Auf Sardinien liegen 204 eingetragene Caches.
Im Prinzip funktioniert's wie die frühere "Schnitzeljagd" oder die "Rätselrallye", nur halt mit moderneren Mitteln.
Irgendwer versteckt an einem Platz, der ihm interessant erscheint, einen "Schatz" (=Cache), notiert sich die Koordinaten und Details des Ortes. Dann trägt er diese Daten auf der entsprechenden online-Plattform (die beiden oben verlinkten websites) ein, wobei er selbst bestimmt, wieviele und welche Details er in welcher Form bekanntgibt. In der Anfangszeit des geocaching waren es die bloßen Koordinaten, weil GPS-Geräte rar & teuer waren, im Grunde war geocaching ein "Gerätetest mit Belohnung". Allerdings war GPS damals mindestens 100 Meter ungenau.
Zudem sind manche Caches so hinterfotzig versteckt, etwa unter einem bestimmten Stein in einem Geröllfeld, dass die Koordinaten allein nicht reichen, um ihn zu finden, man braucht genauere Angaben. Diese Angaben werden zur Erhöhung der Spannung dann in Rätsel verpackt und/oder verschlüsselt. Oft führen die Angaben auch nicht direkt zum Cache, sondern erst zu weiteren Hinweisen. Könnte beispielsweise so lauten ; "Gehe zu 40°40'16,43''N, 8°41'21,91'' E. Zähle die Fenster, sie sagen dir die Minuten Ost des nächsten Schritts" An diesen Koordinaten steht die Saccargia (Kirche), und ihre Fensterzahl verrät einen Teil der Koordinaten, wo du den nächsten Hinweis findest. Man wird also eventuell ganz schön herumgejagt und darf sich keinen Fehler erlauben, sonst war alles umsonst.
Am Ende der "Schnitzeljagd" findest du dann eine Plastikdose oder sonst einen Behälter - den Schatz. Der gar nicht so wichtig /wertvoll ist, denn der Weg ist das Ziel. Du nimmst was aus dem Behälter raus, tust was anders dafür rein, trägst dich ins beiliegende "Logbuch" ein und dokumentierst deinen Fund auf den Geoching-websites.
Anfangs soll es richtig wertvolle Caches gegeben haben, ich habe selbst ein paar "Säcke voll Geld" versteckt, damit der "Schatz" auch ein richtiger Schatz war. Es waren halt Münzen und Scheine, die von diversen Auslandsreisen übriggelieben sind und nicht mehr umgewechselt wurden.
Geocaching ist also eine spannende Freizeitbeschäftigung mit hohem Suchtfaktor, die auch deswegen interessant ist, weil sie mittlerweile praktisch überall (auch und vor allem im Urlaub) betrieben werden kann - wie erwähnt, kann man auf Sardinien über 200 solche "Schätze" suchen und finden, man kommt ganz schön rum dabei. Geocaching war (und ist) für geübte Kartenleser (das ist in diesem Fall kein elektronisches Gerät, in das man die SD-Karte vom Fotoapparat reinsteckt, sondern ein Blatt Papier, auf dem symbolhaft die Vogelperspektive einer Landschaft aufgezeichnet ist. Gibt's auch von Sardinien, zB
hier), die mit dem Kompass umgehen können, auch ohne GPS machbar.
So, damit sollte eigentlich der Begriff "geocaching" verständlich geworden sein. Jetzt muss man's nur noch ausprobieren, macht Spaß.
peko