Hallo,
zuerst möchte ich mich einmal vorstellen. Ich lese hier schon bestimmt 11 Jahre mit. Wir campen mit dem Wohnmobil in einigen Ländern am Mittelmeer, sehr gerne Korsika und Kroatien, aber auch gerne in Süddeutschland, Österreich und Slowenien.
Wir waren nicht zum erstenmal auf Sardinien, auch 2008 waren wir schon mal da. Und es wird nicht das letztemal sein!

Positiv haben wir empfunden:
- das gleichbleibende, berechenbare, angenehm warme Klima (gegenüber Kroatien)
- die sehr freundlichen, rücksichtsvollen Sarden (ganz anders wie auf der Nachbarinsel)
- die Sarden sind nicht so hektisch wie die Festland Italiener, auch der Fahrstil ist entspannter
- die Traumstrände, wenn nicht gerade voll Seegras
- in der Vorsaison preiswerte, wenn auch meist einfache Campingplätze
- Gutes Essen und trinken zu angemessenen Preisen
- Die Möglichkeit auch einmal ein paar Stunden oder auch eine Nacht mit dem Wohnmobil an einem schönen Strand (Stintino) zu stehen ohne abgezockt oder beraubt zu werden. In Kroatien verboten, auf Korsika sehr gefährlich (wir sind keine Freisteher und bevorzugen Campingplätze)
- Das angenehme, Miteinander von hauptsächlich italienischen und schweizerischen Campern, viel freundlicher als zwischen Deutschen und Niederländern zu stehen

Negativ
- der viele Müll an den Straßenrändern, sorry dagegen ist Kroatien picobello!
- die lächerliche Mülltrennung! In der nähe von Stintino an einem Parkplatz sitzt ein netter älterer Mann in einer vollkommen vermüllten Umgebung und unterrichtet Touristen in Mülltrennung! Ich lache mich kaputt!
Bevor man den Sarden Mülltrennung beibringt, muss man ihnen mal beibringen, dass Müll überhaupt in die Tonne kommt und nicht am Straßenrand entsorgt wird!
Ich bringe ja auch keinem Kind, dass mit 8 Jahren noch in die Hose scheißt bei, mit dem Toilettenpapier sparsam um zu gehen
- die heruntergekommenen ungepflegten Städte wie Porto Torres, Olbia und Sassari. Im armen Kroatien war es selbst direkt nach dem Krieg sauberer!
- Sardinien ist nur dort gepflegt wo hauptsächlich Touristen sind, der Rest erinnert eher an Nordafrika.


Gruß mediterrancamper
 

Turbotobi76

Sehr aktives Mitglied
Hi,

entspannter Fahrstil? Ich muss zugeben ich bin in Italien noch nicht viel gefahren aber wenn das schlimmer ist als Sardinien lasse ich es in Zukunft lieber auch ;)

Wobei es außer den Touris nach meiner Beobachtung vor allem 2 Arten Einheimischer Autofahrer gibt, zu 90% Rennfahrer und zu 10% Schleicher. Beides nicht gerade optimal.

Die Mülltrennung ist wohl ein Teil des Problems, was die Müllabfuhr nicht mit nimmt landet dann direkt in der Landschaft, anders kann man sich kaum erklären das es so viele schwarze Müllsäcke an den Straßenrändern gibt.
Da hilft aber nur Beharrlichkeit und vielleicht auch mal der Versuch eine Strafverfolgung, jetzt von der Mülltrennung wieder weg zu gehen funktioniert auch nicht denn wohin mit dem Unmengen an unsortiertem Restmüll.
 
