Sandraub

bernd

Sehr aktives Mitglied
Im Jahr 2019 haben Touristen versucht, insgesamt mehr als zehn Tonnen Sand von den Stränden der italienischen Insel Sardinien mit nach Hause zu nehmen. Dies meldet am Samstag die Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Verweis auf die Aktivisten des öffentlichen Vereins „Sardegna rubata e depredata” (zu dt.: „Beraubtes und geplündertes Sardinien”).
 

Martinus

Aktives Mitglied
Ups, das sind ja ca 7qm3. Also alle zwei Jahre ein kleiner mit Sand gefüllter LKW O_O auf einer Insel mit fast 1850 km Küste.:confused:
 

lo scalpellino

Mitglied
Was meint Ihr denn wie viele Tonnen Steine die Hobby-Minerialiensammler schon weggeschleppt haben?
Ich verarbeite auch gerne sardischen Granit aus der Gallura oder Budduso oder Kalkstein aus Orosei, bezahle den aber auch
 

ellen

Aktives Mitglied
Meint Ihr das sind nur die Touristen...?! Wo sind die Beweise dazu? Das ist schon übel wenn du ins Land als Tourist kommst und vieles immer an einem kleben soll.Das Steine verboten sind weiss auch jeder aber diese werden auch nicht nur von Touristen mit nach Hause genrommen!
Liebe Ferien Inselbesucher lasst Euch also nicht abschrecken:);)!
 

Beppe

Sehr aktives Mitglied
@lo scalpellino

ist ja irre! Nimmst Du ein Stück Granit aus der Pampa mit, dann hast Du eine strafbewehrte Untat begangen.
Hast Du jedoch den gleichen Stein von einem Zwischenhändler käuflich erworben, dann hast Du eine umsatzerhöhende
Großtat begangen. Cui buono? - Da muß man verdammt lange nachdenken!
 

Nobbi

Sehr aktives Mitglied
Wenn dann keine anderen Sorgen dazu kommen,iss es doch gut.:D:td:
 

ferina

Sehr aktives Mitglied
@ellen du fragt wo die Beweise sind, was meinst du wieviel an Flughäfen und Fährhäfen letztes Jahr bei Touristen beschlagnahmt wurde, daher kommen ja die Zahlen und wer erwischt wird hat mit empfindlichen Strafen zu rechnen.
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Dass man keine Naturmaterialien von Sardinien mitnehmen darf, ist ja nun sattsam bekannt und hoffentlich tut es niemand mehr. Aber wie ist es eigentlich, wenn man vom eigenen Grundstück was mitnimmt? Ich besitze ein Grundstück in einer landwirtschaftlichen Zone mit viiiielen Steinen. Ich würde gerne ein paar Steine mit nach D nehmen, aus Sentimentalität, keine besonderen Steine, Lava Gestein, ein paar formschöne Steine. Ich kann ja nicht beweisen, dass die Steine mir gehören. Wie verhält sich das? Bisher habe ich mich nicht getraut, auch nur ein einziges Steinchen aus meinem eigenen Terreno mitzunehmen.

Man darf Dinge, die man auf dem eigenen Grundstück findet, die z.B. von historischer bzw. archeologischer Bedeutung sind, nicht behalten, die muss man sogar in der Commune abgeben.
 

peko

Sehr aktives Mitglied
Dass man keine Naturmaterialien von Sardinien mitnehmen darf, ist ja nun sattsam bekannt und hoffentlich tut es niemand mehr. Aber wie ist es eigentlich, wenn man vom eigenen Grundstück was mitnimmt? Ich besitze ein Grundstück in einer landwirtschaftlichen Zone mit viiiielen Steinen. Ich würde gerne ein paar Steine mit nach D nehmen, aus Sentimentalität, keine besonderen Steine, Lava Gestein, ein paar formschöne Steine. Ich kann ja nicht beweisen, dass die Steine mir gehören. Wie verhält sich das? Bisher habe ich mich nicht getraut, auch nur ein einziges Steinchen aus meinem eigenen Terreno mitzunehmen.
Die Lösung nach lo scalpellino's Muster: Du (als Grundbesitzer) verkaufst Dir (als Touristin) die Steine zu einem angemessenen Preis, stellst Dir eine Rechnung als Privatverkauf aus und bezahlst dem Staat die IVA und die Einkommenssteuer. So hat alles seine Ordnung, der Staat hat sein Geld, Du (als Grundbesitzer) ein Einkommen und Du (als Touristin) Deine legal erworbenen Steine. Voilá.
 

peko

Sehr aktives Mitglied
Ich würde überweisen, bei Barzahlung kommst Du schnell in den Verdacht, Schwarzgeldgeschäfte zu machen oder eine florierende Geldwäscherei zu betreiben
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
1 Stein = 5€
3 Steine, die ich mitnehme = 15 €
Rechnungserstellung
Überweisung
Einkommensteuererklärung
Einkommensteuer bezahlen

