Auto Frankfurt - Genua wann am besten losfahren?

Dolphan

Neues Mitglied
Ich bräuchte auch mal euren Rat. Wir fahren das erste mal nach Sardinien, starten am Montag (Herbstferien (!)) in Frankfurt und haben 2 Kinder an Bord. Für das Entertainment ist schon gesorgt, wir haben genügend Bücher, Hörspiel Cd´s und sogar DVD´s, aber eine Pause sollte schon sein. Die Fähre von Tirenia legt um 19.45 ab, was also bedeutet das wir mindestens 2 Stunden vorher da sein sollten. Hinzu kommt das wir bei aferry gebucht haben, die Tickets also noch quasi abholen müssen.
Ich denke, dass wir wohl 3 Routenoptionen haben. Dabei zeigt googleMaps folgendes an.
1. die "normale" Route durch den Gotthard-Tunnel, Fahrzeit 8:43 Std., 816 km - zur Info, der Pass fällt als alternative aus, ist gesperrt.
2. Ausweichroute über die A7 am Bodensee vorbei über St. Gallen, Fahrzeit 9:12 Std, 871 km
3. Über Aosta und den St. Bernhard , Fahrzeit 9:12 Std, 885 km
Zu welcher route würdet ihr tendieren? Und haltet ihr eine Abfahrtszeit von 05.00 Uhr morgens für realistisch?
 

mare

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

die direkteste und kürzeste Route ist die über die A5 und Basel und die würde ich auch fahren, wenn es um den direkten Weg geht.
Über die A 7 auf der Landstraße durch Bregenz kann erheblich Zeit kosten (oder Österreich Maut wird fällig) und hat auch ein einspuriges Stück dazwischen. Über Aosta ist fast 80 Kilometer weiter, ein relativ langes, kurviges Stück einspurig, damit zeitaufwendig und teurer (der Gr. St. Bernard Tunnel kostet extra und auch Maut Italien ist ein ganzes Stück teurer). Wenn dann kann man über den Pass fahren, falls er offen ist. Das lohnt sich aber nur bei schönem Wetter, ist landschaftlich sehr schön, kostet allerdings noch mal zusätzlich Zeit, wobei mir die Zeitangabe dafür durch den Tunnel auch schon etwas knapp vorkommt mit "nur" 30 Minuten länger als die Gotthardroute.

Etwas Unvorhergesehenes kann es aber immer und vor allem auch überall geben. Deshalb empfiehlt sich Verkehrsfunk für Deutschland und nach der Schweizer Grenze zu hören und notfalls kann man nach Basel immer noch auf die Bernadino Route auszuweichen, z.B. falls wirklich ein Unfall mit Vollsperrung oder eine längere Wartezeit ist, die mit angesagt wird.
Ob der Gotthardpass wieder geöffnet wird, soll am Montag früh entschieden werden, falls ihr unterwegs Internet habt, könntet ihr das ja noch mal prüfen. Denn das wäre auch eine gute Alternative, für den Fall der Fälle, wobei man dann aber rechtzeitig von der Autobahn abfahren muss.

Für die Zufahrt zum Hafen und zum Ticket Abholen in Genua noch mal genügend Zeit einplanen und NICHT zu der auf der Tirrenia Seite angegebenen Adresse Piazza IQBAL MASIH 5 fahren. Von dort ist es durch die Verkehrsführung umständlich zur Hafeneinfahrt zu kommen und man kann sich leicht verfahren. Sondern ganz normal mit dem aferry Voucher auf direktem Weg zur Hafeneinfahrt und in den Hafen einfahren, immer Richtung porto passeggeri, imbarco. Danach kurz parken, das Ticket abholen und vorzeigen.

Bei euer Fahrzeitberechnung solltet ihr auch die Hauptverkehrszeit (ab ca. 17h) in Genua bedenken, wo es sich auch vor der Mautstation und auf dem Stück bis zur Hafeneinfahrt stauen kann..

Gute Fahrt
Petra
 
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Dolphan

Neues Mitglied
Habe gerade beim stöbern einen Beitrag gelesen der besagt das die Strecke von Chiasso nach Mailand ausgebaut ist. Wenn ich bei google Maps die Strecke Frankfurt - Chiasso - Genua eingebe komme ich sogar nur auf 8:24 Std bei 819 km. Scheint also wirklich die beste alternative zu sein. Und danke für die Tips mit dem Verkehrsfunk und dem Tickets abholen
 
Die Fahrzeit-Angabe von 8.43 Std. ist völlig unrealistisch! Wenn man den Autobahnring um Mailand meiden will, würde ich bei Bellinzona nach Arcona abbiegen u. dann nach der ca. 50 km langen Landstraßen-Strecke am Lago Maggiore entlang auf die wenig befahrene Autobahn nach Genua. Die Strecke ist hier schon öfters beschreiben worden (Suchfunktion). Und am Lago Maggiore könnt ihr eine Pause machen u. schön Essen gehen.