Camper und Mülltrennung in Sardinien wie Feuer und Wasser;););)

Das glaube ich nicht! Ich bin aus Deutschland gewohnt meinen Müll zu trennen und der wenigste Müll wird wohl von den deutschen oder schweizer Campern kommen.
Ich konnte beobachten, wie ein Doppelkabiner Fiat Ducato mit vier Bauarbeitern auf der Rückfahrt von der Arbeit ihren Müllsack in einer Parkbucht an der SS125 abstellten und das in aller Ruhe ohne Angst zu haben erwischt zu werden.
Ich glaube sogar, dass die strikte Mülltrennung die Ursache für das Problem ist wie in Deutschland auch.
Beispiel: vor 10 Jahren konnte ich meinen Sperrmüll und Elektroschrott zu festgesetzten Terminen 4 mal im Jahr an der Straße ablegen. Dann wurde es anders geregelt: Man muss den Sperrmüll und Elektroschrott vorher anmelden, wird das versäumt, bleibt der Müll liegen. Was macht dann mancher Zeitgenosse? Der Kühlschrank und die Autoreifen landen im deutschen Wald!
Man darf es den Leuten nicht zu schwer machen ihren Müll los zu werden.
Anderes Beispiel: Wir haben hier im schönen Westerwald einen "ÖKO" Camping, der überhaupt keine Mülltonnen hat. Man erwartet von den Campern, die überwiegend aus Köln und Düsseldorf kommen dass sie ihren Müll mit nach Hause nehmen. Macht das jemand? Jeden Montag haben wir den Müll im schönen Westerwald.
Übrigends: ich war mal gegen das Dosen u. Flaschenpfand da ich nie so etwas aus dem Fenster geworfen habe. aber ein solches Einwegpfand könnte auf Sardinien etwas helfen.
Bei Rock am Nürburgring hilft das Einwegpfand aber gar nicht. Am Tag nach dem Event kann man sich am Nürburgring mit Flaschensammeln dumm und dämlich verdienen.
Nun genug, wir weichen vom Thema ab, es war ein schöner und gelungener Urlaub und ich werde wiederkommen!
Gruß Mediterrancamper
 
Hi,

entspannter Fahrstil? Ich muss zugeben ich bin in Italien noch nicht viel gefahren aber wenn das schlimmer ist als Sardinien lasse ich es in Zukunft lieber auch ;)

Wobei es außer den Touris nach meiner Beobachtung vor allem 2 Arten Einheimischer Autofahrer gibt, zu 90% Rennfahrer und zu 10% Schleicher. Beides nicht gerade optimal.

Die Mülltrennung ist wohl ein Teil des Problems, was die Müllabfuhr nicht mit nimmt landet dann direkt in der Landschaft, anders kann man sich kaum erklären das es so viele schwarze Müllsäcke an den Straßenrändern gibt.
Da hilft aber nur Beharrlichkeit und vielleicht auch mal der Versuch eine Strafverfolgung, jetzt von der Mülltrennung wieder weg zu gehen funktioniert auch nicht denn wohin mit dem Unmengen an unsortiertem Restmüll.

Die Kamikaze Rennfahrer die an unübersichtlicher Stelle überholen und die Penner habe ich eher auf der Nachbarinsel Korsika gesehen, auf Sardinien nicht.
Auch hat der Zebrastreifen auf Sardinien noch seine Bedeutung. Auf Korsika nich1

Was mich nur gewundert hat ist, dass große Teile der Küstenstraße z.B. von Vignola Mare nach Santa Teresa Gallura auch auf schnurgeraden Strecken auf 50km/h begrenzt sind und sich niemand daran hält und das Tempo zum Teil um das doppelte überschritten wird.

Von Korsika bin ich gewohnt, mich peinlichts an die Begrenzung zu halten da es sonst teuer wird.

Auch auf der E35 von Olbia nach Sassari ist Tempo 50 und durchgezogene Linie. Zuerst habe ich mich daran gehalten, aber als dicke Trucks hinter mir drängelten und hupten, habe ich bis auf 75Km/h beschleunigt und wurde trotz durchgezogener Linie noch überholt. O.K war kerzengerade.

Wird das Tempolimit auf Sardinien nicht so heiß gegessen wie auf Korsika?
Gruß
Mediterrancamper
 

mare

Sehr aktives Mitglied
Wird das Tempolimit auf Sardinien nicht so heiß gegessen wie auf Korsika?

