Standortwahl für eine dauerhafte Unterkunft auf Sardinien

sirena

Sehr aktives Mitglied
Meine Fragen richten sich an die Forumsmitglieder, die dauerhaft auf Sardinien leben oder dort ein eigenes Ferienhaus/Wohnung haben:

Sardinien ist auf Grund seiner Größe so unterschiedlich in den Landschaften, den Wetterbedingungen, der Infrastruktur und den Wohnmöglichkeiten.
Ich kenne die wesentlichen Unterschiede zwischen Ostküste und Westküste und zwischen dem Norden und dem Süden der Insel und auch Zentralsardinien haben wir schon mehrfach besucht.
Mich interessiert, wie und warum ihr dort gelandet seid, wo ihr jetzt wohnt oder immer eure Urlaube verbringt.

Nach welchen Kriterien habt ihr euren Standort ausgewählt?

Gibt es Jemand, der die Wahl seines Standorts bereut hat und evt. schon mal auf Sardinien umgezogen ist? Oder was würdet ihr ändern, wen es möglich wäre?

Danke schon jetzt für eure ehrlichen Antworten.
 

Bea2

Sehr aktives Mitglied
@ sirena, ich war 1998 zum ersten Mal auf Sardinien und habe mich in Budoni in die Insel verliebt.
Damals war Budoni aber auch noch verschlafen, weil keiner zufällig nach Sardinien kam, weil es gerade einen günstigen Flug gibt.
Die Flüge kosteten noch 1600/1800 DM pro Person.
Wir sind dann also zu fünft, in Hannover in unseren VW-Bus gestiegen, 1200km gefahren, auf dem Hinweg auch mit Übernachtung und sind mit der Fähre nach Sardinien gefahren.
Was immer noch besonders ist!
Wer nicht unbedingt nach Sardinien wollte, hat von dem Geld, das die Fähre kostet, schon die erste Ferienwoche am Festland bestreiten können.

Auf Grund des starken Preisgefälles haben wir uns dann für ein Ferienhaus an der Westküste, Magomadas,
bei Bosa entschieden.
Das 2005
Vor einigen Jahren haben wir uns mal unsere früher gemieteten Ferienhäuser in Budoni angeschaut.
Wir sind froh im Westen zu leben, da uns der Nord/Osten viel zu touristisch geworden ist.

Ich habe die Wahl nie bereut und lebe seit 2008 das ganze Jahr hier.


Bea2
 

ogliastra

Aktives Mitglied
Ich bin zum meinem Mann gezogen ;). Bin aber seit jeher der Meinung, dass ich nicht zu ihm gezogen waere, wenn er woanders auf der Insel gelebt haette. Ich habe ihn nach ein paar Sardinienurlauben kennengelernt, in denen ich die Insel mehr oder weniger erkundet hatte, und es hat sicher zur Romanze beigetragen, dass er genau da wohnte, wo ich es am schoensten finde!
Ich wohne an der mittleren Ostkueste und denke, das ist der schoenste Teil der Insel (was ja bekanntermaßen Geschmackssache ist). Ich vermisse manchmal die Zerstreuungsmoeglichkeiten der Großstadt, bin aber zu 100% ueberzeugt, dass ich die Ecke hier niemals deswegen verlassen wuerde. Ich mache halt umgekehrten Tourismus: wenn ich verreise, dann in die große Stadt!
 
Zuletzt geändert:

Goloritze

Sehr aktives Mitglied
Ich reiste 1973 das erste Mal nach Sardinien. In einem selbst umgebauten VW Bus erkundeten mein damaliger Mann und ich die Insel während sechs Monaten. Wir erlebten die "mattanza", durften bei der "tosatura delle pecore" mitfeiern und nahmen an der Weinlese teil. Da viele neugierig auf uns und unseren umgebauten "trotolino" waren, war der Kontakt zu den Menschen schnell hergestellt und uns standen damals viele Türen und "Cantine" offen.In einer Ortschaft an der mittleren Ostküste fanden wir Freunde. Wir hatten uns verliebt in den Ort.
Uns zog es auch deshalb magisch jeden Urlaub wieder dorthin zurück. Als dann das zweite Kind unterwegs war, bauten wir dort unser kleines Paradies.
Es ist nicht nur die Landschaft die Abwechslung zwischen Bergen und Meer, die die Gegend bietet. Es sind für mich auch die Menschen mit denen ich mich verbunden fühle.
Seit 3 Jahren bin ich in Rente und geniesse den ewigen Sommer in meinem zweiten Zuhause .
 
