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Ist Sardinien Atlantis?

Dieses Thema im Forum 'Kultur' wurde von I Shardana gestartet, 27 September 2017.

  1. I Shardana

    I Shardana Aktives Mitglied

  2. Monika12

    Monika12 Aktives Mitglied

    Danke --- ist ja Wahnsinn ......
    Da ist von @canadou ja schon was drin - Flutwelle etc.
     
  3. Maik Decker

    Maik Decker Sehr aktives Mitglied

    Zu dem Thema gab es vor einiger Zeit auch eine Sendung auf dem National Geographic Channel, bei der allerdings ein etwas anderes Ergebnis herauskam.
    Zum einen passen die Beschreibungen von Atlantis - Insel mit einem großen, runden Hafen, der in mehrere Bereiche gegliedert war - nicht wirklich zu Sardinien bzw. Orten auf Sardinien.
    Zudem hat Plato seinen "Bericht" über Atlantis a) von den Ägyptern geklaut und 2. eher als eine Reaktion auf die damaligen Verhältnisse in seiner Heimatstadt geschieben, denen er Atlantis als Idealbild entgegenstellte, welches nach Abkehr von denselben dann dem Untergang geweiht war.

    Die Forschergruppe, welche in dem National Geographic Beitrag begleitet wurde, hat aber auch die These vertreten, daß Sardinien zum Einflußgebiet von Atlantis gehörte. Atlantis selbst - welches bei den Ägyptern allerdings einen anderen Namen hatte - war bei den Ägyptern als sehr reiche Stadt mit erstaunlichem Vorsprung in der Metallverabeitung - der Quelle ihres Reichtums - bekannt.
    Untersuchungen an und vor der spanischen Küste westlich von Gibraltar förderten in Küstennähe eine Unmenge an frühzeitlichen Steinankern zutage. Dies deutet darauf hin, daß an der Küste selbst ein großer und viel angelaufener Hafen gewesen sein muß.
    Leider ist das betreffende Gebiet an Land ein Naturschutzgebiet, weswegen großflächige Grabungen bisher nicht stattfinden konnten.
    Untersuchungen mit einem Bodenradar zeigten aber Spuren der Besiedelung und - tadaa... - ein großes, vermutlich in mehreren Kreisen angelegtes bebautes Gebiet. Oder zufällig in ebendieser Form angeschwemmte Steine in großer Menge... was eher unwahrscheinlich ist.

    Das Gebiet selbst ist wohl von einem Flußhochwasser mit Schlamm überspült worden, was einerseits die Siedlung zerstört und weiterhin den Hafen unbrauchbar gemacht haben wird.

    In der Region finden sich zahlreiche nuraghenähnliche Ruinen. Also Bauwerke von runder Form aus Naturstein zusammengesetzt.. An einem - allerdings leeren - Grabmal findet sich zudem eine Zeichung, welche Schiffe, Krieger und ein rundes Gebilde mit mehreren Segmenten darstellt.

    Die o.g. Forscher waren sich nicht einig, ob die Nuraghenkultur Sardiniens ein Überbleibsel der "Glanzzeit" von Atlantis war, oder ob sie erst nach dem Untergang der Atlantiskultur von Überlebenden begründet wurde. Aber sie waren der Meinung, daß durchaus ein Zusammenhang bestünde.
     
  4. Maren

    Maren Sehr aktives Mitglied

    Atlantis wird an x Stellen auf dem ganzen Globus vermutet, Interressierte können ja mal Lage oder Lokaliserung Atlantis in eine Suchmaschine eingeben.
     
    marai gefällt dies.
  5. tobi01

    tobi01 Aktives Mitglied

    der heisseste Anwärter ist wohl zZ. Santorin. Die meisten Beschreibungen Platons würden dazu passen. Die Reste eines Frescos von Acrotiri (einer ausgerabenen Stadt dort) geben sogar die Ringstruktur mit der Mittelinsel und einer Stadt wieder. Das ganze versank "in einem Tag und einer Nacht" im Mittelmeer als der Vulkan ausbrach. Das war ca. 1600 v. Chr und war wohl der Grundstein zum Untergang der Minoischen Kultur. Der ausbruch war derart gewaltig das auch ein grosser Teil der minoischen Städte dabei abgesoffen sind da sie an der Küste lagen. Die Kaldera ist beim Ausbruch in sich zusammengefallen und hat riesige Flutwellen audgelöst.
     