Hallo,
Danke für deine positiven und negativen Eindrücke....
Oh, doch, wenn du dann geblitzt oder erwischt wirst, sind die Strafen auch für Verkehrsdelikte verhältnismäßig sehr hoch. Es wird geblitzt und auch mit Laserpistolen gemessen.
Autoveloxkontrollen sind normalerweise vorher angekündigt.
Einheimische wissen eher wo Kontrollen sind oder sein könnten.
Schau mal hier zB
https://www.sardinienforum.de/tags/strafzettel/

Das weiß man halt generell nie vorher, ob man kontrolliert wird oder evtl. gar jemand die Polizei ruft.
Wildcampen ist genauso verboten und kann auch teuer bestraft werden.
Genauso wie manches andere, woran man evtl. nicht damit rechnet,
zB Zona Traffico Limitata oder keinen Sand mitzunehmen oder die Dünen nicht zu betreten etc..

Hier mal ein paar Beispiele
https://www.sardegnainblog.it/en/top-10/10-ways-to-avoid-fines-in-sardinia/
 
Danke Mare
Also wir sind gewohnt uns strikt an die Regeln des Reiselandes zu halten. Und hatten deshalb in noch keinem Reiseland Probleme!
Wildcamper sind wir so wie so nicht weil wir den Komfort und die Sicherheit eines CP zu schätzen wissen.
In Frankreich werden Wildcamper überfallen und in Kroatien von der Polizei geweckt, was angenehmer ist, beides brauchen wir nicht! Und wir möchten uns auch nicht in die Reihe der asozialen Reisemobilfahrer einreihen die ihre Fäkalienkassete am Berchida Strand in die Büsche ausleeren.

Mit dem Sand wissen wir. Mit dem Tempolimit habe ich mich langsam an die Fahrweise der einheimischen herangetastet und habe auch einen "Warner" der schreckliche Geräusche macht.
Allerdings wollte ich mit meinem Wohnmobil auch kein Verkehrshindernis für einheimische sein, die morgends zur Arbeit müssen.
Ich als Außendienstler ärgere mich oft genug über die Wohnmobilfahrer bei uns an Mosel und Rhein die mit Tempo 50 die Einheimischen und sogar die Traktoren behindern

Gruß
 

TCamper

Sehr aktives Mitglied
Auch auf der E35 von Olbia nach Sassari ist Tempo 50 und durchgezogene Linie. Zuerst habe ich mich daran gehalten, aber als dicke Trucks hinter mir drängelten und hupten, habe ich bis auf 75Km/h beschleunigt und wurde trotz durchgezogener Linie noch überholt.
Das nennst du entspannt? Mich hat das letztes Jahr den letzten Nerv gekostet.
 
Ja, hast du Recht. War nervend zumal keine Parkbuchten vorhanden waren, wo ich die Drängler mal vorbei lassen konnte. Das war aber die Ausnahme!
Auf den schönen Küstenstraßen, die übringends in einem viel besseren Zustand sind als die total kaputte vierspurige von Porto Torres nach Sassari sind, hat nie jemand hinter meinem relativ langsamen Wohnmobil gehupt.
Allerdings lasse ich auch, sobald sich die Möglichkeit ergibt, schnellere Fahrzeuge vorbei, was ich mir auch von deutschen und vor allem niederländischen Campern an Rhein und Mosel wünschen würde
 
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Reactions: KSL
Meine schönsten Erlebnisse auf Sardinien:
Spät abends nach der Ankunft in Porto Torres suchten wir einen Übernachtungsplatz. CP waren alle dicht und wir landeten bei Badesi Spiaggia Li Junchi. Der Platz war schon sehr voll mit italienischen Wohnmobilen, aber man rückte zusammen und machte uns Platz. Kenne ich von meiner Heimat Rheinland gar nicht, wo Deutsche und Niederländer großzügig ihre Claims abstecken und blockieren, halt eben Ellenbogengesellschaft. Das scheint bei Italienern und Schweizern nicht so verbreitet zu sein.