Zuletzt geändert:

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Ich reiste 1986 zum ersten Mal mit meinen zwei Teenager Kindern nach Sardinien. Es war eine Reise ins Ungewisse, Mitfahrgelegenheit, Privatunterkunft bei einem älteren einheimischen Ehepaar, Sardinien ist nicht Sizilien:D, mehr wusste ich nicht. Wir kamen an die mittlere Ostküste und verlebten ganz besondere Ferien mitten in einem sardischen Dorf, reingeworfen in eine fremde Welt. Schnell entwickelte sich nach anfänglichem Fremdeln eine familiäre Beziehung zu unseren Gastgebern und Freundschaften mit Einheimischen. Seit dieser Zeit ist dieses Casa, das ich nach ein paar Jahren von meiner Gastgeberfamilien kaufen konnte, mein zweites Zuhause, mit allen Höhen und Tiefen, die ein Immobilienbesitz und das Leben als "fremde Zugereiste" in Sardinien mit sich bringt. Inzwischen bin ich viel öfter und länger in meinem zweiten Zuhause, reise auch auf der Insel umher. Es gibt noch so viel Neues zu entdecken und zu erleben. Aber nach jedem Ausflug in andere Teile der Insel bin ich froh, in "mein Sardinien" zurückzukehren "Hier ist es am schönsten".
 

narbolese

Sehr aktives Mitglied
Ich kam 1983 das erste mal mit meiner damaligen Frau und unseren 1 jährigen Sohn auf die Insel,angestossen von Freunden,welche sich1982 mit ihren 2 Kindern ,8 und 5 Jahre auf Sardinien niedergelassen hatten.Nach mehreren Jahren herumstromern mit VW Bus und 2.Kind auf Sardinien kam dann Trennung usw.Nach einer kurzen Pause landete ich mit meiner heutigen Frau,ihren 2 Kindern und meinen 2 wieder mit dem VW Bus auf Sardinien,die Kinder wurden immer größer,aus dem VW wurde ein Transit und eines Tages erzählte uns , ein uns bekannter Schäfer,das er ein Haus wusste,welches verkauft werden soll,also hin, angeschaut verliebt, angezahlt und im Herbst zurückgekommen ,zum Notar und wir nannten ein über 300 Jahre altes Haus unser eigen.Das war 1991,danach war erst mal Bewohnbar machen dran,Wasser warm und kalt,Abwasser ,Strom,Dächer und der ewig abfallende Putz ,welcher uns bis Heute verfolgt,irgendwann kommt sicher auch mal die Fasade dran. Freunde und Bekannte haben uns damals für verrückt erklärt,wir haben es bei allen Problemen die so ein Projekt mit sich bringt niemals bereut.
Es liegt am rande des Sinis und wir sind froh uns so entschieden zu haben,angesichts der Entwicklung welche die anderen Küstenabscnitte gemacht haben ist es da noch sehr Ursprünglich geblieben,wie Bea es oben auch beschrieben hat.

lg & bx

Klaus

Ps.Die Kinder der oben beschriebenen Familie sind beide auf Italienische Schulen gegangen,die Tochter hat Abi gemacht und anschließend in Deutschland Studiert und lebt hier,der Sohn ist sebständig auf Sardinien.
Wir Pendeln und lassen uns überaschen wie es weitergeht nachdem ich jetzt in Pensione bin und mein Frau noch Arbeitet.
 

sirena

Sehr aktives Mitglied
Vielen Dank schon mal an alle die hier "ihre Geschichte" erzählen und auch über die privaten Nachrichten habe ich mich sehr gefreut.
Bin gespannt auf weitere "Siedlungs-Berichte".
 

casa sardegna

Sehr aktives Mitglied
Kannte Italien bis 1992 nur aus einem Toscana- und einem Südtirolurlaub, da es mich wg. Studium und Surferei mit dem VW-Bus immer nach Frankreich zog. Das änderte sich, als ich meine damalige sardische Arbeitskollegin und heutige Frau kennenlernte und wir im Sommer 1993 das erste Mal mit dem Motorrad nach Sardinien zu ihrer Familie fuhren, um um die Hand der Tochter anzuhalten.

