Schwere Brände Sommer

Bisso

Sehr aktives Mitglied
gerade herrscht die Warnstufe Rot wegen Brandgefahr auf der Insel und man ist auch dabei aus der Luft Brände zu löschen:


Zur Info nochmals die gute pecora nera:

 

LA -Lorenz

Sehr aktives Mitglied
......schlimm in den Gebieten von Oristano, Porto Alabe usw. echt furchtbar , jedes jahr die gleiche Sch......:eek::mad:
 

narbolese

Sehr aktives Mitglied
Schaut mal da,es ist furchbar.:
Hoffendlich sind keine Menschenleben zu beklagen.
 

Bea2

Sehr aktives Mitglied
Es hat sich von Cuglieri über Senariolo, nach Tresnuraghes und Porto Alabe und in Richtung Magomadas ausgebreitet.
In die andere Richtung bis Torre del Pozzo.
Wir haben ewig auf die Löschflugzeuge und Hubschrauber gewartet.
Es war wirklich angsteinflößend.
Sehr dicht.

Bea2
 

o-solemio

Sehr aktives Mitglied
In Porto Alabe (im Westen der Insel, unterhalb von Bosa) hat das Feuer sich überall bis an die Ortsgrenzen vorgearbeitet. Schrecklich....
Ich habe hier meine zweite Heimat gefunden, bin aber zur Zeit nicht dort. Leider sind wir nun plötzlich ganz bekannt, da zahlreiche Videos über das Feuer im Villaggio im Internet zu finden sind.
Es ist allerdings beängstigend, all diese Videos zu schauen, doch ich habe die halbe Nacht vor dem PC verbracht. Aber es sieht so aus, als wäre das Villaggio gerettet und das Feuer direkt vor den Mauern gestoppt.

Ein youtubeVideo will ich verlinken, es zeigt ziemlich deutlich, wie nah das Feuer uns gestern Nacht war. Heute sind erneut Brände oben am Berg entfacht, aber Canadair fliegt unentwegt. Dazu 2 Hubschrauber.

In bocca al lupo
 

MariaJ.

Sehr aktives Mitglied
Schlimm!!!!:mad:
Und wir haben zu viel Wasser, Hagel und immer wieder davon.
Ich hoff für Alle, dass die Feuer endlich gelöscht werden können und nicht mehr neu entzünden!
 

ellen

Aktives Mitglied
Wir hoffen sehr für alle und sind in Gedanken bei Euch, dass hoffentlich bald alles gut kommt. Es ist tragisch und macht ängstlich auch die Bilder und Videos anzuschauen aus der weiten Ferne.
 

sirena

Sehr aktives Mitglied
Das ist ja furchtbar, wie nah die Flammen an den Häusern sind und wie der Wind sie voran treibt.
Ich wünsche allen, die in diesem Gebiet leben, dass die mutigen Männer der Feuerwehr und die der Löschflugzeuge und Hubschrauber, das Feuer bald unter Kontrolle bekommen und keiner verletzt wird!

Befremdlich wirken die Aufnahmen, der Menschen am Strand und nur unweit entfernt tobt das Inferno.
 

o-solemio

Sehr aktives Mitglied
tja, das hab ich auch überlegt... ob ich wohl an den Strand gehen würde, wenn das Inferno hinter mir braust. Vermutlich nicht. Aber andererseits... machen können die Leute nichts und wenn ein 40 Grad heißer Fön weht, ist es vielleicht ganz angenehm, statt auf dem Parkplatz zu stehen und beim Löschen zuzusehen, das ganze vom Wasser aus zu betrachten.
Aber seltsam ist es schon anzuschauen ... und etwas gruselig.
 

