Urlaubssouvenir mitnehmen erlaubt oder nicht?

leerotor

Sehr aktives Mitglied
hallo
nur mal zum verständniss…….
gibt es in z.b Alghero immer noch Geschäfte die Korallenschmuck:)mad:) feilbieten?
gibt es in tonara immer noch die glocken für schafe, ziegen?
gibt es in Alghero immer noch die Damen, die aus den blättern der Zwergpalme wunderschöne kleine schatullen etc flechten?
gibt es immer noch olivenbauern die ihr selbsgepresstes Olivenöl feilbieten?
wird in den Salinen von cagliari immer noch Meersalz gewonnen?
gibt es auf der Insel noch einen einzigen Messerschmied(arbus/potada)?
gibt es noch eine Käserei die einen haltbaren pecco/cabra herstellt?
hat schon mal jemand nach dem Urlaub sein Auto/womo ausgesaugt und sich gewundert wo der ganze feine sand denn herkommt
gibt es immer noch cantinas die einen vermentino conanau, mirto ,limmononcello im Angebot haben?

falls die antwort ja lauten sollte......wo in himmels namens habt ihr noch den platz für noch mehr souveniers…..
im limitierten fluggepäck ...…...….schon gar nie nicht .

mfg felix
 

Pfeffii

Sehr aktives Mitglied
Nach ein paar Wochen Strand hab ich ohne es zu wollen genug Sand im Auto.
Ja und ich nehm den immer mit .Weil ich hab noch keinen Dummen gefunden der den Kübel aussaugt bevor es auf die Fähre geht.

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Sabina

Sehr aktives Mitglied
hat wohl noch nicht jeder verstanden;
Sand an sich ist ja auch in grossem Stil zu einem sehr wertvollen Gut geworden - und wird auch in grossem Stil 'verschoben', ich hoffe sehr, dass das nicht auf Sardinien auch passieren wird;
 

Sabina

Sehr aktives Mitglied
.. mit 'in grossem Stil' meinte ich natürlich nicht die ca. 150 Sandkörner oben bei Pfeffii;)

sondern die 'Baumafia' mit Riesensandabbau
 

narbolese

Sehr aktives Mitglied
Zu diesem Thema kam am vergangenen Donnerstag auch ein Bericht bei ARTE,in der Sendung Stadt Land Kunst, im Zusammenhang mit einer Reportage über Grazia Deledda.

LG

Klaus
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
5 Kilo Kieselsteine vom Strand wegnehmen ist ja nicht eine Kleinigkeit. Ich habe das Thema hier mit einem Einheimischen angesprochen. Wir hatten ja das Thema in einem anderen Thread. Einheimische nehmen schon mal Steine aus den Bergen mit nach Hause, wohlgemerkt aus den nahegelegenen Bergen, die zur Gemeinde gehören. Sind es nur ein paar Steine als Deko für den Hof und man wird von der Forestale überprüft, sei so eine kleine Menge, die zudem im Gemeindegebiet bleibt, kein Problem. Wenn man mit einem Lastwagen ankäme, wäre das natürlich was anderes. Das Gesetz sagt ganz klar, nichts aus der Natur mitnehmen, aber die Handhabung von Gesetzen kann auch mal, wenn es um ein paar schöne Steinchen handelt, die zumal im Gemeindegebiet bleiben, etwas lockerer sein. Da gibt es sicherlich unterschiedliche Auslegung des Gesetzes. Aber Sand, Kiesel etc. vom Strand wegnehmen, wird streng geahndet.
 