Alles war fremd, ich konnte drei Worte Italienisch, aber mir gefiel das kleine Dorf an der mittleren Ostküste unweit des Meeres. Das ist jetzt 18 Jahre und mindestens 50 Urlaube her, die wir dort mit unseren zwei Kindern gemeinsam oder allein verbringen. Wir haben in 2012 ein Haus in diesem Dorf angefangen, zu bauen, aber wg. anderer Prioritäten bis heute noch nicht fertiggestellt, also nur "struttura". Platz ist schließlich genug bei den Schwiegerelten im Haus.

In 2016 haben wir uns ein Ferienhaus direkt am Meer gekauft und sind somit weiterhin in der Nähe zu den Schwiegereltern und der Familie meiner Frau. Natürlich machen wir im Urlaub auch Urlaub außerhalb der Ogliastra und es gibt immer wieder neue unbekannte Ecken der Insel zu entdecken, aber für uns ist der wichtigste Platz dort, wo die Familie ist und wir unser Netzwerk mit Freunden, Verwandten und Bekannten haben. Von daher spielt es weniger eine Rolle, ob Ost- oder Westküste, Nord- oder Süd, Meer oder Inselinneres.

In ein paar Jahren, wenn die Rente in Sichtweite ist, wollen wir das machen, was einige hier schon praktizieren, nämlich einen großen Teil unseres Lebens auf Sardinien verbringen, ohne die Brücke nach Deutschland abzubrechen. Vielleicht werden wir dann auch die struttura fertigstellen.
Hoffen wir, dass uns das alles gelingt.
 

Frank

Sehr aktives Mitglied
Wir sind dann also zu fünft, in Hannover in unseren VW-Bus gestiegen, 1200km gefahren,

In einem selbst umgebauten VW Bus erkundeten mein damaliger Mann und ich die Insel

mit VW Bus und 2.Kind auf Sardinien
mit dem VW-Bus immer nach
...wow , Leute man kann aber auch ohne einen VW-Bus nach Sardinien umziehen.
Ich zumindest hab das hingekriegt in Eigenregie , Anfang der 90iger .
Und tatsächlich mit einem Umzugsunternehmen und meinem eigens für die Sonnen-Insel angeschafften Cabriolet....und natürlich in den schönen Süden ( für mich schönste Gegend !) , und gleich in eine Villa am Meer , wenn schon denn schon , ....;) :D
 

casa sardegna

Sehr aktives Mitglied
Jaja, diese Cagliaritani waren noch nie für ihr diskretes Auftreten und ihre Bescheidenheit bekannt.

Und weil es ja dort so schön ist, flüchten sie im Sommer und an den Wochenenden in Heerscharen aus dem vertrockneten und sauheißen Mezzogiorno an die Küsten der Ogliastra und mieten sich dort in den Ferienhäusern am Strand ein.............. :cool: ;) .
 

