sizilianische Fischerboote vor der Küste der Gallura

nonna

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Laut der "Nuova sardegna" arbeiten schwimmende Fischfabriken im 24 Stunden Betrieb in den Gewässern von Cagliari und der Gallura, notabene während dem obligatorischen Fangverbot in der Schutzzeit.
 

corona niedda

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und macht irgendwer was dagegen? Apropos Fangverbot in der Schutzzeit?
Die könnte mensch doch wohl anzeigen?
aber wenns Sizilianer sind haben vielleicht alle Schiss....
 

bo-ju

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Vor Jahren sah ich die Gesichter der Sarden, die an ihrer Hafenmole in Calasetta standen u. mit geballten Fäusten in der Tasche den Sizilianern zusahen, die ihre angelandeten Fische auf Lastwagen verluden u. davonfuhren. Ich hab mich still verdrückt, aber mich überkommt heut noch in der Erinnerung eine Gänsehaut.
 

Martinus

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tja, das hier ist halt ein vielfältiges Forum und das ist auch gut so.

...obwohl es mich nebenbei schon interessieren täte ob die sardischen Fischer das einfach so hinnehmen, wenn die grossen Pötte aus Sizilien ihnen die Fischgründe leer fischen..

Sind es nicht Italiener, die Sarden genauso wie die Sizilianer?
 

bo-ju

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Tja, Martinus, im Prinzip hast du recht. Aber die von dir erwähnten Gruppen haben mitunter ganz andere Meinungen von sich und anderen.
 

nonna

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@ Martinus: Gegenüber den "geschäftlichen Gepflogenheiten" von Restitalien stehen die sardischen Fischer im abseits weil sie sich an eine Vereinbarung halten....nachvollziehbar, dass dann einige sich auch über die Regeln hinwegsetzen zB Seeigel fangen in der Schutzzeit.
 

Georgie

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Behörden - und es sind einige, die für die Kontrolle der sardischen Gewässer dezentral von Italiens Zentralverwaltung zuständig sind - untätig sind, wenn es Regelverletzungen gäbe. Die Vorschriften sind dermaßen vielfältig, für individuelle Fischarten verschiedene Schutzzeiten, Fangquoten etc. etc. So haben manche italienische Regionen, die größeren Autonomiestatus haben „Regioni a statuto speciale“ (Sizilien, Sardinien, und Friaul-Julisch Venetien) auch individuelle Befugnisse. Es gibt nicht nur EINE Schutzzeit, außerdem werden die Schutzzeiten jährlich verändert, je nach klimatischen und sonstigen Bedingungen, Stand der Überfischung, es gibt auch Einschränkungen manchmal nur für bestimmte Fangmethoden. Ich habe mich ein wenig aus Interesse eingelesen.
http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/note/join/2008/397238/IPOL-PECH_NT(2008)397238_DE.pdf
Ich frage mich, ob die Nuova wirklich richtig recherchiert hat, denn komisch, eine Meldung und dann nichts mehr. Wenn bo-ju schon sagte, die Fischer hätten mit den Fäusten in der Tasche zugesehen, dann mussten sie das wahrscheinlich, weil die Vorschriften eben so waren und sie sich fügen mussten.
Übrigens: Sizilien ist der größte wirtschaftliche Fischereifaktor für Italien, Sardinien verschwindend klein.
 

Sabina

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..ich habe nicht alles hier mitgelesen, aber gibt es nicht auch bestimmte 'Gruppierungen', die die Häfen kontrollieren? oder die bestimmte Häfen unter sich haben?
 

Feuerpferd

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Hat nichts mit Sardinien zu tun, ich möchte es aber trotzdem erzählen, weil mir der Beitrag gefallen hat und hier passt es halbwegs hin. Beppe hatte ja auf einen Bericht über Sardinien in der arte Mediathek hingewiesen und da kann man auch noch einige Berichte über andere italienische Regionen finden. Ich habe mir heute die Toskana zu Gemüte geführt und es ging u.a. um Fischer, die beschädigte Marmorblöcke aus Carrara geschenkt bekommen, um sie zur Vermeidung von verbotener Schleppnetzfischerei im Abstand von jeweils 5 - 6 Metern vor der Küste zu versenken. Vorher werden die Blöcke noch etwas verziert (weil es Freude macht) und bearbeitet, um nebenbei noch der Unterwassertierwelt als Behausung zu dienen.
 

Feuerpferd

Sehr aktives Mitglied
Im Fernsehbericht ist von Abstand die Rede, damit die Netze nicht dazwischen durchkommen. Es wurde gezeigt, wie einer zwischen zwei Blöcken versenkt wurde die einen Abstand von 10 Metern zueinander hatten.
 

Marlin

Mitglied
Ich habe einen Freund, der früher Fischer war im Bereich Piombino, der Betonblöcke mit Eisenhaken versehen hat, damit sich sich die Schleppnetze daran zerstören. Er wurde anfangs kriminalisiert, heute ist er stolzer Initiator einer wiedererstanden Unterwasserfauna....
 
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