Info' s zu Solarstrom für Urlaubsaufenthalt

Landlady

Mitglied
Hallo, da ich zukünftig berufsbedingt vermutlich unregelmäßig und kurz auf der Insel sein werde, habe ich überlegt für die ca. eine Woche Aufenthalt mobilen Solarstrom in meiner Wohnung zu nutzen um mir die An-Abmeldung bei Enel (Das Haus versuchen wir seit 2014 abzumelden) und dauerhafte Kosten zu ersparen.

Kochen werde ich auf dem Gasherd (Bombole), für die Dusche habe ich einen schwarzen Solar-Wassersack, Wasser kommt aus der Hauseigenen Zisterne, so das nur Bedarf zum Handy- und Kamera laden, sowie Abends mal Licht in der Wohnung besteht.

Für Wohnmobile gibt es revolt Solar-Generator & Powerbank mit Solarpanel (oder einen Flüster-Benzinkonverter - damit ich die Familie die in anderen Wohnungen mit im Haus wohnen nicht störe). Ich stelle mir vor das Panel während meines Aufenthalts ins offene Fenster oder auf den Balkon zu stellen. Und bei Abwesenheit dann einzulagern.

Kennt sich jemand aus und kann mir sagen wie viel Volt, Watt, Ampere ich vermutlich brauchen werde?
Auf was ich achten muss?
Und ob ich auf Sardinien kaufe oder die Sachen aus Deutschland mitbringen muss?

Desweiteren suche ich einen Deutsch sprechenden Elektriker der meine Wohnung in Lanusei fertig verkabeln und mich beraten kann. Die Bauarbeiten wurden durch den Tod meines Vaters nicht beendet.

Über Rückantwort würde ich mich sehr freuen :)
 

corona niedda

Sehr aktives Mitglied
Kochen werde ich auf dem Gasherd (Bombole), für die Dusche habe ich einen schwarzen Solar-Wassersack, Wasser kommt aus der Hauseigenen Zisterne, so das nur Bedarf zum Handy- und Kamera laden, sowie Abends mal Licht in der Wohnung besteht.
wooow, du gehörst du den wenigen modernen Menschen, die noch ohne Waschmaschine leben können? :cool:

die Zisterne hat keine Pumpe die Strom braucht?
für Licht abends gibts auch ganz nette Solarlampen, unabhängig von nem anderen Stromerzeuger, das grosse Möbelhaus hatte mal ziemlich unverwüstliche

nur für Handy und Kamera reicht ein Mini-Panel, so zweifache Laptop-Grösse aufwärts,
das passt sogar noch ins Flug-Handgepäck :)
 

Landlady

Mitglied
Hallo Corona, ja, da es sich so um 1-2 Wochen handelt, kann ich sehr gut ohne Waschmaschine leben und auch mal mit der Hand waschen. Vielleicht gibt es ja auch den Waschsalon in Lanusei noch? Bei einem längeren Aufenthalt müsste man sich natürlich überlegen wie man das anders gestaltet. Ab einer gewissen Zeit wäre dann die Anmeldung bei Enel vermutlich doch lohnenswert. Aber für die eine Woche, die ich zu 80% im Freien, am Stand, im Garten oder Feld unterwegs verbringe, ist der Bürokratische Aufwand einfach unrentabel (zumal ich leider kein Italienisch spreche). Wir waren bislang im Mietwagen mit dem Zelt unterwegs, also auch ohne Wasser und Strom. Da haben wir Handy und Kamera über die Autobatterie geladen.

Übrigens lässt der Plastik Geruch des Solar-Wassersack' s (Dein Kommentar zu einem anderen Mitglied) nach häufigem Gebrauch nach. Er ist halt nur eine notdürftige,aber sehr praktikable Lösung.
 

TCamper

Sehr aktives Mitglied
Die größte Herausforderung dürfte es sein, Leitungen für 12V durch alle Zimmer zu verlegen, damit du überall Licht hast. Ob das Gerät aus deinem Link zu dem niedrigen Preis was taugt, müsstest du ausprobieren. Es ist jedenfalls eine praktische Lösung.

Was die Elektroinstallation betrifft, würde ich mich eher nach einem KFZ-Mechatroniker umschauen als nach einem Elekteoinstallateur für Häuser. Letztere werden in den meisten Fällen drin Problem erst gar nicht verstehen und annehmen, du wolltest eine klassische Photovoltaikanlage zur Einspeisung ins 230V Stromnetz.
 

