Oh!
Für Aussteiger-VersucherInnen wohl eine gute Idee..... Ob es der Gemeinde was bringt?
Die Jungen wandern ja überall ab, sowieso aus abgelegenen Orten.
 
Ich denke, dass es ein Versuch ist, junge Leute wieder anzusiedeln. Es werden ja Familien bevorzugt.
Es sind auch sonst Programme am Werden für die Wiederbelebung der kleinen Dörfer.
Finde ich gut, solche Bestrebungen.
 
Da hast Recht.....schwierig ist leider die Infrastruktur. Was nutzt es Familien mit Schulkindern, wenn Schulen, Einkaufsmöglichkeiten usw. extrem weit weg sind?
Später dann Jugendliche, die nun mal lieber aktiv sind........
 
@Georgie, ja...und doch, müsst man mehr für wohnen zahlen.........Ich mein ja, dass es grad für Familien wohl eher schwierig wird. Mit Kindern muss man anders entscheiden, mehr berücksichtigen, oder?
 
Hallo @MariaJ. - Du stellst Dir den Ort offensichtlich völlig falsch vor, schau ihn Dir doch mal an. Dass Jugendliche dereinst wegziehen werden ist absehbar aber das liegt ja in der Zukunft. Bringen tut das der Gemeinde so oder so etwas, nämlich Steuereinnahmen und darüber hinaus internationale Bekanntheit. Zudem kann so ein Angebot gerade auch für jüngere Sarden, die mal noch zur Miete wohnen wollen, interessant sein, sofern sie sich vom Job her vorstellen können, im Grossraum Nuoro zu wohnen. Ich kenne auf Sardinien etliche Leute, die pendeln täglich deutlich weitere Strecken als Ollolai-Nuoro. Ja, Familien werden offenbar bevorzugt, aber es ist ja keine Bedingung für eine Bewerbung. Ich vermute mal, die Nachfrage wird nicht gerade klein sein.
LG, Maren
 
Zuletzt geändert:
@Maren, hm...vielleicht nicht? Es liegt doch ziemlich weitweg von grösseren Städten und darum wohl für Junge oder Kinder eher abgelegen........
Für kinderlose Leute oder ältere sicher ein Superangebot. Insbesondere wenn man Ruhe sucht. Das mein ich absolut nicht bös...
Klar, die Gemeinden können von solchen Angeboten nur profitieren. Auch bei uns pendeln viele Leute länger hin und her. Halt auch meist, weil sie an den Wohnort gebunden sind oder nix günstiges woanders finden......
LG MariaJ.
 
Insgesamt klingt das Projekt für mich, wenn man sich die Bedingungen anschaut, gut durchdacht. Interessant was u.a. für Kinder angeboten wird für die "Neu-Mieter". Dass Schulen bis seconarie (bzw. medie) vorhanden sind ist natürlich auch ein relevanter Vorteil für den Ort.
Man muss allerdings auch etwas bieten, wenn man so ein Haus mieten möchte, wenigstens wenn die Nachfrage wider Erwarten nicht winzig sein sollte. Für die Verwirklichung tendenziell diffuser Ausstiegs-Träume ist das Projekt wohl eher nicht geeignet.
Man wird bestimmt bald einmal mehr erfahren, die Anmeldefrist läuft ja demnächst ab. Und wie man sich medial in Szene setzt, dass wissen sie in Ollolai (gut so!). Danke @Bisso fürs Posten, mit würde interessieren, was daraus geworden ist, vielleicht liest Du ja mal etwas darüber...
 
perfekt für online-Arbeitende!
Die nehmen den dortigen Arbeitnehmern oder kleinen Selbständigen keinen Arbeitsplatz weg,
was auf dem Land eh nicht geht oder aber nur böses Blut erzeugt falls jemand von auswärts die Konkurrenz vor Ort belebt,
aber gut für alle, die eine Alternative suchen und eben einen Ort jenseits des üblichen städtischen Wahnsinns.....
 
