowieso nie.

In diesem Sinne: ein paar Brocken italienisch im Gepäck unterscheidet einen vom Franzosen - haha!
 
@Claudius

da kann man ja nur sagen:
"Schwein gehabt!", daß man auf Sardinien so nen unterhaltsamen Meeresführer hat und in wohlweislicher Vorausschau mit der 'Blue Rider' ne Excursion gebucht hat.
 
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