Landlady

Mitglied
Hallo, heute kann ich Euch endlich mal von meinem Abenteuerurlaub berichten:
ich habe für den Aufenthalt ein Solarpanel, die entsprechenden Regler und Kabel, sowie einen Solargenerator bestellt. Da mir die Idee leider erst kurzfristig kam waren Bestellung und Wareneingang sehr knapp am Abreisetermin. Der Solargenerator hatte Lieferschwierigkeiten, somit wurde kurzerhand umgeplant und eine (teure, schwere Blei-) Solarbatterie gekauft, alles in allem letztendlich ein doch recht teures Vergnügen. Es gibt preiswertere, fertig vorbereitete Sets.

Ich flog dann mit dem irischen Anbieter auf die Insel, während Freunde von mir 3 Tage vorher mit Ihrem Auto hinfuhren und mir durch Ihre Entscheidung diesen Solarversuch ermöglichten. Leider gestaltete sich die Anreise mit dem PKW über Korsika schwieriger als von den beiden erwartet. Staus und Unfälle machten die Reise zur Geduldsprobe. Fähren die anders fuhren, als im Internet angegeben. Korsika, dessen Überquerung Zeit einforderte. Die Fähre in Bastia ausgebucht, die für den nächsten Tag gebuchte fiel wegen rauher See aus, Zittern ob man auf der nächsten mitgenommen oder noch einen Tag warten muss. Kurzum das Autoteam kam nach 6 Tagen an und ich war dadurch 2,5 Tage - abgesehen vom Mietwagen-Zigarettenanzünder - komplett ohne Strom und der Erfahrung reicher, das es leider doch nicht so einfach mit dem PKW ist.
Das würde ich nämlich auch gerne mal ausprobieren. Mein Kombi wird im Sommer oft als Wohnmobil zweckentfremdet. Man braucht so herrlich wenig auf das Gewicht und die Größe beim Gepäck achten und kann ja soooo viel mitnehmen.

Den ersten Tag habe ich festgestellt wo und wie hell die Straßenlampen mir im Haus und der Wohnung aushelfen können und bin dann sehr früh ins Bett. Es war so gegen 20.30 Uhr dunkel. Den zweiten Tag habe ich mit einer Kerze improvisiert und mir am 3. Tag eine Campinggasleuchte gekauft, die ich nach diesem Zeitraum als puren Luxus empfunden habe ;) Es gab einen Tag an dem Handy und Kamera - Akku leer waren, der sich ohne das Team vom Hotel Marie Claire in Lanusei sicher länger hingezogen hätte. 2x durfte ich dort während meines Besuchs nachladen, einmal in einem Restaurant während ich das tolle Essen genoß. Am schlimmsten empfand ich den Ausfall der Kamera. Da mir dadurch einige Eindrücke in Bildform entgangen sind, die ich sehr gerne auf meiner Chipkarte festgehalten hätte.

Nachdem wir soviel Zeit verloren hatten, es viel zu tun gab: Haus und Garten freischneiden, Wohnung/en putzen, Rohbau-Wohnung aufräumen habe ich es zeitlich nicht geschafft mein Experiment fortzuführen. Ich kann Euch somit nicht sagen ob meine Idee nun funktioniert oder nicht und werde gerne Euch gerne nach dem nächsten Aufenthalt berichten.

Fazit: mal so ganz eingeschränkt mit wenig Strom zu leben ist eine spannende Erfahrung. Die ersten Tage nach meiner Rückkehr schaute ich automatisch wo die nächste Steckdose ist, überlegte mich WAS ich WANN mache - bevor es dunkel ist. Wenn ich mit dem Motorrad reise, bin ich Zelten ohne Strom ja eigentlich gewöhnt. Aber dadurch das ich mich um das Haus kümmern und was erledigen und schaffen wollte, merkte ich schnell den Unterschied zur gemütlichen Motorradtour.

Liebe Grüße :cool:
 

Howie

Sehr aktives Mitglied
Eine günstige Minimallösung um einen Großteil deiner Probleme zu lösen wäre eine Powerbank mit drei ausklappbaren Solarpanelen gewesen.
Die gibt es ab 30 Euro sogar mit eingebauten Licht.
Das reicht dicke zum Laden meines Telefons und Kamera (Deren Ladegerät funktioniert mit USB).
Wenn du dann noch einige dieser LED-Schranklichter mit Bewegungsmelder und Akku (um 10 €/Stück) verwendest hast du eine Notbeleuchtung.
Diese Teile muß zwar man alle paar Tage an einem USB-Anschluß aufladen, aber man kann die ja da mit Magnet befestigt einfach durchtauschen.
 
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