allgemeine Frage [Italienisch lernen]

Räumatikerin

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Liebe Forianer,
ganz allgemein würde uns interessieren wie ihr eure ital. Sprachkenntnisse erlangt habt.

Wie habt ihr Deutschen die ihr schon länger/lange auf Sardinien lebt, das gemacht ? Vor Ort, learning by doing?
Grundkenntnisse gehabt ? VHS ?

Wir überlegen, wie wir am besten die Sprache erlernen können. Bei den VHS-Kuren stört uns die Sommerpause zwischen den Kursen, Sprachschule wäre etwas.

Klar kann ich auch einen Sprachkurs auf Sardinien besuchen, aber reicht das erst einmal ?

Es geht einfach darum, sich auf Sardinien besser verständigen zu können. Klar können wir Essen/Kaffe bestellen, einkaufen. Es geht irgendwie mit den wenigen Kenntnissen, aber wir würden es höflicher finden nicht so rumzustottern oder Englisch zu sprechen. Ein kleiner Smalltalk wäre ja auch schon etwas ;).

Ich bin gespannt auf eure Geschichten !
Ramona
 
VHS kann ich nicht empfehlen. Der Lernfortschritt ist winzig.
Ich habe als ersten Einstieg einen CD-Sprachkurs gemacht, da kann man das eigene Lerntempo bestimmen und auch mal ein Kapitel wiederholen, wenn man noch Übungsbedarf hat. War eine sehr gute Grundlage.
Online kann ich sowohl Babbel als auch 5mls sehr empfehlen, vor allem letzteres. Das ist kostenlos, man muss aber dran bleiben, sonst erlischt die Zugangsberechtigung. Da mach ich auch immer weiter.
Und ich habe viele italienische Bücher gelesen - die Lernkrimis sind witzig und unterhaltsam.
Aber nichts geht über den Alltag im Land selber. Vor allem muss man Sprechsituationen suchen. Ich vermeide zu viele Kontakte mit Deutschen, das verführt, weil es so schön bequem ist.
 
Learning by doing ist immer am besten! Allerdings ist die Grammatik nicht unbedingt einfach - wie beispielsweise die englische Grammatik - deshalb ist es gut, auch fundierte Grundkenntnisse der Grammatik zu erwerben - dann machen ein oder zwei wirklich gute Kurse zu Anfang auch Sinn; später sind dann die oben angesprochenen Lernkrimis sehr gut, oder auch das Heft Adesso - mag ich sehr :)
 
Hallo,
ich habe einen Sprachkurs in Süditalien gemacht. Danach war ich so begeistert von dieser Urlaubs- und Lernform, dass ich dort gleich noch zwei mal war. Immer ein paar Jährchen dazwischen, aber......
Ich glaube, das erste mal war ich 3 Wochen, dann jeweils 2 Wochen im "Urlaub". Morgens war Unterricht auf einer wunderschönen Azienda (wo auch unglaublich schöne Häuser für alle "Schüler" waren) unter blauem Himmel oder Dachterasse, nachmittags Strand und teiweise organisierte Ausflüge mal mit, mal ohne Lehrer, die ausschließlich italienisch gesprochen haben. Am Strand dann üben :), italienische Comics lesen, Lieder trällern........ so ging es ganz leicht und wunderbar und es hat sich ganz gut gehalten, ist jetzt mindestens 25 Jahr her!
Ich würde ja auch schreiben, wo genau es war und welcher Anbieter, aber ich weiß nicht, ob ich das hier so schreiben darf und außerdem hat sich natürlich die Azienda ziemlich verändert. Die meisten der tollen Häuser sind jetzt für nomale Touristen als Ferienhäuser im Angebot, aber trotzdem ist es immer noch eine tolle Anzienda, wo alles wächst, was der italienische Boden so hergibt: Bananen, Avocados, Maulbeeren, Nespole, Feigen, Orangen, Zitronen, Tomaten., Zwiebeln......
Damals durften wir so allerhand ernten und haben abends oft zusammen gekocht, so dass ich da wirklich einiges an Inspiration und Liebe für Italien mitgenommen habe!
Und ich finde es richtig schön, dass Du Dich auf das Land und die Sprache einlassen möchtest. Alleine mit ein bißchen Sprachkenntnissen macht es so viel mehr Freude.
Giovanina
 
Einige Jahre VHS-Kurse.
1 zweiwöchiger Italienischkurs in Monterosso ( 5 Terre) - der hat mir wirklich viel gebracht, da wir morgens Unterricht hatten und das Gelerne am Nachmittag angewendet haben (zusammen gekocht, einkaufen gegangen, in Kunstausstellungen,....)
Alleinreisen durch Italien und Sardinien - wenn man mit Keinem Deutsch reden kann und auf Italienisch angewiesen ist.
Aktuell mit Babbel auf dem handy
 
Zuerst nur 'Urlaubs'-Italienisch, dann VHS, was so gut wie nix gebracht hat, weil dort alle nur die paar Sachen für den Urlaub lernen wollen, ging such zu langsam voran, dann Privatunterricht, weil ich Italienisch auch beruflich gebraucht habe - der Rest learning by doing im Land.
 
