Bin neu hier... [Anreise Livorno, Campingplätze]

Claulilli

Mitglied
Hallo zusammen! Bin neu hier und wollte mich kurz vorstellen. Wir (mein Mann und ich) fahren Mitte Mai zum ersten Mal mit unserem Micro-Camper nach Sardinien. Neben Sonne, Strand und Meer lieben wir das Wandern, die Berge und das Radfahren. Wo es genau hingehen soll, haben wir noch nicht entschieden...ich lese hier fleißig die tollen Beiträge, die uns bei der Orientierung sicher helfen werden und viele Fragen schon beantwortet haben! :) Wir kommen aus NRW und fahren mit der Fähre von Livorno nach Olbia. Für die Anreise haben wir eine Woche Zeit und würden gerne in der Schweiz und an der ligurischen Küste ein paar Stopps einlegen (Vierwaldstätter See, 5Terre, in der Nähe von Livorno) Falls da jemand schöne Campingplätzen oder sonst noch etwas Interessantes auf dem Weg kennt, würden wir uns über Tipps freuen. Auf Sardinien bleiben wir 2 Wochen und tendieren dazu (als Anfänger) zuerst den Osten zu erkunden. Wir bevorzugen eher kleinere, naturnahe Campingplätze und hatten an 2 - 3 "Umzüge" im Bereich Nuoro/Bidderosa/Golf von Orosei - Ogliastra/bis ungefähr Bari Sardo gedacht. Wir möchten auch ins Hinterland/in die Berge. Wer kennt da ein paar schöne Campingplätze/Wanderungen/Restaurants, die er empfehlen kann (zwischen 10 und 20 km). Eine grundlegende Frage haben wir noch nicht geklärt: ob wir die Fahrräder mitnehmen? (sind Trekking-E-Bikes) Da gibt es hier im Forum unterschiedliche Meinungen....
 

qwpoeriu

Sehr aktives Mitglied
Ich finde eine Woche für die Anreise gemessen an zwei Wochen Sardinien fast etwas lang (hoffentlich die Rückfahrt dann nicht in einem Rutsch!), aber gut, Urlaub und Fähre dürften ja nun fix sein:
- Tipps entlang des Weges kommt auf Eure genaue Route an, auch in Baden gibts schöne Ecken. Mich reizen die Seen südlich Bellinzona, die haben alle ihren Charme, der Comer See das unglaublich südliche Flair, der Maggiore mit seinen netten Dörfern, am Luganer See lässt sich mit Campione eine italienische Exklave in der Schweiz besichtigen. Seit einigen Jahren ist auch das Verzasca-Tal berühmt (http://www.lago-maggiore.de/staedteorte/val-verzasca.html, Danke Instagram :mad:), so dass man es nicht mehr geheim halten muss. Mailand, Bergamo, Ihr habt ja auch für Abstecher mehr als genug Zeit. Die Gegend um Livorno (außer Pisa, wenn Ihr den Turm noch nicht gesehen habt) würde ich mir sparen, außer Ihr wollt Elba oder gar die Maremma mitnehmen. Von den 5 Terre fährt man je nach Lage eine gute Stunde bis Livorno, das ist selbst bei ner Frühabfahrt zu schaffen.
- 5 Terre: Campingplätze gibt es nur drumherum. Anbieten würde sich Levanto, das ist ein recht lebendiger und großer Ort und das Kombiticket Zug und Wanderwege gilt bereits ab dort, zudem besteht ein Halbstundentakt. Per Auto kann man die Strecke abends schon einmal fahren, die Straße ist aber sehr eng und während man mit dem Zug von Levanto auch nach Riomaggiore vielleicht 15 Minuten braucht, ist das per Auto eine Weltreise. Alternative Campingplätze wären in Deiva Marina oder südlich La Spezia.
- Osten: Passt, wenn Ihr Aktivurlauber seid. Gerade rings um den Golfo di Orosei. Näheres liefert ein Reiseführer, Schluchten, Höhlen, ein Fernwanderweg, Klettermöglichkeiten, es ist wirklich alles dort. Ich würde persönlich (Versuch macht kluch ...) davon abraten, von der Golgo-Ebene per Pedes in die Cala Luna o.ä. abzusteigen ... man läuft doch ewig (3-4h runter, 4-5h rauf) und kommt dann unten an durch die Bootsanbieter relativ vollen Stränden an. Muss aber nach dem Strand als einziger Mensch wieder hochbüffeln.
- Fahrräder: Nicht, dass ich E-Bikes mag, aber wofür habt Ihr sie denn, wenn nicht für die schönsten Wochen des Jahres? Vor Ort gibt es sicher keine besseren, wenn Ihr im Mai überhaupt welche findet ...
 