LA -Lorenz

Sehr aktives Mitglied
mit 19 jahren lernte ich meine jetzige frau kennen, ihr vater ist sarde die mutter kommt aus der region marken.
2 jahre später haben wir geheiratet, war nicht so einfach da der vater ein richtiger sturschädl war und mich nicht sonderlich mochte, also die zeit vor meiner hochzeit war teilweise schon grenzwärtig, besonder als meine, damals freundin noch vor der hochzeit schwanger wurde, aber geheiratet wurde noch kurz vor der geburt unserer tochter, alleine schon wegen dem friedenswillen mit allem drum und dran.
1989 sind wir zusammen mit unserer kleinen tochter stefania nach sardinien, (kein vw bus sondern mit einem ford ******************) :) für mich das erste mal, wusste nicht genau was mich hierbei alles erwartet, aber egal.
angekommen in olmedo dachte ich mir was das für ein verschlafenes nest ist, mind. 10 minuten vom nächsten strand entfernt und nicht besonders schön, aber es gab eine bar bzw. 2, das war schon mal gut. das haus was schwiegerpapa gebaut hat war für meine verhältnisse viel zu groß ( finde ich heute noch) und macht uns heute noch viel arbeit. geheiratet wurde ohne vorbereitung und wissen von meiner seite das zweite mal auf sardinien, schwiegervater hatte alles organisiert, es kam der elektriker für die aussenbeleuchtung, es wurden tische und bänke im garten aufgestellt, es wurde jede menge spanferkel besorgt, oberginen und obst. meine schwiegermutter meinte damals ich soll mirtozweige besorgen, gab mir ein messer und schickte mich auf das feld,ich kannte mirto ja nicht wusste auch nicht was man damit anfängt, das änderte sich aber im laufe des tages :)
als ich zurückkam mit einem strauß mirtozweige sagte sie das das viel zu wenig sei, somit musste ich nochmal los und kam mit extrem viel wieder zurück, diese wurden dann auf blechen abgelegt, das spannferkel drauf und wieder mit mirto abgedeckt und so wurden diese dann in die pizzaöfen reingeschoben. am späten nachmittag kam dan die ganze verwandschaft und das halbe dorf zu uns zum feiern, das fand ich wirklich super, hierbei habe ich auch das gute essen und natürlich den mirto als getränk lieben gelernt, doch das war echt schön.
jetzt viele jahre später, "mein schwiegervater ist vor 22 jahren verstorben ,fahren wir immer noch 2-3 mal im jahr nach sardinien, meine schwiegermutter ist jetzt 89 und lebt alleine in diesem großen haus, und natürlich unternehmen wir alles das es ihr gut geht. ( leider bedingt durch corona extrem schwierig )
wir werden weiterhin die insel besuchen, auch wenn die schwiegermutter mal nicht mehr ist, aber aufgrund der erfahrungen die wir auf der insel gemacht haben, werden wir nie komplett auf der insel leben wollen, auch nicht wenn ich in rente gehe, die urlaubszeiten werden halt nicht mehr 3 wochen sein sondern vieleicht mal 3 monate aber die zelte in deutschland werde ich nie abbrechen.
und bezüglich dem standort kann ich mir jetzt auch keinen anderen ort als olmedo vorstellen, man hat den zug nach sassari und nach alghero, mit dem auto kann man viele strände und sehenswürdigkeiten innerhalb von 20 minuten erreichen, und es gibt alles fußläufig zum einkaufen.
achja und es gibt nur ganz wenig verrirte touris dort.
lg lorenz
 

amichetto

Sehr aktives Mitglied
Jaja, diese Cagliaritani waren noch nie für ihr diskretes Auftreten und ihre Bescheidenheit bekannt.

Und weil es ja dort so schön ist, flüchten sie im Sommer und an den Wochenenden in Heerscharen aus dem vertrockneten und sauheißen Mezzogiorno an die Küsten der Ogliastra und mieten sich dort in den Ferienhäusern am Strand ein..............

Da hast Du was falsch verstanden! Die Cagliaritani fahren in den Süden nach Chia und Tuerredda :cool: oder MarePintau
 

bo-ju

Sehr aktives Mitglied
Mit VW-Bus fingen wir nicht an. Unser 1. Auto war ein Lloyd 300 (Plastik auf Holz, glaubt heut kein Mensch mehr, aber das Ding fuhr. ) Der 2. war ein Lloyd (glaube 600, aber m. Zahlen hab ichs nicht so. ) Damit fuhren wir samt einem sardischen Gastarbeiter von Ford aus Köln nach Sardinien. Da wir ihn fuhren, durften wir in seinem Elternhhaus während der Ferien wohnen. Lebenslange Freundschaft mit einer Großfamilie entwickelte sich, die mit einem Enkel heute noch fortgeführt wird. Er war begeistert, seine Insel kennenzulernen, was in seiner Jugend mit 13 Geschwistern nicht möglich war.
Viele Urlaube unsererseits folgten mit Übernachtungen in dieser Familie.
Wir fuhren auch mal mit einem Fiat-Wohnmobil auf die Insel. Bequemer eingerichtet wie VW-Bus, der als nächster dran war. Beim Fiat konnte man die Beifahrer-Lehne vorklappen und vom Fahrersitz aus die Zylinder abtrocknen, wenn der Regen sie von unten durchtränkt hatte. Leider hielt er nicht lange. Der letzte Touri-Wagen hiess dann VW-Bus (Der fährt übrigens heute noch durch Deutschland, hat über 30 Jahre u. inzwischen 3x die Tacho-Anzeige durchlaufen. Aber genug von Autos.
Wir durchfuhren die Insel von 1962 - 2011, immer mit Freude u. Neugier. Auf S. Antioco kauften wir einen "Garten" in der Macchia, keinen km vom Meer entfernt, von einem Sarden, der ein neues Herz brauchte. Die Freunde reparierten den Zaun u. wir lebten lange in unserem Paradies mit Meeresblick.
Hatte einen Nachteil: nach längeren Regenfällen wurde die Fahrspur (mit einer scharfen Rechts-Links-Kurve ) so gefährlich, dass wir tagelang nicht einkaufen fahren konnten.
Ein deutscher Freund (mit sard. Grossfamilie verheiratet) aus Carbonia organisierte eine Wohnung in Calasetta, die wir uns jahrelang teilten für unsere Urlaube bei Regenwetter u. die Parties seiner Söhne.

