"L'Ortobene"
Dass ich einmal auf eine Kirchenzeitung aufmerksam machen würde, hätte ich nicht gedacht. Die Rede ist von "L'Ortobene", der Wochenzeitung der Diözese Nuoro. Die Ausgabe vom 24.1.2016 enthält einige lesenwerte Beiträge, die über das übliche Niveau mancher kirchlicher Blätter hinaus gehen.
Zwei Beispiele: Der Leitartikel von Michele Tatti, "Auf der Seite der Ausgeschlossenen", greift ein in Vergessenheit geratenes Thema auf, die Asbestproduktion in der Ex-Chemiefabrik Montefibre/Enichem in Ottana. Die überdurchschnittlich hohe Rate der Tumorerkrankungen bei den Arbeitern u. Arbeiterinnen wird auf die damalige Asbestproduktiom in der Fabrik zurückgeführt. Ein Aktivist unter den Arbeitern, Raffaele Curreli, sagte 2012: "Die ehemaligen Arbeiter der Enichem sterben weg wie die Fliegen, und niemand tut etwas dagegen", vier Monate später war auch er tot. Der Chefredakteur verspricht, dass sich "L'Ortobene in vorderster Linie am "politischen Kampf" (wörtlich) gegen das Vergessen beteiligen werde.
Der zweite Artikel von Matteo Marteddu, "Porträt eines Gewerkschafters, Poeten und 'Cantautore' der sardischen Sprache", ist ein einfühlsamer Nachruf auf Lorenzo Pusceddu, der im Alter von 68 J. kürzlich verstorben ist. Sowohl seine Rolle als langjähriger Führer der sozialistisch-kommunistischen Gewerkschaft CGIL der Provinz Nuoro, als auch sein umfangreiches literarisches Werk in "Limba Sarda" werden ausführlich gewürdigt.
Weitere Beiträge setzen sich kritisch mit mit der "Continuità Territoriale"-Politik der Regionalregierung auseinander und der Tatsache, dass die Region 26 Millionen Euro aus EU-Mitteln zur Förderung der Ländlichen Entwicklung ("Sviluppo rurale") nicht ausgegeben hat (!).
"L'Ortobene" erscheint im 91. Jahrgang, das Jahresabo des wöchentlich erscheinenden Blatts kostet 30 €, Postzustellung inklusive, u. kann bei "redazione@ortobene.net" bestellt werden.
Günther
Zwei Beispiele: Der Leitartikel von Michele Tatti, "Auf der Seite der Ausgeschlossenen", greift ein in Vergessenheit geratenes Thema auf, die Asbestproduktion in der Ex-Chemiefabrik Montefibre/Enichem in Ottana. Die überdurchschnittlich hohe Rate der Tumorerkrankungen bei den Arbeitern u. Arbeiterinnen wird auf die damalige Asbestproduktiom in der Fabrik zurückgeführt. Ein Aktivist unter den Arbeitern, Raffaele Curreli, sagte 2012: "Die ehemaligen Arbeiter der Enichem sterben weg wie die Fliegen, und niemand tut etwas dagegen", vier Monate später war auch er tot. Der Chefredakteur verspricht, dass sich "L'Ortobene in vorderster Linie am "politischen Kampf" (wörtlich) gegen das Vergessen beteiligen werde.
Der zweite Artikel von Matteo Marteddu, "Porträt eines Gewerkschafters, Poeten und 'Cantautore' der sardischen Sprache", ist ein einfühlsamer Nachruf auf Lorenzo Pusceddu, der im Alter von 68 J. kürzlich verstorben ist. Sowohl seine Rolle als langjähriger Führer der sozialistisch-kommunistischen Gewerkschaft CGIL der Provinz Nuoro, als auch sein umfangreiches literarisches Werk in "Limba Sarda" werden ausführlich gewürdigt.
Weitere Beiträge setzen sich kritisch mit mit der "Continuità Territoriale"-Politik der Regionalregierung auseinander und der Tatsache, dass die Region 26 Millionen Euro aus EU-Mitteln zur Förderung der Ländlichen Entwicklung ("Sviluppo rurale") nicht ausgegeben hat (!).
"L'Ortobene" erscheint im 91. Jahrgang, das Jahresabo des wöchentlich erscheinenden Blatts kostet 30 €, Postzustellung inklusive, u. kann bei "redazione@ortobene.net" bestellt werden.
Günther
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