SpeedyW

Aktives Mitglied
Wieso eine Woche für die Anreise? Wir kommen aus Wuppertal und fahren an einem Tag (ca. 18 Stunden mit Pausen) bis Genua. Gut... bis Livorno sind n paar Meter mehr... Ich hab - noch - das Vergnügen, der einzige Fahrer zu Sein. Daher nochmal die Frage: warum eine Woche für die Anreise? Von den 7 Tagen, würd ich lieber 5 als reine Urlaubstage planen ;-)
 

casa sardegna

Sehr aktives Mitglied
Die Zahl der Fahrradfahrer auf Sardinien ist überschaubar. Wenn, sind es in den Bergen gut trainierte Rennrad- oder Mountainbiker oder in der Ebene Touris, die ihr Leben riskieren wollen.

Fürs Einkaufen auf Kurzstrecke vielleicht sinnvoll, um vom CP zum Supermarkt zu fahren, aber darüber hinaus nicht empfehlenswert.

Radwege gibt's nicht und die Straßen teilt ihr euch mit Bussen Lieferwagen, Wohnmobilisten, Caravanen, Tourileihwagen und Motorradfahrern.

Entweder fahrt ihr Mountainbike auf schönen Trails in den Bergen oder ihr lasst die Räder lieber zu Hause.
 

Sardinienfans

Sehr aktives Mitglied
Auch ich würde für die Anreise nie und nimmer 5 Tage aufwenden. Lieber in 2 Tagen anreisen und die Ferien auf Sardinien geniessen. Sardinien ist so vielfältig und bietet so viel, dass ihr euren Aufenthalt voll geniessen könnt. Erfahrungsgemäss kann ich sagen, dass weniger meist mehr ist. Man kann nicht in ein paar Tagen die "ganze Welt" sehen. Zu viel in ein Ferienprogramm einpacken ist nicht sinnvoll. Es soll ja auch die Erholung nicht zu kurz kommen.
Wir wünschen euch eine gute Planung
Sardinienfans
 

