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Naturhäuser auf Sardinien?

RosaVie

Mitglied
Hallo zusammen

Weiss einer wer Naturhäuser in Sardinien baut oder wo welche stehen?


Danke für den Hinweis

RosaVie
 

sardamax

Mitglied
Ciao Rosevie,
ja bei uns in der Gegend gibt es einige (Stazzu di Gallura) und wir bauen neue sowie Umbauten von Bestehenden Naturhäuser.. falls für Euch unsere Gegend von Interesse ist stehe ich gerne für eine erste Beratung unverbindlich zur Verfügung..

saluti Massimo
+49 173 6214 755
+39 349 8841 705
muscogiuri@gmx.de
 

bo-ju

Sehr aktives Mitglied
Unter" Naturhaus" in Sardinien verstehe ich die ohne Mörtel aufgeschichteten runden Steinunterkünfte, die sich die Hirten in den Bergen aufschichten, um gegen die schlimmsten Unwetter etwas geschützt zu sein, während sie mit ihren Herden in der Wildnis ausharren.
Aber die sind hier sicher nicht gemeint.
 

Bea2

Sehr aktives Mitglied
Liebe BO-JU,
diese Häuser heißen Ovile und haben gestampfte Erde als Fußboden.
Ein Loch in der flachen Decke, damit der Qualm vom Lagerfeuer abziehen kann.
Die meinen sie sicher nicht.

Vielleicht meinen sie Bio Häuser?

Liebe Grüße
Bea
 

Frank

Sehr aktives Mitglied
Unter" Naturhaus" in Sardinien verstehe ich die ohne Mörtel aufgeschichteten runden Steinunterkünfte, die sich die Hirten in den Bergen aufschichten, um gegen die schlimmsten Unwetter etwas geschützt zu sein, während sie mit ihren Herden in der Wildnis ausharren.
Aber die sind hier sicher nicht gemeint.
.... ja was Bea2 mit „ovile“ meint , bo-ju , kenne ich mit dem Namen Pinnetta . Ovile sind hier bei uns im Süden eher Tier- bzw. meist Schweineställe ...

 

Maren

Sehr aktives Mitglied
Hallo @RosaVie
Berühmt - und Vorbild für weitere Projekte - geworden ist ja das "Naturhuset" von Bengt Warne, was auf Sardinien klimatisch allerdings keinen Sinn machen würde. Das meist Du also kaum ... bin gespannt, was Du meinst. Jedenfalls gibt es auf Sardinien durchaus gute Architekten, die auch unkonventionellere Ideen umsetzen können.
LG, Maren
 

RosaVie

Mitglied
hallo zusammen
@Maren danke für den tip mit den naturhuset

Hier euch allen einige Informationen:
Naturhäuser die ich meine sind aus lehm gebaut
Hier ein Bild dazu:
Wenn gewünscht stehe ich mit Rat und Tat zur Verfügung

Schöne Grüsse
RosaVie





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Maren

Sehr aktives Mitglied
Hallo @RosaVie , spannendes Thema, schreib doch wenn Du dazu mehr herausfindest betr. Sardinien. Dein Bild, da sieht der Lehm doch etwas grob aus, er kann aber ja auch eine sehr edel wirkende Oberfläche haben. Ich kenne nur ein Gebäude, dessen Wände aus Lehm sind (nicht auf Sardinien allerdings), wunderschön anzusehen, tolle Atmosphäre, gutes Klima.
 

Sardist

Aktives Mitglied
Hallo @RosaVie , spannendes Thema, schreib doch wenn Du dazu mehr herausfindest betr. Sardinien. Dein Bild, da sieht der Lehm doch etwas grob aus, er kann aber ja auch eine sehr edel wirkende Oberfläche haben. Ich kenne nur ein Gebäude, dessen Wände aus Lehm sind (nicht auf Sardinien allerdings), wunderschön anzusehen, tolle Atmosphäre, gutes Klima.
Mal ernsthaft, wer will tatsächlich in sowas wohnen? Es hat nichts, aber auch gar nichts nur ansatzweise mit "schön wohnen" anheim, was ein Mensch im 21. Jahrhundert an Komfort und Annehmlichkeiten gerne hätte.

