Der Saxophonist
Sandokan
Sehr aktives Mitglied
Cara Comunitá.
Es ist mir ja beinahe peinlich zu erzählen, aber ab dem 10. September eines jeden Jahres verlustiert sich ein italienischer Saxophonist in unserer Gegend und spielt bei jedem Sonnenuntergang seine Melodei wobei es ihm scheinbar von höchster Wurschtigkeit ist, wer sich zu dieser Zeit dort befindet.
Als sich am 14. September 2004 mein Freund Stephan beim Sonnenuntergang in unserer Bucht befand und Geburtstag feierte, log ich Ihn selbstredend an und sagte ihm, daß wir alles selbstverständlich für ihn organisiert hätten und freute sich über das "ain't no sunshine when she's gone".
Ich weiß selbst nicht wer dieser Saxophonist ist, kenne seinen Namen nicht und auch im Ort scheint er unbekannt zu sein und dennoch spielt er ausschließlich 30 Minuten vor Sonnenuntergang seit 10 Jahren mit dem Saxophon laut für jeden hörend sein Instrument.
Wir alle wissen aber, daß wir ab dem 10. September in der Bucht einen Saxophon-spielenden Gast haben, der weder erkannt werden möchte, noch sich zu erkennen gibt.
Seit 2004 stelle ich aber eine erhöhte Buchungsfrequenz der Gäste in just dieser Gegend fest, die immer und ausschließlich zwischen dem 10.09 und 04.10 buchen und die in ihren Gärten, Terrassen und Sonnendächern stehen um ihn, dem Saxophonisten zuzuhören.
Zu Beginn dachte ich an Lärmbelästigung und wollte mich beschweren (irgendwie bin ich doch tief in meinem Herzen deutsch) und doch kam ich nicht umhin mich abend für abend darauf zu freuen, bei dem Sonnenuntergang mit Blick auf Cannigione aus einem mir bis heute noch nicht zu ermittelnden Terrasse seiner Performance zuzuhören und als ob das nicht reichte, warten meine Gäste scheinbar stundenlang auf diesen Moment und sagen mir keinen Ton.
Bis heute.
Die Dame aus Tirol rief mich an und sagte, daß sie nur wiederkämen wenn der Saxophonist da sei, der kurz vor Sonnenuntergang und kurz nach Sonnenuntergang spielt und die gesamte Dorfgemeinschaft andächtig zuhört.
Seit 10 Jahren trifft dieser Mensch immer den richtigen Ton und es ist mir nunmehr einerlei, wer er ist. Wäre er aber nicht mehr da, würde mir eindeutig etwas fehlen.
Marco
Es ist mir ja beinahe peinlich zu erzählen, aber ab dem 10. September eines jeden Jahres verlustiert sich ein italienischer Saxophonist in unserer Gegend und spielt bei jedem Sonnenuntergang seine Melodei wobei es ihm scheinbar von höchster Wurschtigkeit ist, wer sich zu dieser Zeit dort befindet.
Als sich am 14. September 2004 mein Freund Stephan beim Sonnenuntergang in unserer Bucht befand und Geburtstag feierte, log ich Ihn selbstredend an und sagte ihm, daß wir alles selbstverständlich für ihn organisiert hätten und freute sich über das "ain't no sunshine when she's gone".
Ich weiß selbst nicht wer dieser Saxophonist ist, kenne seinen Namen nicht und auch im Ort scheint er unbekannt zu sein und dennoch spielt er ausschließlich 30 Minuten vor Sonnenuntergang seit 10 Jahren mit dem Saxophon laut für jeden hörend sein Instrument.
Wir alle wissen aber, daß wir ab dem 10. September in der Bucht einen Saxophon-spielenden Gast haben, der weder erkannt werden möchte, noch sich zu erkennen gibt.
Seit 2004 stelle ich aber eine erhöhte Buchungsfrequenz der Gäste in just dieser Gegend fest, die immer und ausschließlich zwischen dem 10.09 und 04.10 buchen und die in ihren Gärten, Terrassen und Sonnendächern stehen um ihn, dem Saxophonisten zuzuhören.
Zu Beginn dachte ich an Lärmbelästigung und wollte mich beschweren (irgendwie bin ich doch tief in meinem Herzen deutsch) und doch kam ich nicht umhin mich abend für abend darauf zu freuen, bei dem Sonnenuntergang mit Blick auf Cannigione aus einem mir bis heute noch nicht zu ermittelnden Terrasse seiner Performance zuzuhören und als ob das nicht reichte, warten meine Gäste scheinbar stundenlang auf diesen Moment und sagen mir keinen Ton.
Bis heute.
Die Dame aus Tirol rief mich an und sagte, daß sie nur wiederkämen wenn der Saxophonist da sei, der kurz vor Sonnenuntergang und kurz nach Sonnenuntergang spielt und die gesamte Dorfgemeinschaft andächtig zuhört.
Seit 10 Jahren trifft dieser Mensch immer den richtigen Ton und es ist mir nunmehr einerlei, wer er ist. Wäre er aber nicht mehr da, würde mir eindeutig etwas fehlen.
Marco