Claulilli

Mitglied
Vielen Dank für Eure Antworten! Die vorgeschlagenen Zwischenziele werde ich mir gleich mal ansehen. Das Verzasca-Tal wäre sicher was für uns, qwpoeriu. Dass wir uns so lange Zeit nehmen für die Anreise hat einen Grund (für die Rückreise haben wir übrigens auch eine ganze Woche eingeplant). Wir möchten langsam reisen. Das haben wir auch schon zu Fuß und mit dem Rad getan. Unser Motto ist "Entspannt Reisen - Entschleunigen". Nicht, dass wir jetzt auf einer Esoterik-Schiene dahinschweben ;)), aber um der Hektik des Alltags, der man sich ja leider nicht einfach entziehen kann, etwas entgegen zu wirken, möchten wir uns im Urlaub einfach Zeit lassen, nur maximal 500 km am Tag fahren und da wo es schön ist, auch mal etwas länger bleiben. Das kann auch ein Baden sein...So ganz planlos wollen wir natürlich auch nicht durch die Gegen tuckern - alles kann/nix muss. Mit den einzelnen Stationen auf der Insel wollen wir es auch so halten. So wie es die Sardinienfans geschrieben haben: die Erholung soll ja nicht zu kurz kommen. Im Vorfeld zu gucken, was man so machen könnte = Reisen mit dem Finger auf der Landkarte :p ist ein Hobby vom mir und hat auch was mit der Vorfreude auf den Urlaub zu tun. Was die E-Bikes betrifft, habe ich mich lange gegen die Strom-Unterstützung gewehrt. Wenn man aber nicht gerade im Flachland wohnt (da wird mir SpeedyW aus Wuppertal Recht geben) und ein fortgeschrittenes Alter erreicht hat (55+/mein Mann wird nächstes Jahr 60 :eek:), weiß man die Vorzüge durchaus zu schätzen. Das heißt nicht, dass wir nicht sportlich unterwegs sind. Die Info von casa sardegna macht uns nun die Entscheidung leichter, die Bikes zuhause zu lassen, weil wir nicht zu den Touristen gehören, die ihr Leben (durch das nicht vorhanden sein von Radwegen) riskieren möchten. Es ist so, dass der Fahrradträger mit den Bikes am Auto den Zugang zu unserem Gepäck (und zum Bett) erschwert. Da muss sich die Mühe, den Kram jedes Mal abzunehmen, schon lohnen. Für einen Radtour in den Bergen können wir uns ja auch mal MB ausleihen. Wie sieht es eigentlich mit der Verständigung aus? Wir möchten ja nicht nur Land sondern auch Leute kennen lernen. Ich gehe davon aus, dass die Sarden - zumindest die Älteren - weder Deutsch noch Englisch sprechen. Ich bin gerade dabei, mir noch ein wenig Italienisch draufzuschaffen. Kommt man damit zurecht? Oder muss man sich tatsächlich sardisches Vokabular aneigen? Ich habe gelesen, dass es da noch x verschiedene Dialekte gibt O_O.
 

Claulilli

Mitglied
OK. Ich kann mir vorstellen, dass es auf Hauptstraße, die dann ja auch kurvig und schmal sein können, ganz schön gefährlich ist. Vielleicht gibt es aber auch weniger befahrene Nebenstraßen?
 

mare

Sehr aktives Mitglied
Wenn du versuchst, dir etwas Italienisch anzueignen, ist das prima. Sardisch brauchst du nicht. Das muss nicht perfekt sein, alleine ein positives Bemühen wirkt schon Wunder. Der Rest geht dann mit Händen und Füßen. Englischkenntnisse sind oft nur dürftig bzw nicht vorhanden. Wenn, dann kann man evtl. eher auf (ältere) Sarden treffen, die in D gearbeitet haben. Schau mal hier zB www.sardinienforum.de/threads/sprachbarriere.8997
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
Nur: Mitte Mai hat es deutlich mehr Motorräder in Gruppen als im Hochsommer, gerade auch auf Nebenstrassen (wobei man mit einem Fahrrade ja schon besser ausweichen kann). Zudem gibt es schon auch ziemlich viele Nebenstrassen, die fast gar nicht motorisiert befahren werden.

Für die Hinreise würde ich die 5 Terre anfahren, um das Mal zu sehen, die Orte sind schon sehr putzig. Authentischer weil nicht ganz so touristisch sind die Orte oberhalb bzw. überhaupt fast alles zwischen Genua und eben den berühmten 5 Dörfern. Wandern kann man dort auch gut.