Zu einem selbst bereiteten Essen fehlte mir Rosmarin. Im nahegelegnen Tante Emma Laden fragte ich danach. Hatte man natürlich nicht, aber man bat mich in den eigenen Garten und ich sollte mir dort Rosmarin abschneiden, aber bitte nicht alles mitnehmen! Einfach toll!
 

leerotor

Sehr aktives Mitglied
hallo mediterancamper
die unterschiede zwischen Korsika und Sardinien kann im grossen und ganzen bestätigen:
die korsen fahren grundsätzlich in der strassenmitte/links,(wahrscheinlich waren die ersten Fahrlehrer Engländer) während die Sarden im allgemeinen rechts fahren, nur die kurven werden gnadenlos geschnitten(bevorzugt die unübersichtlichen). die Sarden sind alle sehr gläubige menschen und jeder hat min 4 gesegnete Amulette im fzg.
u.a motoradfahrer vom kontinent versuchen diesen überholstil zu übernehmen und scheitern dann natürlich kläglich....
die medizinische Versorgung mit Lesebrillen ist auf beiden Inseln misserabel…..ein vorausfahrendes Fahrzeug wird nur dann erkannt wenn man das kleingedruckte auf dem zulassungsstempel gut lesen kann...
ich greife oft zur Höchststrafe und setze den rechten blinker zum zeichen ,dass gefahrlos überholt werden kann.....dass wiederum verdirbt manchen den ganzen spass und sie warten bis zur nächsten unübersichtlichen kurve......
..die tempokontrollen und die dafür fälligen strafen sind auf beiden Inseln ehr vergleichbar.
auffällig auf Sardinien ist wiederum, dass nach dem Mittagessen die akressivität deutlich zunimmt( "weisst du wir Sarden trinken wein zum pranzo") .
den ausgeprägten "kuschelfaktor" bei ital womos hast du ebenfalls schon entdeckt. Dieser kuschelfaktor ist auch auf den ital Autobahnen sehr ausgeprägt.
das die Sarden keinen Anspruch auf eine perfekte Grammatik der Landessprache stellen, sondern sich schon freuen wenn der Besucher es wenigstens versucht, ist ein sehr angenehmer unterschied zur nachbarinsel.

die einstellung: egal ,scheissegal führt zu sehr unschönen müllablagerungen und zwar überall, führt aber auch dazu, dass in der vor/Nachsaison niemand sich daran stört wenn ein womo mal ausserhalb rumsteht....im ordentlichen Mitteleuropa wird jedes bonbonpapier ordentlich entsorgt(nicht immer aber immer öfter) und sofort die Polizei gerufen wenn ein fremder mal irgendwo länger parkt. Die importierten resisdenten zeigen dieses verhalten immer wieder mit ihren beiträgen auch in diesem Forum.

auf der nachbarinsel hat sich so in etwa seit der afrikanischen besetzung (piet Noir, besonders im sandstrandbereich zw bastia und ajachio) ein ausgeprägter Terror durch eine cp mafia ( die reg polizei ist dabei nie in erscheinung getreten) gegenüber womos ausgebildet, dass ich beschlossen habe: da wo man mich nicht haben will, muss ich auch nicht mehr hin.
Fazit Sardinien/ital ist einfach klasse von mitte september bis max mitte Juni und in der restlichen zeit caro,caldo und completto.
mfg felix
 

peko

Sehr aktives Mitglied
setze den rechten blinker zum zeichen ,dass gefahrlos überholt werden kann.....dass wiederum verdirbt manchen den ganzen spass und sie warten bis zur nächsten unübersichtlichen kurve.....