Alles, was wir in Sardinien hatten, ist jetzt wieder sardisches Eigentum.

Aber die Erinnerungen...............Ha, davon lebe ich heute noch!!! Wenn auch mit den Freunden nur durchs Telefon verbunden.
 

Frank

Sehr aktives Mitglied
Jaja, diese Cagliaritani waren noch nie für ihr diskretes Auftreten und ihre Bescheidenheit bekannt.
...och ja , mag sein , wer weiß, gilt nicht für mich , damals war ich ja erst neu auf der Insel :p , konnte also nichts von deinen irrsinnigen Klischees wissen , die du hier in Sachen Auftreten formulierst usw...! :p

Aber wenn du uns hier im Süden provozieren willst mit Klischees, können wir ja mal über den Ruf des Auftretens ( meist bewaffnet) von Nuoresi und Ogliastrini entlang der Küste plaudern, ....:mad:

Aber heute weiß ich, die Cagliaritani reisen gerne in alle 3 Richtungen auf der Insel.Aber 70% bleibt im schönen Sommer an ihren tollen traumhaften Stränden des Südens und in ihren Ferienwohnungen in Raum Pula/Chia oder Costa Rei /Villasimius usw...
VG F.
 

Feuerpferd

Sehr aktives Mitglied
Ich frage mich gelegentlich was ich sagen würde, wenn mich eine gute Fee fragt, wohin sie mir mein Häuschen auf Sardinien setzen soll. Ich könnte es nicht beantworten, zumal ich ja auch noch nie - @Frank - in Pula war. ;)

Ich glaube es sind tatsächlich eher die Umstände und dann die Menschen die man dort trifft, weswegen man an einem bestimmten Ort hängenbleibt.
 
Zuletzt geändert:

sirena

Sehr aktives Mitglied
@Feuerpferd:

Ja, genau so denke ich mittlerweile auch!
Es sind nicht Überlegungen bzgl. der optimalen Lage, der Wetterbedingungen wie Hitze, Regen, Wind oder ob touristisch oder weniger.
Es sind wohl die Emotionen, die mit den ersten Urlauben zusammen hängen, mit den Orten, die man schätzen gelernt hat und nicht zuletzt die persönlichen Kontakte, die einen an einem bestimmten Ort "hängen" lassen.

Trotzdem fällt mir auf, dass der Osten etwas öfter als Standort gewählt wurde, als der Westen.

Lebt auch Jemand im Norden in der Gegend um Castelsardo oder Palau?
 

Claudius

Sehr aktives Mitglied
Ciao @sirena ... hier Palau.

Beste Stadt von ganz Sardinien, immer schönes Lüftchen, immer den Leuchtturm fussläufig zu erreichen. Immer mit einem Fuss im Meer sozusagen.
Stadt ist natürlich völlig übertrieben, eigentlich wohnen hier nur ca. 8.000 Leute.

Kurzbesuche auf Spargi, Budelli kein Problem. Mit einem Boot. Schwimmen oder mit Surfbrett nur in Ausnahmefällen zu empfehlen. Ca. 40 Tauchdestinationen.