LG, Maren
 

Claulilli

Mitglied
Das hört sich ja ganz gut an...deshalb haben wir jetzt beschlossen die Räder mitzunehmen und uns Nebenstraßen zum Radeln zu suchen. Auf der Hinreise stoppen wir am Lago Maggiore und bei den 5 Terre mal. Und Juhu!!! Es sind nur noch 2 Wochen - dann geht es los. Die Beschreibungen hier zu den Campingplätzen Cala Ginepro und SosAlinos gefielen uns ganz gut. Einen davon werden wir wohl als erstes ansteuern. So wie hier alle schreiben, ist es wohl im Mai nicht nötig zu reservieren? Wir wissen ja auch nicht, wie lange wir da bleiben wollen. Wenn es nicht zum Wandern schon zu warm ist, würden wir gerne auch Richtung Berge ein paar Tage bleiben. Da gucken wir noch nach einem geeigneten Ausgangspunkt in der Nähe von Cala Gonone/Nuoro/Urzulei und suchen ein schönes Campeggio Agriturismo. Wir sind auf Nuraghe Mannu gestoßen. Kennt das jemand? Es gibt zwar jede Menge Agriturismo Unterkünfte/Zimmer im Netz, aber Infos zu Campingmöglichkeiten sind nicht so häufig zu finden. Sicher hat von Euch noch jemand einen Tipp. Da sind wir dann sehr dankbar...und gespannt...und freuen uns jetzt schon auf die Insel. Besonders, wenn es jetzt am Wochenende hier so kalt wird. 9 Grad...bibber...Die Vorfreude ist ja sowieso immer die schönste Freude! Und ich freue mich ja sowas von...:cool:
 

nonna

Sehr aktives Mitglied
am Lago Maggiore: Camping, village Parisi in Baveno?
kenne den Camping nur als Durchreisende, finde die Lage schön, direkt am See....
 

steftina

Sehr aktives Mitglied
Hey.in cala ganone gibt's zwei gute camping Möglichkeiten. Oberhalb der cala fuili gibt's noch en agricamping bzw agritourismo in herrlicher Lage, die sind jedoch oft voll belegt. Nane fällt mir grad nicht ein.....Oben auf dem Pass Richtung Süden auch eine camping Möglichkeit unweit der schlucht.
Mfg
 

Rauhellern

Mitglied
Sehr gut zelten und für kleine Camper prima geeignet ist der Agriturismo La Cerra, Tempio Pausania, und abends darf man die sehr gute Küche genießen. Die Sanitärenanlagen sind sehr sauber und es gibt schöne Schattenplätze. Von La Cerra kann man direkt zu wunderbaren Wanderungen aufbrechen.
Für Eure Anreise könntet ihr Euch einmal den Camingplatz Göscheneralp (ein wirklicher Naturcampingplatz) anschauen. Dieser befindet sich am Ende des Göschener Tals umgeben von den beeindruckenden Urner Alpen. Tanti saluti Monika

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Sabsebinchen

Sehr aktives Mitglied
Für Eure Anreise könntet ihr Euch einmal den Camingplatz Göscheneralp
Wunderschön, aber es kann sein dass die Straße nach oben noch nicht offen ist. Frühestens, je nach schneelage, öffnen Sie die straße Mitte Mai. Und da oben herrschen dann wirklich noch andere Temperaturen als unten.
Gestern war zb auch der Gotthard Pass noch gesperrt.
 

Claulilli

Mitglied
Danke für die tollen Tipps! Agricamping hab ich noch Cordula Fuili gefunden. Das ist am Pass und sieht auf deren Seite echt super aus. Wie es scheint gibt es aber nur wenig Plätze (8). Wenns voll ist, ist da ja zur Not auch ein Campingplatz in Cala Gonone. War da schonmal jemand? La Cerra hab ich mir auch notiert. Danke für die Fotos. Toller Platz! Camping Mattli an der Göscheneralp hatte ich mir auch schon rausgesucht. Ein wunderschönes Fleckchen Erde. Aber wie Sabsebinchen schreibt: Straße gesperrt und auf der Internetseite steht, dass der Platz erst wieder im Juni öffnet, weil eine Lawine im April die Toilettenanlage und die Gaststätte total zerstört hat. Es sind auch Bilder zu sehen. Sieht schlimm aus. Mal gucken wie die Wetterlage nächste Woche ist. Kalt ist zum Schlafen nicht so schlimm, wir haben Standheizung im Auto. Aber bei 8 oder gar 5 Grad zu frühstücken ist nicht so toll. Die Butter ist dann immer so hart ;). Schlimmstenfalls müssen wir fahren, bis es warm wird :cool:..bis zum Verzasca Tal und zum Lago Maggiore...
 

