Extreme Regenfälle und schlechtes Wetter

Beppe

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Extreme Regenfälle und schlechtes Wetter:
auf Sardinien haben sich in den letzten 35 Jahren die Ereignisse verfünffacht!

Kurze, aber sehr heftige Gewitter nehmen zu, was hierdurch auch den Druck auf Wasserläufe, Hänge und Entwässerungsnetze ausübt und hierdurch auch die hydrologischen und hydrogeologischen Gefährdungen erheblich erhöht.

Auf Sardinien gab es einst 2 oder 3 extreme Gewitter pro Jahr. Heute, nach 35 Jahren, sind es in einigen Gebieten der Insel weit mehr als 10 solcher Extremereignisse. Abgesehen von den Dürrephasen hat das Klima hierdurch ein weiteres aber konträres Gesicht bekommen:
die kurzen, aber sehr heftigen Regenfälle, die oft auf nur wenige Quadratkilometer und nur innerhalb weniger Minuten konzentriert niedergehen und hierbei in der Lage sind, Wasserläufe, Hänge und Entwässerungsnetze unter hohen Druck zu setzen.

So jedenfalls eine internationale Studie, die in der Zeitschrift "Natural Hazards and Earth System Sciences" veröffentlicht wurde und von der Universität Mailand geleitet wird, mit einem Beitrag des Instituts für Atmosphäre und Klimawissenschaften des National Research Council und der Society of Energy System Research. Die Forscher analysierten den Zeitraum 1986-2022 mittels eines neuen hochauflösenden meteorologisches Reanalyse-Set. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Anstieg der Extremereignisse, insbesondere im Sommer und Herbst.

Während in der Sommersaison der Anstieg besonders in den voralpinen Gebieten zwischen Piemont und dem Aostatal, in der Lombardei und in Südtirol – wo die Extremereignisse von etwa 10 pro Jahr in den 1990er Jahren auf mittlerweile über 20 gestiegen sind – deutlich wird, konzentriert sich der Anstieg im Herbst eher auf einige Küstengebiete Liguriens, das Ionische Meer und auf Sardinien: Hier übersteigen heute die 2-3 früheren jährlichen Ereignisse der Vergangenheit diese nunmehr auf über >10.

"Die Ergebnisse tragen zum Verständnis der Auswirkungen des Klimawandels und auf Extremniederschläge in Italien bei" und man kommt zu dem Ergebnis, dass diese Daten für die Katastrophenschutzpolitik, die Widerstandsfähigkeit der bestehenden Infrastruktur und der Planung zukünftiger Daten von entscheidender Bedeutung sein können".

Quelle:
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