NEU!!! Nationalpark La Maddalena - Zonenplan und Verhaltensvorschriften 2011!!!

Forumarchiv

(Beitrag aus dem alten Forum übernommen)
Autor: Beppe
Datum: 07.08.11 02:16

Auf der folgenden Webseite gibt es einen Zoneneinteilungs- , Befahrens- und Nutzungsplan für den Nationalpark "Arcipelago di la Maddalena" ganz neu und gültig ab sofort 2011

http://www.lamaddalenapark.it/download/documenti/zonizzazione/zonizzazione-2011-web.pdf

in Italienisch, Englisch und Französisch.


Aus der o.a. PDF Datei ergeben sich im Gebiet des Nationalparks insoweit Vorschriften für Wassersportler (Befahrens- und Ankervorschriften), für Angler (Angelvorschriften, Beschränkungen der max. Angel- bzw. Meerestierentnahme pro Tag, Beachtung von Schutz- und Schonzeiten), für Taucher (Schutz- und Tauchverbotszonen) und ebenfalls allgemeine Verhaltensvorschriften für das Verhalten im Naturpark für Besucher.

Nachricht bearbeitet (07.08.11 09:57)
 
Autor: Sandokan
Datum: 07.08.11 15:17

Carissimo Beppe,

was Du hier als scheinbar kleine Allerweltsnachricht mit Link plaziert hast ist in Wahrheit für uns alle die hier leben eine mittelschwere Revolution. "Eiderdaus und Potzblitz" würden Freunde von mir sagen. Nach Jahren des absoluten "Laissez Faire" und der Mißachtung sämtlicher Gebote und Verhaltensnormen ziehen die Wächter des Naturschutzparkes heftig die Daumenschrauben an. Ich hatte zwar schon im Frühjahr davon gehört, daß die französischen Behörden länderübgreifend mit den Sarden zusammenarbeiten würden und wollten, hielt das bis gestern nicht für möglich.

Man stelle sich vor: Trotz katastrophaler Buchungszahlen und wirtschaftlicher Krise wird unbeirrt weiter am Konzept des Naturschutzparks gearbeitet und man lässt sich nicht von schwindenden Besucherzahlen beirren. Während man noch letztes Jahr auf Spargi, Budelli und Razzoli noch von jetskifahrenden Industriellen- und Botschaftersöhnchen heimgesucht wurde, gibt es heuer mächtig auf den Sack wenn Du Dich nur den Inseln näherst (e non guardano in faccia a nessuno) .

Es gibt immer noch eine ganze Reihe tumber sardischer Reiseveranstalter die behaupten, daß diese restrikiven Maßnahmen noch zusätzlich den Tourismus einschränken werden, aber das glaube ich mitnichten.

Chapeau Sardinia für die gezeigte Standfestigkeit.

Marco
 
Autor: Beppe
Datum: 08.08.11 11:25

...womit Du unbedingt Recht hast Marco!

Leider konnte ich meinen Beitrag hier nicht mit ROT kennzeichnen, habe es insoweit mit dem "NEU!!!" versucht.

Jeder der hier oben an der Costa Smeralda bzw. im Gebiet des Maddalena Archipels Urlaub macht bzw. in irgendeiner Form sich in dem Gebiet aufhält oder es befährt, sollte sich den Zonenplan vorab ausdrucken und ihn ausgiebigst studieren und sein Verhalten dort entsprechend daran anpassen.

In der Tat ist das Laissez Fair der letzten Jahre vorbei. Die Parkverwaltung bzw. deren authorisierte Organe und Mitarbeiter greifen nunmehr beinhart durch und kennen bei Verstößen kein Pardon mehr!

Insoweit auch meine Empfehlung hier an den Administrator des Forums und Buchautor Peter Höh, diesen Zonenplan in eine evtl. Neuauflage seines Reiseführers einschließlich erklärender Hinweise zu übernehmen.
 
Autor: peter
Datum: 28.09.11 08:18

Beppe,
ich werde tun was ich kann bei der Neuauflage. Aber es ist letzlich die Entscheidung des Verlages, was er druckt und was nicht. Ich schreibe eh immer mehr als dann nachher erscheint. Das ist schade, aber schlicht eine Platzfrage. Denn mit 700 Druckseiten ist, wie auch ich leider finden muß, das Limit erreicht. Aber den link werde ich mit Sicherheit unterkriegen.
 
Autor: Panzi
Datum: 01.12.11 23:03

Naja,

ich bin neu hier und kein jetskifahrendes Botschaftersöhnchen sondern ein ganz normaler Segler.

Seit 6 Jahren auf Sardinien und um Sardinien herum.

Ich angle nicht, tauche und harpune nicht, sondern genieße einfach mit Freunden die sardische Natur. Bisher oftmals auch und gerne rund um Maddalena. Wenn die Ranger kommen, zahle ich ohne zu murren meine Gebühren, hinterlasse keinen Müll und ziehe am nächsten Tag weiter rund Korsika und Sardinien.

Das ist nun Dank des rigorosen Übernachtungsverbotes wohl vorbei. Unerwünschte "Typen" wie meine Frau und ich werden diesem Revier demnächst fernbleiben müssen.

Bleiben dürfen (auch über Nacht) die Einheimischen (Residentes). Hunderte von Motor- und Ausflugsbooten, die vormittags in die naturgeschützten Buchten rund um Maddalena mit Speed und Höllenlärm einfallen, ihre Armada von Ankern in das (nur vor vor Fremden) geschützte Seegras werfen und nicht nur vereinzelt und besonders an Wochenenden die schönen Buchten weinselig mit Discosound "beleben". Oftmals so laut, dass Segler eher erst nach Einbruch der Dunkelheit eine so "friedliche" Ankerbucht zum Übernachten ansteuern können.

Nun gut, dann suchen wir uns eben ein anderes Segelrevier. Rund Sardinien gibt es ja noch nicht überall Ankerverbote. Manche der Forenteilnehmer wird das freuen - andere werden uns und unsere Reisekasse vielleicht vermissen.

Für die geplagte Maddalena-Umwelt könnte man vieles tun:

Gebot von Fäkalientanks auf Schiffen,
Entsorgungsstationen in den Häfen
Auslegen von Bojenfeldern,
Benutzbare WC's in den Häfen etc.

Alles Dinge, die langfristig zu planen wären. Ein schlichtes Ankerverbot ist für eine sardische Behörde natürlich viel einfacher zu realisieren.

Manche Forenmitglieder freuen sich scheinbar , wenn sie kein Schiff mehr vor einer sardischen Insel ankern sehen - Nichts hasst der Tourist mehr als andere Touristen!

Panzi.



Nachricht bearbeitet (01.12.11 23:06)
 
Autor: Sandokan
Datum: 05.12.11 13:36

Hallo Panzi,

ich danke Dir für Deinen Beitrag, aber darum geht es nun wahrlich nicht.

Es handelt sich beim Naturschutzgebiet des Archipels der Maddalena um ein hochsensibles und schützenswertes Ökosystem, der Brutstätte vieler Fisch- und Vogelarten mitsamt ihren Nistplätzen.

Wir "residenti" werden genauso zur Kasse gebeten und ebenfalls überall dort zu Recht verscheucht, wo wir besser nicht ankern, anlegen und angeln sollten.

Ein Mitarbeiter des Nationalparks sagte zu mir, daß dies ein langwieriger Erziehungsprozess sein wird, bevor dieses Gebeit vollständig der Natur zurückgegeben wird.

Nichts für ungut - aber die Kritik der Touristen über andere Touristen trifft einfach nicht zu.

Salü

Marco
 
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