ein sardischer Lover hilft ungemein :D oder wer in festen Händen ist und so halt ne Brieffreundin oder so jemand...

ich hab damals zwei Stunden gebraucht um eine Mail von ihm zu lesen und drei Stunden, um zu antworten.... :cool:
hab jedes zweite Wort nachgeschlagen, aber gut, so hab ich doch einiges gelernt :)

hatte Urlaubs-Italienisch drauf, halt so nach jedem Campingplatz 20 Wörter mehr.... das ein paar Jahre machen bringt auch weiter, aber flüssig wirds eher nicht dadurch

stelle oft fest dass Leute, die als Paar oder Familie auswandern es nie so ganz packen halbwegs flüssig Italienisch zu beherrschen, weil sie halt daheim immer Muttersprache sprechen....
FAZIT:
führt einfach daheim in Germania zwei Tage oder auch sieben Tage die Woche italienischen Tag ein, da wird nur Italienisch kommuniziert, vielleicht bringt das was.... !!!

denke absolut, dass es die Praxis bringt, solang du nicht reden und denken MUSST auf Italienisch tust dus auch nicht
der Mensch ist halt ein bequemes Viech...

öh ja, und ich hab jahrelang einige italienische Lieder gehört, gleich morgens zum Frühstück... wenn ichs nicht verstanden hab versuchte ich es nachzuschlagen und zu finden, manchmal war auch ne deutsche Übersetzung dabei im book, wenn ich die CD in Germania gekauft hatte.... heute ist das einfacher im www zu finden mit translator, alles easy.... aber erst selbst arbeiten, dann gucken gehen, nicht andersrum whistling

Eros Ramazzotti singt schön langsam, da kannste echt was lernen ;)
 
ein sardischer Lover hilft ungemein :D

Oder Alkohol ….whistling …… im letzten Jahr habe ich nach einem großen Glas Malvasia, welches ich zu schnell getrunken habe, auch Gespräche über Politik führen können.

So, jetzt aber ernsthaft: Ich finde die Lernkrimis von compact sehr gut, neue Vokabeln werden bei Anfängerniveau immer direkt auf der Seite in einem Kästchen erklärt, bei Fortgeschrittenen dann im Anhang.
 
ich könnt welche ausm Dorf empfehlen, da gibts ein paar Singles oder Interessierte so generell :cool:
und die sehen ganz gut aus, so allgemein meistens :cool::cool::cool:

und wie sagte mir eine Frau in Cagliari vor ein paar Jahren....:" i ragazzi sardi sono tutti in gamba!!!!!"
 
jo, ich kenn auch ein paar deutsche Leute, die nach Mitternacht perfekt sardisch sprechen und ein paar sardische Leute, die dann ohne Probleme Deutsch verstehen... nach ein paar Gläsli Cannonau, selbstgemacht vom Gastgeber, ein paar Mirto, selbstgemacht vom Gastgeber, ein paar filu`ferru, dito.... alles easy :cool:

phh, und ja, ein Freund steht auf Ba..el, der zieht sich das rein jeden Tag vorm Frühstück... und ich sehe Fortschritte, er ist jedes Jahr ein paarmal auf der Insel
 
1962 gabs ja noch keine weitverbreiteten Computer. Um unseren Freund Pietro, der nach Köln kam u. bei Ford arbeitete, besser zu verstehen, strengten wir uns an. Vor allem, da er seine deutschen Sprachkenntnisse rapide verbesserte u. wir nicht hintanstehen wollten. Also nahm ich Kurse im Italienischen Komsulat in Köln. Die lehrten aus dem italienischen Lehrbuch für Mittelschulen.
Der Rest war ständiger Sprachgebrauch auf der Insel. Heute aus der Ferne lese ich die "Unione" und die "Nuova", wenn mir danach zumute ist oder benutze das Telefon für ein Schwätzchen.

Grins: und habe ein paar Sprichwörter bei mir rumhängen, die nicht jeder Deutsche sofort versteht, die mir aber immer wieder Spass machen. Z.B.:

La vita é come l´albero di natale: C´é sempre chi rompe le palle.

La palla = der Ball, le palle = (auch) die Kugeln am Weihnachsbaum. Non rompermi le palle = fall mir nicht auf die Nerven!
 
Ich habe zwei Kurse an der VHS gemacht, allerdings als Intensivkurse, 4 und 5 Tage am Stück. Die fand ich wirklich gut, allerdings finden die meistens in den Ferien statt. Mit dem Standardkurs einmal die Woche bin ich nicht gut zurecht gekommen, ist einfach zu wenig Zeit am Stück um in die Sprache reinzukommen.
 