Günther
 

Sardinista

Moderator
bei einer Abfahrt um 5.00 Uhr habt ihr reichlich Puffer. Die angegebene Zeit des Navi bin ich zwar schon gefahren, der Not gehorchend, und gabe das Ziel pünktlich erreicht. Es ist jedoch extrem riskant und nicht zu empfehlen, schon gar mit Kindern und entsprechender Pausenplanung, denn Staus lassen sich nicht vorhersagen. Wenn ihr das 1. Mal fahrt, solltet ihr das auch ruhiger angehen lassen, damit ihr auch im Hafen Zeit habt.
Kleiner Tipp: nach der Mautstelle in Genua auf der linken Fahrspur bleiben,da werdet ihr dann automatisch Richtung Hafen geleitet
 

Dolphan

Neues Mitglied
Das mit dem ruhig angehen lassen wird sehr schwierig. Da es ja das erst mal ist und wir den fixen Termin mit der Fähre haben wird genügend Adrenalin durch uns durchgepumpt...:)
Günther, ich hab schon gesehen, dass Du genau diese Route immer wieder anpreist, aber irgendwie kann ich mich nicht direkt damit anfreunden - was aber nur an dem Abfahrtstermin der Fähre und unbedingt pünktlich da sein usw. geschuldet ist. Sorry.
Ausserdem wird es auf der Rückfahrt noch viel spannendender. Da muss wohl wirklich gebrettert werden. 08.00 Ankunft in Genua, 20.30 Bundesligaspiel in Frankfurt;)
...und ausserdem kriegt meine Freundin gerade Schiss weil die Temperaturen nur bei 23° liegen...
 
"Anpreisen" tue ich diese Strecke nicht, fahre aber seit vielen Jahren aus dem Rh.-Main-Gebiet nach Genua, u. habe so meine Erfahrungen.
 

qwpoeriu

Sehr aktives Mitglied
Das mit dem ruhig angehen lassen wird sehr schwierig. Da es ja das erst mal ist und wir den fixen Termin mit der Fähre haben wird genügend Adrenalin durch uns durchgepumpt...:)
Günther, ich hab schon gesehen, dass Du genau diese Route immer wieder anpreist, aber irgendwie kann ich mich nicht direkt damit anfreunden - was aber nur an dem Abfahrtstermin der Fähre und unbedingt pünktlich da sein usw. geschuldet ist. Sorry.
Ausserdem wird es auf der Rückfahrt noch viel spannendender. Da muss wohl wirklich gebrettert werden. 08.00 Ankunft in Genua, 20.30 Bundesligaspiel in Frankfurt;)
...und ausserdem kriegt meine Freundin gerade Schiss weil die Temperaturen nur bei 23° liegen...
Also irgendwie verstehe ich Euch nicht:
- Ihr macht euch einerseits Stress, früh genug an der Fähre zu sein, fahrt aber andererseits an einem Montag auf den Mailänder Ring?
- Ihr kennt die Strecke nicht, aber schlagt dann den Rat, die A26 (die eine middle-of-nowhere-Autobahn ist, die einzig und allein der Entlastung dient) zu nehmen, aus? Die A7 in südlicher Richtung war früher mal eine Bundesstraße, die nun einfach in nur noch eine Richtung befahren wird. Im Südteil kurvig ohne Ende, die rechte Spur grundsätzlich vom Schwerlastverkehr belegt (sie verbindet auf 130km den wichtigsten Wirtschaftsstandort Italiens mit dem wichtigsten Hafen des Landes) und wenn es da kracht, dann viel Spaß, umfahren ist ab Novi Ligure nicht mehr. Dazu das Tutor-Radarsystem (von wegen "brettern", wird richig teuer, in der CH erst recht), das Abschnittsgeschwindigkeiten misst und nicht nur die konkrete Geschwindigkeit an einer Stelle. Klar kann man das fahren, aber wenn man es sich schenken kann zwecks Zeitmangel, dann spricht eigentlich nix dagegen. Kannst Günters Weg auch via Mendrisio und Varese fahren (allerdings staut es da auch gern), dann sind es nur 20km Landstraße.
- Ihr fahrt Ende Oktober und sie ist schockiert über 23 Grad? Ich würde eher noch ein paar Pullis und Regenzeug einpacken, bei schlechtem Wetter sind auch durchaus mal nur 15-20 Grad drin ...