Sabsebinchen

Sehr aktives Mitglied
Der camping cala gonone ist mein absoluter Lieblings Campingplatz. Ich liebe die Stimmung dort. Wanderer, kletterer, Motorradfahrer, alles emsig und gleichzeitig entspannt durcheinander, jeder mit seinem eigenen "Auftrag" unterwegs. Abends draußen mit meinem Mann gemeinsam die Zähne putzen während irgendwelche Kinder auf die Bäume am Sanitär hoch klettern. Ein wirklich schöner Pool mit Aussicht auf wunderschöne Felsen. Hach, ich hab Heimweh.
 

Claulilli

Mitglied
Das hört sich ja ganz nett an. Ich dachte der Platz wäre nix, weil Cala Gonone als reiner Touristenort beschrieben wird. Als Ausgangspunkt für Wanderungen liegt er aber scheinbar ideal. Ob der Pool denn schon im Mai geöffnet ist?
 

steftina

Sehr aktives Mitglied
Cala ganone ist super. Unbedingt hin fahren und der camping ist auch klasse warum hier so viel negatives über den ort geschrieben wird? ...... super panoramastrasse am meer, zum flanieren, essen, trinken und herrliches panorama geniessen. Der ort ist auch autentisch und wir waren schon viele male dort.
Also wenn du im mai dort bist wirst du es erleben.
Der pool wir wohl noch zu sein. Wurde immer mitte juni geöffnet.
Ringsrum super zum wandern, traumhaft schöne landschaft und unbedingt nach dorgali.
Mfg
 

mare

Sehr aktives Mitglied
Naja gut, so sieht das halt jeder anders. Aber die Vielfalt, verschiedene subjektive Meinungen müssen schon hier sachlich möglich sein und sind gerade wichtig, denn jeder hat aus seiner Sicht Recht, es gibt kein absolutes Richtig oder Falsch. Genau deshalb sind Empfehlungen so schwierig, was für mich passt und gefällt, muss für andere noch lange nicht richtig sein.

Gerade im Mai sollte man aber zumindest bezüglich des Ortes nicht vergessen, dass man in Cala Gonone schon ziemlich abgeschieden ist , wenn man woanders hin will, denn das liegt in einem Talkessel, wird im früh schattig und daher kühl, man ist dadurch nicht zentral, hat die immer kurvige An- und Abfahrt, auch wenn man zu schönen Stränden oder woanders hin will. Genauso versteht jeder unter touristisch, authentisch etwas anders, ebenso unter flanieren und einer Promenade (einen kleinen Eindruck kann da streetview geben) oder man hat einen Vergleich mit anderswo im Sinn. Im Mai hat man sicher nicht das Problem zu vieler Touristen, sondern das Gegenteil. Da hilft wirklich nur selbst erleben oder anhand der Beschreibungen schauen, welche Punkte einem selbst davon wichtig sind. Viel Spaß! Probiert es einfach aus, sonst ist es ja kein Problem um diese Zeit zu wechseln.
 
Zuletzt geändert:

Claulilli

Mitglied
Hallo allerseits!
Leider, leider, leider ist unser Urlaub jetzt vorbei
, aber er war wunderschön. Sardinien hat uns sooooo gut gefallen. Keine Frage, wohin der nächste Urlaub geht. Danke nochmal für alle Tipps - hier nun ein kleiner Reisebericht: Wir sind bei der Anreise nach einem Stopp im Schwarzwald gleich bis zur ligurischen Küste durchgefahren, weil es überall geregnet hat. Wir waren bei den 5 Terre (war ganz nett, muss man aber nicht nochmal haben) und sind nach einer Nacht auf einem CP bei Livorno mit der Fähre nach Olbia gefahren. Die See war ruhig, der Himmel blau - wir haben die Schifffahrt genossen. Von Olbia aus sind wir zuerst 5 Tage auf dem CP Cala Ginepro gewesen. Dort sind wir (sogar 2 x) durch das wunderschöne Naturschutzgebiet Oase von Bidderosa gewandert. Ein Strand konnte nicht genutzt werden, weil er voller Algen war. War aber nicht so schlimm, es gab ja einen 2. und so viele Leute waren ja nicht da. Ein 24-stündiger starker Dauerregen hat unsere Camper-Geduld dort auf die Probe gestellt, aber nach dem großen Regen hatten wir nur noch Bilderbuchwetter (+ Mücken :p)- zum Wandern schon fast zu warm. Wir waren jeden Tag im Meer, obwohl das Wasser recht frisch war.
Von Cala Ginepro (am CP gab es wirklich nix auszusetzen - Stellplatz konnte frei gewählt werden, jede Menge Platz, sehr ruhig, sanitäre Einrichtungen sauber, Restaurant gut) sind wir nach Cala Gonone gefahren und haben dort die klassische Wanderung entlang der Steilküste zur Cala Luna gemacht, sind mit dem Boot zurück gefahren und haben auf dem CP Cala Gonone übernachtet. (CP relativ laut, da im Ort/an der Straße, sanitäre Anlagen renovierungsbedürftig, Stellplätze sehr eng, Restaurant hat leckere Pizza) Auf unserer weiteren Reise haben wir am nächsten Tag auf der Wiese beim agriturismo su nuraghe mannu unser Lager aufgeschlagen. Es liegt auf dem Berg mit Blick aufs Meer. Es gibt zwar keinen Strom, aber Duschen und Toiletten. Die Leute sind super nett und lustig gewesen. Mit meinen paar Brocken italienisch und Händen und Füßen haben wir uns prima verstanden. Das Abendessen war grandios. Fast alles aus eigener Produktion (oder vom Nachbarn). Auch wenn wir noch am nächsten Tag satt waren, war dieses Essen eins unserer kulinarischen Highlights. Danach sind wir weiter nach Süden und sind nach einem Stopp am Eingang der Gorroppu-Schlucht weiter über den Pass bis nach Bari Sardo gefahren. Wirklich eine traumhafte Panoramastrecke. Vom CP La Pineta aus haben wir viele Wanderungen unternommen. Der CP war sehr schön. Die Stellplätze zwar etwas klein, 500 m Fußweg zum Meer, das Publikum sehr deutsch, aber alles sehr sauber, gepflegt und liebevoll gestaltet. Die Betreiber unheimlich um das Wohl der Gäste bemüht und das Restaurant gut und günstig. Wir sind zu den Wanderstartpunkten durch idyllische Bergdörfer gefahren, durch Steineichen- und Eukalyptuswälder mit wilden Alpenveilchen gewandert, Wiesen bedeckt mit Lavendel, Zistrosen und sogar Lilien durchquert, an plätschernden Bächen entlang - immer mit grandiosen Blicken vom Monte Idolo oder Is Seddas auf die Küste oder ins Hinterland/auf die Berge, schön war auch die Wanderung an der Steilküste entlang von S.M. Navarrese zur Felsnadel Pedra Longa, obwohl dort wesentlich mehr Menschen unterwegs waren, als in den Wäldern. Einfach nur schön... Nach zwei Wochen Sardinien sind wird dann von Livorno aus noch auf einem CP in der Toskana und bevor wir nach 4 Wochen die Heimreise angetreten haben, noch 2 Tage am Bodensee gewesen. Am Wochenende gibt es bei uns nochmal einen kulinarischen Rückblick. Da werden die mitgebrachten Sachen verzehrt: Salami, Pecorino, Cannonau, Mirto, Pane Guttiau, Malloreddus und Bottarga di Muggine…hach...lecker..
 
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