Die unleidliche (unbewiesene !) Berichterstattung in sardischen (italienischen) Zeitungen und der potentielle Rufmord an Mitbürgern
Beppe
Sehr aktives Mitglied
Die unleidliche (unbewiesene !) Berichterstattung in sardischen (italienischen) Zeitungen und der potentielle Rufmord an Mitbürgern
Heute morgen ist mir mal wieder die ‚Galle’ übergelaufen nachdem ich in der
La Nuova Sardegna folgende Mitteilung lesen musste:
Sorso - sie gingen aus der Klinik, um Einkäufe oder andere Erledigungen zu machen:
6 Krankenschwestern/-pfleger wurden entlassen
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Sassari hinsichtlich schwerer arbeitsrechtlicher Verfehlungen und Abwesenheit in den medizinischen Einrichtungen.
Erneute Vorwürfe seitens der ASSL nach der bereits kürzlich erfolgten Entlassung von vier Ärzten.
Die Entlassung von 7 weiteren Mitarbeitern der Klinik in Sorso erfolgte bereits im März 2018 wegen Abwesenheit während der Arbeitszeit (die Ermittlungen dauern an). Die Vorwürfe und Entlassungen richten sich im einzelnen gegen folgende Personen:
Maria Rita S, 61,- technische Angestellte in der Hygieneabteilung;
Maria Rita C., 58, Krankenschwester der Pflegeabteilung;
Maria Antonietta M, 57, Krankenschwester;
Maria Rosa P., 59, Krankenschwester;
Gavino F., 64, spezialisierte Hilfskraft, alle aus Sorso.
Und abermals Vittorio C. aus Sennori, 46, ebenfalls Krankenpfleger und Koordinator in der Ambulanz für die öffentliche Hygiene.
Vor einigen Tagen teilte die ATS bereits die Entlassung folgender Mitarbeiter mit:
Gian Franco P. (Gynäkologe, 61),
Marco Antonio G. (Ärztlicher Direktor Hygiene und öffentliche Gesundheit, 63),
Stefano Giuseppe P. (ebenfalls Ärztlicher Direktor im Gesundheitswesen, 43 Jahre)
und Fabio F. (Psychiater, 61 Jahre).
Letzteren wurde u.a. vorgeworfen, dass sie entweder in den Kiosk ihrer Tochter gingen, um dort auszuhelfen und erst nach 1 Stunde wieder in die Klink zurückkehrten. Die weiteren Vorwürfe: Barbesuche während der Arbeitszeit, Krankmeldungen (während derer die Person(en) in der Stadt dann mehrfach gesichtet wurden) oder um einfach 2 Stunden abwesend zu sein, um im nächsten Obst- und Gemüseladen oder beim Bäcker einzukaufen oder um Bankgeschäfte zu erledigen.
Ihnen allen wird schwerer Betrug und arbeitsrechtliche Vergehen vorgeworfen.
(*sämtliche o.a. Namen der Betroffenen wurden im Zeitungsartikel voll ausgeschrieben, öffentlich gemacht und benannt ! Die Namen werden zum Schutz der Betroffenen hier nicht nochmals öffentlich gemacht! )
Das Vorgehen der italienischen Medien ist äußerst bedenklich und hat im Zweifel größte Auswirkungen auf die soziale Stellung und/oder Ausgrenzung der Betroffenen.
Auch in Italien gilt eigentlich: Ein Beschuldigter ist solange unschuldig, bis die Tat (Schuld) von einem ordentlichen Gericht festgestellt wurde. Aber selbst nach Verurteilung besteht m.E. je nach Schuldinhalt eine schutzwürdige Sphäre des Verurteilten, um gerade auch ein zukünftiges soziales Leben zu gewährleisten.
Es ist geübte Praxis in der sardischen und italienischen Presse und Medienlandschaft, dass nach dem gleichen Muster bereits bei (unbewiesenen !) Anschuldigungen, Denunziationen, Verhaftungen usw. diese mit vollem Namen und Identitätsfeststellung in der Presse genannt werden. Damit wird jedesmal eine förmliche Hexenjagd eröffnet.
In D wäre dies ein Unding gehört insofern auch zur gepflegten und selbstauferlegten Pressemoral und zum Pressekodex in D.
Ich erinnere mich letztes Jahr an einen besonderen Fall aus dem eigenen Umfeld, wo ein Carabinieri Hauptmann und Ortsgruppenleiter sich solcher Anschuldigungen ausgesetzt sah, namentlich und mit Bild in der Presse genannt wurde und vom Posten enthoben wurde. Die staatsanwaltlichen Ermittlungen, die sich nahezu 1 Jahr hingezogen haben sind letztendlich alle eingestellt worden und wurden sämtlich inhaltlich als haltlos entkräftet.
Nichtsdestotrotz bleibt der Hautptmann „strafversetzt“, sozial und arbeitsintern ausgegrenzt und hat eigentlich sämtliche Ambitionen auf den weiteren Verbleib aufgegeben. Die soziale Ausgrenzung überträgt sich dann auch direkt auf Angehörige und Kinder, die hierunter besonders zu leiden haben.