und für die, die damit leben können dass manchmal halt getratscht wird im Dorf über die komischen stranieri
wennde mit roten Sandalen einkaufen gehst in den Dorfladen oder im Februar baden gehst oder nicht bei jeder Hochzeit eingeladen werden willst
oder beim Dorffest nicht anwesend warst oder als Frau allein im Wald spazierengehst
oder dein Hund auf Anweisungen hört die die Einheimischen nicht kennen, dann biste schnell verschrien
oder wennde deinen Garten nach Permakulturgesetzen betreibst dann dito, denn das kennen die meisten nicht

da denkste dir in DE/AT/CH nix dabei, auf der Insel isses aber manchmal ein sogenanntes no go
zumindest am Anfang, die Leut gewöhnen sich irgendwann auch
wennde so allgemein sozial zumindest halbwegs anerkannt bist
wennde keinen Bock hast auf zuviel Dorfgemeinschaft und lieber dein eigenes Ding machst,
dann kauf dir lieber was ausserhalb des Dorfes
und lad Jäger, forestale und Nachbarn regelmässig mal ein zu nem netten Wildschweinbraten oder so
dann passt das schon
 
Liebe Corona Niedda
nun, ich weiss nicht was Du 'machst', sowas haben wir nie erlebt........Ansatzweise vielleicht von Menschen, die halt speziell sind und das wohl überall....;)

Manche unserer 'Gepflogenheiten' wurden/werden mit einem herzlichen Lachen entgegen genommen und ja klar, Einheimische einladen ist stehts eine Bereicherung. Ob 'interne' Mahlzeit oder auch mal was aus Abstammungsland, interessiert daran waren sie (fast) immer.:D

Grüsse
MariaJ.
 
Auf unser Anraten, vor mehr als 20 Jahren, haben unsere knapp erwachsenen Kinder ihre Freunde bezw. Freundinnen der Nachbarschaft als "Verlobte/r" vorgestellt, das ging so eher durch als nur als Freund und Freundin die Ferien zu verbringen.
Unsere Nachbarin war auch einmal sehr erstaunt und fand es ziemlich "strano", dass unsere Freunde Protestanti seien...bei uns haben sie immer automatisch angenommen, dass wir katholisch sind, wir haben dann auch nicht explizit korrigiert um nicht noch grössere Verwunderung hervorzurufen.
Nun das ist lange her, Castelsardo sowie viele andere touristische Orte haben sich an komische Ausländer mehr oder weniger gewöhnt, ob das aber in abgelegenen Orten auch so ist?
 
Ich empfinde mein Leben im sardischen Ort nicht eng. Überall muss man sich bis zu einem gewissen Grad anpassen. Im sardischen Dorf habe ich als "straniera" nie offene Ablehnung erfahren, auch wenn es so manche schwierige Situationen, Erfahrungen im Laufe der vielen Jahre gab (vielleicht schreibe ich mal ein Buch darüber;))). Ich sage immer, mein Leben auf Sardinien ist eine Schule fürs Leben, man lernt sich anzupassen, tolerant zu werden, im rechten Moment auch mal zu schweigen, ganz wichtig!. Wer dazu nicht bereit ist, wird wahrscheinlichen durch Auswanderung auch nicht sein Glück finden.

@nonna
Das mit "fidanzato" verlobt sein ist heute noch so:D
Meine Erfahrung ist, dass die Sarden eher meinen, dass wir Deutschen alle "protestanti" seien.
 
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genau wie Georgie schreibt, ohne eine gewisse Anpassung geht das nicht. Für uns stimmte das immer so bestens, wobei halt nur "ferienhalber"... ganzjährig hätte ich da eher Mühe gehabt.
A propos "ohne": "obenohne" hätte ich mich vor 33 Jahren dort bei den Felsen unten nicht dafür gehalten zu baden oder mich zu sonnen Heute auch nicht mehr, aber aus anderen Gründen
 
Auf unser Anraten, vor mehr als 20 Jahren, haben unsere knapp erwachsenen Kinder ihre Freunde bezw. Freundinnen der Nachbarschaft als "Verlobte/r" vorgestellt, das ging so eher durch als nur als Freund und Freundin die Ferien zu verbringen.
Ich bin auch vor 30 Jahren nie komisch angeschaut worden weil ich mit "un amico" auf Sardinien in Urlaub war:). Amico verwendet man im Italienischen ja nicht für eine Liebesbeziehungen, wenn ich jemanden als amico vorstelle bedeutet das: Freundschaft.
War die Liebesbeziehung dabei, wars der Ragazzo oder der Fidanzato, wobei der Fidanzato nicht unbedingt der Verlobte ist, das Wort benutzen auch un-verlobte Paare ohne Heiratsabsichten. Fidanzato auf deutsch: Verlobter oder "der" Freund.
Hat mich anfangs einigermassen irritiert, ich dachte: ich bin doch gar nicht verlobt, das ist doch mein amico...
 
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