Was die Rückfahrt angeht: Ich wollte mal, Ankunft theoretisch um 8 Uhr in Genua, abends um 20.45 Uhr in München ins Stadion. Kam an, konnte alles im Auto lassen, direkt in die U-Bahn springen und habe es gerade so zum Anpfiff geschafft. Schiff 2h Verspätung, kurzes Frühstück in Genua, Stau auf der A7 (suche den Fehler ...), Stau bei Bellinzona, Stau in Bregenz, Stau in Lindau, Stau vor dem Abzweig auf die A7, Stau am Autobahnende in München. Das Navi sagt glaube ich 6h. Würde die Karten bei nem Freund deponieren und ggf. anrufen, dass er gehen kann ...

Ach ja, wenn Ihr aus irgendwelchen Gründen erst eine Stunde vor Abfahrt ankommt, ist im Normalfall das Tor nicht zu, also keine Sorge ...
 

Dolphan

Neues Mitglied
Mal eine Frage an Günther: Gerade weil Du schreibst das Du aus dem Rhein Main Gebiet los fährst will ich doch mal nachfragen: Der Routenplaner gibt mir für Deine Route 9,5 Stunden an. Hältst Du das für realistisch?
 

steftina

Sehr aktives Mitglied
Hey,mein Tip wäre nachts um zwei los, übern Gotthard, hinterm Lago Maggiore auf die A 26 wechseln und über Allesandria nach Genua.
Die Kinder sollten bis zum morgen im Auto schlafen können und so könnt ihr locker bis zum vierwaldstätter See durch fahren und dann ausgiebig rasten,frühstücken und mit den Kids spielen.
Ggf schafft man es sogar noch weiter.wobei am vierwaldstätter See lässt es sich recht net rasten.
Danach habt ihr den ganzen tag zeit um nach Genua zu gelangen.
Wäre mir mit den Kindern schon recht angenehm so viel zeit zu haben.
Und wenns gut läuft seit ihr am frühen Nachmittag in Genua und das ist dann ja auch nett und man kann schon urlauben. Mfg
 

flyitalo

Mitglied
Es gibt keinen Rat. Es kommt immer anderes. Mal gibts in Mailand Stau, mal nicht. Mal am Gotthard mal nicht. Ab und zu staut es sich
an den Grenzen zur Schweiz ander mal gar nix.

Wir haben am 1. Oktober 4h Zeit verloren bei 2 Vollsperrungen auf der Autobahn. Ich war vorher noch nie in meinem Leben in einer Vollsperrung überhaupt und dann zweimal hintereinander an einem Tag und innerhalb 50km. Was mir aber auch bestätigt hat, auf die Fähre fährt man nicht auf den letzten Drücker, wie meine Kumpels es immer vor hatten. ( morgens schön ausschlafen )

An dem Tag gab es aber keinen Stau an der Grenze, keinen am Gotthard, keinen in Mailand. Sonst wäre es schon eng geworden.
 

sardegnaorange

Sehr aktives Mitglied
dolphan: ich glaube mit 5 uhr losfahren liegt ihr ganz gut. wir haben das letztes jahr gemacht, hatten 1100 km vor uns und die fähre ging um 22 uhr. d.h. 15 h bis livorno. das war schon sportlich und wir hatten zwischendrin auch echt schiss, dass wir es nicht schaffen, weil es ab der inntalautobahn via brenner bis affi/gardasee quasi einen dauerstau gab über 300 km und die verbliebene zeit schmolz und schmolz und schmolz. wir haben es geschafft, aber letztlich muss man mit sowas rechnen. das nächste mal werden wir jedenfalls wieder einen zwischenstopp machen und auch dann genug puffer einbauen. zwar kriegt man in der nebensaison auch so locker ein ticket für eine neue fähre (und es spielen sich keine dramen im hafen ab mit tränen, weil die fähre weg ist und die folgenden ausgebucht sind), aber man muss ja nicht soviel kohle in den sand setzen.

schönen urlaub!
lg anke
 

mare

Sehr aktives Mitglied
Ich finde es schwierig, hier pauschal etwas zu gesamten Fahrzeiten oder einer konkreten Abfahrtzeit zu sagen. Was nutzt es, wenn ich sage, ich habe für die Strecke so und so lange gebraucht, wenn die Umstände ganz andere sind, der Monat, Wochentag, Verkehrsaufkommen, Staus, eventuelle Unfälle, Vollsperrungen, Fahr-Routine, Bedürfnis an Pausen mit oder ohne kleinere oder größere Kinder….usw…. und selbst dann kann es noch von Mal zu Mal zu sehr unterschiedlichen Fahrzeiten kommen. Die Erfahrungen können dabei individuell sehr verschieden sein.