Ich glaube ich lass es :D
 

Frank

Sehr aktives Mitglied
Mag jeder machen was er will , ich hasse den Sand/Steinchen o.ä. zwischen meinen Zehen , Zähnen , auf meinem Handtuch oder in meinem Rucksack oder sonst wo ....lass ich liebend gerne am Strand.;)
Tatsache ist :
"Wer ohne die vorgeschriebene Konzession gemäss Artikel 51 Sand, Algen, Kies oder andere Materialien innerhalb des maritimen Bereiches oder des Küstenmeeres oder der Hafengebiete der Binnenschifffahrt fördert, wird mit der verwaltungsrechtlichen Sanktion der Zahlung eines Betrages von Euro 1.549,00 bis Euro 9.296,00 bestraft."
Siehe Auszug aus dem italienischem Navigations-Code Artikel 1162 : ( u.a. in https://www.fog.it/legislaz/cn-1161-1234.htm )

Somit darf man vielleicht private Steine von seinem Grundstück "schmuggeln" , da nicht vom Küsten-/Hafengebiet !!!
Hat sich also eure scherzhafte selbstausgestellte Rechnungskritzelei erledigt .;))

Nun aber wie Kontrollen der letzten Jahre zeigen , wird das knallhart durchgeführt.Hab schon alte Schweden , grossmäulige Deutsche/Österreicher/Schweizer oder sonstige Vertreter verschiedener Nationen am Flughafen heulen sehen...wer die Behörden trotzdem herausfordern will , viel Spass !!!
Bei Fluggästen wird es somit fast unmöglich zu schmuggeln !
Somit gehören die Privatfahrer mit eigenen Pkw,Motorrad, Camper oder sonstigen fahrbaren Anhängsel von zuhause, immer mehr zum Kreis der Verdächtigen....:p
 

Feuerpferd

Sehr aktives Mitglied
Es geht ja wahrscheinlich nicht um "mein" und "dein", sondern um - ja, wie soll ich nennen - den Eingriff in den Kreislauf der Natur oder so. Der Stein/Sand/Muschel usw. wird im Laufe der Jahrhunderte zerrieben und wird zu "was auch immer", egal, ob in der freien Wildbahn oder auf Georgies Terreno. Ich kann allerdings auch nicht Widerstehen, wenn ich ein besonders schönes Herzsteinexemplar finde und rechtfertige mich vor mir selbst immer damit, ich habs schon mal geschrieben, dass ich während meines Aufenthaltes jede Mengen Scherben aus dem Wasser entferne und der Stein meine Entlohnung darstellt. Das würde ich so auch am Flughafen kundtun, ob das Erfolg hätte, musste ich ja noch nicht unter Beweis stellen.
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Lt. Frank geht es darum, ob das Naturmaterial aus dem maritimen Bereich s.o.kommt, natürlich nicht um "mein". Ich müsste also beweisen, dass dieses Steinchen von außerhalb dieses Bereiches stammt. Ich würde einen Katasterauszug dabei haben, der beweist, dass ich ein Grundstück außerhalb der verbotenen Zone besitze. Ich denke, so würde es gehen, obwohl das auch kein Beweis wäre.
Allerdings darf man auch keine Steine aus den Bergen mitnehmen, wenn ich richtig informiert bin.
Am besten, wir lassen alles da wo es hin gehört.
 
Zuletzt geändert:

peko

Sehr aktives Mitglied
Ich frag mich ja nur, was passieren würde, wenn es diese Regulative nicht gäbe. Wäre dann, wenn die Touristen ganz Sardinien in 2-Liter-PET-Flaschen weggetragen haben, dort nur mehr ein Loch im Meer? Würde das bis Hawaii durchgehen? Und würde da nicht das Mittelmeer ausrinnen, was wiederum dem klimakatastrophalen Anstieg des Meeresspiegels entgegenwirken würde? In dem Fall wäre das Sandundsteineinsauslandmitnehmverbot ja eigentlich kontraproduktiv...
1578323352407.gif

1578323352407.gif
 

Nobbi

Sehr aktives Mitglied
Wie ist das denn mit Blumesamen,oder auch Pflanzen überhaupt ?(Nachwachsende Rohstoffe)
Es geht ja wahrscheinlich nicht um "mein" und "dein", sondern um - ja, wie soll ich nennen - den Eingriff in den Kreislauf der Natur oder so. Der Stein/Sand/Muschel usw. wird im Laufe der Jahrhunderte zerrieben und wird zu "was auch immer", egal, ob in der freien Wildbahn oder auf Georgies Terreno. barefootbarefootbarefootbarefoot
 