    canadou gefällt dies.
  6. Maik Decker

    Maik Decker Sehr aktives Mitglied

    Bis auf eine der wichtigsten: die Säulen des Herakles sind nunmal definitiv nicht in der Nähe von Santorin :D

    Hier mal ein paar Links zu der "Atlantis in Spanien" Theorie:
    https://www.heise.de/tp/features/Atlantis-auf-Satellitenbildern-entdeckt-3434997.html
    http://atlantisforschung.de/index.php?title=Tartessos_&_Atlantis_in_Südspanien
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2011/03/haben-us-forscher-atlantis-in-spanien.html

    Zudem sollte man eben auch nicht vergessen, daß Platon ein Philosoph und kein Historiker war. Da geht man ggf.mit der Vergangenheit etwas... großzügiger um, um seine philosophischen Ergüsse spannend zu gestalten. :D
     
    canadou gefällt dies.
  7. tobi01

    tobi01 Aktives Mitglied

    @Maik Decker

    Bis heute ist nicht wirklich klar ob die Geschichte frei erfunden ist und Platon sie nur benutzt hat um den (seinen) idealen Staat zu beschreiben oder ob wenigstens ein Funken Wahrheit darin liegt. Er erzählt die Geschichte auch nicht selber sondern lässt andere Personen darüber sprechen; Timaios und Sokrates (ist ein wenig her aber ich meine Sokrates lässt es um drei Ecken einen Vorfahren berichten). Wenn es wirklich einen wahren Kern gab und Platon ihn verwurstet hat wird er selbst wenig bis fast nichts gewusst haben und das ganze weit in die geographische und zeitliche Ferne verlegt haben - und der Atlantic war zur Zeit Platons im Wesentlichen Terra Incocnita. Das ist so als ob man heute sagen würde "vor langer, langer Zeit in einer weit entfernten Galaxis..." ;)
    Aber letzendlich ist das alles Spekulatius. Man weiss es nicht. So wie in die Troja-Story oder die Siegfriedsage, in die des öfteren die letzten Überlieferten Bruchstücke der Varusniederlage hineininterpretiert wird. Es wird in diese Geschichten unendlich viel hinein interpretiert.
     
  8. canadou

    canadou Sehr aktives Mitglied

    Fakt ist das es überall auf der Erde vor langer Zeit Hochkulturen gab. Auch im Mittelmeerraum gab es eine Welt vor den alten Römern oder Griechen. Vieles ist eben vergessen...
     
  9. Maik Decker

    Maik Decker Sehr aktives Mitglied

    Eben...
    Und das schöne, bei all den Wissenschaften, die sich mit vergangenen Zeiten beschäftigen ist:

    Solange man nix ausgebuddelt hat, hat man nix als nur Theorien.
    Andererseits wirft es dann auch oft Probleme auf, wenn man dann mal was ausbuddelt.

    Siehe neue Erkenntnisse über Dinosaurierbefiederung... oder der Fund einer vermutlich gut 2000 Jahre alten Metallaxt im brasilianischen Regenwald - wo eigentlich zu der Zeit und lange danach keinerlei Metall zur Werkzeugen oder Waffen verarbeitet wurde - oder Thesen, daß ein Stamm in Peru (? glaub ich) aus Nachfahren von Kelten und Karthagern besteht, die zu römischer Zeit den Atlantik überquert haben.

    Manchmal sind es ja auch nur Kleinigkeiten, wie die Feststellung, daß Tut-ench-Amuns "grandioses Grabmal" vermutlich eine Notlösung war - weil er zu jung gestorben war und sein eigenes Grabmal noch nicht fertig war - und er evtl. im lange vermissten Grab von Nofrete zu liegen gekommen ist.

    Moderne Technik macht es möglich viele Regionen erneut oder erstmals zu untersuchen und wird in den nächsten Jahrzehnten sicher noch einige interessante Neuigkeiten zur Geschichte hervorbringen.
     
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