Selbst eine zeitlich längere Alternativroute ist keine hundertprozentige Garantie. Ortsdurchfahrten kosten auch Zeit.
Auf der Route am Lago Maggiore entlang stand ich auch schon im Stau, genauso auf Sardinien auf der Landstraße auf dem Weg zur Fähre wegen eines Unfalls und in einer unvorhergesehenen Vollsperrung auf der Alternativroute über Aosta, zum Glück auf dem Rückweg.

Das alles kann zwar passieren, hört sich aber jetzt so geballt insgesamt doch dramatischer an, als es meistens ist.
Es ist jetzt Oktober und keine Sommerferienzeit.
Man sollte zur reinen Fahrzeit, den individuellen Pausenbedürfnissen mit euren Kindern etc genug Puffer dazurechnen und Verkehrsfunk hören…..Zeit sparen kann auch, wenn man an den Mautstationen nicht auf die Bargeldspur fährt, die meistens voller ist.

Die Mailand Umfahrung Tangenziale Ovest ist generell in letzter Zeit viel besser und entspannter geworden seit der 3 spurige Ausbau von hinter Chiasso bis Mailand fertig ist, auch die Überleitung von der A9 ist neu und verbessert. In den letzten paar Jahren habe ich zu verschiedenen Zeiten und Wochentagen dort keine größeren Staus mehr erlebt, was nicht aber heisst, dass es sie nicht geben kann, vor allem in der Hauptverkehrszeit oder bei einem Unfall (Verkehrsfunk) .

Ich persönlich würde nur bei schönem Wetter am Lago Maggiore entlang fahren, um es für dann auch für eine Pause zu nutzen. Sonst gibt es aber auch an der direkten Route schöne Seen für eine Pause …. Für diesen zeitlichen Mehraufwand, der m.E reine Fahrzeit mehr als eine Stunde (deine Angabe oben) sein dürfte (bei fließendem Verkehr), braucht es um Mailand herum schon einiges an Verkehr oder Stau, es sein denn es ist dort etwas Größeres oder ein Unfall gemeldet. Normalerweise ist um Mailand an einem Wochentag insbesondere zur Hauptverkehrszeit mehr Verkehr und da solltet ihr eigentlich vorher durch sein. Selbst jetzt mit der Expo war da kein Stau. Schau auch mal mit der Suche unter "Mailand" da gibt es noch mehr Beiträge dazu. Eine weitere Allternativ-Strecke ist ab Mendrisio über Varese auf die A 26 fahren, s.o.

Dann kann man es wieder von der aktuellen Verkehrslage (Verkehrsfunk) abhängig machen, ob man über die A7 fährt. Sonst oder generell kann man hinter Tortona immer noch auf die A26 ausweichen. Da diese dreispurig ist und weitläufigere Kurvenführungen durch das Küstengebirge hat, ist sie flüssiger zu fahren, weniger Unfall gefährdet und auch insgesamt viel weniger befahren. (Achtung - auch hier gibt es genau wie auf der A7 das Sistema Tutor, Abschnittskontrolle der Geschwindigkeit). Dabei kann es allerdings sein, dass man dafür dann auf dem Stück der A10 an der Küste Stau hat und Zeit verliert, insbesondere wieder wenn man in die Hauptverkehrszeit kommt.

Nun hast du eine weitere, natürlich subjektive, Meinung. Letztlich entscheiden, planen und verantworten müsst ihr es aber selbst, denn definitiv wissen und vorhersagen kann man das alles vorher nicht.

Es wird schon klappen, bisher haben die meisten hier doch in den allermeisten Fällen ihre Fähre bekommen. Wenn es dich beruhigt, schau dir die Umbuchungsbedingungen deines Tickets mal an, welchen Tarif du gebucht hast. In vielen Fällen ist das bei Tirrenia gegen Gebühr möglich, so dass nicht der gesamte Ticketpreis verloren ist . Außerdem gibt es am Montag noch eine Tirrenia nach Porto Torres etwas später….(Kann man teils sogar auf der Tirrenia homepage online selbst umbuchen oder telefonisch (Nummer mitnehmen) oder im Hafenbüro - muss allerdings noch vor der regulären Abfahrtszeit erfolgen! I.R.kommt man auch kurzfristiger noch aufs Schiff solange das Boarding noch läuft)

Viel Glück! Also plant einfach genug Puffer ein und freut euch auf Sardinien.
Schönen Urlaub
Petra
 
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Dolphan

Neues Mitglied
Vielen Dank für alle Beitrage! Wir werden morgen einfach mal losbrettern, haben aber alle alternativrouten im Hinterkopf. Ich werde berichten, wenn wir wieder angekommen sind!
 
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