"tolle Atmosphäre, gutes Klima" ....sorry, man kann sich auch was einreden.
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
@RosaVie - Es gibt eine Ausgabe der Zeitschrift «Du» (Titel: Lehmbau heute), findest Du sicher in einer Buchhandlung mit Architekturbüchen oder in einer Bibliothek. Mit vielen Infos und Fotos von aktuellen Lehm-Wohn- und anderen Häusern in verschiedenen Ländern.
Die Verarbeitung des Stoffes ist schon sehr komplex, wie Du bestimmt auch weisst (ein Freund von mir, Architekt, hat ein Gebäude realisiert, das mehrheitlich aus Lehm besteht – Stampflehmwände, Lehmputz –, seit da interessiert mich das). Na ja, Lehm ist in Europa als Baustoff doch länger in Vergessenheit geraten, seit ein paar Jahren hat sich das wenigstens in Ansätzen wieder geändert. Spannend der Artikel von @rocky (danke!), davon hatte ich keine Ahnung.
LG, Maren.
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
"tolle Atmosphäre, gutes Klima" ....sorry, man kann sich auch was einreden.
Ach, Du warst auch in diesem Haus, das ich erwähnt habe, und hast einen komplett anderen Eindruck gewonnen - das ist sehr interessant, kannst Du das vielleicht mal ausführen? Ich würde nämlich schon gerne wissen, was ich mir da eingeredet habe, möglicherweise leide ich ja an Wahrnehmungsstörungen ohne das zu wissen.
 

Sardist

Aktives Mitglied
Ach, Du warst auch in diesem Haus, das ich erwähnt habe, und hast einen komplett anderen Eindruck gewonnen - das ist sehr interessant, kannst Du das vielleicht mal ausführen? Ich würde nämlich schon gerne wissen, was ich mir da eingeredet habe, möglicherweise leide ich ja an Wahrnehmungsstörungen ohne das zu wissen.
Hallo Maren, nein, soweit würde ich nicht gehen betreffs irgendwelcher Störungen ;-)

Jeder soll wohnen wie er will. Ich habe nur meine Meinung gesagt. Ich formuliere es um: Mir gefällt es nicht in so einer Hütte zu wohnen. Besser?

VG
 

narbolese

Sehr aktives Mitglied
Wie Bea schon schrieb,die Trationelle Bauweise in den Dörfern um Cabras basiert auf Lehmziegel,oft auch nur das obere Stockwerk,auch bei mir ist das so.

lg & bx

Klaus
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Wer sich für ein Haus aus natürlichen Baustoffen wie Lehm und Natursteinen interessiert, sollte sich mit dem Thema Radonbelastung in Gebäuden beschäftigen. Radon ist die zweithäufigste Todesursache bei Lungenkrebs nach Rauchen. Radon kommt mit verschiedener Konzentration auf der ganzen Erde vor und dringt besonders leicht in sog. Naturhäusern ohne gasdichte Fundamente in den Wohnbereich im ersten Stockwerk bzw, Erdgeschoss ein.
Ich lebe in einem Fachwerkhaus, dachte immer, wie schön und gesund es ist, in einem Haus aus natürlichen Baustoffen zu leben. Weit gefehlt. Die einzige Maßnahme, die man ergreifen kann, ist- wie bei den Coronaviren - Ventilation, da sich das Gas an der frischen Luft schnell verflüchtigt, das heißt lüften, lüften und nochmal lüften, da man von baulicher Seite her in diesen "Naturhäusern" wenig machen kann. In einem Fachwerkhaus z.B. kann man das Fundament als Maßnahme gegen das Eindringen von Radon nicht dicht machten, denn solche Häuser brauchen die Feuchtigkeit, um die Statik nicht zu gefährden.
Radon kommt überall auf der Welt vor, auch auf Sardinien. Die Gemeinden können evtl. Aufschluss über die Radonkonzentration geben, wobei die Konzentration in jedem Gebäude aufgrund der unterschiedlichen Bauweisen und Materialien anders sein kann.
Fazit: Nicht alles was natürlich ist, ist auch gesund. Ich würde mir heute mit meinem jetzigen Wissensstand über Radon kein "Naturhaus" mehr kaufen. Aber ich liebe es trotzdem immer noch:)