LauraY

Sehr aktives Mitglied
Ich bin gerade in unser Haus in Cuglieri zurückgekehrt nach einer Nacht im Hotel um ein bisschen schlafen zu können. In der Brandnacht musste ich das Haus gegen 22 Uhr verlassen, da atmen nicht mehr möglich war und das Feuer die Gärten der Nachbarn erreicht hatte. Nie in meinem Leben hatte ich so furchtbare Angst, wir waren im Ort eingeschlossen von den Flammen. Es war wie eine Feuerwalze die innerhalb kürzester Zeit über das Dorf gerollt ist.
Zu meinem eigenen Auto hätte ich es nicht mehr geschafft, liebe Nachbarn haben mich mitgenommen und wir haben letztlich, nach langer Zeit wartend im Auto ohne Informationen, beschlossen in ein Haus im alten Teil von cuglieri zu gehen. Es war zum Glück die richtige Entscheidung.
Die Stimmung ist verzweifelt, alles was grün war ist verbrannt, Existenzen zerstört. Viele Häuser haben gar kein Wasser, bei uns tröpfelt die Leitung im Keller. Alles ist voller Asche, alles stinkt und die meisten Gespräche werden mit Tränen in den Augen geführt. Die Flugzeuge fliegen immer noch und ständig geht der Blick auf die Umgebung, aus Angst es könnte noch etwas passieren. Ich glaube von der Comune erwartet hier niemand mehr irgendwas, die Freiwilligen im Dorf wurden allein und unkoordiniert gelassen und es gab zumindest im Dorfkern keine Evakuierungen. Wären wir in den Häusern geblieben wären wir wahrscheinlich jämmerlich erstickt.
 

Sommerlaune

Sehr aktives Mitglied
aus der heutigen "La Nuova Sardegna"
"
ORISTANO. Fast 1500 Vertriebene, über 20.000 Hektar Land, Wälder, Olivenhaine und Ackerflächen in Schutt und Asche gelegt, Bauernhöfe verwüstet, Häuser beschädigt. Die Bilanz des gigantischen Feuers, das in Montiferru in der Gegend von Oristano ausbrach, ist sehr schwer. Eine genaue Schätzung ist noch nicht möglich, da das Feuer nach einer Fahrt von rund 50 Kilometern vom Oristanese nach Ogliastra noch nicht gezähmt ist und weiterhin Häuser und Geschäfte bedroht. Der Regionalrat genehmigte am Abend den Ausnahmezustand, um den Antrag der Regierung auf einen Katastrophenzustand vorzubereiten. Bei der Arbeit, um die Flammen zu bekämpfen, sind 7.500 Mann zwischen dem Forstkorps, Feuerwehrleuten, Zivilschutz, Freiwilligen, aber auch dem italienischen Roten Kreuz, den Carabinieri und der Staatspolizei, sieben Canadair fliegen und zwei aus Frankreich angereist, die vom Außenminister angefordert wurden Luigi Di Maio, 11 Hubschrauber der regionalen Flotte, darunter der Super Puma, ein Feuerwehrhubschrauber und ein Heereshubschrauber, doch die Lage ist weiterhin sehr schwierig. Fast 27 Jahre sind seit dem letzten Feuer in Montiferru vergangen: Es war im August 1994, als ein Feuer, später Brandstiftung, die Wälder von Seneghe, Bonarcado, Cuglieri, Santu Lussurgiu und Scano Montiferro vernichtete. Und in der gleichen Gegend, zwischen Bonarcado und Santu Lussurgiu, brachen am Samstag die Flammen aus.

Die hohen Temperaturen und der Wind heizten das Feuer an, das sich schnell ausbreitete, zuerst um Santu Lussurgiu herum und dann nach Cuglieri zog. Die kleine Stadt wurde die ganze Nacht von Flammen belagert: 200 Menschen vertrieben. Mit ihnen auch alle Einwohner von Sennariolo, 155 Menschen, das nur wenige Kilometer entfernt liegt und wo die Bürger von Cuglieri Zuflucht gefunden hatten. Im Morgengrauen wurden die Wasserstrahlen vom Himmel wieder aufgenommen, aber nach einer kurzen Pause, im Laufe der Stunden und mit dem Anstieg der Temperaturen und der Stärke des Windes, erwachten die Flammen wieder zum Leben und verwandelten die ganze Gegend in die Hölle. Die Feuerfront zog nach Porto Alabe. Der kleine Ort war von einem Feuer umgeben: 200 Menschen wandten sich von zu Hause ab, darunter viele Touristen.

