Manchmal ist es schon komisch:
Warum habe ich genau vor einer halben Stunde (Nach dem Silverstone-Rennen) am Bücherschrank gestanden, den Padre Padrone rausgesucht, um ihn nochmal nach vielen Jahren zu lesen? Darin ist doch die Stelle, wo der Junge von der Stille rundrum spricht, die ihn wie eine lauttönende Glocke erschlägt. Mal sehen, ob ich es richtig erinnere.
 
Padre Padrone war sein Meisterwerk, die späteren Bücher blieben dahinter zurück. Im der Verfilmung der Gebr. Taviani spielt er sich streckenweise selbst. Wir haben Gavino Ledda zweimal kennen gelernt: Er hat uns hier in Brunella besucht und später, anläßlich der Frankfurter Buchmesse mit Schwerpunkt Italien, bei uns gewohnt. Ein sehr sensibler Mensch. Ich vermute, er hat seinen Welterfolg nicht verkraftet.
Im Dorf hielten ihn die Leute für einen Nestbeschmutzer, mein Schwiegervater wollte ihn erst nicht begrüßen. Aber dann gingen wir gemeinsam in die Bar, und alles war gut.
 
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