Sorry, dass ich hier die Begeisterung für Naturhäuser dämpfe.;)
 
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RosaVie

Mitglied
Das ist eine Gefühlssache.
Wenn das nächste in Sardinien steht laden wir dich gerne ein
Wir werden dich überzeugen können.

Schöne Grüsse
RosaVie
 
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casa sardegna

Sehr aktives Mitglied
Die Sarden haben sich schon was dabei gedacht, ihre traditionellen Häuser aus Natursteinen zu bauen. Davon gibt's als stabiles Baumaterial genug auf der Insel. Lehm aus dem oft kargen, steinigen Boden zu kratzen, um daraus Häuser zu bauen, statt diesen für die Landwirtschaft zu nutzen, darauf sind sie mehrheitlich nicht gekommen. Warum nur?
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
hallo zusammen
Hier euch allen einige Informationen:
Naturhäuser die ich meine sind aus lehm gebaut
Hier ein Bild dazu:
Wenn gewünscht stehe ich mit Rat und Tat zur Verfügung

Schöne Grüsse
RosaVie
Scheinbar hast du ja schon ein Naturhaus gebaut. Wofür brauchst du Infos für das nächste Projekt von Laien im Forum?
Wir werden dich überzeugen können
Wen möchtet ihr von euren Projekten überzeugen?
 
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casa sardegna

Sehr aktives Mitglied
Es würde genügen, den Startpost unter den Titel "Gewerbliche Anzeige - Investor sucht Interessenten für den Bau von Naturhäusern" zu stellen, dann wären nicht 24 Antworten notwendig gewesen, um dies dem TE zu entlocken.

Mir jedenfalls sind architektonisch naturnah gestaltete Häuser aus Stein auf Sardinien lieber, als eine eher amateurhaft anmutende Holz-Lehmkonstruktion, die aussieht, als hätte sie Chuck Noland aus Strandgut zusammengezimmert. Da tue ich jetzt vielleicht manchen Projektanten Unrecht, aber das o.a. Photo weckt für mich manche Assoziationen zu Cast Away.
 

antonuwe

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
Ende der 90er Jahre erwarb ich ein Anwesen am Rand von Arzachena, 3 Hektar. Mit Felsmassiv, grandios, offener Teich, Brunnen trotzdem 95 Meter tief gebohrt.
Darauf stand eine Naturhaus-Ruine. Galluresischer Stazzu, 2 Türöffnungen, 1 Fenster, 1 eingebautes Regal, ein offener Kamin, ohne Dach. Ich glaube der Boden war unbefestigt. Typische Bauweise, aber mit Sinn und Verstand. Angenehm kühl im Sommer, im Winter aber bisschen ungemütlich.
Habe alles sorgsam saniert. Ein angehender Architekt (Geometer) hat das damals begleitet.
Der stazzu hat hat nur um die 20 Quadratmeter. Wir haben dann mit dem umliegenden Granit etwas aufgestockt und eine Art Alkoven hergestellt (mit geschmiedeter Treppe usw.)
Für die Leitungen haben wir eine Art Vorwand, auch mit dem vorhandenen Granit eingebaut. Also in dieser Region war das landestypisch und naturnah.
Ich habe das später aus persönlichen Gründen aufgegeben. Der Sardinienfahrer hat seinerzeit meine original gebauten sardischen Möbel zurück nach Deutschland gebracht.
Diese gezeigten Trullo oder Trullis sieht man hier auch in der Pfalz. Das ist aber nur ein Schutz gegen Wetterunbilden.
In Rheinhessen (Region Kreuznach, Alzey) sieht man auch solche Häuschen. In den eigentlichen Schutzraum kommt man manchmal nur mit Leiter.
Wir gesagt, in der Gallura kenne ich eigentlci nur die Granit-stazzus.
Wahrscheinlich sind diese Häuschen regional verschieden, je nachdem welches Baumaterial zur Verfügung stand.
Bis bald
Uwe
 