Kann ich dir erklären: rechter Blinker des Vorausfahrenden wird meist als "Bleib rechts, überhol nicht, da kommt was entgegen" interpretiert. Andere Länder, andere Interpretationen ...
 

leerotor

Sehr aktives Mitglied
hallo peko
danke für die Erklärung....so sie denn stimmt.????????
und wieso bedanken sich dann auch sehr viele Verkehrsteilnehmer incl der Sarden dann dafür?

mfg felix
 

peko

Sehr aktives Mitglied
hallo peko
danke für die Erklärung....so sie denn stimmt.????????
Nein, natürlich stimmt sie nicht, hab ich frei erfunden ;). Und jetzt erfinde ich noch was: Wenn ich - überwiegend im Ortsgebiet einen Fußgänger am Straßenrand bei gleichzeitigem Langsamerwerden mit der Lichthupe anblinke : in Österreich bedankt sich der (oder auch nicht), dass ich ihn rüberlasse und überquert die Straße. In Sardinien hüpft der Angeblinkte (meist, nicht immer) erschrocken zurück, weil er glaubt, ich will ihn warnen, vor mir die Straße zu betreten.

und wieso bedanken sich dann auch sehr viele Verkehrsteilnehmer incl der Sarden dann dafür?
Weil's manche so verstehen, wie Du es gemeint hast, und andere so, wie es ihnen ihr Überlebensinstinkt (noch nicht mitteleuropäisch wegtrainiert) befiehlt.

LG
peko

PS Klar, was jetzt kommt: Und wieso überholen sie dann vor/in Kurven? Machismo, Selbstein- und manchmal Überschätzung, Hang zum "sportlichen" Fahren, Überlebensinstinkt beim Hinterherzockeln hinter deinem rechten Blinker restlos aufgebraucht ...
 

KSL

Sehr aktives Mitglied
Olbia - extem 'runtergekommen'???
Wir sind vor ein paar Stunden wieder in D angekommen nach einem tollen Urlaub im Raum Olbia/Golfo Aranci.

Ich gehöre hier zu denjenigen, die immer mal wieder das Müllproblem beklagen, muss aber von einem in diesem Sommer sehr positiven Eindruck berichten. Olbia ist und bleibt keine Schönheit, aber es tut sich langsam aber sicher etwas zum Guten, in der Altstadt und auch außenrum. Gleiches gilt für Golfo Aranci. Wir haben dieses Jahr so häufig, auf Haupt- und Nebenstraßen Trupps der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung gesehen, die die Strecke gesäubert haben. Wir haben viel weniger wilde Ablagerungen bemerkt und wenn, dann waren sie nach kurzer Zeit beseitigt. Wenn das kein Strohfeuer ist, habe ich Hoffnung...!

Der Begriff "runtergekommen" trifft für Olbia aber bestimmt nicht zu!
 

Sabina

Sehr aktives Mitglied
Manchmal ist die Erwartungshaltung der Touristen auch merkwürdig bis interessant... fällt mir noch mehr in der Toscana auf als auf Sardinien... wenn da dann mal hinter Pisa Flughafen eine Ecke nicht so schön ist, oder die geothermischen Anlagen auf dem Weg von Süden in Richtung Volterra, dann finden sie es 'komisch' und 'gar nicht toskanisch' .... ja, es gibt Industrieanlagen und ja, auch manche 'Ecke' ist nicht wie auf den Postkarten ;)):p
So ist es wohl auch mit Olbia, ist einfach eine Stadt, mit Flughafen, Hafen, etc pp, kein künstliches Porto Cervo oder ähnl.
 

LA -Lorenz

Sehr aktives Mitglied
- die heruntergekommenen ungepflegten Städte wie Porto Torres, Olbia und Sassari
Deine Wahrnehmung zu den Städten kann ich so nicht stehen lassen, Porto Torres ist keine heruntergekommene ungepflegte Stadt, es gibt die Industrieanlagen die teilweise nicht mehr im Betrieb sind, hatt aber nichts mit der Innenstadt selber zu tun, ich bin gerne in der Stadt , gehen auch regelmäßig dorthin zum Essen, auch Sassari ist für mich eine wunderbare Stadt, zwar mit dem Auto etwas schwierig deswegen fahren wir mit dem Zug von Olmedo bzw. mit dem Bus dorthin aber die Stadt ist super da ist leben drin, die Touris fahren nur durch oder fahren zu den großen Supermärkten aber kennen, bzw richtig wahrnehmen tut sie keiner.
in manchen Sachen kann ich dir zustimmen, aber das du diese Städte als heruntergekommen und ungepflegt bezeichnest finde ich schon unverschämmt, besonder der Vergleich mit den Nordafrikanischen Städten finde ich dreist besonders weil ich genau diese Städte wie Sousse, Tunis, Djerba und andere aus Berufswegen gut kenne kann ich diese Meinung nicht nachvollziehen.
 