Vielen lieben Dank an Alle ! Das ist ja echt interessant, es gibt irgendwie nicht das einheitliche Lernen ;)

Heute habe ich ein wenig gego....lt und bin darauf gestossen, dass die hier ansässige Uni Italienisch als Sprache anbietet, einschl.
der von Euch empfohlenen praktischen Anwendungen im Alltag, als Studienfach.
Habe eine Anfrage gestellt und harre mal der Dinge :)
In meinem Alter noch zur Uni, die Kinder kringeln sich , aber befürworten mein Vorhaben;))

Ich lasse Euch wissen, wie es weitergeht.
Danke !
Ramona
 
Ich freue mich auch total über eure Geschichten!
Wir mussten ja im letzten Jahr sehr schnell lernen um unsere Hochzeit zu organisieren, aber das ist noch meilenweit entfernt von gut, was wir jetzt drauf haben. Mein Mann (der schlaue von uns :p) spricht viel besser als ich. Aber nachdem ich gemerkt habe wie toll es ist wenn man sich mit den Menschen verständigen kann, hatte sogar ich richtig viel Lust auf Sprache lernen. Eine vollkommen neue Erfahrung für mich :D und eure Erfahrungen haben jetzt nochmal nen kleinen stups gegeben!
 
Bei mir bisher nur Learning by doing. Spreche aber fließend französisch und habe damit begonnen, die französischen Vokablkn italienisch auszusprechen, das ging erstaunlich gut :) Grammatik mehr oder weniger Fehlanzeige, aber es reicht, um von Handwerkern ernst genommen zu werden, gerade montieren hier zwei Schreiner einen Schrank auf unserer Terrasse und es sieht so aus wie das, was ich beschrieben hatte...

Es wäre schön, noch einmal einen Grammatikkurs zu machen, aber wann...
 
Ich persönlich spreche kein Italienisch, auch mein Französisch ist eher rudimentär.
Unser Sohn hatte es da leichter. Der lebt seit 3 1/2 Jahren im Tessin und hat sich sein Italienisch im learning-by-doing beigebracht. Er sprach mit seinen auch italienischen Kollegen im Labor erst Englisch (als Wissenschaftssprache..) und musste sich wegen der relativ geringen Deutschkenntnisse der meisten Tessiner zwangsweise irgendwann Italienisch lernen.
Er konnte allerdings schon etwas spanisch, was im ganz gut geholfen hat.
Und natürlich der tägliche Umgang, der vielen hier vermutlich so nicht gegeben ist.
Er hat uns ein paar Tage im Urlaub besucht und hätte gestern ohne Italienisch in dem kleinen B&B in Posada wohl schwerere Verständigungsprobleme bekommen...
 
Italienisch ist einfach die schönste Sprache !!! finde ich ;) sie ist einfach soooooooo klangvoll - okay okay.. natürlich gibt es hier grosse Unterschiede, je nach Region, wie in Deutschland auch;

und ich möchte ALLEN MUT machen ITALIENISCH zu lernen - oder auch richtig gutes Englisch - dafür ist es nie zu spät!! so meine Erfahrung von meinen Englisch-"Senioren" - es hält fit und macht Freude!!
 
wenn ihr eine andere Sprache bereits sprecht - entweder aus dem romanischen Bereich oder auch Englisch, werdet ihr auch Italienisch schneller lernen, es gibt hier viel mehr Parallelen, als man zunächst denkt!
Das Wichtigste ist das Sprechen - niemals nur stumpf Grammatik lernen, das bringt nichts!
 
Im Alter fällt das doch schwer, jedenfalls mir. Ich habe vor 5 Jahren begonnen, italienisch zu lernen; es macht immer noch Spass. Leider bleibt nicht alles hängen, was so zwischen den Ohren herum saust.
Was mir an den Italienern gut gefällt, auch in Italien, das ist die sympathische Korrektur des Gesagten. Ich versuche, in italienisch etwas auszudrücken, bin mir aber bewusst, dass da bestimmt etwas anders hätte formuliert werden müssen, trotz "Rückwärts"-Denkens im Satzbau.
Wichtig für mich ist, nicht vergessen, wie ich formuliert hatte, dann genau hinhören, denn mein Gegenüber hat meinen Satz zwar verstanden, wiederholt ihn aber einfach, und zwar richtig. Und dies nicht auf Schulmeisterart, wie oft in Deutschland.
 
Spreche aber fließend französisch und habe damit begonnen, die französischen Vokablkn italienisch auszusprechen, das ging erstaunlich gut :)

Genauso habe auch ich das gemacht, wobei meine französisch Kenntnisse eher gut denn fließend waren. Das klang anfangs sicher recht lustig und doch wurde ich verstanden, das machte Mut und entwickelte sich und damit meine Sprachkenntnisse weiter.
Hören und sprechen, zuhören und nachfragen, im Laufe der Zeit auch immer mal wieder um Korrektur bitten und lesen, auch wenn man nicht alles versteht........
Mut und Spaß am experimentieren mit der Sprache ist wichtigste Grundvoraussetzung , Vokabeln pauken nutzt wenig, eher
" lebendige Sprachkurse" wie in diesen o.a. Heften, in denen das erlernen neuer Begriffe in Handlung eingebettet ist.
Es gibt auch interaktive Sprachkurse am PC, die zum Training an langen Winterabenden nützlich sein können
 
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Reactions: KSL
Wiederholung ist wichtig.... das geht auch schon den 40 oder 50-jährigen so ! :);)

So mache ich es mit meinen 'Englisch-Senioren' auch, wir wiederholen viel und vor allem - wir sprechen sehr viel!!
 
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