Gleichzeitig entfachte der starke Schirokko-Wind die Ausbrüche auch in Santu Lussurgiu, im Weiler San Leonardo: 50 Familien wurden vertrieben. Die Flammen erreichten auch Scano Montiferro, wo einige Häuser evakuiert und 400 Menschen vertrieben wurden, darunter Gäste eines Altenheims und Borore in Nuorese mit 30 weiteren vertriebenen Familien. Ein ständiger Notfall, bei dem die Bürgerschutzzentralen und Feuerwehrleute von Bürgern gestürmt werden.

Den ganzen Tag über fanden operative Treffen zwischen den Führern der Einsatzkräfte statt: Der Präsident der Region, Christian Solinas, befindet sich im Einsatzraum des Katastrophenschutzes, um die Einsätze zu koordinieren und zu verfolgen. Der Gouverneur hat angekündigt, an Präsident Draghi zu schreiben, um die Regierung „um sofortige wirtschaftliche Unterstützung zur Behebung der Schäden zu bitten, und dass ein Teil des PNRR sofort für ein großes Aufforstungsprojekt für die Region bestimmt ist. Der Regionalrat traf sich auch mit allen Bürgermeistern der betroffenen Gebiete und stimmte dem Ausnahmezustand zu. "Der durch die Brände verursachte Schaden ist noch nicht abschätzbar - sagte der Präsident der Region - aber es ist eine beispiellose Katastrophe." Bei dem gigantischen Brand von 1994 waren im Montiferru 12.000 Hektar Land in Rauch aufgegangen und sogar der tausendjährige Olivenbaum "Sa Tanca Manna", das Wahrzeichen von Cuglieri, wurde gerettet. Heute hat die Wut des Feuers bereits das Doppelte des Territoriums und auch diesen Baum mit 2000-jähriger Geschichte ausgelöscht."
 

Bea2

Sehr aktives Mitglied
Ist denn zwischenzeitlich gelöscht worden?
Nein, wenn sie es nicht schaffen, bevor der angesagte Mistral sich erhebt, geht es so weiter.

Seit gestern löschen Canadair aus Corsica, Griechenland und Spanien.
Was für eine Schande.
Wenn unsere sardischen, gleich in Cuglieri gelöscht hätten, wäre das alles nicht so weit gekommen.

Liebe Grüße
Bea
 

Sommerlaune

Sehr aktives Mitglied
Bea, da war es schon viel zu spät und die Feuerwalze nicht mehr aufzuhalten- zu dem Zeitpunkt ging es nicht mehr. Vor allem die Flieger durften nachts nicht mehr fliegen und kleine Fusstrupps kamen doch gar nicht dagegen an. Ganz zu Beginn hätte alles dran gesetzt werden müssen es einzudämmen. Es war doch klar, dass bei dem Scirocco (80 kmh) und den hohen Temperaturen kein halten mehr ist.
Im Übrigen finde ich es keine Schande wenn Hilfe aus anderen Ländern kommt. Eine Schande ist die absolut unzureichende Katastrophenabwehr und mangelnde Maschinen/Gerät/Infrastruktur für ein (in Italien) Gebiet welches in Italien mit am meisten von Bränden betroffen ist. Das ist in Deutschland im übrigen nicht anders: siehe die Überschwemmungen bei uns.
 