Zuletzt geändert:

monalisa

Sehr aktives Mitglied
hallo Lorenz

ich hatte Porto Torres nur ganz früher gekannt - so vor 40 Jahren etwa - das war wirklich eine stinkende, hässliche Hafenstadt. Letztes Jahr, auf dem Weg nach Alghero fuhr ich aus Versehen in die Stadt, weil ich die Umgehung verpasste, und war erstaunt, wie schön sie ist - so dass ich auf dem Rückweg nochmal hinein fuhr und ausstieg, um genauer hin zu sehen. Sassari hab ich bis jetzt gemieden, wegen der Parksituation. du musst mich mal aufklären, wie man das am Besten löst.

monalisa
 

Wesu

Sehr aktives Mitglied
Wir haben das Problem auch mit dem Zug gelöst, allerdings von Alghero aus. Nach ner guten halben Stunde waren wir da. Bahnhof Sassari ist direkt im Zentrum.

Bahnhof Alghero
DSCN2847-Alghero.JPG

Bahnhof Sassari:
DSCN2865-Sassari.JPG
 
Zuletzt geändert:

LA -Lorenz

Sehr aktives Mitglied
.....
das war wirklich eine stinkende, hässliche Hafenstadt.
die Zeiten ändern sich, und wenn der erste Eindruck nicht so gut ist meidet man meistens diese Orte, aber genau das war der Grund warum ich diese Städte genauer betrachtet habe weil sie keiner so toll findet.
Jetzt ist es so das wir jedes Jahr mit der Nonna nach Porto Torres zum Essen gehen müssen weil wir ein super Lokal mit super netten Personal gefunden haben, auch die Bars ( ohne Nonna ) besuchen wir immer wieder.

Vieleicht Monalisa schaffen wir es mal gemeinsam dort essen zu gehen, würde mich freuen.
Ja Sassari ist mit dem Auto ein Glücksspiel, deswegen mit dem Zug , da der Bahnhof wie Wesu schon beschrieben hat aber direkt im Zentrum hält ist das wirklich eine Alternative.
 
Zuletzt geändert:

nonna

Sehr aktives Mitglied
Sassari: auch für uns eine wunderbare Stadt, zum "lädele" in den Gassen der Altstadt, Konzerte hören, zB im Vecchio mulino, gut essen, übernachten in einem der vielen BnB....nur leider ist der untere Teil der Altstadt schon sehr am bröseln: viele verlassene, unbewohnbare Häuser, geschlossene kleine Läden. Da müsste einiges investiert werden um die Strukturen zu erhalten.
 
Also für mich ist Porto Torres sehr heruntergekommen.
Jeder hier kann das in meinem Anhang markierte Viertel mit Google Streetview abfahren und sich selbst ein Bild machen. Ich wartete auf dem Parkplatz in der Mitte auf die Fähre und hatte Zeit mich in der Gegend der römischen Ausgrabungen und der Stazione Marritima um zu sehen:
Die relativ neuen Mauern der Stazione über und über mit Grafiti beschmiert, überall abbruchreife Häuser.
Die Grundstücke mit provisorischen Bauzäunen begrenzt, die Bürgersteige mit Unkraut überwuchert und di9e obligatorischen orangen Plastiknetzen die normalerweise als Baustellenabsicherung dienen, dienen hier als Gartenzaun!
Auf diesem Parkplatz würde ich übrigends kein Auto alleine stehenlassen. Die vielen Glasscherben zeigen deutlich was hier abgeht. 50m neben uns wurden bei einem Mercedes deren Eigentümer nur 30 min die Ausgrabungen besuchten ein Einbruchversuch am hellichten Tag unternommen.