BadDürkheimer

Aktives Mitglied
Tja. dann wird ein urspungszeugnis, EU form 0.8.15, erforderlich. daraus ist ersichtlich, ob es sich um ein regional erzeugtes produkt handelt. in dem fall muss zwingend der antrag auf unbedenklichkeit der ausfuhr abgestempelt sein, ansonsten wäre dies eine ordnungswidrigkeit. sofern es sich allerdings zb um holländische miesmuschen gehandelt hat, wären diese innergemeinschaftlich im transit nach Sardinien (Italien) verbracht worden, um dort eine entsprechende wertschöpfung zu erzielen. in dem fall ist zu klären, ob es sich bei den schalen zwecks ausfuhr aus Italien um eine verbindliche ausfuhr der gesamten produktbestandteile gehandelt hat, oder ob die schale möglicherweise eine (wiederverwendbare) transportverpackung darstellt bzw. stofflich als sekundärrohstoff angesehen werden kann. schwierige sache und sicher nicht ohne experten klärbar.
noch problematischer wird es, falls es sich bei den verzehrten meeresfrüchten um importware aus einem Drittland gehandelt hat - zb. Vietnam, wo viele davon herkommen.
in dem moment ändert sich die zolltarifnummer/Taric code was die problematik nicht gerade vereinfacht.

enorm schwierig machen es zusätzlich die schweizerischen und ösiländischen artenschutzbestimmungen. es dürfen keine bestandteile von muschulus-muschulus in die jeweiligen länder eingeführt werden, um eine durchseuchung der heimischen süsswasser Bivalvia mit dem erreger der hochansteckenden muschelkrankheit zu vermeiden.

demzufolge wäre es ratsam, den rückweg über den landkorridor Spanien/Frankreich in erwägung zu ziehen.

dort allerdings rate ich zu erhöhter vorsicht, da sich kriminelle banden auf dem raub von muschelschalen spezialisiert haben. im vergleich zum o.g. jedoch eine lösbare aufgabe !

dennoch würde ein glas muscheln mit inhalt im grenzüberschreitenden verkehr als weitaus umproblematischer für einen urlaubsrückkehrer sein. sofern im sud keine nicht verkehrsfähigen zusatzstoffe genannt sind, eine weitgehend sichere methode.

wer ganz sicher gehen möchte, lässt sich aus der heimat ein etikett von einem glas deutscher muscheln schicken und labelt das in Italien erworbene glas damit um. natürlich rein aus künstlerisch-gestalterischen gesichtspunkten ! kassenbeleg nicht vergessen !
dieser darf nicht älter als 3 monate sein und muss zusätzlich die steuernummer des in verkehr bringers - wahlweise des herstellers - ausweisen.

ich finde, muschel sammeln innerhalb der EU ist echt ein schönes hobby !!!
 

Bisso

Sehr aktives Mitglied
Na, es geht auch umgekehrt :D

Von Rom nach Is Aruttas, um die vor 40 Jahren entwendeten Kieselsteine zurückzugeben

Adriano und seine Mutter bringen die vor 40 Jahren entwendeten Kieselsteine zurück ins Meer bei Is Aruttas
Eine römische Touristin kam mit ihrem 5-jährigen Sohn nach Sardinien und warf mit ihm Steine und "Santa Lucias Augen" ins Meer

04 SEPTEMBER 2021
ORISTANO. Sie kamen aus Rom, um in Sulcis Urlaub zu machen, und beschlossen, in Is Aruttas anzuhalten, um den Sand zurückzugeben. Nach 40 Jahren sind einige hundert Gramm Quarzsandkörner und die Augen von Santa Lucia, die als Souvenirs von den Stränden von Is Aruttas und Mari Ermi, zwei der Perlen von Sinis, mitgenommen wurden, nach Hause zurückgekehrt. Fabiana Di Centa und ihr fünfjähriger Sohn Adriano wurden vom Bürgermeister von Cabras, Andrea Abis, und dem Leiter der Area Marina Protetta del Sinis - Mal di Ventre, Massimo Marras, begrüßt.

Die Sensibilisierungsmaßnahmen waren ausschlaggebend dafür, dass die Besitzer des Sandes überzeugt werden konnten, ihn an die beiden Strände zurückzugeben. Jahrelang wurden die Quarzkörner in Gläsern aufbewahrt und in den Häusern der Urlauber ausgestellt, die sich schließlich für das Wohl Sardiniens und der Umwelt entschieden, auch aufgrund des starken Drucks der Kommunikationskampagnen und des zunehmenden Drucks der Medien auf Umweltfragen.
 
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