RosaVie

Mitglied
Es geht hier weder um Investmentsuche noch um Freudenhäuser.
Ich habe Interesse an natürlichen Bauweisen und bedanke mich für alle thematisch relevanten Hinweise bei Euch.
Sardinien bietet wie immer viel Inspiration.
 

aranxiu

Neues Mitglied
Also die sardischen Doerfer sind voll von Lehmbauten. Einfach mal "sardegna case di ladiri" oder "sardegna case terra cruda" bei Google eingeben und sich dann die Bilder ansehen. Da werdet ihr dann bemerken, dass ihr selbst schon sehr viele Lehmbauten in Sardinien gesehen habt. Anstatt gebrannter Ziegel wurden getrocknete Lehmziegel verbaut. Wie diese hergestellt werden, kann man hier sehen:
Da die Ziegel direkt auf der Erde verbaut wurden, gibt es oft Schwierigkeiten mit aufsteigender Naesse.
Anstatt sich also ein nagelneues "Naturhaus" zu bauen, kann man alternativ ein schon bestehendes vor dem Verfall retten.
Viele Gruesse
Ralf Vollmer
Architekt
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
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Die "Naturhäuser" diese alten kleinen Häuschen in den Dörfern sind aber wesentlich primitiver. Boden aus gestampftem Lehm, oft nur zwei kleine Zimmerchen, zum Hof ausgerichtet, eine Feuerstelle mit offenem Abzug (Loch) in der Decke. Ich wollte mal so eins aufbauen, aber die sind echt winzig und primitiver geht's nicht. Da muss man alles erneuern, aber die Innenhöfe sind richtig toll. Wenn man so ein Projekt in Angriff nehmen will, darf der Gaul nicht mit einem durchgehen ;) So viel wie möglich orignial lassen, hat seinen Reiz, könnte Gefühlssache sein, hat aber auch Nachteile, die im Nachhinein nicht mehr zu ändern sind. Auf jeden Fall eine geschlossene Fundamentdecke aus Beton/Zement planen, um aufsteigendes Radon (ich wiederhole mich) und aufsteigende Nässe zu verhindern.


Ich kenne aber auch ein wunderschön restauriertes geräumigeres Originalhäuschen mit sogar 2 Geschossen im Dorf, man muss eben mit den baulichen Nachteilen klar kommen.
 
Zuletzt geändert:

Georgie

Sehr aktives Mitglied
@wischw3 Dann sag mir bitte, wie ich das Problem lösen kann, gerne als PN. Mit der Aussage, das ist Unsinn, kann ich nichts anfangen. Danke
LG
Georgie
 

wischw3

Sehr aktives Mitglied
Gerne, kurz zusammen gefasst: Das statisch wirksame System bei einem Fachwerkhaus sind die Holzbalken. Stützen, Pfetten, Riegel und sog. Kopf- und Fußbänder. Die Festigkeit von Holz nimmt generell bei geringer Feuchtigkeit nicht ab. Im Gegenteil fördert eine zu hohe Holzfeuchte die Anfälligkeit gegenüber Holzschädlingen und Fäulnis, mit der Folge eines Stabilitätsverlustes. Ein anderer Punkt sind eventuell die (statisch unrelevante) Schwindung des Holzes und/oder der Gefache. Hierdurch kann dann eventuell nicht gewollte Feuchtigkeit in Fugen zwischen Holz und Gefachen eindringen und dort dann die o.g. Schädingungen bewirken.
Fazit: Ein trockener Holzbau ist statisch stabil.
Eventuelle Schwindrisse können zu Feuchtigkeits- und daraus folgend zu statischen Beeinträchtigungen führen.
Rüdiger,
Zimmermann, Architekt und Sachverständiger.

Aber. Jetzt sind wir eigentlich "off topic"
 
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