Hallo Sirena
An einem Festtag ging man zu frühere Zeiten nicht barhäuptig, egal ob Männlein oder Weiblein. Ohne Kopfbedeckung ging man also zB nicht in die Kirche, insofern spielen da schon religiöse Motive mit rein. Zudem trug man Kopftücher (Frauen) oder Hüte (Frauen und Männer) natürlich auch aus Witterungsgründen.
Das gilt nicht nur für Sardinien, war auch nördlich der Alpen so. Wieso – falls das denn tatsächlich so sei sollte – auf Sardinien besonders oft ein Kopftuch getragen worden ist müsste Dir jemand mit ethnologischen Kenntnissen beantworten. Letztlich ist es ohne weiteres möglich, dass das einen völlig profanen Grund hat wie etwa denjenigen, dass es zu windig war für einen steifen Hut, wie man ihn von Trachten ebenfalls kennt.
Ok, das ist jetzt vielleicht ein blödes Beispiel, es soll einfach veranschaulichen, dass es alle möglichen Gründe geben und spekulieren keine verlässlichen Antworten bringen kann.
Erwähnenswert sicher auch wie Laura schon geschrieben hat, dass an sehr vielen anderen Orten bis in den hohen Norden Europas ebenfalls Kopftücher nicht nur zum Alltag sondern auch zu den histroischen Trachten gehörten.
Wobei es «die Tracht» natürlich nicht gibt, es gab immer Trachten für ganz verschiedene Anlässe. Hier mal ein Beispiel dafür, wenngleich keines aus Sardinien (sorry, habe gerade nur dieses zur Hand):
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bd/Trachten_Kanton_Zürich_18Jh_Damen.jpg Zu erwähnen wäre, dass die Trachten heute nicht mehr genauso aussehen wie auf diesem Bild, auch Trachten haben sich im Laufe der Zeit etwa verändert.
Lg, Maren