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Autor/in
Deledda, Grazia
Jahr
1951
Verlag
Manesse
Genre
  1. Roman
  2. Klassiker
Roman Schilf im Wind, (Grazia Deledda)

Literatur

Administrator
"Ein poetisches Meisterwerk der italienischen Moderne

In der Kunst, mit wenigen Worten Stimmungen zu zaubern, ist Grazia Deledda bis heute unerreicht. Auf der abgeschiedenen Insel der Granatapfelbäume und der wilden Kaktusfeigen siedelt die Erzählerin ihr archaisch anmutendes Drama um Schuld und Sühne an. Wie Schilf im Wind finden sich die Insel-Menschen vom Schicksal erfasst, geknickt, zu Boden gedrückt und zuweilen wieder aufgerichtet.

Was an Deleddas Prosa jedoch am meisten bezaubert, sind die poetischen Natur- und Landschaftsbeschreibungen ihrer Heimat Sardinien: an den Ufern der türkisen Flüsse gelbliche Binsen, von Silberfäden umsponnen, Mandel- und Pfirsichhaine vor stahlblauem Himmel, meergrünes Schilf und Palmengestrüpp, inmitten hügeliger Flure da und dort weiße Dörfer mit Glockentürmen, zerfallenes Gartengemäuer, abbröckelnde Hauswände, Überbleibsel von Höfen, dazwischen heilgebliebene Katen, und hoch darüber thronend eine schwarze Schlossruine ..." Verlagsinformation.




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Ich bin gespannt, was sich die Gemeinde Galtellí zum 150. Geburtstag von Grazia Deledda und dem 95. Jahrestag der Verleihung des Literaturnobelpreises am 10. Dezember 1926 hat einfallen lassen. Galtelli verehrt Grazia Deledda ganz besonders, denn der Ort Galtelli ist der Schauplatz ihres Romans "Canne al Vento" deutsch "Schilf im Wind" für den sie den Nobelpreis erhalten hat. In Galtelli kommt man an Grazia Deledda nicht vorbei, geführte Exkursionen auf den Spuren Grazia Deleddas durch den historischen Ortskern, Zitate an den Hauswänden, die Schauplätze des preisgekrönten Romans sind der Stolz aller Menschen in diesem charmanten Örtchen am Fuße des Tuttavista.

Dem Schilf im Wind vergleichbar sind die Menschen, die uns die Nobelpreisträgerin Grazia Deledda in ihrem Sardinien-Roman vor Augen führt: geduldig, vom Schicksal erfaßt, niedergedrückt und von der Liebe schließlich wieder emporgerichtet.

'Auf einem halb verfallenen Landgut inmitten der kargen Landschaft Sardiniens, zwischen Granatapfelbäumen und wilden Kaktusfeigen, verbüßt der Knecht Efix eine geheime Schuld im Dienst der Schwestern Pintor. Doch schon bald werden die Frauen in ihrer trostlosen Abgeschiedenheit, gewissermaßen auf einer Insel innerhalb der Insel, von der Vergangenheit eingeholt. Von dieser archaischen, unwirklichen Welt, mit Kobolden, die ihre Schätze verstecken, und Feen, die auf ihren Webstühlen Goldstoffe herstellen, scheint der Mensch nur widerwillig geduldet zu sein. Eine Fülle lyrischer Motive und eine Spannung, die uns schon auf den ersten Seiten in ihren Bann zwingt, verschmelzen hier auf das Wunderbarste miteinander.'

Fast zeitlos, dahinströmend im Rhythmus der Naturgezeiten, wirkt das Geschehen in diesem märchenhaften Werk Grazia Deleddas (1871–1936). Mit seiner elegischen Stimmung vermag es auf eindringliche Weise zu bezaubern. Während zahlreiche andere Inseln des Mittelmeeres seit der Antike im Licht der politischen und kulturellen Geschichte standen, lag Sardinien lange Zeit im Schatten der Weltereignisse. Mit ihrem Werk ermöglicht es Grazia Deledda, die poetische Schönheit ihrer Heimat zu entdecken.

Manesse Bibliothek der Weltliteratur


 
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