George M

Mitglied
Ich frag mich ja nur, was passieren würde, wenn es diese Regulative nicht gäbe. Wäre dann, wenn die Touristen ganz Sardinien in 2-Liter-PET-Flaschen weggetragen haben, dort nur mehr ein Loch im Meer? Würde das bis Hawaii durchgehen? Und würde da nicht das Mittelmeer ausrinnen, was wiederum dem klimakatastrophalen Anstieg des Meeresspiegels entgegenwirken würde? In dem Fall wäre das Sandundsteineinsauslandmitnehmverbot ja eigentlich kontraproduktiv...
Den Anhang 35920 ansehen

Den Anhang 35920 ansehen
Wahnsinnig originell...Man hat offensichtlich doch erkannt, dass der sprichwörtliche "Sand am Meer" doch endlich ist. Welche Alternativen gäbe es denn, um diesem ständigen Abtransport entgegen zu wirken? Dass das natürliche Material bei stetigem Abtransport durch die jährlichen Massen an Touristen im Laufe der Zeit weniger wird, ist - behaupte ich mal - eine mathematische Gewissheit. Einzelfälle wie der eines franz. Ehepaares aus dem letzten Jahr (siehe hierzu auch Beiträge aus dem letzten Jahr) zeigen doch, wie weit der Umfang trotz Vebots noch reicht.
 
Zuletzt geändert:

LA -Lorenz

Sehr aktives Mitglied
Also ehrlich, habe noch ca. 100g Sand im Auto (Fussmatte )sitz aber schon auf der Fähre und drink mein Bier und Mirto, somit kann ich es nicht mehr zurückbringen mir aber jetzt egal, Prost :p
 

lo scalpellino

Mitglied
@lo scalpellino

ist ja irre! Nimmst Du ein Stück Granit aus der Pampa mit, dann hast Du eine strafbewehrte Untat begangen.
Hast Du jedoch den gleichen Stein von einem Zwischenhändler käuflich erworben, dann hast Du eine umsatzerhöhende
Großtat begangen. Cui buono? - Da muß man verdammt lange nachdenken!
Es ging mir um die Massenangabe bezüglich Sand.
Die ganze Welt besteht überwiegend aus Stein.
Demzufolge ist es vollkommen unbedeutend.
Weil: Der Stein bleibt ja. Er verändert nur den Aufenthaltsort.

Da zitiere ich gerne Pinuccio S., der mir folgendes mit auf den Weg gegeben hat:
Egal was wir am Stein (als Steinmetz oder Bildhauer) verändern, es ist vergänglich. Die Natur ist stärker.

Ich bin aber auch schuldig. Nehme nahezu immer einen schönen Stein mit nach Hause. Im
Bereich 20 g.
Bei den Urnen meiner Eltern liegt ein Basalt und ein Porphyr von unser geliebten Insel
 

bo-ju

Sehr aktives Mitglied
Helft mal bitte meinem Gedächtnis!
Gab es nicht hier im Forum ungefähr vor 10 Jahren eine Diskussion, wieviel Material an Steinen ein Mineraliensammler pro Tag sammeln und mitnehmen darf? Waren es 6 Kg? Und wurde das inzwischen auf Null reduziert?
 

ellen

Aktives Mitglied
@ellen du fragt wo die Beweise sind, was meinst du wieviel an Flughäfen und Fährhäfen letztes Jahr bei Touristen beschlagnahmt wurde, daher kommen ja die Zahlen und wer erwischt wird hat mit empfindlichen Strafen zu rechnen.
Ahh das häte ich nun doch wirklich nicht gedacht, schleppen den Sand in den Flieger rein-, das ist jaa irre...
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
ooh, so viele Occhi di Santa Lucia, ich glaub's ja kaum. Wo genau hast du sie gefunden? Ich kenne nur eine Stelle, wo man die occhi finden kann, in einer Bucht Cala Liberotto. Wieviele Jahre hast du gesucht? Mit so vielen Glücksbringern kann es dir ja nur gut gehen :)
Aber ich bin sicher, dass man die nicht mitnehmen darf. Ich hatte mir vor vielen Jahren aus ganz schönen großen Exemplaren einen Ring und Ohringe bei einem sardischem Juwelier machen lassen und so bearbeitet mitgenommen. Ich weiß nicht, ob ich das heute noch machen würde. Damals war das alles nicht so streng reguliert.
 

TCamper

Sehr aktives Mitglied
Aber schön, dass hier verdeutlicht wird, warum es solche Verbote gibt. Der nächste "Sardinienliebhaber" kommt dann auf die Idee, den Bärenfelsen vom Capo d'Orso in seinen Schrebergarten zu stellen. Ist ja sooo eine schöne Erinnerung und warum soll sich jeder 0815-Pauschaltouri an den Naturschätzen erfreuen können, wenn ich sie auch exklusiv für mich haben kann?

Leute, das Zeug ist weder ein passender Schmuck für irgendwelche Aschenbecher, noch Teil der privaten Trophäensammlung. Bringt die Sachen zurück dorthin, wo sie hin gehören.
 
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