Natur Der Nationale Forschungsrat: "anomal, hoher Eintrag an Sahara-Staub"

Beppe

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Der Nationale Forschungsrat: "anomal, hoher Eintrag an Sahara-Staub"

Experten des Lamma-Konsortiums: „Der Höhepunkt wird jedenfalls für heute (am Donnerstag) erwartet. Das Ausmaß des Phänomens und die Konzentrationen, die durch die Dispersionsmuster der Konzentrationen entstehen, sind jedoch ungewöhnlich.“

Bis Freitag, den 21. Juni, werden sehr heiße Luftmassen aus ursprünglicher Wüstenherkunft auch Italien erreichen, die von intensiven Südwinden in durchschnittlich troposphärische Höhen (zwischen 3.000 und 5.000 Metern) gebracht werden.

Dieser Einfluß wird aufgrund eines tieferen Depressionswirbels auf der Iberischen Halbinsel ausgelöst und wird große Mengen Saharastaub nach Italien sowie Mittel- und Osteuropa transportieren, was zu einem Staubeintrag in abnormalen Ausmaßen führen wird. Das Ausmaß des Phänomens und die von den Dispersionsmodellen erwarteten Staubkonzentrationen sind in der Tat eher ungewöhnlich hoch.

Dann wird zwischen Freitag und Samstag der Wirbel weiter über Spanien nach Frankreich und dann nach Osteuropa ziehen. Der Transit der Störung begünstigt die Rotation der Winde in westliche Quadranten, die den weiteren Eintrag von Wüstenstaub nach Italien und in die Toskana beenden.

Auch die Lamma stellt übrigens fest, dass es richtiger ist, von 'Staub' und nicht von Sand zu sprechen.
Sand ist in der Tat zu schwer und zu grob, um von den vertikalen Bewegungen und den Winden bis in die durchschnittlichen troposphärischen Höhen transportiert zu werden. Die kleinsten Partikel hingegen können, wenn sie in einen ausreichend intensiven Luftstrom geführt werden, die Schwerkraft überwinden und Tausende von Kilometern zurücklegen bevor sie wieder zur Erde absinken.

Der Sahara-Staub ist immerhin noch reich an Mikronährstoffen, welche sowohl für Pflanzen (Phosphor) als auch für die photosynthetischen Meeresorganismen (Eisen) nützlich sind. Die Hauptmonate, in denen die häufigsten Saharastaub Erscheinungen in Zentral- und Norditalien sowie im Alpenraum auftreten, sind Mai, Juni und der Oktober.

Die für diese Tage erwarteten Erscheinungen werden recht intensiv sein. Der Donnerstag (am 20.6.) könnte der Tag mit der höchsten Intensität werden, sowohl in der Luft (Höhe) als auch auf dem Boden. Ab dem 21.6. sinken die Werte wieder, obwohl sie dann immer noch recht hoch sind. Der Saharastaub führt jedenfalls insgesamt zu einer Erhöhung der Feinstaubkonzentrationen von bis zu Pm10 über Italien.

Quelle:
 
Zuletzt geändert:
Jetzt habe ich gedacht, bei so viel Sahara in der Luft müsste doch der Flugverkehr beeinträchtigt werden; ...das hab ich mir aber auch nur so gedacht...

"Warum führt Vulkanasche zu Flugausfällen, während Saharastaub keine solchen Probleme verursacht?

Der Hauptgrund, warum der Flugverkehr bei Vulkanasche beeinträchtigt wird, liegt in der Gefahr für die Flugzeugtriebwerke.
Vulkanasche kann Triebwerke beschädigen, da sie bei Kontakt schmilzt und sich an den heißen Teilen des Motors absetzt, was zu schwerwiegenden Störungen führen kann. Im Gegensatz dazu sind Saharastaubpartikel größer und fallen schneller zu Boden, was das Risiko für Flugzeuge minimiert."

 
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