--
Warum Osten häufiger als der Westen?
Meine Einschätzung:
Der Westen ist schwerer erreichbar würde ich sagen, Cagliari und Olbia... recht weit weg... Alghero fliegt nur wenig an. Fähren kommen in Porto Torres an. Ziemlich weit oben für Westküste.

ABER.... Sonnenuntergänge, Wellenreiten, wilde verlassene Landschaften (Monteveccio mit seinen alten Minen), wie so oft auf Sardinien.... gefühlt hat jede Ecke ihren ganz eigenen Charme. "Costa verde" unglaublich... fette Dünenlandschaften.

Und in Palau ist es "immergrün" durch die Maccia. Kleiner Farbklecks.
Falls ich noch nicht erwähnt haben sollte, das Palau die allerbeste Stadt auf ganz Sardinien und darüber hinaus ist.
 

nonna

Sehr aktives Mitglied
hier. ich, in Castelsardo seit 32 Jahren. Damals zum ersten mal auf Sardinien und in Castelsardo hängengeblieben. Immer wieder ist es für uns der ideale Ort zwischen Frühling und Herbst. Die Lage der Wohnung im Centro storico phantastisch mit weiter Sicht aufs Meer, manchmal bis Korsika. Auch im Sommer nicht zu heiss, kein Autolärm, da enge Gassen...
eher negativ: genau wie wir haben viele Festlanditaliener und andere Ausländer ;), hier ihre Zweitwohnungen gekauft und so ist es in den Wintermonaten ziemlich leer und still geworden im alten Stadtteil. Verständlich, da viele Castellanesi es vorziehen an der Südhanglage zu wohnen, welche Maestrale abgewandt ist. Im alten Teil vermag die Sonne die Häuser kaum zu wärmen. Zu Beginn unserer Zeit in Castelsardo haben die Leute noch glühende Holzkohlen in einem Becken in den Wohnraum gebracht um etwas Wärme abzukriegen.
 

Bea2

Sehr aktives Mitglied
@nonna in Bosa ist es das gleiche.
Viele Engländer, Deutsche , Norweger haben sich in der Altstadt eine Haus gekauft.
Das wunderbare Fest Regnos Altos, am zweiten Sonntag im September, ist nicht mehr das gleiche.
Die Eigentümer sind nicht da.
Kennen den Brauch nicht?
Früher stellten alle Bewohner Tische und Stühle in die Gassen und haben gemeinsam gegessen.
In den Nischen der "Quartiere" wurde die "Madonna" reich mit Blumen geschmückt zur Schau gestellt.



Mit dem Sonnenuntergang hast du natürlich recht ClaudiusP0000221.JPG
 

Bisso

Sehr aktives Mitglied
Also auf Sant`Antioco kann ich beides haben.. die Sonnenaufgänge über der Lagune und die Untergänge auf der anderen Seite der kleinen Insel ;)

Ich habe mich beim ersten Anblick in diese kleine Insel verliebt und mir dort jahrelang ein Haus gesucht. Das ist seit einem Jahr fertig umgebaut mitten im historischen Zentrum und mit meterdicken Mauern. Drunter hats Katakomben. Für mich hat dieser Teil von Sardinien sich noch viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt und mir gefällt auch, dass versucht wird, den Tourismus ein wenig auf die kulturelle Schiene zu verlagern.
In Deutschland habe ich gerade meine Wohnung verkauft und bin am Zusammenpacken, um endlich an meinem Lieblingsort zu leben.
 

Bisso

Sehr aktives Mitglied
:D;)) nene, aber die Basilika ist ein paar Schritte entfernt und die Katakomben sind sehr weitläufig dort. Manche haben im historischen Zentrum noch ein Untergeschoß in ihren Häusern, uralt und ganz schön kühl im Sommer ;) Deshalb müssen die auch nicht in den Norden fliehen in den heißen Sommern...


Bis im 20. Jahrhundert lebten die ärmeren Leute in den Höhlen unter der Stadt
 

nonna

Sehr aktives Mitglied
@sirena ...wenn ich die Karte von Sardinien anschaue käme da für Sonnauf-und Untergänge wohl fast nur das Capo Teulada in Frage : )) aber das ist wohl kaum bewohnbar:cool:
denke Sonnenauf- und Untergänge sowie Palmen sind sowieso überbewertet}:-)
 
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