Vielleicht sind wir von Kroatien zu verwöhnt, auch Trogir und Starigrad/Hvar sind Hafenstädte aber sehr gepflegt, da klaffen Welten zwischen Kroatien und Porto Torres. Auch auf der Nachbarinsel Korsika sind die Hafenstädte Bastia, Ajacchio und L ile Rousse sauber und gepflegt.
Sardinien hat schon seine schönen Seiten. Santa Teresa de Galura, San Teodoro und Umgebung sind gepflegt

porto torres.JPG
 

Sabina

Sehr aktives Mitglied
So, jetzt muss ich doch nochmal zu dem Thema schreiben:
also Trogir ist wirklich sehr schön, ohne Frage auch gepflegt, aber sich jetzt so eine hübsche Stadt (Ministädtchen) rauszugreifen und das dann ausgerechnet direkt mit Porto Torres zu vergleichen... naja, ich habe in Trogir keinerlei Industrie gesehen, ob alt oder neu, und wenn man etwas direkt vergleicht, dann sollte die Vergleichsgrundlage auch passen; so kann man Trogir vielleicht mit Santa Teresa vergleichen, beide hübsch, klein, gepflegt, beide keine Industriestandorte, oder vergleiche es mit Baia Sardinia oder ähnl.;

ausserdem darf man nicht vergessen, dass massenhaft EU-Gelder nach Kroation geflossen sind, gerade um auch die Marinas und die Städtchen dazu wieder in Schuss zu bringen;
 

Sbodeschuh

Sehr aktives Mitglied
Und noch was: vor 20 Jahren war Porto Torres gar nicht schön. Mittlerweile mausert es sich ganz gewaltig. Ist halt viel Industrie und ein Hafen - braucht man auch. Aber gerade der nördliche Teil und das Ufer haben sich in den letzten Jahren ziemlich herausgeputzt.

Aber wems in Kroatien besser gefällt, der kann ja dahin fahren. Wär ja furchtbar, wenn alle am gleichen Ort sind.
 

KSL

Sehr aktives Mitglied
Ich darf mich selber zitieren:
Hätte ich ja auch immer gesagt, wir wohnen ja in Golfo Aranci, aber alleine das Abendessen vor der Abfahrt im Ristorante San Gavino in Porto Torres, der tolle Wein zu fairen Preisen, rechtfertigt die Fahrt dahin aus unserer Sicht... zudem fahren wir gerne von und nach Toulon und fahren über Frankreich zurück!
 
Hallo, ich möchte Sardinien ja gar nicht schlecht machen und komme garantiert wieder, ich war ja auch 2008 schon mal auf der Insel.
In meinem 1. Beitrag habe ich schon deutlich geschrieben das ich überwiegend positive Eindrücke hatte, aber es muß auch erlaubt sein zu sagen was nicht gefällt! Ich sage auch was mir in Kroatien oder auf Korsika nicht gefällt
@Sabina
wie Du sagst ist Trogir wirklich picobello, aber auch eine Hafenstadt mit nicht unerheblicher Schiffswerft, das ist schon mit Porto Torres vergleichbar. Schiffswerft Trogir
Wie Du sagst sind nach EU Beitritt 2013 tatsächlich viele Gelder nach Kroatien geflossen, aber Kroatien war auch vor 2013 schon gepflegt und die hervorragenden Autobahnen wurden ohne EU Fördermittel schon vorher erstellt.
@Sbodeschuh
Ich werde dorthin in Urlaub fahren, wo es mir gefällt, kann nächstes Jahr Kroatien, Korsika oder Sardinien sein. Diese 3 Ziele sind immer meine Favoriten. Jedes Ziel hat seine Vor-und Nachteile die ich durchaus kenne
Mit freundlichen Grüßen
Mediterrancamper
 

casa sardegna

Sehr aktives Mitglied
DU BRAUCHST DEINE SÄTZE NICHT PERMANENT FETT ZU SCHREIBEN, UM DEN INHALT NOCH WICHTIGER ZU MACHEN ALS ER OHNEHIN SCHON IST

Vielleicht fließen eben weniger Fördergelder nach Sardinien als nach Kroatien oder man geht damit anders um. Auch in Frankreich wird das Geld anders verteilt und in manchen Ecken Marseilles wird es nicht anders aussehen als im Industriehafen von Porto Torres.