ellen

Aktives Mitglied
Ich bin gerade in unser Haus in Cuglieri zurückgekehrt nach einer Nacht im Hotel um ein bisschen schlafen zu können. In der Brandnacht musste ich das Haus gegen 22 Uhr verlassen, da atmen nicht mehr möglich war und das Feuer die Gärten der Nachbarn erreicht hatte. Nie in meinem Leben hatte ich so furchtbare Angst, wir waren im Ort eingeschlossen von den Flammen. Es war wie eine Feuerwalze die innerhalb kürzester Zeit über das Dorf gerollt ist.
Zu meinem eigenen Auto hätte ich es nicht mehr geschafft, liebe Nachbarn haben mich mitgenommen und wir haben letztlich, nach langer Zeit wartend im Auto ohne Informationen, beschlossen in ein Haus im alten Teil von cuglieri zu gehen. Es war zum Glück die richtige Entscheidung.
Die Stimmung ist verzweifelt, alles was grün war ist verbrannt, Existenzen zerstört. Viele Häuser haben gar kein Wasser, bei uns tröpfelt die Leitung im Keller. Alles ist voller Asche, alles stinkt und die meisten Gespräche werden mit Tränen in den Augen geführt. Die Flugzeuge fliegen immer noch und ständig geht der Blick auf die Umgebung, aus Angst es könnte noch etwas passieren. Ich glaube von der Comune erwartet hier niemand mehr irgendwas, die Freiwilligen im Dorf wurden allein und unkoordiniert gelassen und es gab zumindest im Dorfkern keine Evakuierungen. Wären wir in den Häusern geblieben wären wir wahrscheinlich jämmerlich erstickt.
Hallo Laura y
Dein Beitrag hat mir einen kalten Schauer und Gänsehaut gemacht.es tut mir unendlich leid für Euch und macht mir wiederum ein Wärme das Ihr da gut raus gekommen seit. Es ist sehr schwer die richtigen Worte zu finden, wir sind bei Euch und senden Euch ganz viel Stärke , Kraft, Hoffnung all positive Gedanken und passt auf Euch auf.Wir sind so weit und könnennichts tun..., allen Betroffenen bleibt stark!
 

MariaJ.

Sehr aktives Mitglied
Einfach nur schlimm! Ich wünsche Allen viel Kraft und auch, extrem viel Hilfe.
Woher Hilfe ist doch egal, Hauptsache sie kommt und unterstützt den Kampf gegen die Flammen.

Ich würd zu gern all das überflüssige Wasser von uns runter schicken. Es ist eine verkehrte Welt, hier sterben Leute wegen Wasser/Hagel/Unwetter und bei Euch wegem Feuer. :(
 

rocky

Sehr aktives Mitglied
Und in beiden Gebieten wird zu wenig in der Vorbeugung und der Schadenbegrenzung getan.
Immer wieder auf´s Neue.
Jahr für Jahr.
"Wegen so einem Tag ändert man ja nicht seine Politik"...
 

MariaJ.

Sehr aktives Mitglied
ja, da darf man wirklich fragen, wieso nicht aus all den Jahren vorher gelernt wurde/wird!

Obwohl so schlimm und vernichtend für Viele, weiss man eigentlich wieso das Feuer entstand?
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Da fragst du am besten die Menschen vor Ort. Brände sind nicht regional vorhersehbar wie Unwetter und Starkregen, deshalb auch nicht vergleichbar. Die Gründe für Feuer auf Sardinien sind vielfältig und unterschiedlich, sind nicht nur eine Naturkatastrophe aufgrund von Hitze und Trockenheit. Anders als bei dem gerade in D erlebten Hochwasser, das Versagen von politisch Verantwortlichen für Umweltschutz über Jahrzehnte zutage bringt, sind Brände auf Sardinien u.a. auch Antwort auf wirtschaftliche und politische Missstände und unverantwortlichem Verhalten einzelner. Nur, die betroffenen Menschen hier und da leiden gleichermaßen unter den verheerenden Auswirkungen.
 
Zuletzt geändert:
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