Würde mir für Sardinien und Italien wünschen, dass sich zukünftig auch dort auch ein modifizierter Pressekodex manifestieren würde.
Heute morgen ist mir mal wieder die ‚Galle’ übergelaufen nachdem ich in der
La Nuova Sardegna folgende Mitteilung lesen musste:
Sorso - sie gingen aus der Klinik, um Einkäufe oder andere Erledigungen zu machen:
6 Krankenschwestern/-pfleger wurden entlassen
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Sassari hinsichtlich schwerer arbeitsrechtlicher Verfehlungen und Abwesenheit in den medizinischen Einrichtungen.
Erneute Vorwürfe seitens der ASSL nach der bereits kürzlich erfolgten Entlassung von vier Ärzten.
Die Entlassung von 7 weiteren Mitarbeitern der Klinik in Sorso erfolgte bereits im März 2018 wegen Abwesenheit während der Arbeitszeit (die Ermittlungen dauern an). Die Vorwürfe und Entlassungen richten sich im einzelnen gegen folgende Personen:
Maria Rita S, 61,- technische Angestellte in der Hygieneabteilung;
Maria Rita C., 58, Krankenschwester der Pflegeabteilung;
Maria Antonietta M, 57, Krankenschwester;
Maria Rosa P., 59, Krankenschwester;
Gavino F., 64, spezialisierte Hilfskraft, alle aus Sorso.
Und abermals Vittorio C. aus Sennori, 46, ebenfalls Krankenpfleger und Koordinator in der Ambulanz für die öffentliche Hygiene.
Vor einigen Tagen teilte die ATS bereits die Entlassung folgender Mitarbeiter mit:
Gian Franco P. (Gynäkologe, 61),
Marco Antonio G. (Ärztlicher Direktor Hygiene und öffentliche Gesundheit, 63),
Stefano Giuseppe P. (ebenfalls Ärztlicher Direktor im Gesundheitswesen, 43 Jahre)
und Fabio F. (Psychiater, 61 Jahre).
Letzteren wurde u.a. vorgeworfen, dass sie entweder in den Kiosk ihrer Tochter gingen, um dort auszuhelfen und erst nach 1 Stunde wieder in die Klink zurückkehrten. Die weiteren Vorwürfe: Barbesuche während der Arbeitszeit, Krankmeldungen (während derer die Person(en) in der Stadt dann mehrfach gesichtet wurden) oder um einfach 2 Stunden abwesend zu sein, um im nächsten Obst- und Gemüseladen oder beim Bäcker einzukaufen oder um Bankgeschäfte zu erledigen.
Ihnen allen wird schwerer Betrug und arbeitsrechtliche Vergehen vorgeworfen.
(*sämtliche o.a. Namen der Betroffenen wurden im Zeitungsartikel voll ausgeschrieben, öffentlich gemacht und benannt ! Die Namen werden zum Schutz der Betroffenen hier nicht nochmals öffentlich gemacht! )
Das Vorgehen der italienischen Medien ist äußerst bedenklich und hat im Zweifel größte Auswirkungen auf die soziale Stellung und/oder Ausgrenzung der Betroffenen.
Auch in Italien gilt eigentlich: Ein Beschuldigter ist solange unschuldig, bis die Tat (Schuld) von einem ordentlichen Gericht festgestellt wurde. Aber selbst nach Verurteilung besteht m.E. je nach Schuldinhalt eine schutzwürdige Sphäre des Verurteilten, um gerade auch ein zukünftiges soziales Leben zu gewährleisten.
Es ist geübte Praxis in der sardischen und italienischen Presse und Medienlandschaft, dass nach dem gleichen Muster bereits bei (unbewiesenen !) Anschuldigungen, Denunziationen, Verhaftungen usw. diese mit vollem Namen und Identitätsfeststellung in der Presse genannt werden. Damit wird jedesmal eine förmliche Hexenjagd eröffnet.
In D wäre dies ein Unding gehört insofern auch zur gepflegten und selbstauferlegten Pressemoral und zum Pressekodex in D.
Ich erinnere mich letztes Jahr an einen besonderen Fall aus dem eigenen Umfeld, wo ein Carabinieri Hauptmann und Ortsgruppenleiter sich solcher Anschuldigungen ausgesetzt sah, namentlich und mit Bild in der Presse genannt wurde und vom Posten enthoben wurde. Die staatsanwaltlichen Ermittlungen, die sich nahezu 1 Jahr hingezogen haben sind letztendlich alle eingestellt worden und wurden sämtlich inhaltlich als haltlos entkräftet.
Nichtsdestotrotz bleibt der Hautptmann „strafversetzt“, sozial und arbeitsintern ausgegrenzt und hat eigentlich sämtliche Ambitionen auf den weiteren Verbleib aufgegeben. Die soziale Ausgrenzung überträgt sich dann auch direkt auf Angehörige und Kinder, die hierunter besonders zu leiden haben.
Würde mir für Sardinien und Italien wünschen, dass sich zukünftig auch dort auch ein modifizierter Pressekodex manifestieren würde.
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