Und natürlich steht es Dir frei, Deinen Eindruck von Sardinien auch in anderen Orten als in den drei bekritelten Städten zu sammeln und ggf. zu revidieren. Ich empfehlte Porto Cervo, Baia Sardinia, Marinella und Porto Rotondo. Ist blitzsauber, Camper werden abends aus den Orten geschickt, damit die Womos das Stadtbild nicht beeinträchtigen und alles ist schön. Hat aber wenig mit dem "echten" Sardinien zu tun. Das Thema Müll wurde hier schon ausführlich diskutiert und ist nicht von den Sarden hausgemacht, um die Touristen von der Insel abzuschrecken. Der Tourismus incl. Camper leisten ihren Beitrag, selbst wenn Du da eine positive Ausnahme bist.

Trotzdem viel Spaß bei Deinem nächsten Urlaub auf der schönsten Mittelmeerinsel von allen.
 
Zuletzt geändert:
@casa sardegna .
Zur Zeit fließen sicher mehr Fördergelder nach Kroatien als nach Sardinien, denn schließlich ist Kroatien neu dabei und kann es auch gebrauchen.
Sardinien jedoch hat seit 1950 Fördergelder in rauhen Mengen von Norditalien erhalten, auch die Chemie Industrie in Porto Torres stammt aus der Förderung! Ab den 1970er Jahren kassierte Sardinien Unmengen an EU-Förderung ohne etwas daraus zu machen! Siehe Stazione Marittima Porto Torres,
Mit Förderung der EU erbaut (blaues Schild) noch nicht fertig und schon verfallen Stazione Marittima bitte lesen! Alles voller Grafiti, Toilettentüren ausgehängt, Spülung defekt. Ist das nicht Nordafrika oder noch schlimmer?

Das Müll und Dreckproblem wird man mit Fördergeldern genau wie in Neapel nicht in den Griff kriegen. Ist eben Mezzogiorno. Jeder Norditaliener kennt das Problem und weiss, das Afrika hinter Rom anfängt.
Nicht umsonst gibt es die Lega Nord
Für die kaputten Straßen in Porto Torres und Sassari können die Bürger nichts, aber das sie ihren Bürgersteig nicht sauber halten, kein Unkraut jäten, den Müll aus dem 2 Stockwerk im Beutel auf die Straße platschen lassen, dafür können sie sehr wohl!

Du erwähntest die Camper.
Da muss ich Dir Recht geben. 2008 war ich mal kurz am Berchida Strand und habe gesehen wie die Camper ohne Infrastruktur dort frei stehen, besser gesagt "Hausen" und ihre Fälkalien einfach in die Büsche entsorgen.
Auch bei Rena Majore stehen zu viele Camper ohne Infrastruktur wie Toiletten und Entsorgung am Strand.
Da ist Sardinien zu liberal und läßt den Campern zu viel Freiheit was ja einerseits schön ist, aber viele Camper ausnutzen und die Sau raus lassen Auf Korsika hätten die "Freisteher" gewaltigen Ärger mit den Einheimischen, in Kroatien ist Freistehen streng verboten und kostet richtig Geld.

Wir waren jedenfalls saubere Camper und haben an allen Nächten auf einem offiziellen Camping übernachtet und unseren Müll peinlichst unter sardischer Aufsicht getrennt obwohl direkt neben dem Camping ein wilder Müllhaufen war.

Und jetzt ist Schluß für mich mit dem Thema, ja ich schreibe noch mal fett!
Denn ich habe schon bemerkt das ich nach dem Müll auf Sardinien google, statt mich an die schönen Dinge auf Sardinien zu erinnern, Sardinien ist so wie es ist, Korsika und Kroatien auch. Ein Paradies werde ich mir nicht malen können.

Gruß Mediterrancamper
 
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